Eigentum

… das Menschenrecht auf Eigentum in Frage stellen und damit eine wesentliche Grundlage der bürgerlichen Gesellschaft aus den Angeln heben könnten.

Ingo Langner schafft es in einem kruden Artikel auf der Achse des Guten ein »Menschenrecht auf Eigentum« zu behaupten (vordergründig geht es um die »Grenzen des Internet« und der Aussage, die Piraten würden es überbewerten), ohne Bezug zu nehmen auf die Entstehungsgeschichte von Eigentum überhaupt und die damit zusammenhängende Fragwürdigkeit des Eigentumsbegriffes.

Eigentum entstand geschichtlich gesehen, durch »Inbesitznahme« von zum Beispiel Land, welches vorher anderen Menschen gehörte (durch Gewalt enteignet) oder niemandem gehörte. Was aber niemand gehört, gehört allen.

Geistige Leistungen wiederum entstehen geschichtlich gesehen, über die Nutzung von Gemeingütern (Bibliotheken) und Hilfen, die von der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden (Schulen, Universitäten) als Eigen- oder Gemeinschaftsprodukt. Dieses ist somit ohne die Gemeinschaft gar nicht möglich. Deswegen ist »Geistiges Privateigentum« in weiten Teilen unberechtigt.

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