Wert und Moral

Wer eine Antwort auf diese Frage sucht, der soll das Gespräch mit dem gekrönten Friedensforscher einfach weiterlesen, vor allem seine Aussagen zum Utøya-Massaker. Breivik betrachtet der Forscher zwar als europäisch-westlichen Neofaschisten und Rassisten, aber „verrückt war Breivik nicht, jedenfalls nicht verrückter als die norwegische Regierung. (…) Die norwegische Regierung versucht, den Afghanen ihr Konzept von Demokratie mit Gewalt aufzuzwingen und Breivik wollte uns Norwegern seine Weltsicht aufzwingen“.

Mit dieser Logik gibt es auch keinen Unterschied mehr zwischen einer Grundschullehrerin und Josef Goebbels: Beide versuchen eine bestimmte Weltanschauung zu vermitteln. Dass die Erstere ihre Schülerinnen und Schüler auf das freie Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet während der Letztere sich für eine rassistische und diktatorische gesellschaftliche Ordnung einsetzte, spielt nach diesem Denkmuster keine Rolle.

Galtung scheint sich auf den Zwangsaspekt zu konzentrieren, den wiederum Yardeni ignoriert. Warum? Yardeni meidet den Diskurs über die Werte, während Galtung mit der Form der Auseinandersetzung beschäftigt ist und sagt, »egal was die alle wollen, in der Welt, sie wollen es mit Zwang erreichen.«

Es geht um Werte und nicht um »Moral«, wie es Yardeni im Text unten schreibt. Diese Diskussion wäre durchaus interessant, zu schauen, was für Werte wir gemeinsam haben und welche uns voneinander trennen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/in_goebbels_spuren_johan_galtung/

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