Geschlechtliche Identität

Henrik M. Broder schreibt zu Judith Butler, den Wissenschaften, den Intellektuellen:

Warum-Judith-Butler-den-Adorno-Preis-verdient-hat

Butler ist mein Jahrgang. Ich denke an die Zeit unserer Eltern, wie Männer und Frauen da waren. Die Bilder, Filme, Musik aus dieser Zeit. Butler sagt, die geschlechtliche Identität ist gesellschaftlich aufgepfropft. Stimmt’s?

Möglicherweise gab es den Zwang der Rollenzuweisung, besonders bei Mädchen und die wollten dieser Rollenzuweisung sich nicht unterordnen. Zurecht. Butlers Überlegungen sind eine theoretische (wissenschaftliche) Unterstützung für dieses Anliegen. Es bringt auf alle Fälle mehr Freiheiten für die Menschen. Welcher Richtung zu leben sich die Individuen zuwenden ist alsdann Privatsache. So what?

Butlers »Sympathie« für Terrorismus ist gefährlich. Kann man denn nicht anders für gute Lebensbedingungen sich einsetzen? Zu Zeiten der RAF gab es in Deutschland auch »Sympathisanten«. Im Nachhinein sieht man doch in erster Linie die Toten und ehemalige RAF-Anhänger und ehemalige Sympathisanten wollen lieber anonym bleiben. – Also besser gleich die Finger weg.

Photo by Christine Asherah

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