Exil, Flucht, Migration – offene und eingeschränkte Wanderbewegungen

  1. AsylVerschaerfungen-gelten-wohl-schon-ab-Samstag
  2. SVP-fordert-Internierungslager-fuer-alle-Asylbewerber

Im Urlaub las ich Alfred Kantorowicz »Exil in Frankreich«. Die Franzosen behandelten die »Flüchtlinge« wie Verbrecher (auch wenn Kantorowicz immer wieder die guten Franzosen erwähnte). In den Lagern lebten die Menschen schlimmer wie Vieh. Viele starben körperlich geschädigt an den unmenschlichen Bedingungen.

Auch heute (siehe Links) ist die Beunruhigung bei den Einheimischen groß, man will »Gegenmaßnahmen« ergreifen, z.B. Internierungslager. Bei uns und in ganz Europa ist das so.

Es besteht die Sorge, dass immer mehr Menschen »zu uns« kommen wollen. Da diese in der Regel nichts mitbringen, brauchen sie alles im Aufnahmeland: Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie. Die Menschen fügen sich nicht immer nahtlos in die jeweiligen Gesellschaften ein, leben womöglich in »Parallelgesellschaften« mit ihrer Religion, Kultur. Sie sind bemüht den Nachzug von Menschen ihrer Art zu ermöglichen, um eine eigene »Gemeinschaft« aufbauen zu können.
Die männlichen Jugendlichen mancher Armuts- und politischen Flüchtlinge, mancher Immigranten sind auffällig kriminell, bedrohen und beunruhigen die Einheimischen, in dem sie sie im privaten Umfeld, in Wohnungsnähe, beim Einkaufen, in ihren kleinen Gewerbebetrieben, auf dem Weg nach Hause, auf dem Weg zur Arbeit überfallen, ausrauben, beleidigen, verhöhnen, schlagen; sind selbst zum Teil Rassisten.

Perspektiven

Die Aufgabe ist es, zu allen Anliegen einen Ausgleich zu finden. Die Flucht und der Wegzug aus Umständen, die man nicht will, muss möglich sein. In den Aufnahmeländern ist sicherlich von den Flüchtlingen eine Anpassung zu verlangen. Und diese müssen sie auch einhalten, sonst sollten Ausweisungen die Folge sein. Aber die Bedingungen für Flüchtlinge, Migranten, müssen menschenwürdig sein. Alle Aspekte, die in den Menschenrechten genannt sind, sollten auch für Flüchtlinge gelten. Erniedrigende Umstände sollten auf keinen Fall möglich sein.

Aber der wichtigste Punkt: Wenn Menschen aufgrund »menschenrechtsverletzender Bedingungen« aus anderen Ländern fliehen, müssen wir diese menschenrechtsverletzenden Bedingungen in diesen Ländern beenden! Wenn Menschen aus Armutsgründen aus Ländern fliehen, müssen wir die Armutsgründe in diesen Ländern beenden. Hier ist eine Schwachstelle unserer Weltbehandlung zu sehen.

Wir machen die Tore auf und alle die wollen und können und müssen, kommen »zu uns«, aber der umgekehrte Weg, von uns in diese Länder, ist in der Regel versperrt. Dies müssen wir ändern wollen. Wir, das heißt die Weltgemeinschaft, die UNO, wir müssen in diese Länder hineingehen und dem Allgemeinwohl und den Menschenrechten zu ihrer Durchsetzung verhelfen. Ich weiß, dass dies eine Aufgabe ist. Aber tun wir das nicht, ist der Weg der Menschen in der Welt nur eine Einbahnstraße in die »freien« und an Gütern und Dienstleistungen reichen Länder.
Dies würde bedeuten, dass sich die unmenschlichen Bedingungen in bestimmten Staaten stabilisieren. Können wir, die Weltgemeinschaft, dass dulden und zulassen. Und zusehen (in 3D, über Handykamera und was die moderne Technik noch so alles bietet), wie Unrecht geschieht, Menschenrechte verletzt werden?

Und ein weiteres Beispiel. Warum kommen die afrikanischen Länder, in denen seit vielen Jahren kaum eine Entwicklung wirtschaftlicher Art, bei den Menschenrechten, bei der Armutsbekämpfung erziehlt wird, nicht auf die Idee, den Zuzug und das Leben zu ermöglichen, für Menschen aus Europa, aus der westlichen Welt? Stattdessen machen es Leute wie Mugabe genau umgekehrt. Er wirft die letzten verbliebenen »Weißen« aus dem Land. – Könnten wir in diesen Ländern leben, würden wir unsere Erfahrungen, unsere Kenntnisse mitbringen und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse mit beitragen.

Advertisements