Kultur – Zustand und Entwicklung

Als erstes Argument müssen die NSU-Opfer herhalten, als zweites die Opfer von Kindesmissbrauch. Denn diese Dinge geschehen in Deutschland und man könnte sie deshalb wohl irgendwie als Teil der deutschen Kultur begreifen. Nein, könnte man natürlich doch nicht, heißt es dann schnell. Denn frei nach der Methode Hohmann ergeht sich Naika Foroutan in einem ersten Schritt in Absurditäten, um sie dann in einem zweiten Schritt zu verneinen. Denn wenn Kindesmissbrauch nicht mit deutscher Kultur erklärt werden kann, dann wohl Ehrverbrechen auch nicht mit türkischer Kultur, so Foroutans Logik, die als naive Kinderlogik zu bezeichnen wäre, wenn sie nicht so berechnend eingesetzt würde.

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Thomas Baader schreibt in einem Text auf achgut.com, dass der Vergleich von Naika Foroutan zwischen deutscher Kultur und türkischer Kultur »naive Kinderlogik« sei. Stimmt das?

Der Kindesmissbrauch ist sehr wohl ein Kennzeichen der »deutschen«, womöglich der westlichen Kultur-Entwicklung (auch wenn wir jetzt gerade in einer Phase sind, in der diese Sexualisierung des Alltags am Abklingen ist).

Die Sexualisierung der Gesellschaft (ab der 50er Jahre) und Pornografisierung (seit der Aufhebung des Pornografie-Verbots Mitte der 70er Jahre in Deutschland) führten zu einer allgemeinen Perversierung der deutschen Kultur (Peep-Shows, Tutti-Frutti, Sexsendungen im Privatfernsehen, Sex-Shops), die ihren kulminativen Höhepunkt hatte, mit der Tötung des Nachwuchses (in Blumentöpfen, Gefrierfächern und Pappkartons entsorgt) und dem (sexuellen) »Verbrauch« der Kinder und »Verzehr« der Mitmenschen (der Kannibale von Rotenburg) aufgrund sexueller Stimulierung.

Und die Beschreibung der türkischen Kultur trifft demnach zu (weil die für diese Kultur genannten Dinge auch passieren).

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