Chavez und die Armen

In dem Interview mit Mercedes Chacín, Chefredaktorin der Zeitung «Ciudad Caracas» wird deutlich, wie es möglich sein kann, dass ein diktatorisch handelnder Staatsführer dennoch akzeptiert wird.

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Sie sagt auf die Frage:Welches sind in Ihren Augen Hugo Chávez‘ größte Leistungen?

Dass er den Ärmsten des Landes seit dem ersten Tag seiner Amtszeit geholfen hat. Genau das ist die Aufgabe eines Präsidenten, der sein Volk liebt. Ausserdem hat er die Bildung und das Gesundheitswesen verbessert. Er hat die offene Rechnung beglichen, welche zwischen der Oberschicht und den Bedürftigen während Jahren und Jahrzehnten offenstand. Deshalb ist er bei der Unterschicht so beliebt und wird am Sonntag für weitere sechs Jahre gewählt werden.

Den Armen muss »Respekt« entgegengebracht werden (um mal diesen Begriff zu verwenden, der in letzter Zeit gerne von Vertretern der Religionen verwendet, wird, um klar zu stellen, dass sie ebenfalls geachteter Teil der Weltgemeinschaft sein wollen).
Und erst Chavez war es, bei dem erkennbar wurde, dass er diese Absicht hat, und die Armen als Teil der Gemeinschaft ansieht, mit Interessen und Bedürfnissen.

Dass dieses Anliegen mit Gewalt durchgesetzt werden muss, hängt damit zusammen, dass die anderen gesellschaftlichen Gruppierungen eben KEIN Interesse daran zeigten und zeigen, den Armen dauerhaft unter die Arme zu greifen und Chavez (und ähnliche »Gerechte«) sich genötigt sieht, gegen den Willen der anderen Gruppen für die Armen Partei zu ergreifen.

Den »Blutzoll« erzwingen die Evolutionäre aus dem Bürgertum und dem Adel. Eintreiben tun ihn die Revolutionäre. – Wer tut jetzt Unrecht mit seinem Verhalten?

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