Was ist Wissenschaft

Dirk Maxeiner und Michael Miersch verweisen in ihrem Beitrag auf achgut.com auf eine Internetseite »psiram«, die offenbar als Ersatz für »EsoWatch« ins Netz gestellt wurde.

achgut-akademischer-humbug

Über EsoWatch hatte ich hier in diesem Blog bereits geschrieben. Esowatch denunzierte und beschuldigte andere Menschen dieses und jenes zu tun, zu glauben, und mit den böse dreinblickenden Wolfsaugen, (die auch wieder in psiram zu sehen sind) sollte suggeriert werden, die Beobachteten seien nicht ganz koscher.
Der Punkt aber war, dass der Autor dieser Internetseite sich selbst im Anonymen verbarg, aber andere Menschen in die Öffentlichkeit zerrte und angriff. (Dann wurde dessen Identität gelüftet, ich habe allerdings diese Sache nicht weiter verfolgt.)

In ihrem reißerisch überschriebenen Artikel suggerieren Maxeiner und Miersch, Wissenschaft könne unterschieden werden, zwischen obskur und seriös, zwischen richtig und falsch, aber schon die Bedingungen, unter denen ein Sachverhalt untersucht wird, sind subjektiv gewählt, unterliegen der »Meinung«, der Ansicht. – In der Tendenz geht das Gejammere der Beiden in Richtung »Bedrohung der Meinungsfreiheit«, denn sie selbst behaupten ja, die »Wahrheit« zu wissen, die anderen sind in ihren Augen doof.

Sie schreiben in ihrem Beitrag:

Homöopathie ist der Glaube daran, dass Stoffe durch Verdünnung mit Wasser immer wirksamer würden, wenn man das Wasser auf die richtige Weise schüttelt.

Maxeiner und Miersch kann ich mir dann schenkelklopfend in der Kneipe hockend vorstellen, wie sie feixen, was das denn für ein Blödsinn sein müsse, »Stoffe verdünnen und schütteln und dann soll es helfen«, hahaha.

Ihr inquisitorisches Bemühen formulieren sie dann so:

Dass bald ganze Universitäten Humbug statt Wissenschaft lehren, müsste eigentlich zu noch größerer Empörung führen.

Und vergleichen diese Wissenschaften mit dem Doktorarbeits-Betrug von Guttenbergs.

Ob die beiden auch gerne bei der Hexenverfolgung mitgemacht hätten? 😦

Dann übersehen sie mit ihrer Bauernschläue, die Stiftungsgeber, die sich für die ihrer Meinung nach dubiosen Wissenschaften einsetzen, sind doch erfolgreiche Menschen, die mit dem was sie machten und dachten viel Anerkennung erhielten. Es handelt sich demnach um kluge und »wissende« Personen. – Insofern ist ihr Engagement für bestimmte Bereiche, die sie für förderungswürdig erachten, anzuerkennen, statt diese Unternehmungen zu verhöhnen, wie es diese beiden Max-und-Moritze machen.

Advertisements