Wirtschaft, Arbeit, Wohlstand

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Aber: Auch ein naiver Konsum treibt die Wirtschaft an. Würde hingegen die konservative Verzichtshaltung politisch ernst genommen, führte sie zu wirtschaftlicher Stagnation, steigender Arbeitslosigkeit, schrumpfendem Wohlstand. In der konservativen Traumwelt stört das aber nicht. Denn da sitzt man ja genügsam in karger Stube und rezitiert leise vor sich hin Goethe.

Doktor Gutzmers Schlussfolgerungen sind ja auch »naiv«.

Klar muss eine Versorgung mit allem Notwendigen für die Menschen durch die Wirtschaft geleistet werden. Aber darüber hinaus doch nur in dem Maße, wie es Sinn macht.

Wirtschaftliche Stagnation, steigende Arbeitslosigkeit, schrumpfender Wohlstand ist keine »logische« Kette. Wenn wir uns auf Güter besinnen, die uns am wichtigsten sind, kann es sich durchaus ergeben, das wir weniger arbeiten brauchen und wir können unseren selbstdefinierten Wohlstand sorgenfrei genießen. Bei Alexander Gutzmer schimmern aber weitere Erfordernisse durch. – Anforderungen, die man dann anderen Menschen zumuten darf?

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