Antisemitismus – Wie damit umgehen

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Warum gibt es denn Antisemitismus überhaupt? Was ist seine Ursache?

Darauf hat der Soziologe Gunnar Heinsohn eine kluge Antwort gegeben. Er hat mehr als drei Dutzend unterschiedliche Theorien des Antisemitismus untersucht. Die überzeugendste war: Die Juden haben das Menschenopfer abgeschafft und damit die Religion um einen Riesenspaß ärmer gemacht. Das verzeiht man uns nicht.

Die israelische Historikerin Shulamit Volkov hat ein Buch über Walter Rathenau geschrieben. Und ganz am Schluß heißt es da als Fazit, Rathenaus Leben war das „eines Deutschen und eines Juden, der mit seiner zweifachen Identität kämpfte, aber darauf bestand, daß beides vereinbar war.“ Hat man als Jude immer und überall automatisch eine zweifache Identität?

Bei allem Respekt vor Frau Volkov: Das mit den zwei Identitäten ist dummes Soziologengeschwätz. Jeder Mensch hat mehrere Identitäten. Sie zum Beispiel sind Deutscher und Katholik und waren einmal Protestant. Das sind schon mal drei Identitäten. Alle Menschen haben mehrere Identitäten. Aber nur bei den Juden wird es zur Causa gemacht.

Broder weicht der Frage nach den Ursachen des Antisemitismus aus, veralbert das Thema oder wicht berechtigte Fragen als bedeutungslos einfach vom Tisch.

Können Nicht-Juden und Juden über dieses Thema diskutieren. Eher nicht. Denn es wäre unklar, was dabei herauskommt. Die unsichere Vorhersage des Gesprächsergebnis ist es, die ein Gespräch verhindert.

Der Antisemitismus weist darauf hin, dass die Umstände seiner Entstehung angesprochen werden müssten. Aber genau das wird in der öffentlichen Diskussion eher vermieden und man wundert sich dann wieder, dass der Antisemitismus zunimmt oder nicht signifikant abgenommen hat.

In einem anderen Beitrag auf achgut.com wird auf einen Zeitungsbericht verwiesen. In diesem steht:

Wenn in Schulen über Sexualität und Ehre gesprochen werde, würden die türkischen Jugendlichen häufig das Klassenzimmer verlassen, berichtet Balci. „Darüber kann man mit Schülern nicht reden. Die Frage der Ehre anzusprechen, kratzt an ihren Grundfesten. Es ist das Einzige, was ihre Identität ausmacht“.

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Ja so ist das. Man möchte über bestimmte Dinge einfach nicht sprechen.

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