Der Nahost-Konflikt – eine Aufgabe für uns alle

Nur noch selten wird überhaupt die Ausgangslage dieses Konflikts diskutiert und ausschließlich die letzten Aktionen der Streitparteien zum Ausgangspunkt von Einschätzungen genommen.

Wie jetzt auch in den Erklärungen der beiden Personen in dem Artikel des Tagesspiegel:

tagesspiegel–eine-frage-des-standpunkts-wer-hat-schuld-am-nahostkonflikt

Und sicherlich muss jeder Mensch für sich entscheiden, wie er zu diesem Konflikt steht. Dabei denke ich, kann man die Fakten zu Rate ziehen und dann sich einer Betrachtung nähern.

Die Juden sind Volk und Religionsgemeinschaft zugleich. Es sind nicht so viele Menschen, wie es zum Beispiel Angehörige bei anderen Religionsgemeinschaften gibt. Juden cirka 13 Millionen Menschen, Moslems cirka 1,6 Milliarden Menschen, Christen cirka 2,0 Milliarden Menschen.

Nach dem 2. Weltkrieg haben die Juden einen jüdischen Staat in Palästina gegründet. Ich kann die Entscheidungen in der Vergangenheit nicht mehr beeinflussen und beziehe mich deshalb auf einen Perspektive, die aus heutiger Sicht möglich ist. Sollten wir Menschen uns nicht als Weltgemeinschaft begreifen? Und zusammenhalten und einen Ausgleich unter uns suchen. Wenn Menschen heute irgendwo leben, so geschieht dies immer mehr unter Beobachtung und mit einem Urteil darüber von uns allen auf der Welt. Die Weltgemeinschaft hat doch auf alles in den verschiedenen Staaten mittlerweile einen Einfluss. Und in unserem Urteil sollten wir uns leiten lassen von den Menschenrechten. Auch geschieht Migration oft unter dem Aspekt der Not, aber der einzelne Mensch will zudem die Freiheit haben, überall dort leben zu können, wo er möchte. Kann man diesem Wunsch des Menschen ernsthaft widersprechen?

Man kann also Gründe finden, um die Juden dort wieder zu vertreiben, man kann aber weiterhin zu Einschätzungen kommen, zu überlegen, ob die Juden nicht dort wo sie bereits sind, in ihrem Staat Israel, ob sie nicht dort weiterhin leben können und die Menschen drumherum arrangieren sich im Guten mit den Juden. Sie sind doch von ihrem Wesen her gar nicht so fremd zu den Menschen in der Region. Sie sind religiös, sie sind für Beschneidung. Und was ich besonders für wichtig erachte, sie haben zu dieser Gegend eine jahrhundertelange (jahrtausendelange) Beziehung. Von dort sind sie als Volk in die Welt aufgebrochen.

Andererseits verstehe ich auch die Kränkung der Menschen, die glauben, sie seien berechtigt zu bestimmen, wer an dieser Stelle wohnen und leben darf. Und das sie es nicht hinnehmen wollen, dass sie ihre Vorstellung nicht durchsetzen können.

Wenn wir Menschenwesen aber heute unser Zusammenleben auf dem Planeten Erde wie in einer großen Familie sehen, und ich denke die Weltgemeinschaft muss genau diesen Blick entwickeln, dann besteht die Lösung in einem Kompromiss und von beiden Seiten angegangene Verständigung. Und die Weltgemeinschaft, die Nachbarstaaten, die Völker überall, sollten den Palästinensern und den Israelis dabei helfen und ihre Hilfe anbieten.

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