Nachtrag

Zu Der Nahost-Konflikt – eine Aufgabe für uns alle

So befinden wir uns heute in einer paradoxen Situation:

Der einfache Bürger in Deutschland solidarisiert sich mit den Moslems, weil sie als Nachbarn erkennbar neben einem wohnen [1], in der Nachbarwohnung, im Nachbarhaus, Eltern der Freunde des eigenen Kindes sind, man ihnen bei Kulturveranstaltungen, am Arbeitsplatz oder im Sportverein begegnet, und weil sie eine zahlenmäßig große Gruppe darstellen. Und wer will da nicht »volles«, nicht eingeschränktes Verständnis für deren Maximalforderungen zeigen.
Hinzukommt, dass die »jungen Männer« aus verschiedenen Gründen auch eher bereit sind (bereit waren), an ihren jeweiligen Wohnorten in der westlichen Welt, gegen die übrige Bevölkerung vorzugehen, was einschüchternd wirkt und die Menschen sich gedrängt fühlen, entgegenzukommen.

Ganz anders ist die Lebenslage der Berufspolitiker. Sind sie doch dauernd in der Öffentlichkeit und sie repräsentieren die ganze Gemeinschaft. So sind wir nicht nur aufgrund unserer geschichtlichen Verantwortung dem jüdischen Volk gegenüber verpflichtet und dieses zu zeigen ist Aufgabe unserer öffentlichen Vertretung. Somit ist zumindest der Anschein, die Politiker würden die Maximalforderung der Israelis vertreten, vielleicht in Fällen vorhanden.

Die Lösung kann aber nur Versöhnung sein, in dem man immer für beide Seiten Verständnis zeigt, und beide Seiten ermuntert, gemeinsam einen Weg zu finden. Und das ist in manchen Situationen eben nicht einfach, darauf zu verweisen, was ich mit den obigen Beispielen aufzeigen wollte.

[1] Die Juden sind eher nicht erkennbar, als Nachbarn, weil sie Angst haben, vor bestimmten Mitmenschen. Und weil sie im Vergleich zu den Kontrahenten eine kleine Gruppe darstellen.

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