Gesellschaftlicher Diskurs – am Ziel vorbei

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Der naheliegende Gedanke, dass für das Bürgertum der klassische Liberalismus angelsächsischer Prägung eine kulturelle Option sein könnte, kommt erst gar nicht vor.

Der Grund dafür ist einfach. Das Kleinbürgertum, sowohl in seiner traditionellen als auch in seiner neuen grünen Ausprägung, eint eine Überzeugung: dass die eigenen Werte universell gültig sind. Wer sie nicht teilt, ist nicht einfach nur anderer Meinung, sondern verfolgt bösartige Motive. Dementsprechend legitim ist es, die eigenen Werte mit Nachdruck durchzusetzen, mit Regelungen, Verordnungen und Gesetzen. Wer sich dann immer noch als renitent erweist, den kann man zur Not auch diffamieren.

Ein hitziges Gebräse, aber eben doch kein Deut‘ besser, als die Gescholtenen.

Alexander Graus Gejammere ist ermüdend und langweilend. Statt sich an »den Anderen« abzuarbeiten, hätte der Gute mal selber die Katze aus dem Sack holen sollen. Was lebt er für ein Leben, und was soll daran so toll sein. Das hätten die geneigten Leser gerne im Vergleich zur kritisierten grünen Klientel mal begutachtet. Aber da ziert er sich. 😕

Klar kann man was zu den GRÜNEN sagen, das betrifft jedoch ganz andere Sachen. »Das Drama des begabten Kindes« hätte ein Thema sein können. Denn eigentlich müssten sie es gewusst haben, dass das mit Hartz4 eine gemeinschaftsfeindliche Entscheidung war, die Unfrieden schafft und den Konsens zerstört. Aber sie haben es mit Schröder zusammen eingeführt und die Frage ist, wie sie damit heute überhaupt noch existieren können.

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