Homöopathie nicht bei Amelie Fried

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Amelie Fried »glaubt« nicht an Homöopathie. Vielleicht liegt es schon daran, zu »glauben«. Sie schreibt:

Dass bislang in keiner wissenschaftlichen Studie die Wirksamkeit der Methode nachgewiesen werden konnte, ficht die Gläubigen nicht an.

In diesem Satz sind schon mal 2 Unterstellungen drin, die Frau Fried so nonchalant unter die Leute streut.

Einmal das wir alle wissen, welche »Wissenschaft« Frau Fried meint, und dann das diejenigen, die die Wirksamkeit der Homöopathie für durchaus möglich halten, keine Wissenschaft als Grundlage ihrer Einschätzungen verwenden würden, sondern an die Wirksamkeit »glauben«.

Das sind allerdings dermaßen massive Schwächen in der Argumentation von Frau Fried, dass man sich jede weitere Beschäftigung mit ihren Bemerkungen ersparen könnte.

Na gut. Schauen wir mal weiter:

Es handelt sich um die sogenannte „Neue Homöopathie“, ihr Guru Erich Körbler war gelernter Antennentechniker. Wenn das so weitergeht, haben wir hierzulande bald die gesellschaftliche Spaltung, um nicht von einem Religionskrieg zu sprechen.

Vielleicht muss Frau Fried einfach ertragen, dass die Welt nicht nur »von oben« und durch die etablierten »alten« Medien abgesegnete Heilslehren gestaltet ist (was sie als Gesprächsleiterin in Talkshows womöglich annehmen konnte), sondern das es noch viel mehr Wahrheiten gibt.

Gottseidank haben wir die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre in den Grundrechten verankert. Die Bemühungen von Frau Fried und selbigen würden sonst noch ins Mittelalter zurückführen, wo man das, was man nicht verstehen kann oder will, bekämpft.

Hinzukommt, dass Frau Fried als nicht unbedeutender Teil der öffentlichen Meinungsmache auch das Symptom derselben verkörpert. Man weiß eben nichts, zu wenig, oder nicht das Richtige, sonst würden wir uns doch nicht in »Krisen« befinden. Während wir seit Jahren durch eine »Finanzkrise« stolpern, reden und urteilen in der Öffentlichkeit Experten, Fachleute und Fachjournalisten an der Lösung der Probleme vorbei. Sie »wissen« offensichtlich nichts. Aber das wird dann schöngeredet, die Schwierigkeiten seien eben nicht beeinflussbar.

Offensichtlich gibt es unterschiedliche Wahrheiten. Welche, die wirksam sind und weiterhelfen, und welche die unwirksam sind. Vielleicht könnte Frau Fried zuerst einmal das anerkennen und für möglich halten.

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