Realnamenpflicht auf Google+

fixmbr–google-und-die-klarnamen

Genau das ist der Grund, warum Google immer kritisch gesehen werden muss.

Ich bin mir da nicht so sicher. Aber wo ich dir recht gebe, es müssen weiterhin Freiräume vorhanden sein, die eigene Meinung geschützt äußern zu können. Gibt es die in Deutschland?

Ich hatte mir mal eine eigene deutsche Domain zugelegt, um damit meinen Blog zu verknüpfen. Dann erkannte ich, dass über die »Who-is«-Abfrage meine Wohnadresse herauszufinden ist. Hallo? Was ist das für ein Schwachsinn. Selbst ein Autofahrer hat nicht seine Wohnadresse sichtbar auf dem Auto stehen und ist trotzdem von der Polizei schnell zu finden. So what? Von Datenschutz im Internet ist die deutsche Situation weit entfernt.

Google+. O.K. Klarnamenpflicht. Wer die Sau rauslassen will, kann sich in einigen Usenet-Foren umtun. Reicht das? Für krasse Meinungen gibt es noch Blogs, die im Ausland gehostet werden und relativ kulant sind, wenn nicht die Behörden eingreifen. Ja, es ist mittlerweile schwierig seine Meinung zu äußern, ohne einen Klarnamen zu hinterlassen. Sollte man jetzt mehr Möglichkeiten schaffen? Ich weiß es nicht genau.

Allerdings komme ich mittlerweile auch sehr gut damit zurecht, meine Meinung kundtzutun und die mit meinem Realnamen zu verknüpfen. Und es hat echt auch seine Vorteile. Wenn du anonym sein kannst, getraust du dich eher, Leute auf eine scharfe Weise anzupissen und ich denke, man sollte auf so Sachen verzichten können. In Google+ gibt es mehrere Möglichkeiten, dich von Leuten zu distanzieren, die dir nicht koscher vorkommen. Blockieren, melden, ich finde das ist eine feine Sache. Man kann aggressive Leute aussperren.

Und dann ist man schon bei der Netiquette. Die Etikette im Netz ist ein Muss, wenn man die Diskussion im Internet standardmäßig nutzt. Sich jedes Mal über Spinner ärgern zu müssen, die auf bösartige, unfreundliche Weise andere User anmachen, ich habe ehrlich gesagt darauf keine Lust mehr.

Insofern ist die Policy von Google absolut korrekt und notwendig. Ein friedvoller Umgang muss Grundlage für eine Social Community sein.

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