Windows 8 – ein Angebot bis zum Monatsende

Also ich bin schon wirklich angetan. Das Betriebssystem läuft schneller, als sein Vorvorgänger, Windows Vista. Die Installation (ein Upgrade, eingeleitet bei laufendem Vista) verlief völlig unproblematisch. Man sollte allerdings ein Hotmail-Konto vorher eingerichtet und bei der Installation die E-Mail-Adresse und das Passwort parat haben. Dann geht alles in einem Rutsch (natürlich müsste es auch ohne so ein Konto möglich sein. Ich weiß aber nicht, wie es dann abläuft.). Selbst die alten Positionen der Icons auf dem Desktop wurden erhalten. Einzig alle in C:\Programme … gespeicherte Software muss neu installiert werden. Wenn man klugerweise alle wichtigen Daten und Standard-Ordner nicht auf das Betriebssystem-Laufwerk verortet hat, werden diese Links kommentarlos von Windows 8 einfach übernommen. Toll. Es fällt einem aber nach dem Upgrade auf, welche Backups man vergessen hat zu machen. Oh je, diese Programme wieder einrichten und die Datensammlungen aufbauen. Ein riesen Zeitverbrauch. 😯

Windows ist wieder ein Stück komplexer geworden, wenn man gewohnt ist, auf dem Desktop zu arbeiten. Die Ribbons mochte ich nie (aber sie sind bei Windows 8 im Explorer-Fenster Standard). Tausend Funktionen im Blick, die man meist nicht braucht. Tastaturkürzel gewinnen an Bedeutung, da es auf dem Desktop keinen Startbutton mehr unten links gibt. Um die Komplexität zu entschärfen, hat Microsoft die Kacheln für den User ausgebreitet, wie einen Vorhang. Ganz hübsch. Aber unnötig, wenn man überwiegend über den Desktop arbeiten will. Apropos Vorhang: Wenn der Rechner hochfährt, kommt ein Bild, dann Enter drücken, dann kommt der Anmeldebildschirm, Passwort eingeben, dann kommt die »Kacheln-Oberfläche«, dann die »Desktop-Kachel« anklicken, dann ist man auf dem Desktop, der von zum Beispiel Windows Vista bekannt ist. Also ein paar Schritte mehr als früher. Vieles wird in »Großbildleinwand-Format« präsentiert (im Vollbildmodus), »Boah, eh, was für ein Anblick«, mögen da manche denken. Das hat man ja auch noch nie gesehen. 🙂

Die Kacheln-Idee ist nicht ausgereift, was einige Tester schon bemängelt haben.[1] In der Großbild-Kachel scrollt man waagerecht mit dem Mausrad. Gerät man dabei allerdings in ein Fenster, in dem der Inhalt senkrecht gescrollt wird, dann bleibt man »hängen«, kann nicht weiter waagerecht scrollen, man muss die Maus erst verschieben. Was für ein Quark. Aber die Programmierer werden sich bestimmt noch etwas einfallen lassen, diesbezüglich.

Im windows-eigenen Leistungstest schneidet der Rechner jetzt besser ab. Fast 2 Punkte mehr als vorher. Klasse! Er zeigt nun als schwächstes Glied die Festplatte an. Tja, mal sehen, was man da machen kann. Die 30 Euro für Windows 8 sind jetzt doch gut angelegt, denke ich. Vielleicht ist das Upgrade, (auch bezogen auf den Arbeitsaufwand der Microsoft-Mitarbeiter) wirklich so viel wert (wenn jetzt alle das Produkt kaufen würden). Die Kacheln-Geschichte erscheint mir Schnickschnack zu sein (oder nur für eine Tablet-Nachinstallation von Bedeutung). Der Preis, der ab Februar verlangt wird, zielt darauf ab, dass nur wenige das Upgrade machen. Windows Vista und 7 haben ja noch lange Support. – Wie auch immer, die Microsoft-Leute machen summa-summarum schon gute Arbeit.

*Wow*. Ich glaube es ja nicht. Jetzt, ein Grafikkarten-Treiber Update, ohne das die Icons auf dem Desktop durcheinandergewirbelt werden. Super. Das spart die Zeit, die man bräuchte, um alle wieder auf den richtigen Platz zu schieben.

[1] https://www.youtube.com/watch?v=X0fsyb-ttcw

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