welt–Daemonisierung-mit-dem-Ziel-der-Delegitimierung

Samuel Salzborn:

Der Ausgangspunkt aller Diskussionen kann doch nur sein: Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, die seit ihrer Gründung ununterbrochen angegriffen wird und sich gegen diese Angriffe verteidigt – wie jede andere Demokratie dies auch tut oder tun würde.

Mir wäre eine andere Argumentation lieber. Er spricht damit die Aufgabe der Solidarität an, die allen demokratischen Staaten in der Welt obliegt. Er sagt, ein Staat ist eine Demokratie, deshalb verdient er die Unterstützung der anderen Staaten. Das ist eher rational gesprochen. Wie die Menschen die Dinge gefühlsmäßig sehen, ist eine andere Sache.

Es gibt aber auch die Möglichkeit gefühlsmäßig die Position der Juden zu teilen: Sie haben einen geschichtlichen Bezug zu der Gegend, in der sie heute leben. Vielfach werden die Juden in der Welt verfolgt. Warum sollte man ihnen nicht einen eigenen Staat gönnen. Die Bedingungen der Entstehung des Staates sind unglücklich. Wenn man möchte, könnten die Menschen sich mit den Geschehnissen arrangieren, ohne das den Juden jetzt und den Palästinensern in Zukunft ein schlechtes Leben zuteil werden muss.

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