tagesspiegel–rabbi-cooper-gegen-jakob-augstein-erfahrungen-wie-mit-fundamentalistischen-institutionen

Auf die Frage, warum sich das Simon-Wiesenthal-Zentrum überhaupt mit deutschen Autoren auseinandersetze, antwortete Cooper, dass selbst regionale Äußerungen heute »globale Bedeutung« erlangen können.

Es geht um die Gewichtungen und Schwerpunktsetzungen, die wir alle in unserer Eigenschaft als Privatpersonen tagtäglich praktizieren. Aber für die Israelis ist es die Frage, wer sie in ihrem Ansinnen, dort zu wohnen, unterstützt, oder wer sie bei diesem Bemühen bedroht.

Wenn man unter diesem Aspekt Augsteins Äußerungen sich anschaut, gefährdet er die Bemühungen der Israelis auf ein »Bleiberecht«. Es gibt Menschen, die den Nah-Ost-Konflikt beobachten, darüber reden, ihre Meinung haben und für sie wäre es das Letzte, darüber nachzudenken, ob Juden im Nahen Osten einen Staat haben sollten oder nicht. Sie achten auf ganz andere Dinge. – Darin sind die Unterschiede der Streitparteien im Nah-Ost-Konflikt beschrieben und die Positionen der Außenstehenden.

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