Zweifel

Um den Milchbubi und seinen Bruder, der mal Boxer werden wollte, zu stellen, werden tausende von Polizisten verwand, und bei einem Schusswechsel wird der eine mit Kugeln durchsiebt (ganz amerikanisch, wie es schon im »Wilden Westen« war).
Ein Nachbar sieht eine Blutspur zu einem Boot und findet in dem Boot eine Person am Boden kauern. Wenn der 19-Jährige noch wehrfähig gewesen wäre, hätte er den Nachbarn angeschossen und/oder wäre geflüchtet. So aber kommt ein Großaufgebot an Polizei, ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera entdeckt (wie der Nachbar!) den Gesuchten im Boot, der Gesuchte wird aufgefordert das Boot zu verlassen, ein Roboter wird vorgeschickt, dann wird der Schwerverletzte festgenommen.

Bewohner von Boston durften eine Zeitlang nicht das Haus oder die Wohnung verlassen. Die Bomben waren »gebastelt«, ein Schnellkochtopf wurde verwendet, die Schusswaffen gibt es »frei Haus« in jedem amerikanischen Waffensupermarkt. [1]

Den Erfolg, den die Polizei von Boston vorweisen kann, will womöglich jede Bevölkerung, aber wie sieht so eine Gesellschaft aus. Welche Dominanz hat das gewalttätige Leben. – Will man in einem solchen Kontext wohnen und existieren?

[1]
In der Woche hatte Obama eine Verschärfung der Waffengesetze nicht durchsetzen können.

Wie erwartet schmetterte der Senat am Mittwoch auch ein Verbot von Sturmgewehren und anderen halbautomatischen Waffen ab.

Sogar ein Kompromiss für eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern verfehlte am Mittwoch im Senat die erforderliche Mehrheit von 60 Stimmen. Obama sprach von einem „Tag der Schande für Washington“ und kündigte an, weiter für eine Reform des Waffenrechts zu kämpfen.

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