Gentri was?

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Mir ist das zu bescheiden. Erst ein mal schauen, was passiert, wenn Gentrifizierung stattfindet. Es kommen Leute mit mehr Geld, sehr viel Geld, und bestimmen. Und wenn die Welt ein Kuchen ist, kommen sie und wollen das größte, das beste Stück. Sie scheinen ein Recht darauf zu haben.

Woher haben sie das Geld?

Es kann betrügerisch, zu unrecht erworbenes Geld sein. Dadurch würde schon mal »das Recht« zuerst zugreifen zu dürfen, die besten Stücke des Lebens haben zu dürfen, relativiert. Wer zum Beispiel durch Vermietung »reich« geworden ist, hat ein leistungsloses Einkommen. Ist das richtig, gerechtfertigt? Wer Raum »hat«, und ihn vermietet, tut unrecht. Denn »Raum« ist ein knappes Gut, wie Luft, Wasser, und darf nicht in Eigentum von Privatpersonen sein. Pachten ja, aber der Eigentümer, der den Zins bekommt, für die Nutzung des Planeten Erde, muss die Menschengemeinschaft sein.

Und wer hat »zurecht« viel Geld? Bill Gates. Was hat er geleistet. Wir haben alle Windows 8, oder doch wenigsten Windows XP. Super. Dürfen wir seinen Reichtum beschränken? Die Gemeinschaft der Menschen könnte sich überlegen, was angemessen ist. Gelder, die ihm zufließen, die weit über das hinausgehen, was er selbst nutzen kann, sind ab einem bestimmten Punkt fragwürdig.

Und die, die ausziehen müssen aus den gentrifizierten Häusern? Seit Jahren ist zu beobachten, dass keine »Sozialwohnungen« mehr gebaut werden. Keine Wohnungsbaugenossenschaft hat in großem Stil in Deutschland in den letzten Jahren diese Aufgabe angepackt. Jetzt vor den Wahlen nehmen sich die Parteien dieses Thema, um »Häppchen« zu haben, mit denen sie die Bürgerinnen und Bürger ködern wollen, mal wieder an die Wahlurne zu kommen, um das alte Spiel zu spielen, das eigentlich keinen Sinn mehr macht: Parlamentarische Demokratie.

Alle Themen des täglichen Lebens müssen wir selbst übernehmen. Nicht vor sich hinleben und darauf warten, dass »die da oben« es schon richten. Ja, zu Grunde richten werden sie die Gesellschaft, wenn wir nicht aufpassen und eingreifen. – Eine BürgerInnen-Demokratie brauchen wir.

RicPoo-1

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