Rechts gleich Links

21.06.2013 – Der vergessene Gulag

Dank Google Earth können die Konzentrationslager in Nordkorea inzwischen im Internet besichtigt werden, wenn auch nur von oben. Es sind ausgedehnte Lager in den nordkoreanischen Bergen, in denen sich nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen etwa 200 000 politische Gefangene befinden.

vera-lengsfeld

Ich erlebe immer wieder Menschen, die ganz selbstverständlich linke Ideologien, linke Parteien, linke Kultur als »in Ordnung« finden. Wohingegen sie mit größter Empörung sich gegen rechtes Gedankengut wenden. Dabei stehen die Linken überall dort, wo sie an die Macht kamen, mit ihren Verbrechen den Rechten in Nichts nach. Und seien es die heutigen Nachfolgestaaten der linken Großmächte.

Linke Politik wird immer noch von Vielen in großer Naivität als die bessere, »soziale« Lösung für unsere Gesellschaften dargestellt. Weißt man dann auf das Scheitern linker Gesellschaften hin, wird von den Linken und ihren Anhängern und Unterstützer getrennt, zwischen realem Sozialismus und der an sich guten Idee, die in dem sozialistischen Gedanken stecken würde. Auch wenn ich den Linken in dem Punkt recht geben möchte, dass der Ansatz im Sozialismus, die Gemeinschaft wirtschaftet solidarisch und das Produktionsergebnis wird unter allen in der Gemeinschaft aufgeteilt, eine gute Idee ist. Das Ergebnis einer »solidarischen Wirtschaft« ergibt sich nur über unterschiedliche Gedankenwege: hier eine Feindbildorientierung, der »böse« Unternehmer, der uns alles wegnimmt, und dem wir deshalb auch wieder die »Produktionsmittel« wegnehmen müssen, damit wir solidarisch wirtschaften können; dort die Idee der Arbeitsteilung, die dazu führt, dass jeder für jeden arbeitet und das Ergebnis ist ein sozialer Organismus, den man in seiner Funktion befördern kann, wenn man denn die Zusammenhänge erkennt.

Falsch an der sozialistischen Konstruktion ist: Die Idee wird denjenigen, die sie nicht umsetzen wollen mit Gewalt nahegebracht. Und dieser Gewaltaspekt macht einen Großteil linker Realpolitik aus. Ja letztlich überlagert dieser Gewaltaspekt alles andere und die sozialistische, gemeinschaftliche Idee führt dazu, dass eine Terrorherrschaft die Regel ist, gegenüber allen, die dem linken Normierungsanspruch widersprechen wollen oder nicht zu vereinnahmen sind. Der Gemeinschaftsidee im linken Milieu wird die Freiheit des Einzelnen geopfert und das darf man einfach nicht zulassen.

Nordkorea, China, sind in ihrer staatlichen Verfasstheit für freiheitlich orientierte Menschen eine Zumutung. – Aber wir haben es ja akzeptiert, dass die Produkte unseres täglichen Lebens in weiten Teilen aus solchen Ländern kommen, die die Menschenrechte missachten. Können wir wenigstens in unserem Kaufverhalten unseren Protest ausdrücken?

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