Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften

heise–Amazon-Mitarbeiter-in-Bad-Hersfeld-streiken-erneut-fuer-Tarifvertrag

Zu den Streiks bei Amazon fallen mir folgende Aspekte ein:

Das Wichtigste ist, dass der Händler für die Bevölkerung ein gutes und durchdachtes Angebot parat hält. Und genau das tut diese Firma. Es gibt also keinen Grund, diesem Dienstleister zu schaden.

Was angemessen ist, ist einmal eine subjektive Frage, sowie eine Frage von allgemeinem Interesse. Sind die Arbeitsbedingungen bei Amazon und ist die Bezahlung der Mitarbeiter angemessen?

Arbeitnehmer können und sollen sich organisieren. In Freiheit und ohne Zwang. Wer glaubt, sich nicht organisieren zu müssen und selbst seine Interessen vertreten will, darf nicht von anderen Organisierten unter Druck gesetzt werden. Wer eigene Organisationen gründen will, soll das tun.

Arbeitnehmerinteressen in der Arbeitswelt sind real! In der heutigen Zeit knapper, guter Arbeitsplätze, ist insbesondere Mobbing ein Problem, aber auch Lohndumping und insgesamt schlechte Arbeitsbedingungen, die mit dem Argument »verschärfter wettbewerblicher Rahmenbedingungen« den Mitarbeitern verkauft werden sollen.

Für Firmeninhaber, Selbständige und Unternehmer gilt: nicht warten, bis die Gewerkschaftsmitglieder (zurecht?) in der Firma auftauchen, sondern von Anbeginn an den Kollegen und Kolleginnen klar machen, dass man an einem gemeinsamen Projekt arbeitet und die Situation der Mitarbeiter aufmerksam behandelt wird. Also die Arbeitnehmerinteressen von Anfang an, als ein Aufgabenfeld des Firmenauftrags wahrnehmen und sachgemäß behandeln.

Bei Amazon geht es ja darum, dass die Firma »nicht schlecht« bezahlt, sondern »noch besser« bezahlen soll. 🙂

Und nicht zu vergessen, die Gewerkschaften setzen sich nicht für die Abschaffung von Hartz4 ein. Im Gegenteil. Sie waren sogar bei der Ausarbeitung dieser Regelungen mit beteiligt. Ja, sie lehnen sogar das Bedingungslose Grundeinkommen ab. Kann man noch rückschrittlicher sein? 😦

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