Archiv für den Monat September 2013

Gendereien

Eines der Klischees, die sich besonders lange hielten, ist jenes, dass Frauen empfindsamer und sensibler seien, für soziale und emotionale Belange. Sozusagen ihre Antennen und Fühler ausstrecken würden, um geradezu das Unheil zu wittern, um ihm zu widerstehen oder davon zu berichten.

Nein, so ist es doch gar nicht. Schauen wir uns einmal die vielen Frauen an, die bei den GRÜNEN nicht zuletzt in »verantwortlicher Position« mitwirken, bei der Partei, die die Schande »Hartz4« mitgeboren hat. Kein Wort da von diesen Frauen, über das Unrecht, dass sie in die Welt gebracht haben.

Und dann die vielen Frauen, fast überwiegend Frauen, die als willfährige Täterinnen (da brauche ich noch nicht mal das Binnen-I) in den Arbeitsämtern (Jobcenter und Agentur für Arbeit) tätig sind, und brav ihre Unrechtsarbeit verrichten und sich keinen Deut‘ schämen, dass sie als Frauen das nicht »spüren« welches Unrecht sie da begehen. Ganz abgestumpft gehen sie ihrem Trott nach.

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Kultur

Das mag alles stimmen, aber was ist das eigentlich für eine autoritäre Vorstellung von Kultur? Was Kultur ist, die die Identität eines Landes widerspiegelt, haben demnach irgendwelche Beamten zu entscheiden, die darüber beraten, welcher Antrag auf Kulturförderung abgelehnt und welcher bewilligt wird. Was qualifiziert sie dazu? Ein Staat hat so etwas nicht vorzuschreiben und kann daran nur scheitern. Darum ist die Kulturlandschaft in Deutschland ja auch so ausgetrocknet, so eindimensional und so frei von Innovationen

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Was ist Kultur? Wer darf da mitüberlegen. Diejenigen, die über öffentliche Gelder verfügen …. und wer noch. Kultur kann heute als »Einzeltat« im Internet bewundert werden, oder ist Produkt einer Gemeinschaftsarbeit. Dabei spielt die Finanzierung gar keine Rolle. Mit der Handykamera kann man einen anderthalbstündigen Spielfilm erstellen, wenn man denn will.

Die Kulturlandschaft ist ausgetrocknet, weil es keine Menschen gibt, die interessante Sachen machen. Die für andere von Interesse sind. Das macht die Landschaft so »trocken«.

Denn der traditionelle Mensch, der offenbar bereits ein Auslaufmodell geworden ist, ein Mensch mit Gewissen, zu Schuld- und Schamgefühlen, zur Kontrolle seiner Affekte fähig, mit einer sexuellen Identifikation als Mann oder Frau, ein Mensch mit Kultur, wird dann nur noch Geschichte sein. Denn Kultur ist eben nicht die Natur, und Argumente für etwas, weil es „natürlich“ sei, sind für die Tierhaltung überzeugend, den Menschen macht nicht das Natürliche aus, denn natürlich ist auch, unter sich zu kacken; den Menschen macht seine Kultur aus, die ihm nicht gegeben ist, sondern die er hervorbringt. Und seine Anpassung an die Kultur erzeugt das, was in der Psychoanalyse Neurose genannt wird.

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Kultur ist eine Leistung? Sie ist jedenfalls verknüpft mit einem Bekenntnis »zu«. »Das« ist unsere Kultur. Oder sagt man heute: »Das ist meine Kultur.«? Ist Kultur eine Gruppenleistung oder eine Einzelleistung?

Jetzt sah ich großformatige Werbung, über die ich mich sehr ärgerte. Es ging um ein neues Computer- beziehungsweise Konsolenspiel »Grand Theft Auto«. In Wikipedia fand ich heraus, dass das Spiel in mehreren Serien in Schottland produziert wird. Auf dem Plakat an einer Bushaltestelle hängend, ist ein Mann zu sehen, der böswillig aussieht und eine Handbewegung macht, die allgemein als Drohung gilt, jemanden töten zu wollen. Ich fühlte mich von dieser Visage belästigt, und überlegte mir, dass mit diesen vorgeblichen Autorennspielen in erster Linie junge Männer, männliche Jugendliche angesprochen werden sollen.

Diese Computerspielserie ist bereits in mehreren Folgen erschienen und steht in der Kritik. Wikipedia dazu:

wikipedia.org/wiki/Grand_Theft_Auto

Die GTA-Reihe ist wegen der exzessiven Gewaltdarstellung nicht unumstritten. Bei Wissenschaftlern und amerikanischen Politikern[19] ruft jeder neue Teil der Serie, insbesondere da seit GTA III eine 3D-Engine verwendet wird, teils scharfe Kritik hervor. In allen Teilen der Serie sind gewalttätige Handlungen gegen Personen (einschließlich Polizisten) möglich. Das Töten von Personen wird mit Fahndungssternen zwar bestraft, hat aber keine ernsten Folgen für den Spieler oder den Spielverlauf. Die schwerwiegendste Konsequenz ist lediglich eine symbolische Verhaftung, die den Verlust der mitgeführten Waffen und eine Geldstrafe mit sich bringt.
Um eine USK-18-Einstufung bzw. Indizierung zu verhindern, wurden in den deutschen Versionen einiger GTA-Spiele Inhalte entfernt. Dies betrifft einige Missionen (GTA Vice City) sowie das Nachtreten und Berauben der am Boden liegenden Opfer. Die Amokläufe sind in den deutschen Versionen entweder gar nicht möglich oder es fehlen bestimmte Varianten, wie die Amokläufe gegen Passanten.

Gerade der hier als letztes angesprochene Punkt kam für mich in den Blick, als ich das Computerspiel Carmageddon kurz anspielte. Ein Autorennspiel für die Android-Plattform. Man bekam Punkte dafür, mit dem Auto Menschen totzufahren.

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Ein Spielfilm soll Kunst sein. Was ist ein Computerspiel? Es sind Kulturerrungenschaften. Aber was ist das?

Bielicki schreibt:

Aber ein Mensch wird zum Menschen erst durch Teilnahme an der Kultur, die eben nicht Natur ist. Alles was natürlich ist ist nicht Kultur. Kultur ist nicht Natur. Das, was Natur genannt wird, ist bereits vom Menschen kultiviert worden, die Wälder, die Felder, die Flüsse und Seen, auch die Berge und das Meer.
Natur ist ficken, fressen, saufen, Drogen, sich berauschen, Raserei, Krieg, Blutrausch, usw. Denn Natur ist Triebbefriedigung (Sex und Aggression), Kultur ist jedoch triebfern und daher für die triebhaften Prolls nicht attraktiv. Aber nur in der Kultur findet der Mensch zu sich selbst und bleibt nicht ein unglücklicher Menschenaffe.

Was sind dann diese Figuren in dem Autorennspiel. Welche heruntergekommene, dekadente Gesellschaft verkörpern sie. Sind sie »nur« Phantasieprodukte der Computerspiel-Produzenten? Es sind keine Menschen in einem kulturellen Zusammenhang, sondern »unzivilisierte« Wesen auf niedrigster Entwicklungsstufe. Und diese Wesen treffen wir auch real, in unserem Alltag auf der Straße.

Wenn nun diese Computerspiele kein Ausdruck von Kultur darstellen und das Niveau des Dargestellten es verbietet, überhaupt daran zu denken, dass das etwas mit Kunst zu tun haben könnte, in welchem Kontext tritt »so etwas« in die Öffentlichkeit. Und auch noch scheinbar unwidersprochen. Denn trotz Kritik wird ja immer wieder an einer neue Version des Spiels gearbeitet.

Warum ist es in einem Kulturland, in Ländern mit Kultur nicht möglich, diese Produkte als »Schmutz« zu kennzeichnen, öffentlich anzuprangern und ein Bewerben im öffentlichen Raum zu verbieten. Gibt es nur noch individuelle Wertesysteme, statt gemeinsame? Warum finden sich keine Gruppen von Kulturschaffenden, geisteswissenschaftlich Tätigen, Jugendlichen, die aktiv die in diesen »Spielen« dargestellten Szenarien brandmarken und verurteilen, weil es keine Welt ist, in der man leben will, weil Spielen ein Einüben von Lebenswirklichkeit ist und welches Leben wollen wir »wirklich« sein lassen. Weil Spieleproduzieren eine Tat von Erwachsenen ist, an Kinder und Jugendliche gerichtet, und sich die Frage stellt, was tun da diese Erwachsenen. Sollen wir als Gesellschaft die Rahmenbedingungen dafür bieten?

Alles scheint privatisiert zu sein. Der Konsum oder die Ablehnung von menschenverachtenden Schriften, Filmen, Spielen. Ja selbst der Missbrauch und Gewalt ist privatisiert, denn die Sadomaso-Szene lebt mit dem Slogan »Was freiwillig passiert, ist o.k.«. Und dann übertragen auf solche Computerspiele: Wer so etwas spielen will, soll es halt machen. Auf eigenes Risiko.

Es stellt sich die Frage, ob das wirklich so gut ist, wenn man den Einzelnen so alleine lässt. Denn darauf läuft es hinaus. Zwar können allgemeine Regeln auch als Einmischung interpretiert werden. Aber nur dann, wenn die Einmischung nicht sachlich fundiert ist.

Fange ich mal mit dieser Werbung an, dann ist sie eine nicht zulässige Belästigung. Sie gehört verboten. Ich fühle mich durch sie belästigt. Ich empfinde aber auch, dass sie eine Belästigung für junge Menschen ist. Und Werbung ist von Erwachsenen »geschaltet«. Dass heißt, Erwachsene muten das Jugendlichen zu und es stellt sich die Frage, ob das in Ordnung ist. Ich denke, in diesem Fall, nein.

Was also ist Kultur? Kultur wäre in diesem Fall, dass sich Menschen aufraffen und sagen, was sie als Kulturmissachtung empfinden und deshalb ablehnen. Ich frage mich auch, wer hat Interesse an solchem geistigen Müll. Warum werden die vielen bösartigen Computerspiele, die vielen Horrorfilme gedreht. Wieso behauptet man, Filme, in denen das Töten von Menschen zelebriert wird, seien Kunstwerke? Wer kommt auf die Idee. Was hat das alles mit Kultur zu tun. Nichts.

Bielicki schreibt, das Unzivilisierte, das Primitive, Ordinäre, Rohe, sei »Natur«. Da bin ich geneigt, die Natur in Schutz nehmen zu wollen. Das Böse und Schlechte ist eine Form von Kultur, aber diese müssen wir aktiv ablehnen und eine bessere dagegenstellen.

Nachlese

Lügen wie gedruckt.

Wenn ein »Wir« in Deutschland vorhanden wäre, gäbe es kein Hartz4. Man kann nicht einen Teil der Bevölkerung doppelt bestrafen. Einmal fehlt den Arbeitslosen das Einkommen durch Arbeit und dann haben sich die rot-grünen Politiker noch als »zusätzliche Schikane eine »staatlich gewollte Verarmung« dieser Menschen ausgedacht. Hinzukommt die menschenrechtswidrige Zwangsarbeit durch die Sanktionspraxis. – Für wie dumm halten die Parteifunktionäre das Volk.

Fachlich und sachlich qualifizierte Bedienstete braucht jede öffentliche Verwaltung. Wer sich bewährt hat, kann weiter wirken für die Gemeinschaft. Aber warum diese Partei im Hintergrund? – Herr Seehofer findet den Herrn Kretschmann von den GRÜNEN toll, weil diesem seine Taufe so wichtig sei. Rückschrittlicher geht es kaum noch. Warum verhindern wir dann das Kopftuch im öffentlichen Dienst, wenn durch solche Politiker wieder die Kreuzträger ins Spiel gebracht werden.

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Wahlboykott oder Wählengehen

Selbst in den Sozialen Netzwerken kann man einen Druck verspüren, den die Wahlbefürworter auf die Nichtwähler ausüben wollen, wenn etwa einer der dort bekannten deutschen Google-Mitarbeiter sich als Wähler »outet«. Dabei sind die Argumente der Wahlbefürworter nicht schlüssig, aber ihr Auftreten gewinnt zusehends missionarischen Charakter, durch die bloßen Wiederholungen ihrer Ansichten, und dem zuweilen aggressiven Ton gegen die Wahlboykotteure.

Hauptargumente der Wahlbefürworter gegen den Wahlboykott:

  • Die Nichtwähler würden durch ihr Verhalten den radikalen Gruppierungen in die Hände spielen.
  • In anderen Ländern würden die Menschen ihr Leben riskieren, um wählen zu dürfen. Die Nichtwähler hier würden hingegen diese große Errungenschaft mit ihrem Verhalten verhöhnen und missachten.
  • Nichtwählen würde nichts ändern. Nur durch Wählengehen würden sich die politischen Verhältnisse verändern lassen.
  • Direkte Demokratie sei zwar wünschenswert, würde aber auch nur durch Wählengehen erreicht.
  • Alle politischen Folgen die sich aus Wahlen ergeben, hätten die Nichtwähler mitzutragen beziehungsweise durch ihr Nichtwählen mitverschuldet. Es sei nicht möglich, sich durch Nichtwählen von den Ergebnissen der Wahlen zu distanzieren.

Was kann nun aus der Nichtwählerperspektive gegen diese Argumente vorgebracht werden.

Das Wählengehen kann man vergleichen mit einem »Spiel«. Es gibt Leute, die bei diesem Spiel mitmachen und es gibt andere, die nicht mitmachen. [1] Nun erleben die Mitspieler die Nicht-Mitspieler als Spielverderber und haben entsprechenden Unmut gegen diese. Das gemeinsame Spiel wird als Pflicht für alle sich vorgestellt und wer nicht mitspielt missachtet die für alle gültigen gemeinsamen Regeln. Bei einem Spiel spielt man aber nur dann mit, wenn es auf die Dauer nicht frustrierend ist. Für immer mehr Menschen ist aber das Wählen über die Jahre und Jahrzehnte immer frustrierender geworden. Sie sahen, dass sie mit dem Wählen überhaupt keinen Einfluss auf die tatsächlichen Vorgänge innerhalb der jeweiligen Regierungen haben. Der verlängerte Arm des Bürgers soll doch der Parlamentarier sein, der Abgeordnete. Aber der einzelne Abgeordnete hat nur geringsten Einfluss auf die tatsächliche Abfassung und Durchsetzung von Gesetzen und Ausführungen. Die Gesetzgebung wird dem Bürger im Großen und Ganzen als eine vermittelt, die sich aus den Sachzwängen und aufgabenimmanenten Notwendigkeiten ergibt. Der einzelne Abgeordnete, der in seiner Heimatgemeinde seinen Wählern irgendwas versprochen hatte, geht da völlig unter. Wer also ernsthaft und mit Interesse früher gewählt hat, sieht, dass er noch nicht mal die Richtung bestimmten kann, in der sich die Politik in einzelnen Fragen bewegt und die ganze Motivation für’s Wählen ist dahin.

Das Entstehen von radikalen Gruppierungen wird nicht dadurch verhindert, dass man andere Organisationen wählt. Das kann vielleicht ein Mittel sein. Aber allein daraus lässt sich keine Motivation für das Wählengehen ableiten. Die Motivation muss positiv und nicht bloß negativ besetzt sein.

Das Wahlrecht wurde vor hundert Jahren erkämpft. [2] Und nicht deshalb sollte es ausgeübt werden, sondern dann, wenn man zufrieden ist mit der Einflussnahme, die man dadurch auf die politischen Entscheidungen erreicht. Die »Stellvertreterdemokratie«, die wir durch die Parlamentarische Demokratie haben, wird von immer mehr Menschen als nicht hinreichend erlebt. Immer mehr Menschen wollen in Direkter Demokratie »selbst entscheiden«, in Einzelfragen der Politik.

Nichtwählen »ändert« insofern etwas, dass in der Öffentlichkeit bekannt wird, dass die Menschen mit dem Prozedere der Entscheidungsfindung für Gemeinschaftsthemen und -aufgaben nicht mehr einverstanden sind. Und Direkte Demokratie kann auch ohne das Parlamentarische System ihren Lauf nehmen, wenn eine große Zahl von Menschen sich findet, die unabhängig von Parteien diese Veränderungen wollen.

Nichtwähler tragen eben nicht die Folgen, die sich aus den Wahlen ergeben, weil sie durch ihre ausdrückliche Nichtteilnahme an den Wahlen kundgetan haben, dass sie die Regeln der Entscheidungsfindung nicht akzeptieren. Es ist vielmehr so, dass die Wähler und Wahlbefürworter diesen Umstand, dass immer mehr Menschen nicht mehr »mitspielen«, ignorieren wollen, damit sich nichts ändert, statt auf die neue Situation Rücksicht zu nehmen und zu versuchen eine angemessene gemeinsame Lösung zu finden. »Mithaften« soll der Nichtwähler, weil die Wahlbefürworter nichts an der bisherigen politischen Ordnung ändern wollen.

[1]
Jetzt las ich, in Australien herrscht »Wahlpflicht«. Wer nicht Wählen geht, muss eine Strafe bezahlen. – Aber wenn man bedenkt, dass Australien aus einer »Strafkolonie« entstanden ist, wundert mich das kaum. 🙂

[2] Zitat:
Ein umfassendes Wahlrecht setzte sich in Europa vor allem ab 1918 durch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlrecht

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Europa-Kritik

Auf diese Weise soll die „Fata Morganna einer strikten nationalen Unabhängigkeit“ zugunsten einer „europäischen Interdependenz“ aufgegeben werden. Das würde eine „De-facto-Solidarität“ unter den europäischen Staaten herstellen. So liest es sich in „President“ Barrosos Generalplan für Europa. Broder: „Aufrichtiger…kann man ein Komplott nicht ankündigen. Erst sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden, dann kommt die erzwungene Solidarität von ganz allein.“

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaftskraft sinkt, die Stimmung wird schlechter. Der schon zitierte Juncker schließt nicht aus, dass „wir in Gefahr laufen, eine soziale Revolution zu erleben“. Bei solchen Aussichten ist das „Friedensprojekt EU“, das sogar mit dem Nobelpreis behängt wurde, bereits ad absurdum geführt. Statt innezuhalten, macht die von der EU profitierende politisch-bürokratische Kaste Druck, an der Fehlkonstruktion festzuhalten und sie weiter auszubauen.

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Warum soll man nicht das Zusammenleben von Menschen in einem größeren Rahmen organisieren können. Mit den heutigen Vernetzungsmöglichkeiten, Computerhardware und Internet ist das einfacher denn je. Aber für die Europapolitik gilt das Gleiche, wie für die Politik überhaupt. Sie wird von Lobbyisten kontrolliert, und missbraucht, um Einzelinteressen zu protegieren und gewährt durch ihre Intransparenz mafiösen Strukturen eine Entfaltungsmöglichkeit.

Also statt das Kind mit dem Bade auszuschütten, könnte daran gearbeitet werden, das Europaparlament den Möglichkeiten, Erkenntnissen und Erfordernissen der heutigen Zeit anzupassen.

  • Ein »gläsernes Parlament«, weitestgehende Transparenz der Entstehung von Urteilen und Entscheidungen; im Internet offengelegter Haushalt und die Zuordnung der einzelnen Posten zu den verantwortlichen Mitarbeitern im EU-Parlament.
  • Offensive Lobby- und Korruptionsbekämpfung. Deutliche Hervorhebung des Auftrags, das Allgemeinwohl bei allen Entscheidungen zuvorderst zu berücksichtigen.
  • Sinnvolle Unterscheidung von Themen, die nur lokal geregelt werden sollten und solchen, die europaweit geregelt gehören.
  • Schrittweise Einführung der Direkten Demokratie anstelle der Parlamentarischen Demokratie: Bürgerentscheide, Bevölkerungsabstimmungen.

Geistig oder materiell

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod, beruht auf Denkannahmen, die in der Wissenschaft längst nicht mehr gehalten werden. Das beruht auf einer Vorstellung von einem Dualismus von Körper und Geist. Sie glauben daran, dass sie weiterleben können, ohne das ihr biologisches Gehirn weiter funktioniert. Das kann man eigentlich mit den heutigen Erkenntnissen nicht mehr in Einklang bringen.

Michael Schmidt-Salomon über Gott und Religionen

Schmidt-Salomon bringt am Ende dieses Beitrags den Hinweis, man säße in einem Studio (Maischberger), das aufgebaut werden konnte, aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, aber innerhalb des Studios würden archaische Gedanken ihren Weg finden.

Vielleicht hat der Mensch über die Religion Kontakt zu seinem Ursprung und hält Verbindung zu seinem Entstehen. Schmidt-Salomon möchte sich ganz in den Materialismus zurückziehen, und »glaubt« da ein sicheres Zuhause haben zu können. Gleichzeitig geht er mit dem Eifer eines Missionars gegen die »Ungläubigen« vor. – Er weiß zwar etwas, aber zu wenig.

Womöglich kann man Religion auch nur fühlen, Spiritualismus nur empfinden und sich dann mit dieser »Wahrheit« geistig auseinandersetzen.

Hexenjagd

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Warum wurde diese Veranstaltung durchgeführt? Nun, weil man den »Andersgläubigen« ans Zeug flicken will. Dass die Katholiken heutzutage noch ein solches Ansinnen vertreten, ist erstaunlich. Denn es könnte doch den Leuten egal sein, wer was denkt und glaubt.

Was steht im Grundgesetz:

Art 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Die »Freiheit des weltanschaulichen Bekenntnisses … ist unverletzlich«. Und warum lassen die Katholiken die Anthroposophen nicht in Ruhe? Ausgerechnet eine Religionsgemeinschaft, die selbst durch vielfältigstes schlechtes Vorbild und Verhalten gut und gerne in der Versenkung verschwinden könnte, erdreistet sich über andere Religionsgemeinschaften zu lästern und diese anzugreifen.

Egal wie die Menschen »die Welt anschauen«, sie müssen es immer in Freiheit tun können. An dieser Stelle ist aber auch der Ansatzpunkt, um Glaubensgemeinschaften anzugreifen. Sind die Menschen in Freiheit in diesen Zusammenhängen, oder fühlen sie sich gezwungen? Manche Menschen wenden sich ab von ihrem bisherigen Glauben und sind plötzlich Gegner dieser Denkungsweise.

Allen Religionsgemeinschaften könnte vorgeworfen werden, dass sie die Kinder von früh an »gegen ihren Willen« in die religiöse Welt hineinziehen. Das betrifft ja nicht nur die Anthroposophen, sondern auch die Protestanten, Muslime, Juden und die Katholiken selbst. Wie soll es auch anders gehen, wenn die Eltern sich einer Weltanschauung verbunden fühlen, erleben die Kinder das im familiären Rahmen nun mal. Das kann man dann schlecht einer Religionsgemeinschaft vorwerfen.

Ein weiterer Hebel, um die »anderen« zu denunzieren und zu bedrohen, ist die behauptete Unwissenschaftlichkeit der Sichtweisen. Die anderen »Gläubigen«, Befürworter hängen falschen, unwahren, unrichtigen Vorstellungen von der Welt nach und würden damit ihre Kinder indoktrinieren. Das sagen aber diejenigen, die selbst mit Behauptungen von Wissenschaftlichkeit, Wahrheit und Redlichkeit ihr Geschäft machen und Menschen unter diese Knute zwingen wollen. – Es ist also ein Konkurrenzkampf zwischen den Heilspredigern. Man will unliebsame Konkurrenten loswerden.

Nochmal zum Ausgangspunkt, dem Grundgesetz. Bedeutet dieser Artikel 4 des Grundgesetzes nicht, dass wir alle denken können was wir wollen, und dafür auch öffentlich eintreten dürfen? Oder ist es verboten zu denken, die Erde sei eine Scheibe und der Mensch stamme nicht vom Affen ab?

Art 5
(1) jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten ………. Eine Zensur findet nicht statt.

Und weiter.

Art 5
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/gg/gesamt.pdf

Auf Wikipedia heißt es »Sekte (von lateinisch secta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘) ist eine ursprünglich wertneutrale Bezeichnung für eine philosophische, religiöse oder politische Gruppierung, die sich durch ihre Lehre oder ihren Ritus von vorherrschenden Überzeugungen (siehe auch Mainstream) unterscheidet und oft im Konflikt mit ihnen steht.«

http://de.wikipedia.org/wiki/Sekte

»In Konflikt« stehen diese Gruppierungen mit den Vorherrschenden dadurch, dass sie von diesen bedroht werden. Das ist alles. Und das diese Bedrohung nicht gerechtfertigt ist, zeigen die von mir zitierten Grundgesetz-Artikel. Unterstellt wird immer, die Menschen würden von den Ideen manipuliert und ihrer eigenen Entscheidungsfähigkeit beraubt.

Es ist aber unsere Aufgabe, fähig zu sein, zwischen Toleranz und Eingreifen, die Sachlagen und Situationen angemessen zu beurteilen.

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Freiheit des Geistes

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Die Berliner Schulen haben im übrigen Deutschland einen denkbar schlechten Ruf. Das ist umso schädlicher für die Bundeshauptstadt, als diese auf den Zustrom gebildeter Menschen mit gehörigem Anspruch auch an die schulische Qualität für ihre Kleinen angewiesen ist. Will die regierende SPD diese Menschen aus der Stadt fernhalten? Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass für sie selbst, für die Sozialdemokratie, die Zuwanderung des Präkariats attraktiver ist, weil dadurch der Bedarf an staatlichem Betreuungs- und Reparaturbetrieb, eben auch an den Schulen, noch größer wird, eines der Lieblingsterrains der SPD.

Die SPD-Politiker bevorzugen den Kontrollstaat. Paradebeispiel ist da Hartz4. Ein freies Geisteswesen könnte zu dem Ergebnis kommen, dass das alles Murks ist, was die Politiker machen. Bei Ulli Kulke ist es aber erst ein Herummaulen. 🙂

Das wird nicht reichen. Wer eine andere Politik will, muss sie in Gang setzen. Und da sind nicht zuletzt die Eltern gefragt, die die staatlichen Schulen verschmähen und freie Bildungswahl im Sinn haben. – Welche politischen Kräfte unterstützt ihr? Macht das deutlich.

Hinterherspioniert

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In Bayern wäre so etwas nicht mehr möglich. Der Landtag hat aus der »Verwandtenaffäre«, der vor allem die CSU erschütterte, Konsequenzen gezogen. Seit Mai dieses Jahres verbietet das Gesetz dort sogenannte Überkreuz-Beschäftigungen, bei denen etwa ein Ehemann statt von seiner Frau durch andere Abgeordnete beschäftigt wird. Das gilt ausdrücklich auch für ehemalige Ehepartner. Die Linke im Freistaat wirbt seit der Affäre mit dem Slogan, »garantiert amigofrei« zu sein – was die Parteifreunde im Bundestag nun wahrlich nicht von sich behaupten können.

Bei diesem Beitrag bleibt ein komisches Gefühl. »Die Welt«, eine parteiische Zeitung seit ewigen Zeiten, zelebriert auf peinliche Weise eine Schnüffelei, bei der es in Einzelfällen um Beträge von einigen hundert oder tausend Euros geht.

Und das in Bayern »so etwas nicht mehr möglich« ist, mag vielleicht sogar der Anlass gewesen sein, auch bei anderen nach »Dreck am Stecken« zu suchen, damit die CSU nicht so alleine dasteht, mit ihrem dekadenten Demokratieverständnis.

PS: Die Milliardentransaktionen der Banken im Zusammenhang mit den Finanzkrisen wären mal eine Aufgabe für die Zeitungs-Detektive (wer profitiert eigentlich von der Bankenrettung?). Aber dafür sind sie wohl zu begrenzt in ihren Möglichkeiten, und vielleicht auch in der Motivation.