Rente

spiegel–altersarmut-zahl-der-empfaenger-von-grundsicherung-auf-rekordstand

Ist das nicht eine Ironie der Geschichte. Da hatten die Westdeutschen immer die Regale voll und bei den Kommunisten regierte der Schmalhans, aber bei der Rente stellen wir jetzt, nach der Wiedervereinigung fest, dass die Ostdeutschen mehr Rente bekommen als die Westdeutschen, weil sie mehr gearbeitet haben!

Potz Blitz. Wie ist das möglich? Nun, zum einen wird deutlich, dass der Sozialismus doch sein Gutes hatte, denn er kümmerte sich um »alle« Genossinnen und Genossen Werktätigen im Einzugsgebiet. Wenn man also fragt, ob diese gearbeitet haben, bekommt man im Chor zu hören, ja wir haben dem Volkskörper gedient. Die meisten ab 15, 16 Jahre und so gelang es ihnen natürlich eine größere Anwartschaft auf Rente anzusammeln als die Wessis, die es sich dafür leisten konnten »open end« zu studieren, um sich dann vielleicht mit 30 selbständig zu machen, bei geringem Einkommen aber »frei« und mit 60, 65 Jahren kommt jetzt das böse Erwachen, dass dabei keine, oder viel zu geringe Rentenansprüche angesammelt wurden. Der Fluch der kapitalistisch-liberalen Lebensweise erreicht ihre Protagonisten. Und die Genossen können sagen: »Siehste, wir hatten doch recht.« 🙂

Hinzukommt, dass arbeitswillige (oder -pflichtige?) Frauen ihren Nachwuchs problemlos unterbringen konnten, in der DDR, was der westdeutschen Regierung gar nicht gelang, anzubieten, erst heute wird mühevoll nachgebessert.

Jetzt will die Bundesregierung das Desaster ausbügeln, aber nur bei denjenigen westdeutschen Frauen, die sich eine Herdenprämie verdient haben: Mütter sollen vielleicht etwas mehr Rente bekommen. 😦

Advertisements