Mindestens ein Lohn

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Der flächendeckende allgemeinverbindliche Mindestlohn ist eine Anmaßung – es ist ein gefährlicher Schritt in die Planwirtschaft.

Jahrelang brüstete sich die Innung, dass sie Zehntausende Jugendliche über Bedarf ausbilden. Damit haben sie ein Überangebot an Arbeitskräften geschaffen, das natürlich die Löhne drückt.

Lieber Herr Ederer

Sie blenden leider aus, warum der Mindestlohn überhaupt in der Diskussion ist: die Menschen brauchen ein Einkommen. Ohne Gängelung, ohne Schikane, ohne Sippenhaft in der »Bedarfsgemeinschaft«, bei Achtung der Menschenrechte und natürlich keine »Zwangsarbeit«.

Falls sie mal Zeit haben, eine Beschäftigung mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen ist lohnenswert. Dann wird ihnen auch bewusst, dass es sich beim Mindestlohn im Grunde genommen um ein Mindesteinkommen handelt.

Aber sie haben recht. Nicht die Wirtschaft, also Privatpersonen, sollten den Zugriff auf die existenzsichernden Güter und Dienstleistungen ermöglichen, sondern die Gemeinschaft, der Staat.

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