Umgang mit Bedürfnissen, als gemeinschaftliche Aufgabe

emma–appell-gegen-prostitution

Doch genau das tut Deutschland mit der Prostitution: Es toleriert, ja fördert diese moderne Sklaverei (international „white slavery“ genannt). Die Reform des Prostitutionsgesetzes 2002, die angeblich den geschätzt 700.000 Frauen (Mittelwert) in der Prostitution nutzen sollte, trägt die Handschrift der Frauenhändler und ihrer LobbyistInnen.

Was steht denn in dem Gesetz drin? Wenn man das Gesetz ändern kann, soll man es tun.

Das System Prostitution ist Ausbeutung und zugleich Fortschreibung der traditionell gewachsenen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen (und Ländern/Kontinenten). Das System Prostitution degradiert Frauen zum käuflichen Geschlecht und überschattet die Gleichheit der Geschlechter. Das System Prostitution brutalisiert das Begehren und verletzt die Menschenwürde von Männern und Frauen – auch die der sogenannten „freiwilligen“ Prostituierten.

Für alle Probleme sollen Lösungen gefunden werden. Da bin ich sehr dafür.

Wenn Prostitution Sklaverei ist, müssen die Sklavenhalter bestraft werden! Doch halt, bestraft werden soll der »Freier«. Denn ….

Die skandinavischen Länder haben schon vor Jahren die Ächtung und Bestrafung der Freier eingeführt.

Aber die Freier sind nicht die Sklavenhalter! Macht nichts, werden die Aufrufbefürworter sagen. Jeder der sich im Rotlichtbezirk aufhält, bekommt mit dem Knüppel draufgehauen. – So verstehe ich diesen »Rundumschlag« jedenfalls.

Ich habe gerade mal nachgelesen wie es in den USA ausschaut. Die Prostitution wird dort von den einzelnen Staaten geregelt. Vom Gesetz her ist Prostitution in fasst allen Staaten der USA verboten. – Aber es gibt bis heute Prostitution in den USA. So wie die Situation beschrieben wird, scheint es darauf hinauszulaufen: a) Prostitution ist verboten, b) Prostitution wird geduldet, sofern sie nicht öffentlich aneckt, Unmut oder Unwillen hervorruft, c) wenn dies der Fall ist, wird sie aufgrund des vorhandenen Verbots verfolgt.

wikipedia–Prostitution-in-the-United-States

Aber jetzt wieder nach Deutschland: Das Problem wird sein, dass die Übergänge fließend sind. Da arbeitet die eine Prostituierte auf »eigene Rechnung« als »Selbständige« und in den anderen Zimmern warten Frauen auf Freier, die durch Menschenhandel in diese Situation gekommen sind, und »versklavt« werden. – Also will man das ganze System verbieten, um nicht in jedem Einzelfall entscheiden zu müssen. Das ist einfacher, als nach den jeweiligen Hintermännern bezogen auf einzelne Frauen, zu suchen. Und es ist eine clevere Idee den Freier am Schlafittchen (oder sonst wo) zu packen, um den erwünschten Effekt zu erzielen. Denn indem man diese Männer unter Druck setzt, moralisch und per Gesetz, könnte man erreichen, dass diese derlei Dienste nicht in Anspruch zu nehmen.

Aber das Thema bietet auch die Gelegenheit, überhaupt einmal darüber nachzudenken, wie wir (Männer) Menschen mit den Trieben, Triebbedürfnissen umgehen und umgehen können, sollten (gemeinsam?). – Denn das »Begehren« ist tatsächlich ein heißes Eisen.

Nachtrag:

welt–Nur-eine-Welt-ohne-Prostitution-ist-human

Sie will sich nicht den Traum von einer prostitutionsfreien Welt nehmen lassen, fordert aber ganz pragmatisch, erst mal die kleinen Schritte zu gehen. Dazu könnte sogar gehören, dass Bordelle verstaatlicht werden.

Nur eine Welt ohne Prostitution, eine Welt, in der Männer nicht für einen Geldschein den Körper und die Seele einer Frau benutzen können, wäre eine humane Welt.

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