Kaufsphäre

Man kann fragen, ob die sexuelle Unbefangenheit all derer, die sich nicht prostituieren, wirklich so hoch ist. Wichtiger ist, dass in Schwarzers Welt ein weiblicher Mensch erst dann seinen Körper verkauft, wenn er ihn sexuell einsetzt – und nicht wenn er putzt, oder pflegt oder Journalismus betreibt.

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Jetzt muss ich Frau Schwarzer fasst beispringen.

Der Beitrag von Meredith Haaf ist schon arg. Müsste es nicht »groß« heißen: die große sexuelle Unbefangenheit? Es ist doch seltsam, wenn das »Verkaufen« der eigenen Person (egal welcher Teil) die Regel ist. Frau Schwarzer weißt zurecht darauf hin, dass der eine Bereich »Gefühle« enthält, der da »verkauft« wird. Passt das zur seelischen Gesundheit des Menschen?

Schwarzer hält Frauen offensichtlich nicht für fähig, den Sex, den sie haben, von sich selbst zu trennen.

»Von sich selbst zu trennen«, dasjenige, was mit den eigenen Gefühlen daherkommt? Hhmm. – Der Mensch ist keine Ware. Aber die Diskussion stört diejenigen, die mit dem Handel leben wollen.

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