Ausbeutung in Deutschland

Ausbeutung geschieht in Situationen, in denen sich der Mensch nicht gegen ungerechte Behandlung wehren kann und sich dann ausnutzen lässt. Ausbeutung, Ausbeuter sind klassische Begriffe aus der Arbeitswelt. Aber die Möglichkeit Menschen auszubeuten hat sich durch die Hartz4-Gesetze der GRÜNEN und der SPD noch vergrößert. Wer sich den unangemessenen und benachteiligenden Forderungen seines Arbeitgebers entziehen will, bekommt sofort die Drohung der Entlassung zu hören. Wer nicht spurt, wird vom Chef und seinen »Anhängern« in der Belegschaft sofort bedroht und ermahnt, sich zu fügen. Wer sich dennoch verweigert, wird in der Firmenhierarchie schlechtergestellt und von den Kollegen, unter Mitwisserschaft der Firmenleitung, gemobbt. Natürlich gibt es auch »Edeljobs«, die von solchen Vorgängen nicht betroffen sind. Aber das ist eher die Ausnahme. Ein großer Teil der Tätigkeiten ist heute im Niedriglohnsektor angesiedelt und dort ist »Hire and Fire« die Regel. Wer »mutwillig« seinen Arbeitsplatz verliert, wird von den Jobcentern und Arbeitsagenturen »gesperrt«. So wird der Arbeitsmensch zwischen seinen »Feinden« Arbeitgeber und Arbeitsamt zerrieben und ausgebeutet, benutzt und benachteiligt. Wie ein Ping-Pong-Ball wird er von den mächtigen Gruppen hin und her geworfen, da er ja ständig verpflichtet ist, sich an beide Seiten zu wenden, um »Geld zu bekommen« für seine Existenzsicherung. Das ist ein Leben auf Sklavenebene.

Missbrauch

Ausbeutung und Missbrauch liegen nah beieinander. Wer es gewohnt ist, in der Arbeitswelt und von den staatlichen Stellen benutzt zu werden, der internalisiert diese Muster und wendet im privaten Umfeld selbst diese Methoden an. – Eine Missbrauchsgesellschaft ist somit auch von unseren Parteien, Politikern und Regierungen mitverschuldet und fällt nicht vom Himmel.

Eine bizarre Variante der Ausbeutung findet in der Umkehrung der Verhältnisse statt. Nicht der Arbeitnehmer wird ausgebeutet, sondern der Arbeitgeber. Dies bietet sich dann an, wenn der »Arbeitgeber« der Steuerzahler ist und man diesem vermeintlich »knausrigen Gesellen« möglichst viel aus dem Portmonee kitzeln will und gleichzeitig möglichst wenig an Arbeitsleistung dafür hergeben möchte. Ob das in jedem Fall gelingt, ist eine andere Sache.

So ist auf allen Ebenen und in allen Bereichen bei einem Teil der Bevölkerung eine lobbyistische Haltung anzutreffen, die besagt, »ich hole mir was ich brauche, haben will, und das auch dann, wenn ich dabei andere benachteiligen muss.«

Ausweg

Von dieser Ideologie wegkommen kann man nur, wenn der eigene Vorteil nicht mehr in der egoistischen Handlung »Für-sich-raffen«, gesehen wird, sondern erkannt wird, dass das »Gemeinwohl«, also das Wohl aller, auch immer das eigene Wohl mit einschließt. Und das man sich alsdann eben für dieses Gemeinwohl einsetzt.

Ein Umdenken in diese Richtung findet über die Schiene »Internet« bereits statt. Hier sieht man sehr gut, dass das Bestehen auf Vergütung für jeden Pups den man arbeitet, die Entwicklungs- und Neuerungsgeschwindigkeit bremst und Vorteile, die für alle Menschen möglich wären, zugunsten von Urheberrechten, Patenten, Copyrights zunichte gemacht werden. Und das hingegen, wenn jemand für »Creative Commons« arbeitet, eventuell kostenlos seine Arbeit zur Verfügung stellt, zwar nichts dafür bekommt, aber in der Summe alle Menschen von den Produkten und Leistungen »kostenlos« profitieren und dieser Umstand viel mehr Wert ist, als die kleinkarierte Vergütungsmetalität, die bei manchen noch zu finden ist. Der Knackpunkt ist dann immer die Frage: »Wovon soll ich denn leben, wenn ich kostenlos meine Arbeit zur Verfügung stelle?« – ja, dafür wäre dann das Bedingungslose Grundeinkommen da!

PS: Auch die Rundfunkgebühren fallen in die Kategorie Ausbeutung und Missbrauch, denn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wollen diese überteuerte TV- und Radioberieselung nicht, trotzdem »klaut« man den Leuten das Geld aus der Tasche. – Wer nicht glaubt, dass es die Mehrheit ist, der kann ja eine Volksabstimmung zu dieser Sache durchführen.

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