Optimismus

tagesschau–ausblickwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft sieht dem kommenden Jahr überwiegend zuversichtlich entgegen. Einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zufolge erklärten 34 von insgesamt 48 befragten Wirtschaftszweigen, sie rechneten für 2014 mit höheren Umsätzen beziehungsweise einem Produktionsanstieg im Vergleich zum zu Ende gehenden Jahr.

Grund hierfür sei die robuste inländische Konjunktur und die Tatsache, dass im Euroraum viele Zeichen auf Besserung stünden, so das IW. »Schon lange nicht mehr hat die deutsche Wirtschaft so positiv in die Zukunft geschaut«, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

»Überwiegend zuversichtlich«. So, als ob die Wirtschaft mit dem Wetterbericht oder »Glücksspiel« vergleichbar sei. Dabei geht die Aufgabe der Wirtschaft in genau die andere Richtung.

Und »höhere Umsätze« und »Produktionsanstieg« suggerieren, es sei nur wert, wenn es »aufwärts« zeigt. Aber die mit diesen Botschaften den Menschen verkauften Hoffnungsschimmer sind »Sand in die Augen gestreut«, denn eine gleichbleibende, beständige, zuverlässige und sichere Versorgung der Menschen überall auf der Welt ist viel wichtiger.

Und wie man eine »robuste inländische Konjunktur« wahrnehmen kann, wenn 20 Millionen Menschen in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze dahinvegetieren, weil die Regierungen keinen ausreichenden Zugriff auf die Wertschöpfung gewähren, ist ein Rätsel.

Die Medien geben keine Auskunft darüber, für was wir die Wirtschaft eigentlich brauchen.

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