Alles Bio

Beim Biohändler kommt schon immer ein Teil der Äpfel aus Argentinien. Das Gleiche gilt für die Birnen. Wie kommt diese Frischware nach Deutschland? Na mit dem Flugzeug natürlich. Mit dem Auto, Zug oder dem Schiff würde es viel zu lange dauern. Wenn aber diese Standard-Lebensmittel mit dem Flugzeug transportiert werden, dann muss der Flug relativ preiswert sein, sonst lohnt sich doch der Transport überhaupt nicht. – Warum sind Flüge so preiswert, wenn doch angeblich das Öl immer knapper wird?

Dann kommen wir zum Frankfurter Flughafen. Zwei Dinge sprechen vehement gegen diesen Umschlagplatz für Waren:

  • Hier wird ein Großteil der Arbeit von Zwangsarbeitern verrichtet. [1]
  • Der Flughafen ist einer der größten Gesundheitsschädiger im Rhein-Main-Gebiet. Durch ständig mehr Flugzeuge wird der Lärm, den die Bürgerinnen und Bürger zu ertragen haben, zu einer permanenten Erscheinung. – Der Lärm ist fürchterlich und durch nichts zu rechtfertigen.

Und genau über diesen Flughafen werden die »Bio-Äpfel« herangekarrt. – Wie aber kann da noch das Äpfelangebot »ökologisch« sein? – Dieses Angebot ist außerdem moralisch verwerflich, weil es die Zwangsarbeitsverhältnisse außer Acht lässt und das Angebot an »Niedriglohnjobs« befördert.

Dieses »unmoralische Äpfelangebot« gibt es aber von Anbeginn bei dem Biohändler. Scheinbar hat sich niemand genügend darüber mokiert. 😯

[1]
Ich gehe davon aus, dass bekannt ist, wie die Definition von Zwangsarbeit lautet und das weiterhin bekannt ist, wie die Hartz4-Sanktionspraxis gegen Arbeitslose ausgestaltet ist.

Ein Großteil der 1000 Zeitarbeitsfirmen im Rhein-Main-Gebiet vermittelt »Billiglohnjobs« am Frankfurter Flughafen. Mindestens ein Drittel der angebotenen Hilfsarbeiter- und Lagerjobs, die in der Jobbörse der Agentur für Arbeit angeboten werden, sind Tätigkeiten, die mit dem Flughafen zusammenhängen.

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