Niemand ausschließen, alle beteiligen

Aus dem Infobrief der »Eintracht gegen Fluglärm«.

Darum sind wir heute Abend wieder pünktlich um 18 Uhr im Flughafen. …. Und weiter geht es mit der Unterschriftenaktion gegen Terminal 3 von letzter Woche.

Da hetzen die Beteiligten von einer Veranstaltung und Aktion zur nächsten. – Kommen so die Menschen am ehesten zum Ziel? Wenn wir im Rhein-Main-Gebiet für die Gesundheit der Bürger beste Bedingungen wollen, müssen alle Menschen miteinbezogen werden, müssen alle »Lärmprobleme« angesprochen werden. Nicht nur der Fluglärm, auch der Güterzuglärm, der Auto-, Straßenbahn, S-Bahnlärm gehören dazu.

Lärmreduzierung auf ein erträgliches Maß, sollte das Anliegen der gesundheitsbewussten Menschen werden.

Auf der Homepage der »Eintracht« geht es überwiegend um Aktionen, Unterschriftenlisten, Auseinandersetzungen mit Politikern, Vorträge und Reden zu den Gesundheitsgefahren durch Fluglärm. – Wo aber ist das Gespräch mit den Bürgern?

http://www.eintrachtgegenfluglaerm.de/stammtisch-wieder-aktiv/

Der letzte »Stammtisch« war »nach längerer Pause« im November letzten Jahres. Der nächste sollte im Dezember stattfinden. Aber darüber gibt es keinen Bericht auf der Homepage. Auch das Jahr 2014 hat ja doch schon vor einiger Zeit begonnen und bis jetzt scheint kein Stammtisch stattgefunden zu haben. Jedenfalls gibt es keine diesbezüglichen Berichte auf der Internetseite.

Dabei ist doch gerade das Gespräch mit der Bevölkerung der Schlüssel zum Erfolg. – Wer soll denn sonst die notwendigen Veränderungen bewirken, wenn nicht die Bürgerinnen und Bürger selbst. Ein Lärmschutzplan für die ganze Region könnte in Angriff genommen werden. – Aber hier zeigt es sich, wo die Beteiligten in ihrem Denken sich befinden. Sind sie Lobbyisten, dann wollen sie gar nicht die übrige Bevölkerung an einem Erfolg der Aktionen beteiligen und »nur für sich« etwas erreichen, zum Beispiel dass die Flugzeuge nicht mehr über Frankfurt-Oberrad fliegen. – Wo sie sonst langdüsen, das wäre dann diesen Aktivisten egal.

Bürgerinitiativen, die in Wirklichkeit »Lobby-Initiativen« sind, wären kein Gewinn für die Allgemeinheit, weil hier zu Lasten aller übrigen, einer kleinen Gruppe ein Vorteil zuteilwerden soll. Wohingegen Bürgerinitiativen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, ganz anders in ihrer Arbeit vorgehen. Sie fragen sich, wie ihre persönliche, konkrete Betroffenheit sich verbinden lässt, mit den Sorgen und Nöten der anderen Menschen in der Stadt, in der Region und wie eine große Solidarität entstehen kann, die »fair und gerecht« zwischen Arbeitsplätzen, Produktionsstätten und dem berechtigten Bedürfnis der Menschen nach Gesundheit ausgleichend wirkt.

Die Lärmbelastungen durch vielerlei Quellen müssen unbedingt reduziert werden.

Advertisements