Arbeit für die Menschenrechte

Seit den 60er Jahren bemüht sich Amnesty International um Menschen in Not, die durch politische Urteile und durch Entscheidungen von Regierungen verfolgt und bedroht werden.

Amnesty orientiert sich nicht zuletzt an den Menschenrechten. Auf der Amnesty Deutschland Internetseite ist die »Erklärung der Menschenrechte« zu finden.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Amnesty verfasst »Länderberichte«, in denen die Menschenrechtslage in den einzelnen Ländern beschrieben wird und Forderungen formuliert werden, um die Situation der Menschen zu verbessern. – Über Deutschland wird berichtet, dass die Situation der Asylbewerber noch nicht ausreichend ist und Polizeiübergriffe unterbunden werden müssen.

Worüber aber Amnesty nicht berichtet, ist die Zwangsarbeit in Deutschland und die Armut vieler Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsener, die durch vom Staat mutwillig verursachte Verarmung in existenzielle Bedrängnis geraten.

Amnesty Länderbericht Deutschland

Warum berichtet Amnesty nicht darüber.

Wenn es eine unterschiedliche Gewichtung der Menschenrechte in einzelnen Ländern gibt, durch Amnesty-Mitarbeiter, so scheint sie auf den ersten Blick einleuchtend. Wer am schlimmsten, am heftigsten bedroht ist, durch Polizei, Militär, durch Folter, Haft, Todesstrafe, der muss zuerst Hilfe bekommen, dem muss zuerst die Aufmerksamkeit gelten.

Aber bedeutet das, dass es bei Amnesty Menschenrechte erster und zweiter Klasse gibt? Oft ist es nur möglich, Bittbriefe an die Herrscher in den jeweiligen Ländern zu schreiben, sie sollen die bedrohten Menschen freilassen oder fair behandeln. – Und wäre es nicht möglich in einem Länderbericht auch Themen wie »Zwangsarbeit und Existenzsicherung« anzusprechen. Es bedürfte keines großen Zeitaufwands, um festzustellen, wie diesbezüglich die Lage zum Beispiel in der »Bundesrepublik Deutschland« ist.

Eine wirkliche Erklärung, warum kein Hinweis auf diese Menschenrechtsverletzungen in Deutschland bei »Amnesty International« zu finden ist, steht noch aus.

Warum berichtet Amnesty nicht über die Zwangsarbeit in Deutschland, die seit 2005 durch die Hartz4-Sanktionen existiert, warum berichtet Amnesty nicht über die Armut in Deutschland, die »Tafeln«, die Existenzbedrohung, die durch zu geringe Einkommen eine Vielzahl von Menschen gefährdet, in einem der reichsten Länder der Erde? Warum klagt Amnesty nicht die deutsche Bundesregierung an und fordert, sie solle für angemessene rechtliche Rahmenbedingungen sorgen, die eine menschenwürdige Existenz aller Bewohner ermöglicht ohne das die Bürger durch den Staat zu Zwangsarbeit genötigt werden.

Die Tatenlosigkeit gerade der deutschen Amnesty-Mitarbeiter in dieser Sache ist nicht nachvollziehbar und zu beklagen.

Deshalb bitte ich sie, schreiben sie höflich formulierte Briefe an die Geschäftsführungen von Amnesty International und Amnesty Deutschland, in denen sie darauf hinweisen, dass massive staatliche Menschenrechtsverletzungen in Deutschland (Zwangsarbeit, staatlich verordnete Armut) bisher keine Beachtung bei Amnesty fanden und doch endlich in den Länderberichten über Deutschland erwähnt werden und Amnesty sich diesbezüglich bei der Bundesregierung für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen solle.

Denn so viel Zeit muss sein, dass auch diese Umstände, die Millionen von Menschen in Deutschland empören und existenziell bedrohen, in der Menschenrechtsorganisation »Amnesty« angesprochen werden.

menverl-i

Advertisements