Qualität der Ausbildung an den Universitäten

Die Studenten lernen »technisch« mit ihren Themen umzugehen, aber nicht »menschlich«. Dabei ist jedes Fach nur im Hinblick auf die Menschen von Relevanz. – Insofern ist es schon verwunderlich, wie wenig diese entscheidende Bezugnahme in der Ausbildung realisiert wird.

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Innerhalb von zwei Semestern wurde mir aber klar: Ein Hauptgrund für das architektonische und planerische Unglück der 1970er und 1980er Jahre war, wie die Planer damals ausgebildet wurden. Wir hatten fast nur technische Fächer: Vermessungskunde, Statik, Physik, Chemie aber nur eine Stunde Soziologie In der Woche. Der Mensch, für den die Architektur doch ist, wurde kaum thematisiert. Ich glaube, das ist heutzutage bei euch besser. Jedenfalls habe ich mich damals dazu entschlossen, das Studium abzubrechen und mich selber auszubilden.

Die Ökonomiestudenten lernen Ideologien, statt offen in eine Betrachtung einzutreten, deren Deutung sie doch letztlich nur selbst leisten können.

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Zu viele neoliberale ökonomische Modelle

Die Grundlagen dafür müssten bereits im wirtschaftswissenschaftlichen Studium gelegt werden. Das aber werde derzeit viel zu stark von den sogenannten »Modelltheorien« geprägt: Dabei werden häufig neoliberale ökonomische Modelle gelehrt , soziale und ökologische Auswirkungen aber vernachlässigt. Gerade Jung-Ökonomen müsse bereits im Studium die beschränkte Aussagekraft solcher Modelle vermittelt werden, glaubt Christian Basteck, der Volkswirtschaft an der Technischen Universität Berlin studiert ….

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