Rudolf Steiner beschreibt die Menschheitsentwicklung

In den Saturnnebeln ist der Mensch entstanden. Er wurde von geistigen Wesenheiten geschaffen. Leben ist dem Menschen eingehaucht. – Der Mensch wurde damit »begabt«. (S.173)

http://anthroposophie.byu.edu/schriften/013.pdf

Wenn in früheren Zeiten der Mensch entstanden ist, unter Mitwirkung von »geistigen Wesenheiten«, dann war vor ihm noch anderes »Bewusstsein«. – Etwas, das wir manchmal »Gott« oder göttlich nennen?

Steiner sagt, dass wir von heute zurückschauen, und die Gegenwart als berechtigten Grund benennen können, warum wir wissen wollen, wie alles Gegenwärtige entstanden ist und wie der Mensch entstanden ist. – Aber was gab es vor dem Menschen?

Wer sich damit beschäftigt, gerät ins Spekulative. – Bevor der Mensch entstand, gab es das Universum. Wenn der Mensch »Entwicklung« bedeutet, dann ist diese im Laufe der Zeit geschehen. – Gab es vor dem Menschen »Zeit«?

Die »geistigen Wesenheiten« haben den Menschen geschaffen. Hatten sie Bewusstsein? Wenn ja, gab es also »Zeit« bereits vor dem Menschen!?

Wenn einige geistige Wesenheiten weiter entwickelt waren, als andere, wie sind sie entstanden? Hatten sie »Eltern«? Oder entstanden sie anders.

Wenn die geistigen Wesenheiten »über« dem Menschen stehen, ihn geschaffen haben, wer steht »über« den geistigen Wesenheiten? – Oder ist mit ihnen der Anfang der Bewusstheit beschrieben?

Wer ist die mächtigste geistige Wesenheit? – Etwas, das wir »Gott« nennen?

Wer hat »Gott« erschaffen? Hatte Gott Eltern? Was ist/war vor Gott?

Ist Gott im Universum entstanden. Oder ist das Universum durch Gott entstanden?

Ist Gott gerecht. Was ist sein Plan?

Wenn das Weltall Gesetzmäßigkeiten unterliegt, inwiefern ist der Mensch dann »frei«? – Inwiefern ist Gott dann frei.

Wie ist es zu diesen Gesetzmäßigkeiten gekommen?

Wäre ein »gesetzloses« Universum denkbar? Oder würde es nicht funktionieren.

Wer hat sich diese Gesetzmäßigkeiten ausgedacht? Oder ergeben sie sich aus den Bildungsversuchen und Materieentwicklung von selbst. – Weil alles, das ohne »Gesetzmäßigkeit« geschieht, letztlich scheitert!?

Und alles, was gelingt, nur nach Gesetzmäßigkeit sein kann.

Wenn die Menschheitsentwicklung vorgezeichnet ist, und in Teilen bekannt wäre, ist das nicht langweilig für die Menschheit, zu wissen, wie ihr weiteres Schicksal verläuft? – Ja, der Einzelmensch hat in Steiners Weltschau und Menschenbeschreibung, »Freiheit«, sich nicht den Gesetzmäßigkeiten zu beugen und anzupassen. – Doch ist bereits klar, dass dieses Unterfangen zu nichts führen wird, außer vergeudeter Energie, um letztlich doch herauszufinden, dass wir am ökonomischsten, effizientesten unser Leben gestalten, wenn wir »bewusst« uns den Gesetzmäßigkeiten des Daseins zuwenden, um dann in diesem Sinne das Leben zu führen und »nach Plan« zu wirken.

Wenn der Mensch circa alle tausend Jahre auf der Erde wiedererscheint, also »reinkarniert«, und wir dieses »Wissen«, das uns Rudolf Steiner vermittelt, ernst nehmen, dann ist unser Dasein berechenbar, wie es vorher noch nie gewesen ist.

Alle jene, die sich heute noch der Täuschung hingeben, wir Menschen würden »vom Affen abstammen«, oder als Zufallsprodukt auf der Erde sein, und nach unserem Tod auf ewig verschwunden bleiben, würden verwundert die Augen reiben und der Chancen gegenwärtig werden, die sich aus einer gänzlich anderen Perspektive ergeben, auf die uns der Philosoph Rudolf Steiner hinweist.

So sind die Pflanzen, die Tiere und die Mineralien »nach« dem Menschen entstanden, oder bei der Entstehung des Menschen entwickelte Seitenausläufer seiner Wesenheit.

Sind wir uns aber dessen bewusst, und akzeptieren wir den Gedanken, unserer immer wieder geschehenden Wiederkehr, dann ist das Leben ganz anders zu gestalten. – Dann bedeutet das, wir gehen nicht »verloren«, wenn wir sterben. Wir bleiben »im Kern« erhalten. Wir haben verschiedene Leben. – Und das »immer wiederkehrende« Leben ist in Form eines »Karma«, eine fortwährende Aufgabe.

Wenn sich die Menschheit weiter entwickelt, und diese Entwicklung in gewissem Umfange vorhersehbar ist, aufgrund bestehender Gesetzmäßigkeiten, wie ist es dann mit dem Einzelschicksal des Menschen? Dieses ist nicht vorhersehbar. Der Mensch kann die Entwicklung der Menschheit mitmachen und »Teil von ihr sein«, oder er besitzt die Freiheit, sich anders zu entscheiden. – So, wie ja auch die Tiere und Pflanzen »anders entschieden« sind.

Deshalb können »Gesetzmäßigkeit des Universums« und Freiheit im Einzelschicksal nebeneinander bestehen, ohne sich zu widersprechen.

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