Arbeitslos

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Leben wie ein räudiger Hund

Hört man als Arbeitsloser einen »Pfiff«, muss man springen. Egal wer pfeift. Die Agentur für Arbeit oder eine der 1000 ortsansässigen Leiharbeitsfirmen.

Hier sieht man den Wert, den der Mensch in der Gesellschaft hat, wenn er aus dem schützenden Raster des »Arbeitsplatzbesitzers« fällt. Dann ist er nichts mehr wert und muss sich wie Vieh herumtreiben lassen. Der Unterschied zum Sklavenleben ist minimal.

Diese »Behandlung« der Arbeitslosen ist durch die Politiker eingeführt worden.

Deutsches Sozialsystem
Wohngeld und der Grundfreibetrag
Arbeitsstellen freiwillig annehmen
Ich verkaufe mich selbst
Atmosphäre beim Jobcenter
Hochschulabsolventen
Krankheit, Jobcenter und das »große Ganze«
Arbeitsangebote unter dem Aspekt der Zwangsarbeit
Dominante Machthaber
In welcher Welt leben wir
In welche Richtung
Gesundheitliche Beeinträchtigung, aber trotzdem alles arbeiten.
Der fiese Umgang mit den Arbeitslosen – getarnt als Beratung und Förderung
Impressionen – Hartz4 und Kundenbtreuung
So nicht. – Maßnahmen gegen Hartz4

Zusammenfassung des „Merkblatt für Arbeitslose“
Menschenrechte und Grundrechte, in der BRD missachtet
Arbeitslosigkeit – Wirkung
Arbeitslosigkeit – Schikanen bei der Wohnungssuche
Sklavenhandel, Arbeitsmarkt, Weiterbildungsmaßnahmen
Warum sind die Arbeitsangebote so unattraktiv?
Schöne neue Berufstätigenwelt
Großzügige Entlohnung?
Hartz4 – Zehn Jahre Unrecht
Tipps für die Arbeitswelt – heute
Profiteure – »Arbeiten wie ein Tier«
Arbeitsangebote für Arbeitslose


Formen der Schikane
Ihnen ist bekannt?
Hat, hat, hat – Tun sie das, was wir sagen, sonst ….

Deutsches Sozialsystem

Immer wieder wird behauptet, unser deutsches Sozialsystem würde funktionieren und sei gut. Und hätte sich seit vielen, vielen Jahren bewährt.

Nehmen wir zum Beispiel das »Wohngeld«. Die Politiker beschließen Gesetze, es steht in der Presse, der Staat, die Kommune, das Land gewährt jetzt »Wohngeld«.

Was passiert, wenn der Bürger Wohngeld beantragt? Er bekommt einen »Bescheid«, in dem steht, der Wohngeldantrag wird abgelehnt. Oder der Antragsteller bekommt nur einen lächerlich geringen Wohngeldbetrag, der hinten und vorne nicht langt. Oder der Wohngeldbetrag wird plötzlich stark gekürzt, auf einen nicht nachvollziehbar geringen Betrag.

Aber es gibt doch »Wohngeldrechner« im Internet. Damit lässt sich doch das Wohngeld selbst berechnen? – Wer das macht, und der Wohngeldbehörde sagt, ich habe aber mit dem Wohngeldrechner einen anderen Betrag errechnet, als sie, dann heißt es, der Wohngeldrechner arbeitet nicht richtig oder sie sagen, der Bürger hätte wahrscheinlich nicht die richtigen Werte eingegeben.

Was fehlt ist eine einfache Tabelle, mit der der Bürger selbst, mit wenigen Eingabewerten zuverlässig berechnen kann, welches Wohngeld ihm zusteht.

So aber ist die Arbeit der Behörden nicht transparent und der Willkür ist Tür und Tor geöffnet und der Bürger wird hereingelegt.

Gegenüber den Medien behaupten die Politiker, sie hätten eine »soziale Ader«, und würden einen Sozialstaat schaffen, aber der Bürger, der versucht, diesen Sozialstaat in Anspruch zu nehmen, wird in einem Irrgarten von Anträgen und Behauptungen kalt gestellt, weil er die Behauptungen der Behördenmitarbeiter nicht selbst überprüfen kann und er nichts oder nur lächerlich geringe Geldbeträge als »Wohngeld« bekommt.

So ist das nicht anders, wie bei den »Versicherungen«. Auch die erzählen erstmal ausführlich, auf was der Kunde alles Anspruch hätte, wenn er denn einen Vertrag abschließt. Und wenn er unterschreibt und tatsächlich die Versicherung nutzen will, dann versucht diese mit aller Gewalt, irgendwelche Auszahlungen zu verhindern.

»Der Vertrag«, den der Bürger mit den Politikern hat, ist die »Wahl«. Der Politiker behauptet, er sei gewählt und berechtigt, den Bürgern die Gesellschaft zu gestalten. Aber diese Form von Demokratie, von Beauftragung funktioniert nicht mehr. – Viel zu viele Leute gehen gar nicht mehr wählen, es gibt Wahlbetrug und selbst wenn die Politiker nur wenige Bürger vertreten, behaupten sie immer vollmundig, sie würden »im Namen aller Bürgerinnen und Bürger« ihre Arbeit machen.

Das tun sie gewiss nicht.


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Wohngeld und der Grundfreibetrag

Sie haben vielleicht schon von dem Steuerfreibetrag gehört. Das ist ein Einkommen, auf das keine Steuern gezahlt werden muss, weil »das zur Bestreitung des Existenzminimums nötige Einkommen nicht durch Steuern gemindert« werden soll.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundfreibetrag_(Deutschland)

2016 waren das 8652 Euro. Dieser Geldbetrag soll nach Meinung der Bundesregierung die Existenzsicherung des Bürgers gewährleisten. Es sind 721 Euro brutto im Monat.

Kann ein Mensch davon leben? Ja, aber ein »Leben« ist es nicht. Eher ein mehr oder weniger »dahinvegetieren«. Hartz4 wären ausgezahlt circa 750 Euro.

Wer aber 750 Euro brutto durch Arbeit verdient, muss schon Steuern zahlen. Ist das angemessen?

Tatsächlich ist der Grundfreibetrag viel zu niedrig angesetzt. Was haben sich die Politiker dabei gedacht. Wollen sie den Menschen schaden?

Ein weiterer Punkt ist »Wohngeld«. Wohngeld klingt erstmal gut. Einen Zuschuss für die Miete für Bezieher geringer Einkommen, warum nicht. – Was der Mitbürger aber oft übersieht, ist, dass bereits bei kleinen zusätzlichen Einnahmen diese mit dem Wohngeld verrechnet werden. – Wer das erst einmal entdeckt, hat wenig Freude an dem Wohngeld. – Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen des Arbeitgeber erhöhen die Jahres-Gesamteinnahmen und dann müssen sie der Wohngeldbehörde gemeldet werden. – Wenn der Wohngeld-Empfänger »vergisst« seine Zusatzeinnahmen der Behörde zu melden, dann ist das etwas anderes.

Aber niemand sollte sich da zu sicher sein, dass die Behörde nicht irgendwann Gehaltsabrechnungen nachfordert und dann müssen die Beträge doch zurückgezahlt werden und vielleicht kommt noch eine Anzeige wegen »Betrugs« hinzu.

Hat der Wohngeldbezieher sein Gehalt in einer bestimmten Einkommensbandbreite, dann muss er eine Erhöhung seiner Einkünfte, um einen Betrag von mehr als 15%, anmelden.

Für wen ist denn Wohngeld unter diesen Umständen überhaupt interessant? Wer nicht mehr berufstätig ist, also außer seiner kleinen Rente keine weiteren Einkommen mehr zu erwarten hat, der kann sicherlich Wohngeld beantragen. – Aber für Berufstätige, bei denen immer mal wieder Sondereinkünfte möglich sind, ist das eher eine frustrierende Einnahmequelle.


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Arbeitsstellen freiwillig annehmen

Unternehmen, die mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter kooperieren, machen mit, bei der aktiv gestalteten Zwangsarbeit in Deutschland.

Wer arbeitslos ist, kann sich solchen »Stellenangeboten« kaum entziehen. Denn die Jobcenter argumentieren, »hier ist ein Angebot, nehmen Sie das gefälligst an«. – Wer ein Stellenangebot ablehnt, wird unter Druck gesetzt und womöglich sanktioniert. – Um dies machen zu können, wurden vor über 10 Jahren absichtlich die Gesetze geändert, von Bundestagsabgeordneten der SPD und der GRÜNEN. – Vorher war Zwangsarbeit gar nicht durchsetzbar. – Jetzt geht’s.

Firmen, Unternehmen, Institutionen, die heute mit den Jobcenter zusammenarbeiten, wissen ganz genau, dass sich Arbeitslose nur schwer den »Arbeitsangeboten« entziehen können.

Welche Unternehmen arbeiten mit den Jobcenter zusammen?

Wenn ein Unternehmen einen guten Arbeitsplatz anzubieten hat, braucht es nicht mit den Jobcenter zusammenzuarbeiten. Für einen guten Arbeitsplatz, mit guter Bezahlung und guten Rahmenbedingungen finden sich in kürzester Zeit Bewerber.

Es sind meistens Firmen, die keine guten Arbeitsbedingungen und nur eine schlechte Bezahlung anbieten, die mit den Jobcenter zusammenarbeiten. – Die »neuen Mitarbeiter« fühlen sich eher genötigt, solche Jobs anzunehmen, als das sie es freiwillig machen.

Unter diesen Bedingungen wird aktiv an einem Sklavenstaat gearbeitet. Er wird ausgebaut, in dem Maße, wie die Befürworter dieser Sklavengesellschaft ihr »Arbeitsmarkt-Modell« verbreiten und durchsetzen können.

Welche Unternehmen annoncieren freie Stellen in der Jobbörse der Agentur für Arbeit? Bestimmt 80% aller Stellenangebote sind von Zeitarbeitsfirmen. Die Arbeitslosen bekommen oft erstmal nur eine Einladung, bei der es scheinbar um eine konkrete Stelle geht. – Beim Erstgespräch wird dann deutlich, dass der Arbeitslose bloß in die Vermittlungskartei aufgenommen wird – Dazu soll er möglichst viele Daten von sich preisgeben.

Welche weiteren Unternehmen suchen Mitarbeiter über die »Jobbörse«?
Es sind Lebensmittel-Discounter, Rechtsanwalts-Kanzleien, Fast-Food- und Bäckerei-Ketten, die Bahn, Wohnungsbau-Gesellschaften, im Sozial- und Pädagogikbereich tätige Vereine, Krankenhäuser, Altenheime, Hotels, Optiker, Ärzte, Zahnärzte, Banken, Religionsgemeinschaften (Kirchen), Apotheken, Handy-Provider, Stadtverwaltung, Tankstellen, Nachhilfe-Institute, Fluggesellschaften, Blumen-Discounter, Jugendzentrum, Pflegedienste, Rundfunkanstalten, Flughäfen, Sicherheitsdienste, Seniorenheime, Reha-Einrichtungen.

Auch witzig (oder traurig – je nachdem): Eine Zeitarbeitsfirma, die also »auf Zeit« Menschen an verschiedene Firmen »ausleiht«, wirbt in ihrer Stellenanzeige mit »sicherer Arbeitsplatz«.

Wie kann aber ein Arbeitsplatz »sicher« sein, wenn er »auf Zeit« vermittelt wird? – Es ist doch eher so, dass die Bürger in dieser Gesellschaft für dumm verkauft und hereingelegt werden, wenn sie sich auf dem Arbeitsmarkt umschauen und dort »Geldquellen« suchen.

»Sichere Arbeitsplätze«, die gab es einmal, damals, in den goldenen Jahren, bis Anfang, Mitte der 90er Jahre. Dann kam Gerhard Schröder und seine SPD. Die GRÜNEN fungierten als Helfershelfer. – Sie haben alles zerstört. – Und »Mama« Merkel führt den Bankrott einfach weiter.

Dann wird »liebevolles Personal« gesucht, über die Jobbörse. – Die Jobbörse ist der Stellemarkt der Arbeitsämter. – Die Naivität mancher Arbeitgeber ist unglaublich. Wer sich bei der Jobbörse einen Chef suchen soll, muss sich »verkaufen«. – Nur die wenigsten Menschen stimmt das freundlich.

Und es werden »Staplerfahrer mit Zukunft!« gesucht. – Was für eine Zukunft sollen Staplerfahrer haben? – Das ist eine der Arbeitnehmergruppen, die am schnellsten austauschbar sind.


Dramatisch für den Arbeitsmarkt ist, dass der Arbeitszwang ganz »selbstverständlich« ausgeübt wird. Den Arbeitslosen werden Arbeitsstellen »vorgeschlagen«, aber gleichzeitig werden sie von den Arbeitsämtern »aufgefordert«, sich um die Stellen zu bewerben. – Wer sich nicht bewirbt, kann schon mit Sanktionen und finanziellen Nachteilen rechnen.

Aber schauen sie sich einmal die Arbeitsfelder an, für die Stellen angeboten werden. Ich habe sie ein paar Zeilen höher, hier in diesem Text, aufgelistet. – Es sind zu einem beträchtlichen Teil hochsensible Bereiche und solche, die ein großes zwischenmenschliches Vertrauen voraussetzen. – Wie soll dieses Vertrauen aber möglich sein, in einem Kontext, der die Bewerber zur Bewerbung zwingt oder gar zur Stellenannahme. – Von solchen »Zwangsarbeitern« kann kein bisschen Loyalität erwartet werden. – Wer dennoch solche zur Arbeit genötigten Menschen einstellt, gefährdet sein gesamtes Projekt und sein ihm anvertrautes Klientel.

Was hier passiert, ist ein Drama und Alptraum für die Gesellschaft. – Eingebrockt haben uns das die Politiker.

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Ich verkaufe mich selbst – Wie bewerben, um einen Arbeitsplatz

Was muss ich tun, damit ich Geld bekomme. Geld, dass ich jeden Monat brauche, um mir Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie zu beschaffen.

Ich muss mich »verkaufen«.

Bewerber können solche Hürden nur überwinden, wenn sie einsehen, dass sie Verkäufer in eigener Sache sind. Schauen Sie sich an, wie es die Unternehmen auf dem Konsummarkt, z.B. für Waschmittel machen. Da ist auf den ersten Blick jedes Waschmittel gleich, doch die Firmen lassen sich eine Menge einfallen, damit der Kunde ihr Produkt kauft. Ebenso muss man es mit seiner Arbeitskraft tun: Um sie an den Mann zu bringen, muss man auch mal standardisierte Wege verlassen

http://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/services/mehr-muehe-investieren.cfm

Nach Gesundheit und Liebe ist Arbeit das wichtigste Thema in unserem Leben.

Echt? – Woher weiß der »Karriere-Coach« das. Oder soll den Leute einfach nur erzählt werden, was sie zu denken und zu tun haben?

Die Themen, die im Leben der Menschen wichtig sind, bestimmen diese selbst. Und nicht ein Karriere-Coach. – Gesundheit, Liebe, Arbeit, vielleicht ist die Reihenfolge ganz anders. Oder ganz andere Themen sind dem Einzelnen von Bedeutung. Statt das der Coach erzählt, wie es »richtig« ist, sollte er lieber den vielen verschiedenen Menschen zuhören, dann könnte er erleben, wie sich jedes einzelne Leben voneinander unterscheidet und keines dem anderen gleicht.

Bewerbungen aus Ratgebern abzuschreiben, hilft nicht weiter und Sie können sicher sein, dass jeder Personaler sofort merkt, wenn er es mit einer ›Standard-Bewerbung‹ zu tun hat.

Ja, klar. – »Erwischt! Sie haben aus einem Ratgeber abgeschrieben.« Der »Personaler« hat es gemerkt. Großer Gott, was für Sorgen. Aber jeder »Bewerber« soll über jedes noch so kleine Stöckchen springen, bevor er ein Anrecht hat, zu existieren.

Wollen wir eine so gestaltete Welt?

Da werden künstlich Hürden aufgebaut, und jeder sieht wie langweilig und uninteressant das ist. Weil es nichts mit dem wirklichen Leben, mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu tun hat. Weil die Zeit verplempert wird, mit Pseudo-Bedeutsamkeiten.

… Die Lage für Jobsuchende wird sich in den kommenden Jahren nicht erheblich entspannen. In der Zukunft wird es verschiedene Arbeits- und Arbeitszeitmodelle geben und bezahlte Arbeit zu haben wird für viele ein rares Gut bleiben. … Jobsuchende müssen also lernen, sich immer wieder gut zu vermarkten.

Es macht keinen Sinn, sich »verkaufen zu müssen«. – Das hat nichts mit dem Leben der Menschen zu tun. – Es wird ihnen aber eingeredet, dass es so sein muss.

Wer sich selbst »verkauft«, behandelt sich als Ware. – Das ist nicht richtig. Der Mensch ist keine Ware. – Wir können bei einer Arbeit mithelfen wollen, weil wir die Aufgabe interessant finden, oder den Lohn wollen, der für die Arbeit zu bekommen ist. – Aber die Entscheidung muss uns freigestellt sein. – Ist diese Entscheidung aber nicht freigestellt und wir müssen uns »verkaufen«, dann haben wir einen Verkaufszwang. Wir sind dann »Zwangsverkaufte«, Zwangsarbeiter. Es herrscht Arbeitspflicht. – Eine solche Arbeitspflicht darf es aber in keiner Gesellschaft geben. – Alle Betätigung muss den Menschen selbst überlassen werden.

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Die Bewerbungsberatung des Karriere-Coach ist eine Farce, weil die meisten Leute einfach nur ihre Existenzsicherung wollen. Das aber hat überhaupt nichts mit irgendeiner Firma oder einem bestimmten Arbeitsplatz zu tun. – Insofern muss bei allen Bewerbungen »gelogen« werden. Niemand will die Firma, weil sie so toll ist, der »Bewerber« will lediglich, dass monatlich ein Geldbetrag auf das eigene Konto überwiesen wird, der die Existenz sichert. – Allein darum geht es.

Ob die Menschen an der Firma und der dort getätigten Arbeit Interesse haben, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Es ist die Verlogenheit in unseren Gesellschaften, die uns zu schaffen macht, und viele Menschen sind aggressiv (oder depressiv), weil sie sehen, dass es so nicht weitergehen kann.


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Atmosphäre beim Jobcenter

Der Jobcenter-Mitarbeiter tut immer so, als ob der »Kunde« ihn betrügen will und er bemüht sein muss, dies zu verhindern. – Der Jobcenter-Mitarbeiter (JM) scheint in seiner Ausbildung und seinen regelmäßigen Besprechungen mit seinen Chefs regelrecht darauf getrimmt zu werden, dieses »Arbeitsverhältnis« anzunehmen.

Wenn der Kunde vorgibt, gesundheitliche Beschwerden zu haben, die einen Arbeitseinsatz erschweren, so nimmt der JM an, dass der Kunde nur zu faul ist, eine Arbeit zu verrichten.

Es ist wie ein Schachspiel mit zwei Gegnern: Der JM und der »Kunde«.

Der JM soll verhindern, dass der Kunde auf die Dauer Geld vom Staat bekommt. – Deshalb soll er den Kunden in die Arbeitswelt reindrücken, damit der Kunde dort Geld bekommt, für Arbeit.

Diese Arbeitsideologie in einer Arbeitsgesellschaft, wurde von den GRÜNEN unter Fischer und der SPD unter Schröder eingeführt. – Diese beiden Parteien haben eine Demokratie in ein Unrechts-Regime verwandelt. – Dass das Bundesverfassungsgericht diese gesetzlichen Veränderungen nicht gleich einkassiert hat, zeigt, wie schnell wir wieder eine staatliche Organisation haben, »wie bei den Nazis«. – Denn die Justiz marschiert im Gleichschritt mit den Politikern.

Deshalb können wir auch nicht feststellen, ob alles »mit rechten Dingen« zugeht, indem wir auf die Urteile der Richter schauen. – Wir müssen es selbst beurteilen und selbst empfinden, ob eine Politik, ob Gesetze, ob Richterurteile unserem Rechtsempfinden entsprechen. – Und wenn nicht, müssen wir dagegen opponieren und uns wehren.


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Hochschulabsolventen

Unterwerfung und Disziplinierung der Gesamtbevölkerung, Staatsbürger, durch ein Regime, eine Junta, mittels der Jobcenter-Gesetze:

Offenlegung privatester Informationen, durch die Bewerbungsunterlagen, die durch Personalentwicklungsfirmen »angepasst« werden. (Zum Beispiel komplette Kontaktdaten, wo der »Kunde« nur eine Email-Adresse angegeben hätte.)

Auslieferung der eigenen Person an Fremde, Arbeitgeber, Jung-Unternehmer, die nach Bachelor-, Master-Abschluss als Kumpane der Jobcenter auftreten, und ins Sklavengeschäft einsteigen, um Geld zu machen.

Hier wird dann das Master/Slave Verhältnis in der Bevölkerung eingeübt, und die Menschen (manche) gewöhnen sich daran, Sklave zu sein, und sich auszuliefern.


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Krankheit, Jobcenter und das »große Ganze«

Jetzt gerade ist eine Ausstellung in München eröffnet worden, in der auch auf die »Täter« hingewiesen wird, die erst die Nazis ermöglicht haben. – Angesehene Mitbürger, Klavierhersteller, Akademiker. Wer soll sich diese Ausstellung ansehen? – Immer wieder wird gesagt, dass wir Deutschen aus der Geschichte lernen sollten (alle Menschen sollten aus diesen Geschichten lernen). Und manchmal scheint es so, dass einige Deutsche den anderen Deutschen sagen wollen, »lernt jetzt mal aus der Geschichte«.

Tatsächlich aber, können nur Individuen lernen und sie müssen im Umgang mit dem »Stoff« frei sein. So könnte es eher schlecht sein, wenn Schüler »vorgeführt« werden, in Ausstellungen geschleppt werden, nach dem Motto »lernt jetzt mal«.

Anders wäre es weiterhin, wenn aktuelle Vorkommnisse in unseren Gesellschaften einen Bezugspunkt haben, zu den Ereignissen in der Vergangenheit. – Erschließt sich dieser Zusammenhang auch für die Schüler, so könnten sie »von sich aus« an solchen Ausstellungen interessiert sein.

Gibt es denn solche Bezüge?

In einem Arbeitstext für Schüler, der vielversprechend »Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – noch unser Problem?!« heißt, wird nur unendlich viel Datenmaterial angehäuft, mit dem die Schüler eher gelangweilt und abgeschreckt werden. – Der wirklich spannenden Frage, die sich eigentlich aus dem Titel des Arbeitsheftes ergibt, nämlich, ist es »heute« noch unser Problem, sollte nachgegangen werden.

In dem Heft steht:

Das Prinzip ist von jeher dasselbe: Eine Gesellschaftsschicht oder Volksgruppe stellt sich als „herrschende Schicht« über eine ihrer Meinung nach minderwertige Gruppe von Menschen und beutet sie zum eigenen Vorteil aus.

Ist das wirklich so einfach: Die Täter sind eine »Gesellschaftsschicht oder Volksgruppe«?

Oder sind es nicht x-beliebige Menschen, halt solche, die sich bereiterklären, bei einem Terror gegen andere Menschen mitzumachen. Die Gründe, warum sie das tun, können persönliche sein. – Entscheidend ist, dass es »überhaupt« in Gesellschaften möglich ist, dass so etwas passiert.

Was können wir also aus der Geschichte lernen, damit so etwas nicht noch einmal passiert?

In dem Text wird aus einer »Schrift zur Leibeigenschaft« in den Herzogtümern Schleswig und Holstein von 1798 zitiert. Dort heißt es unter anderem:

„Der Leibeigene ist ein Mensch, welches das Grundstück, auf den er gebohrcn ist, nicht verlassen, seine Fähigkeiten nur der Bestimmung seines Herrn gemäß gebrauchen darf, und seine Arbeitskräfte zum Nutzen desselben anzuwenden verpflichtet ist; wogegen dieser für seinen nothdürftigen Unterhalt zu sorgen verbunden ist.“

Könnten das nicht auch »Jobcenter-Regeln« sein?

Sklaven wurden vor allem als billig verfügbare Arbeitskräfte auf Farmen und Plantagen eingesetzt.

Ja, wie heute in den Billiglohn-Jobs.

Im 20. Jahrhundert war Zwangsarbeit nach wie vor ein fester Bestandteil diktatorischer Herrschaft. Vorrangig wurde sie als politisches Machtmittel eingesetzt, um unerwünschte Oppositionen kaltzustellen.

Und was ist im 21. Jahrhundert. Ist es da viel besser. – Haben wir nicht wieder eine »diktatorische Herrschaft«, diesmal eine der Parteien?

Die Nazis nannten andere Menschen „Volksfeinde«, „arbeitsscheue« und „asoziale Elemente«. – Was aber ist der Unterschied, wenn die BLATT-Zeitung über den »Florida-Rolf« herzieht oder wenn ehrbare Bürger meinen, die Arbeitslosen müssen »beschäftigt« werden. – Ist das nicht dasselbe Niveau?

Aus der Geschichte lernen können nur Individuen und sie können dies nur aus eigenem Antrieb und eigener Einsicht tun. – Würde den Schülern gezeigt, dass wir heute wieder dasselbe Denken in Deutschland haben, wie unter den Nazis, dasselbe Denken, wie es die »Master« in den amerikanischen Sklavenstaaten im 18. Jahrhundert hatten, wieder im Jahre 2015 in Deutschland haben, dann wäre womöglich ein Interesse bei den Schülern vorhanden, zu fragen, warum fortwährend »das Böse« zutage tritt, in unseren Gesellschaften, und wie wir es verhindern können, auf lange Sicht.

Immer wieder wird heute kopfschüttelnd gefragt, wie es damals möglich war, dass die Menschen einen Verwaltungsapparat des Terrors gegen Teile der Bevölkerung mitgetragen haben, mit ihrem Handeln und ihren Entscheidungen.

Dann brauchen sie bloß heute in die Verwaltungen zu schauen, in denen tausende von Personen arbeiten, und die Schikane und den Terror gegen die Arbeitslosen mitgestalten. Auch diese Leute sind völlig ohne Skrupel, teils »junge Leute«, die ganz naiv »ihren Job« nach Vorgabe machen. – Es ist diesen Mitarbeitern egal, wie die Betroffenen mit den Entscheidungen zurechtkommen, sie verfahren nach dem Motto »jeder ist sich selbst der Nächste«. – Wenn die Opfer an dem Jobcenter scheitern, und zugrunde gehen, dann haben doch die Jobcenter-Mitarbeiter nichts damit zutun, denken diese. Sie waschen ihre Hände in Unschuld und doch sind sie Schuldige, weil sie es sich nicht verkneifen konnten, bei diesen Unrechts-Institutionen mitzuarbeiten.

Aber statt seine Zeit damit zu verplempern, wie können solche Leute an den Pranger gestellt und bestraft werden, sollten wir lieber darüber nachdenken, wie wir in Zukunft solche Vorgänge verhindern können.

Alle Berufsgruppen, Einzelpersonen, Verbände, Firmen, die sich darauf einlassen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, gegen die Bürger, sind »Kumpane« der Täter, und werden entsprechend von den Betroffenen so wahrgenommen. – Wer Arbeitslose »begutachtet«, wie Vieh, gegen deren Willen, der ist nicht viel besser, als die entsprechenden Kollegen in der braunen Diktatur.

Das heutige Szenario ist eine eins-zu-eins Kopie anderer Terrorkonzepte, die organisatorisch und konzeptuell eine staatliche Fundierung haben. Sei es nun das Beispiel der Nazis, aber in der DDR waren ja dieselben Leute und dasselbe Denken am Wirken, wie mit Hilfe des Staatsapparates durch einen Teil der Bewohner über einen anderen Teil der Menschen Macht und Gewalt ausgeübt werden kann. – Auch die heutige amerikanische Polizei ist in ihrer Gewaltbereitschaft ein Terrorbereich gegen die eigene Bevölkerung geworden. Sicher gibt es weitere Beispiele in anderen Ländern (im Osten?), die noch viel schlimmer sind, über die aber ein Gespräch überhaupt nicht mehr möglich ist, so umfassend ist das Unrecht.

Alle, die in diesen Systemen ihren Platz gefunden haben, gegen die Bevölkerung, gegen einen Teil der Bevölkerung, sind Teil einer Bedrohung, auch wenn sie dies von sich weisen würden (aber zu einem großen Teil stehen sie dazu). – Sie sind es, weil sie in eklatanter Weise die Menschenrechte missachten.

Wie kann ein Arbeitsloser »vor Gericht«, nein vor dem Jobcenter seine Gesundheitsinteressen vertreten, wenn gesagt wird, er müsse seine Bedenken, »Vollzeit zu arbeiten« nachweisen können, ansonsten zählt dieser Vorbehalt nicht, wenn das ganze Hartz4-Konzept menschenverachtend ist? – Ärzte, die sich bereiterklären, in diesem System Aufgaben zu übernehmen, sind für den Arbeitslosen nicht vertrauenswürdig. Wie soll er diesen Leuten von seiner privaten Situation erzählen, diesen seinen Feinden? – Und diese Leute sollen dann darüber entscheiden, ob die Person »Vollzeit arbeiten« kann. – Das ist eine Farce. – Dieses ganze System ist eine Verhöhnung des Menschen, eine Missachtung der Betroffenen.

Also in einem Atemzug mit der Ausstellung in München, in der die Parteizentrale der Nationalsozialisten war, müssen die Politiker von heute erwähnt werden, die das Hartz4-System installiert haben und es weiterhin für gut heißen. – Es ist derselbe Charakter gegen die Mitmenschen. So, wie sie damals »überzeugt« waren, von der Richtigkeit ihres Handelns und erst »Ausländer« sie davon überzeugen mussten, dass sie falsch handelten und Unrecht hatten, mit ihren »Gesetzen«, so ist es auch heute wieder. – Auch die heutigen Täter sind von ihrem richtigen Handeln überzeugt. – Das ist es, das den Jugendlichen in den Schulen aufgezeigt werden könnte, dass sie vielleicht sogar selbst erzählen könnten, wenn sie aus Familien stammen, die »arm« sind, weil der Staat sie zu irgendwelchen Arbeiten zwingen will, weil die Eltern von Hartz4 leben müssen, oder Mütter, die sich »arbeitslos« melden müssen, um mehr Geld für ihre Familien zu bekommen, aber nichts anderes arbeiten wollen, als weiterhin in ihren Familien als Mütter zu wirken, aber der Staat darauf besteht, dass sie zum Beispiel einen Nähkurs besuchen. – Hier wird die ganze Zwangsarbeiter-Ideologie praktiziert, heute, die auch in dem Denken der Verbrecher in anderen Ländern oder in der deutschen Vergangenheit am Wirken war. – Das ist es, was in den »Arbeitsheften« für die Schüler drinstehen müsste, die sich heute mit dem Terror der Vergangenheit beschäftigen sollen, dass sie all das »Vergangene« heute wieder vor sich haben.

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Noch unser Problem!?: Informations- und Arbeitsmaterialien
Christian Heieck

Münchner NS-Dokumentationszentrum
Zeichen wider das Vergessen


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Arbeitsangebote unter dem Aspekt der Zwangsarbeit

Ralph Boes weist in seinen Vorträgen darauf hin, dass die Firmen und Institutionen, die mit den Arbeitsämtern (Agentur für Arbeit und Jobcenter) zusammenarbeiten, dieses System der Nötigung und Drangsalierung mitunterstützen.

Alle Arbeitgeber die Anzeigen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichen, sind »Komplizen« dieses Systems der Unterdrückung. Dessen muss sich die Bevölkerung bewusst sein, wenn sie sich diese Arbeitgeber anschaut.

Zwar sind 90% der Anzeigen von Zeitarbeitsfirmen geschaltet, aber auch da tauchen letztlich die Arbeitgeber auf, in die vermittelt wird.

Wenn zum Beispiel Hochschulen in der Jobbörse annoncieren, ist zu fragen, was sich eine Personalstelle in einer Hochschule eigentlich dabei denkt. Können über den regulären Arbeitsmarkt keine Mitarbeiter gefunden werden oder will man zeitlich befristet und auf »Niedriglohnniveau« Beschäftigte haben? Wenn die »Ausbeutermentalität« auch bei den öffentlichen Arbeitgebern zu verzeichnen ist, wäre das genauso wenig zu befürworten, wie auf dem »freien Markt«.

Ebenfalls fragwürdig ist es, wenn gemeinnützige Firmen Arbeitsstellen über die Jobbörse ausschreiben. Dass diese Firmen aus Naivität handeln, ist kaum zu glauben. Vielmehr ist anzunehmen, dass sie sich »im System« der Arbeitsgesellschaft eingerichtet haben. Ausbeutung, Zwangsarbeit, Niedriglohn, Nötigung zur Arbeit, mutwillige Verarmung durch die Höhe der Hartz4-Zahlungen, all das dürfte für diese Arbeitgeber hinnehmbar sein, sonst würden sie sich gegen diese Entwicklung wenden und ihre Zusammenarbeit verweigern. Und selbst wenn man diesen Arbeitgebern eine Nachdenk-Vorlaufzeit einräumt, dann müssten 9 Jahre Hartz4 langen, um auch den weltabgewandtesten Zeitgenossen deutlich zu machen, dass dieses System der Menschenbehandlung menschenunwürdig ist und grobes Unrecht darstellt.

Wenn solche Arbeitgeber »berufliche Weiterbildung« und Chancengleichheit als ihre Aufgabe ansehen, dann ist dagegen nichts einzuwenden, aber diesen Arbeitgebern, die sich in der Regel um die »Eingliederung« oder Wiedereingliederung von Bürgern in das Berufs- und Arbeitsleben bemühen, bleiben im System, und decken und stützen mit ihrem Tun die Ideologie der Arbeitsgesellschaft, die maßgeblich von der SPD unter Schröder mit freundlicher Unterstützung der GRÜNEN in Deutschland durchgedrückt wurde. Dass dadurch massive Verletzungen der Grundrechte stattfinden und die Missachtung der Menschenrechte einhergeht, stellt ein großes Unglück für die Bürgerinnen und Bürger dar. – Aber es passt schon, dass gerade soziale Einrichtungen eben nicht gegen diese Umstellungen am Arbeitsmarkt protestierten, oder zumindest nicht so und »nachhaltig« genug, dass die Agenda 2010 wieder zurückgenommen wird. Denn »sozial« ist verknüpft bei uns, mit »gerecht«. Und die Gerechtigkeitsvorstellungen der SPD-Oberen sind nicht mit den Menschenrechten und dem Grundgesetz konform. Dass heute die etablierten Parteien im Wechselspiel diese Ideologie der Arbeitsgesellschaft vertreten, zeigt, dass die maßgeblichen Parteimitglieder in allen Parteien eines »gleichen Geistes« sind, und sie die Organisationen in ihrem Sinne in den Griff bekommen haben. Dadurch ist der Wähler ausgeschaltet. Es ist egal, was gewählt wird. – Zur Wahl steht nur die Einheitsfront der Berufspolitiker.

Besonders schlimm ist es aber, wenn Arbeitgeber im Sozialbereich Mitarbeiter über die Jobbörse oder die Agentur für Arbeit suchen, wohl wissend, dass hier »Zwangsarbeit« vermittelt wird. Denn wie können diese Arbeitgeber solche Arbeitslosen einstellen, wenn ihnen klar sein muss, dass der Bewerber nicht freiwillig sich bewirbt und nicht freiwillig die Arbeit übernimmt? Dann werden im Sozialbereich oder auch im Gesundheitsbereich Menschen auf Mitmenschen »losgelassen«, die überhaupt nicht interessiert sind an der Arbeit. Ein Alptraum für alle Beteiligten, insbesondere für die Klientel der Sozialberufe und die Kranken im Gesundheitsbereich. – Hier kann nur von Verantwortungslosigkeit der Arbeitgeber ausgegangen werden. Ein Armutszeugnis, dass sich diese auch in den Sozial- und Gesundheitsbereichen finden lassen und ein weiteres Beispiel dafür, wie heruntergekommen unsere Gesellschaft bereits ist.


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Dominante Machthaber

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat sich eine Rechthaber- und Politikerkaste herausgebildet, die die Bürgerschaft als Gegner wahrnimmt, den es zu beherrschen gilt. Die Neigung den Bürger zwangsweise zu einem bestimmten Verhalten anzutreiben ist bei diesen Bürokraten weit verbreitet, mit dem Argument »sonst funktioniert es ja nicht«. – Deshalb ähnelt sich auch die Sprache, mit der die Bevölkerung zur Unterwerfung angehalten wird.

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In welcher Welt leben wir

Bei einem netten Plausch mit dem Personalvermittler scheinen die Dinge eindeutig zu sein. Der Bürger bewirbt sich um eine Arbeitsstelle, aber nur diejenigen, die es richtig anpacken, haben auch einen Chance den Job zu bekommen. Gewusst wie!

Die Bewerbungsunterlagen müssen angemessen sein, das Auftreten muss stimmen, die Ansprache muss passen, das »wirkliche Interesse« zeigen die Erfolgreichen, die »Anderen« kann man doch vergessen.

Die Firmen können aus einem riesigen Fundus an Bewerbern auswählen, sie haben es nicht nötig jemandem entgegen zu kommen. Aber die Haltung bleibt für die Menschen ohne Stelle die Gleiche: Arbeitsbereitschaft muss signalisiert werden.

Dieses Gespräch über die Notwendigkeiten des Lebens findet natürlich nicht auf »freiem Feld« statt. Und im Büro des Arbeitsvermittlers sitzt der Arbeitslose auch nicht freiwillig. Die Weltsicht diktiert derjenige dem anderen ins Stammbuch, der die Macht hat, seine Normen und Regeln anderen Menschen zumuten zu können. Es ist eine Beschreibung der Arbeitswirklichkeit, die zwar nicht der Realität entspricht, sie genügt aber der Doktrin der Herrschenden, die besagt, jeder müsse sich verkaufen, nur so sei ein Einkommen zu erzielen und ein Überleben möglich.

Der Arbeitslose kann den Arbeitsvermittler nicht in seiner Weltsicht korrigieren, weil dieser gleich daran erinnern würde, wer das Sagen hat und wer die Bedingungen festlegt. Macht bedeutet in diesem Zusammenhang einfach nur, dass die eigene Weltsicht auch Maßstab für diejenigen ist, die sie eigentlich ablehnen. – Aber alle Gesetze, die den Menschenrechten und den Grundrechten nicht genügen, müssen für ungültig erklärt werden. Dafür müssen wir uns alle einzeln einsetzen. Denn tun wir das nicht, geraten wir immer wieder in Situationen, in denen uns andere Menschen die Welt erklären wollen, obwohl wir selbstverständlich in der Lage wären, dem zu widersprechen und wir es aber nicht tun, weil wir wissen, wir haben nichts zu sagen und unsere Sicht hat keine gesetzliche Gültigkeit.

Was hätten wir denn dem Arbeitsvermittler sagen können?

Die ganze Arbeitsmarktbetrachtung, die der Arbeitsvermittler dem Arbeitslosen nahe legt, ist wertlos, weil sie mit keinem Wort die Interessen der arbeitslosen Menschen berücksichtigt. Es ist ja ein Wunder, dass der Arbeitslose noch einem Arbeitsvertrag durch Unterschrift zustimmen muss. Denn die völlige Ignoranz gegenüber den Jobcenter-Opfern könnte es möglich erscheinen lassen, dass der »Kunde« gar nicht mehr einen Vertrag unterschreibt, da man ihn eh mit seinen Anliegen »übergehen« will und er direkt mit Polizeibegleitung zum Einsatzort gefahren wird. Möglichst jeden Tag. Dann könnten auch mehr Polizisten eingestellt werden. 😕

Bei der »Arbeitsplatzsuche« wird der Arbeitslose mit seiner Lebenssituation, mit seiner Lebenswelt, mit seinen Interessen, mit seinen Sorgen, mit seiner gesundheitlichen Verfassung, mit seinen Plänen vollständig ignoriert. Dass diese vollständige Ignoranz durchbrochen wird, weil es doch immer mal wieder Situationen gibt, in denen deutlich wird, ach, dass ist ja ein Mensch!, ist fast schon peinlich, ….. für die Arbeitsvermittler.

Darf der Arbeitslose eine Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag verweigern. Warum? Darf er gesundheitliche Gründe anbringen, warum seiner Einschätzung nach, eine Arbeit eher nicht geeignet ist? Darf der Arbeitslose auf seine familiäre Situation hinweisen, dass er in der Familie Verpflichtungen hat, den Kindern, den Eltern, anderen Anvertrauten gegenüber? Darf der Arbeitslose darauf hinweisen, dass seine Gesundheit über Jahre hin lädiert wurde, und er nicht willens ist, mehr als die Regelarbeitszeit zu arbeiten? Darf er Überstunden grundsätzlich ausschließen, weil er private Dinge auch noch zu erledigen hat, oder sie erledigen will? Darf er nur ein begrenztes Firmeninteresse zeigen und deutlich machen, dass er in erster Linie wegen der paar Euro die Arbeit macht, aber ansonsten nichts mit der Firma »am Hut« hat?

Darf der Arbeitslose seine Freiheit, Entscheidungsfreiheit, der Freiheit des Unternehmers gleichberechtigt gegenüberstellen und sich das aus einer Arbeitsbeziehung herauspicken, was ihm brauchbar erscheint?

In der Jobcenter und Agentur für Arbeit Welt kommen solche Interessen nicht vor. Der Arbeitslose soll ausschließlich Verfügungsmasse der Arbeitgeber sein. Eigene Interessen der Arbeitslosen werden als Widerstand gegen die Arbeitsaufnahme interpretiert.


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In welche Richtung

Es ist bestimmt eine gute Sache, die Menschen dabei zu unterstützen, einen Arbeitsplatz zu finden. Und diese Arbeit wird sicher (in anderer Form) fortgesetzt werden, wenn der Spuk »Hartz4« ein Ende hat.

Denn warum sollen wir nicht den Menschen helfen, im Berufsleben ihren Weg zu gehen. Anders aber als heute, wird die Konkurrenz gegeneinander keine große Rolle mehr spielen, weil wir nur das arbeiten, was uns wertvoll und wichtig erscheint und wenn in diesen Bereichen Menschen gesucht werden, dann sollen auch weiterhin die Besten zum Zuge kommen, aber wir erleben es nicht als Konkurrenz oder Wettbewerb, sondern als ein Bemühen Arbeiten, die für die Menschheit gut erledigt gehören, von den dafür Besten ausführen zu lassen. – Der Erfolg dabei wäre immer auch unser und die »Früchte« kämen allen zugute.

Aber heute, in der Phase der Restauration geht es darum, Menschen zu vernichten, auszubeuten, zu verbrauchen. Wer heute bei den Institutionen arbeitet, die die »Drecksarbeit« erledigen, wird sicher in zehn, fünfzehn Jahren sagen, es war nicht anders möglich, und die Absichten seien nachvollziehbar und angemessen gewesen.

Ja, was wäre wenn. Während des 2. Weltkriegs kamen Millionen von Männer und Frauen um, aber waren sie auf Seiten der Wehrmacht oder gar der Nazis, dann hat nach dem Krieg niemand viel dafür gegeben. Und die, die überlebt haben oder die Angehörigen der Toten sagten nach dem Krieg, es sei nicht anders möglich gewesen, als mit dem Treck zu ziehen, sonst wäre man selber an die Reihe gekommen. – Das mag ja stimmen, aber wäre der Tod nicht ein edler gewesen und wir würden heute noch mit Dankbarkeit an diese Männer und Frauen denken? – Wer sich mit dem Bösen verbündet und für das Böse arbeitet, hat keine Möglichkeit sich herauszureden. Aber natürlich ist es auch menschlich, im Einzelfall, dass der Mut nicht da war. Aber was wäre das gewesen, wenn sich die Masse der Menschen gegen Hitler gestellt hätte. Welche Heroen wären das heute.

Wir haben 60 000 Mitarbeiter in diesen Einrichtungen. Mit was für einem Charakter kann man die Arbeit machen? Nach jetzt bald 10 Jahren hat es sich herumgesprochen, dass Hartz4 kein Recht sein kann. – Hartz4 ist Zwangsarbeit. Da braucht niemand anderes darüber nachzudenken. Das kann jedes Kind selbst herausfinden, dass Hartz4 Zwangsarbeit ist. – Und wenn es Richter nicht erkennen, dann ist es doch nur peinlich. – Wie kann derjenige aber das, was Unrecht ist, aktiv mit seiner Arbeit unterstützen?

Die Krönung. Jetzt las ich, die Leiterin sei ausgebildete Diplom-Psychologin. So etwas nannte man »Helferberuf«. – Dabei ist es doch eher Misshandlung, was sie da tun.


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Gesundheitliche Beeinträchtigung, aber trotzdem alles arbeiten.

Spielt Gesundheit eine Rolle?

Sklaverei bezeichnet den Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden. In einem weiteren Sinne wird unter Sklaverei auch eine Freiheitsberaubung und Nötigung von Menschen verstanden, die in der Gesellschaft, in der sie sich ereignet, keine gesetzliche Grundlage besitzt.

wikipedia–Sklaverei

Die Arbeitslosen befinden sich bei dieser Betrachtungsweise auf derselben Stufe wie »Straftäter«. Denn diesen kann ja Freiheitsberaubung und Nötigung angetan werden. Da den Arbeitslosen das auch angetan wird, stehen sie automatisch als Gesetzesbrecher da, wenn sie sich arbeitslos und bedürftig melden. – Zumindest aus der GRÜNEN und SPDler Menschensicht.

Der Arbeitsvermittler des Jobcenters erklärt dem Arbeitssuchenden, er könne nicht einfach einen Arbeitsplatz zurückweisen, weil er der Meinung ist, dieser sei für ihn gesundheitlich nicht geeignet. Denn wenn er kein Attest vorlegt, sei davon auszugehen, dass der Arbeitslose die Arbeit aufnehmen kann. So weit, so schlecht.

Denn gesundheitliche Schäden können sich auch schleichend einstellen und nicht immer war alles Hundertprozent in Ordnung und schlag auf Fall geht gar nichts mehr. Zum Beispiel kann durch Abnutzung eine langsame Schädigung des Körpers eintreten. Wer aber kann darüber Auskunft geben, wenn nicht die Person, die »im Körper steckt«? Kleinste Hinweise und Signale kann der Mensch zur Kenntnis nehmen, und wenn man klug ist, hört man auf die Signale.

Aber der Arbeitsvermittler sagt, das zählt nicht. Entweder ein nachweisbarer »Totalschaden« ist zu vermelden, ansonsten muss weitergeschafft werden.

Und was sagt der Orthopäde? Ein Schaden, Verschleißschaden ist festzustellen, aber er will kein Urteil fällen, sondern rät zum »Probieren«. Der Mensch, dessen Rücken geschädigt ist, aber noch nicht so weit, dass es gar nicht mehr geht, soll mit seinem Körper weiter so verfahren, beruflich, wie die vergangenen Jahrzehnte, bis ein Schaden auftritt und gar nichts mehr geht. – Das sind Experimente auf Kosten des Arbeitslosen. Aber Hauptsache er steht nicht mehr auf der »Leistungsliste« des Jobcenters. – Was interessiert diese Leute die Gesundheit der Arbeitslosen.

Wer dem Arbeitslosen mit Rückenproblemen sagt, »probiere es einfach«, der lässt die Probe zu Lasten dieses Menschen machen. Denn wenn sich seine Rückenprobleme verschlechtern, wird niemand dafür geradestehen. Erst recht nicht der Arbeitsvermittler, der darauf drängt, einen Arbeitslosen in den Job zu drücken, um die Prämie beim Jobcenter einzustreichen.

Und sicherlich sind die Ärzte in Schutz zu nehmen, dann, wenn noch keine »Unmöglichkeit« der Arbeitsaufnahme diagnostiziert werden kann. Aber das sagt auch, der Einzige, der wirklich über seinen Körper Auskunft geben kann, ist der Betroffene selbst und im Grunde müsste seine Einschätzung beachtet werden.

Fazit:
Zwar kann ein Arbeitgeber beurteilen, ob ein »Bewerber« geeignet ist für einen Arbeitsplatz, aufgrund von Zeugnissen, äußeren Eindruck, aber genauso kann ein Arbeitsloser beurteilen, ob ein Arbeitsplatz für ihn geeignet ist. Gerade die gesundheitlichen Aspekte spielen eine große Rolle. Dass das Jobcenter das ignoriert, wenn ein Arbeitsloser sagt, er halte eine Arbeit für den eigenen Körper für schädlich, zeigt auf, in welchen unfassbaren Verhältnissen wir heute leben.

Und sicher gilt eher der Begriff der Zwangsarbeit für dasjenige, was die GRÜNEN und die SPD mit ihren Gesetzen bewirken wollen:

Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch gegen seinen Willen und unter Androhung einer Strafe gezwungen wird.

Aber ich habe anfangs die Wikipedia über die Sklaven zitiert, weil es eben nicht nur um Arbeit geht, die erzwungen wird, sondern auch direkt »in den Körper« der Arbeitslosen hinein verfügt wird. Denn wenn sich durch den Arbeitszwang sein Körper zum Schlechten hin verändert, wird dies ausdrücklich als für den Arbeitslosen hinzunehmen betrachtet.

Hier wird die Selbstbestimmung »im Körper« zunichtegemacht und insgesamt ist das ein Weg, der nur in den Totalitarismus und in das Aufkommen faschistoider Denkweisen führt, und nein, es sind nicht die Leute, die braune Hemden oder Tattoos auf dem Schädel tragen, die das mit ihren Entscheidungen verursachen. – Es sind diejenigen, die der Deutschlandfunk morgens kurz vor halb zum Interview bittet.


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Der fiese Umgang mit den Arbeitslosen – getarnt als Beratung und Förderung

Die Jobcenter arbeiten mit verschiedenen Firmen zusammen, die die Arbeitslosen in Arbeitsverhältnisse »hineindrücken« sollen. Es geht damit los, dass von den Jobcentern Termine den Arbeitslosen genannt werden, zu denen sie erscheinen sollen, und bei denen diese Firmen sich vorstellen.

Für die Arbeitslosen sieht dieses Angebot erstmal gar nicht so schlecht aus. Denn ein Arbeitsplatz, der gut bezahlt wird, bei guten Arbeitsbedingungen, wird sicherlich von einem Großteil dieser Menschen angestrebt. (Wenn auch in der Regel alle von den Jobcentern und Arbeitsagenturen angebotenen Arbeitsplätze unattraktiv sind. Dass heißt, die Jobs sind schlecht bezahlt und haben schlechte Arbeitsbedingungen. Die meisten Tätigkeiten sind befristet, über Leiharbeitsfirmen vermittelt. Sodass man sagen kann, die Arbeitsvermittler haben eigentlich nicht wirklich etwas anzubieten. Darum geht es auch gar nicht. Die Jobcenter wollen einfach nicht den Lebensunterhalt der Arbeitslosen bezahlen. Das ist der Punkt. Was für einen Job der Arbeitslose letztlich bekommt, interessiert von diesen Leuten niemand.)

Der Mitarbeiter dieser Beratergesellschaften stellt sich und seine Firma mit treuherzigem Blick vor, er und seine Kollegen meinen es doch nur gut und wollen »helfen«. Dem Arbeitslosen will man beistehen, einen Job zu bekommen. So weit, so gut. Das fällt unter die Rubrik »Fördern«, die von Gerhard Schröder als Parole ausgegeben wurde. Aber Herr Schröder hat ja gesagt, »Fördern und Fordern«. Wie sieht nun das Fordern aus?

Das Angebot dieser Firmen an die Arbeitslosen ist ja nicht unverbindlich. Denn die Arbeitslosen sollen zu dieser Beratung und Hilfe gezwungen werden und sie sollen die Arbeitsangebote annehmen müssen. Es ist also eine Zwangsberatung, und die angebotene Arbeit ist Zwangsarbeit. (Dieser Zwang ergibt sich aus der Eingliederungsvereinbarung, die der Arbeitslose unterschreiben soll. In ihr wird der Arbeitslose verpflichtet, zu den Beratungsterminen zu erscheinen und er wird verpflichtet, die angebotene Arbeit anzunehmen.) – Kann man aber als Arbeitsloser ernsthaft ein solches Angebot annehmen ohne sich selbst zu schaden?

Die sogenannte Hilfe dieser Personalentwicklungs-Firmen ist vergiftet, denn man kann sie nicht ohne Nachteil ablehnen. (Wer die Hilfe ablehnt, die Arbeitsangebote ablehnt, der bekommt vom Jobcenter kein Geld zum Leben.)

Nicht »freundliche Menschen wollen nur das Beste für die Arbeitslosen«, sondern sie wollen, dass der Arbeitslose möglichst schnell wieder einen Job annimmt, der es dem Jobcenter erspart, an den Arbeitslosen existenzsichernde Gelder auszuzahlen. Der Personalentwickler ist nicht der »gute Onkel«, sondern ein Mensch, der sich zu fragwürdigen (beruflichen) Tätigkeiten hinreißen lies. Er ist nicht vertrauenswürdig, weil er mit den Jobcentern »gemeinsame Sache« macht. Dadurch ist er nicht ein Helfer, sondern ein Gegner der Arbeitslosen.

Das perfide an der ganzen Situation ist, dass wir Menschen schwach sind. Eigentlich müsste die Gemeinschaft sich um seine Bevölkerung sorgen und kümmern, zumindest so weit, wie dies im Sinne einer Gemeinschaftsaufgabe sachlich zu befürworten wäre. Und ein anderer, besserer Umgang mit den Arbeitslosen ist ja möglich (siehe die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens).

Wenn man noch einmal zusammenfasst: Das Konzept des »Fördern und Fordern« ist in den Jahren 2000 bis 2005 von den Parteien SPD und GRÜNE ausbaldowert (und gesetzlich auf den Weg gebracht) worden. Ich erinnere mich an die GRÜNEN in den 70er, 80er Jahren. Die Blumenkinder, aber schon ökologisch. Toll. Dann dieser Fischer, immer mit großer Klappe und sein Kumpel der Dani Cohn-Bendit, der auch schnell am Poltern war, wenn die anderen nicht seine Meinung teilten. Beides aggressive Typen. Nein, dass kann man jetzt nicht sagen, dass aus dieser Partei Gangster geworden sind. Aber so ähnlich schon. Denn wenn ich mir überlege, dass der Arbeitslose heute ein Arbeitsangebot nicht ablehnen kann, ohne massiv in existenzielle Not zu geraten, dann gehen die gesetzlichen Grundlagen, auf diese Leute zurück. (Am Ende dieses Textes Auszüge aus dem Drohprogramm, dass heute den Bürgern zugemutet wird und die beiden Parteien zu verantworten haben.)

Und es gibt heute tatsächlich immer noch junge Leute, die bei dieser Partei mitwirken oder sie wählen, und wenn man sie auf diese Geschichte mit der Mitschuld der GRÜNEN an Hartz4 anspricht, dann wenden sie sich ab, und wollen das nicht hören. – Einfach nur schrecklich.

Rudolf Bahro hat den Aufstieg der GRÜNEN ein Stück weit mitgemacht und sehr schnell erkannt, das aus dieser Gruppierung nichts werden kann, weil sie sich dem Regelwerk der Parteiengesellschaft unterwarf (und dadurch zu einem weiteren systemstabilisierenden Player konditioniert wurde). [1]

Und so ist es auch gekommen. Heute sieht man zwischen einem CDU-Politiker und einem GRÜNEN kaum noch Unterschiede und im Parteieneinerlei geben sich die Leute mit den immer gleichen politischen Ansichten (und Entscheidungen) gegenseitig die Türklinke in die Hand, wenn sie sich beim Wahlkarussell ablösen. Und die Namen dieser Parteien sind für den Wähler völlig bedeutungslos, weil keine irgendetwas ändert. (Das gilt auch für die LINKEN, die in keinster Weise Herausragendes geleistet haben, egal wo sie an der Macht waren oder noch sind)
Klar hat auch heute so manch einer der eingefleischten Wahlgänger bemerkt, dass er eigentlich nicht wirklich etwas ändern kann, durch Wählen. – Nur wie geht es weiter?

[1]
Rudolf Bahro, Logik der Rettung, 1990; Ich hatte auf der Hamburger Bundesversammlung [der GRÜNEN] im Dezember 1984 gesagt, die Grünen seien im Begriff, gut für eine nächste und letzte Restauration des imperialen Zentrums zu werden. (57)

Mögliche Sanktionen


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Impressionen – Hartz4 und Kundenbetreuung

Die Mitarbeiter der Einrichtungen haben sich entschieden, bei diesem miesen Spiel mitzumachen und die Gelegenheit bietet sich immer wieder, die »Kunden« runterzuputzen und niederzumachen. Tja, dazu muss man bereit sein.

Ich empfinde meine Einschätzung auch nicht als unangemessen. Sicher geraten Personen mithin ohne böse Absicht in Situationen, die sich Späterdings als eigentlich untragbar erweisen. – Aber wenigstens Skrupel sollte man bekommen. 🙂

Die Menschen, die »Geld« wollen, stehen beim Jobcenter Schlange. Dadurch wird der Eindruck erweckt, die Leistungen des Staates seien rationiert und man müsste sich mühen und Zeit aufwenden, um das zu bekommen, was man braucht. Dabei sind die Regale der Geschäfte voll und wir leben in einer Überflussgesellschaft.

Aber manch einer könnte meinen, der viele Leerstand in den Einkaufszeilen hätte seine Ursache in dem Mangel an Produkten. Dies ist nicht der Fall. Es ist der »Mangel an Einkommen« der dazu führt, dass immer mehr Geschäfte zumachen. Die Inhaber können nicht die Mieten für ihre Läden bezahlen, weil sie keine Einnahmen haben.

Auffällig ist, dass Menschen mit Akzent in den Einrichtungen arbeiten. Ob osteuropäische Verhältnisse als Beispiel für einen »geordneten Staat« dienen? Und es kommt einem in den Sinn, dass Mitarbeiter in manchen Lagern keine Einheimische waren. – Das Bundesverfassungsgericht beendet die Hartz4-Sanktionspraxis nicht. Warum haben wir ein Bundesverfassungsgericht?

http://dejure.org/gesetze/GG/93.html

Grundgesetz, Artikel 93

(1) Das Bundesverfassungsgericht entscheidet:

2. bei Meinungsverschiedenheiten oder Zweifeln über die förmliche und sachliche Vereinbarkeit von Bundesrecht oder Landesrecht mit diesem Grundgesetze oder die Vereinbarkeit von Landesrecht mit sonstigem Bundesrechte auf Antrag der Bundesregierung, einer Landesregierung oder eines Viertels der Mitglieder des Bundestages;

4a. über Verfassungsbeschwerden, die von jedermann mit der Behauptung erhoben werden können, durch die öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte oder in einem seiner in Artikel 20 Abs. 4, 33, 38, 101, 103 und 104 enthaltenen Rechte verletzt zu sein;

Was ist, wenn die Regelungen zu Hartz4 weiter verschärft werden. Wenn das Bundesverfassungsgericht jetzt noch nichts zu beanstanden hat, wann dann?

Dass die Bürger durch dieses Gericht geschützt werden, kann ich nicht erkennen. In der »Anlage VM« zum Hauptantrag »Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)« [1], wird gefragt, wie viel Bargeld man besitzt. Geht’s noch? Der Antragsteller soll allen Ernstes den Sachbearbeitern im Jobcenter sagen, wie viel Geld er in seinem Portmonee oder in der Schatulle unter dem Bett hat.
Und das sieht doch »ein Blinder mit Krückstock« dass das übelste Schnüffelei im Privatleben der Menschen darstellt. Aber das Bundesverfassungsgericht merkt es einfach nicht. Mit welch‘ ungeheurem Aufwand und Millionen von Euros derlei Institutionen aufgebaut, ich hätte fast gesagt »aufgebauscht«, werden und bei der ersten kleinen Aufgabe fällt diese tönerne Figur in sich zusammen, weil es gar keine Menschen gibt, die den Auftrag mit Leben erfüllen können. – Alles, was da pompös hergerichtet und installiert wird, können die Menschen aus sich heraus nicht lebendig machen, und ist somit dem sofortigen Verfall ausgesetzt. Es sind »leere Versprechungen«.

[1]
Das ist ein zusätzliches Formular, dass derjenige ausfüllen soll, der Hartz4 beantragt.


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Hartz4 ist Unrecht!

Erste Adresse zu diesem Thema sind die Internetseiten von Ralph Boes.

http://www.wir-sind-boes.de/was-kannst-du-tun.html

Hier findet man Tipps für die tägliche Gegenwehr gegen diese Menschenrechtsverletzung und Grundgesetzmissachtung. Außerdem sollte man sich einer örtlichen Hartz4-Initiative anschließen oder selber eine gründen, um Aktionen gegen Hartz4 zu starten.

Eine Link-Auswahl:


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Gegen Arbeitslose

Das haben die Bürger den unsäglichen Entscheidungen der Politiker zu verdanken. Die GRÜNEN und die SPD haben sich diese Drangsalierung und Belästigung der Bevölkerung ausgedacht und in Gesetze gegossen. Zum Hohn wurden diese auch noch „Sozial“gesetze genannt, wo doch nichts, aber auch auch wirklich gar nichts an diesen Gesetzen sozial ist.

Was für einen Menschen, der arbeitslos wird, „zählt“, womit sich der Mensch in dem Moment beschäftigt, auseinandersetzen will, womit er belastet ist, psychisch, finanziell, das weiß nur er selbst und nicht die Agentur für Arbeit.

Unverschämt und anmaßend ist das Verhalten der Behörde, deplatziert, gefühllos, sich in die Lebenssituation der Menschen einmischend. Das geht eine Behörde überhaupt nichts an, was ein Mensch in dieser Situation machen will.

Hätten sie angeboten, kostenlos eine psychologische oder lebensphilosophische Beratung zu vermitteln, oder zur Überbrückung etwaiger finanzieller Engpässe 5000 Euro als zinsloses Darlehen bereitzustellen, wäre der Brief der Behörde willkommen gewesen. So aber hat man den Eindruck als wolle diese Institution den Bürger belästigen, mit der Ankündigung, er hätte überhaupt nichts aus dem Geldbeutel der Politiker (die Politiker behandeln mittlerweile den Staat so, als sei es ihr privater Geldbeutel, den sie den Bürgern öffnen müssten) zu erwarten, es sei denn, bei totaler Unterwerfung unter das Regel- und Zwangssystem der längst nicht mehr legitimierten Politikerkaste (siehe dazu auch „Wahlbeteiligung“).

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Ihnen ist bekannt?

Als ob man durch die „bloße Inanspruchnahme“ einer Behörde schon das Recht auf Geldleistungen hätte. Soweit kommt es noch!

Nein, es sollte dem Bürger „bekannt“ sein, dass er gefälligst selbst initiativ wird und konkrete Eigenbemühungen dokumentiert, bevor auch nur ein Cent aus der Spardose der Behörde aufs Konto dieses lästigen Bettlers kullert.

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Hat, hat, hat – Leistungen versagen und entziehen folgt der Pflichtverweigerung

Aufgabe der Behörde scheint es in erster Linie zu sein, einen Bedrohungskatalog gegen die Bevölkerung abarbeiten zu müssen, wenn einer der nichtsnutzigen Arbeitslos-Melder einen Antrag auf Geldzuwendungen stellt. Denn nichts anderes bedeutet es ja, wenn ein einkommensloser Bürger sich an die Agentur für Arbeit (AfA) wendet.

Die Frage, welche Arbeit jemand machen will, wann, wo, in welchem Umfang, kann sowieso nur jeder Mensch für sich selbst beantworten. Dazu bedarf es keiner Behörde. Insofern ist die Behauptung „Arbeitsvermittlung“ nur vorgeschoben, um von der eigentlichen Aufgabe der Behörde abzulenken. Diese besteht darin, den Bürgern Geldzahlungen zu verweigern und dafür Gründe zu suchen, die sich aus dem Scheitern der Arbeitslosen an den Auflagen ergeben. Diese Auflagen wiederum sind von den Politikern und ihren Gefolgsleuten so ausgedacht, dass die Bürger daran scheitern müssen oder sich in totaler Unterwerfung (was nichts anderes bedeutet, als die Wiedereinführung der Sklaverei) bereit erklären, auf die ihnen zustehenden Menschenrechte zu verzichten.

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„Weitere Pflichten, die sie beachten sollten“ – Die Agenturen für Arbeit und ihre inquisitorischen Instrumente

Schlimmer als ein Schulbub kommt man sich vor, wenn man in die Fänge der sogenannten „Arbeitsvermittler“ gerät, weil man Geldmittel braucht, für die tagtägliche Existenzsicherung und diese Mittel nicht mehr über eine entlohnte Tätigkeit beschaffen kann.

Sollte der Bürger es wagen von der Gemeinschaft Unterstützung zu verlangen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, wird er mit einer Fülle von Forderungen und Verhaltens-Pflichten bedroht. Und gelingt es dem Arbeits-Losen nicht über jedes Stöckchen zu springen, das im die „Kundenbetreuung“ hinhält, dann drohen sofort Kürzungen bei den (existentiell notwendigen) Geldzahlungen. Das sogenannte Hartz-Konzept ist ein Horrorkabinett, eine Liste an Folterwerkzeugen, die einem gezeigt werden, wenn man sich arbeitslos melden muss.

Denn gemäß der staatlichen Ansicht ist der Arbeitslose an seiner Situation selber schuld.

Mit der Verpflichtung, sich aktiv um eine Beschäftigung zu bemühen, hat der Gesetzgeber betont, dass in erster Linie s i e gefordert sind, Ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden.

Arbeitslosigkeit oder vielmehr Einkommenslosigkeit ist demnach mein Problem und nicht das der Gesellschaft. Wie ich meine Existenz bestreite, davon will der Staat nichts wissen, allenfalls Steuern eintreiben und mir nur sehr, sehr ungern finanziell unter die Arme greifen. Völlig abstrus wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass zum Bezug von Arbeitslosengeld eigene Einzahlungen Voraussetzung sind. Es handelt sich also um das selbst erwirtschaftete Geld, das der Staat so zögerlich herausrückt.

In loser Folge wiedergegeben – Was der Staat vom Bürger will, wenn dieser was will (Geld):

Sie müssen ihre Eigenbemühungen nachweisen, sich aktiv um Arbeit bemühen, zumutbare Arbeitsmöglichkeiten nutzen, sich melden vor Ortsabwesenheit, Umzug, sie müssen zu Terminen erscheinen.

Strafen für den Geldbedürftigen: Eine Woche Sperrzeit bei nicht korrekter Arbeitssuchemeldung.

Der Geldbedürftige muss seine Beschäftigungslosigkeit selbst beenden. Die Arbeitsvermittlung berät und unterstützt nur und trifft mit dem „Selbst-schuld-Menschen“ eine Eingliederungsvereinbarung in der sich dieser Selbstschuldmensch verpflichtet zu Eigenbemühungen. Über diese muss er Notizen anlegen und diese vorlegen, damit er glaubhaft seine Bemühungen nachweisen kann. Sonst gibt es kein Geld! Oder Abzüge.

Der Arbeitslos-Täter muss sich ständig verfügbar halten. Er muss „an jedem Werktag erreichbar sein und die Agentur für Arbeit (AfA) aufsuchen können„. Ortsabwesenheit und Reisen sind nur „mit Zustimmung der AfA“ erlaubt, sonst gibts sofort Leistungskürzungen. [Das widerspricht den Grundrechten]

Wer nur teilzeit sich arbeitssuchend meldet, bekommt nur reduziertes Arbeitslosengeld, obwohl man möglicherweise vorher Vollzeit gearbeitet und auch Beiträge eingezahlt hat.

Der arbeitslos Gemeldete muss bereit sein, nicht der Ausbildung und bisherigen Tätigkeit entsprechende Arbeiten anzunehmen, weiter zur Arbeit anzureisen, einen Umzug zu tätigen, ungünstigere Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten zu akzeptieren.
Er muss werktags seinen Briefkasten leeren und ganztags an der bekannten Anschrift erreichbar sein. Ansonsten sind „leistungsrechtliche Nachteile“ möglich.

Wenn die Bürgerin oder der Bürger „vorsätzlich oder grob fahrlässig“ seine Beschäftigungslosigkeit herbeigeführt hat, wird dieser von der AfA bestraft, mit einer Sperrzeit von 3 Monaten belegt. Wer deshalb in existenzielle Not gerät, kann Grundsicherung beantragen, Hartz4, AlgII, Sozialgeld.

Weiterhin wird gesperrt (bekommt kein Geld!), wer Arbeit ablehnt, nicht antritt oder vereitelt. Sich weigert an Maßnahmen teilzunehmen, diese abbricht oder durch Verhalten seinen eigenen Ausschluss provoziert, keine Eigenbemühungen nachweist, ärztlichen oder psychologischen Untersuchungen nicht nachkommt.

Während der Sperrzeit gibt es kein Geld und die Anspruchsdauer verringert sich.

Der Delinquent muss „alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen“, die Arbeitslosigkeit vermeiden und herausschieben hilft, sowie frühzeitige Eigenbemühungen nachweisen.

Der Pflichtenkatalog. Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse, arbeitsunfähige Erkrankung sofort melden, Wohnortwechsel, Anschriftänderung, heiraten, scheiden, von dem „Lebenspartner“ trennen, mitteilen. Möglichst dies mittels des „Veränderungsmitteilung„-Vordruck melden.

Wer Geld vom Staat annimmt und dies zu Unrecht tut oder hätte erkennen müssen, das ihm das Geld nicht zusteht, muss es zurückzahlen.

Alg I bekommt man rückwirkend, ab dem Tag, ab dem es einem bewilligt wurde.

Der sich-arbeitslos-melde-Täter muss „aktiv und uneingeschränkt“ die schnelle Beendigung der Arbeitslosigkeit unterstützen. Wer alle oder einen Teil der ihm auferlegten Pflichten nicht erfüllt oder mißachtet, muss eine Vermittlungssperre erdulden, die „erhebliche Nachteile in der gesetzlichen Rentenversicherung“ zur Folge hat.
Der Delinquent muss z.B. „2 schriftliche Bewerbungen pro Woche“ nachweisen, inklusive der entsprechenden Antwortschreiben.

Die Mitwirkungspflicht ergibt sich aus §§ 60 ff. des Ersten Buches Sozialgesetzbuch (SGB I)

Wie bei der Schadensversicherung gilt auch in der Arbeitslosenversicherung der Grundsatz: Schadensverhütung geht vor Schadensvergütung

Merkblatt für Arbeitslose, März 2010 – Die Bibel für den unselbständigen beschäftigungslosen Geldbedürftigen


Verletzung folgender Menschenrechte und Grundrechte bei der Drangsalierung der Einkommenslosen (Arbeitslosen) durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter:

Zitiert aus dem Brandbrief von Ralph Boes, Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V., Berlin:

– Artikel 1 des Grundgesetzes: („Die Würde des Menschen ist unantastbar“)
– Artikel 2 GG: (Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit)
– Artikel 11 GG: (Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet)
– Artikel 12 GG: (Freie Berufswahl / Verbot von Zwangsarbeit)
– Artikel 13 GG: (Unverletzlichkeit der Wohnung)

weiter

– Artikel 6 GG: (Schutz der Familie)

Nicht „außer Kraft gesetzt“, sondern einfach nicht beachtet wird

– Artikel 19 GG („Zitiergebot“),

der fordert, dass bei vom Grundgesetz abweichenden Regelungen der entsprechende Artikel des Grundgesetzes genannt und die Abweichung begründet werden muss, wobei in keinem Fall ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden darf. [11] Schon allein, weil dieser Artikel nicht beachtet wird, sind größte Teile des SGB II, vor allem die darin enthaltenen Sanktionsmaßnamen (§ 31), als nicht gültig anzusehen.

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Arbeitslosigkeit – Wirkung

Durch den Verlust von Arbeit füllt man sich im Stich gelassen, weil die Einkommensquelle versiegt und ein Beziehungsfeld wegbricht. Viele Menschen leben alleine, man beachte die Single-Haushalte, und müssen bei Arbeitsplatzverlust die psychische Verarbeitung der Situation selbst bewältigen, wenn nicht Freunde, Verwandte und Partner dabei helfen.

Die Arbeitsagentur hingegen macht gleich Druck (siehe Merkblatt). Da gibt es keine tröstenden Worte. Einen Arbeitsamts-Pfarrer, ähnlich der Bundeswehr-Pfarrer, Sozialarbeiter oder Psychologen, gibt es, soweit ich weiß nicht.

Man schläft nicht gut und fühlt sich von der Gesamtsituation bedroht. Reicht das Geld noch für alles, was an regelmäßigen Kosten so ansteht? Was muss gekündigt werden, weil es nicht mehr bezahlbar ist?

Wie schauen einen die Leute an? Wie geht es jetzt weiter? Irgendeinen neuen Job annehmen, Nachteile in Kauf nehmen oder etwas Brauchbares finden. Eine Kündigungsschutzklage eventuell selber bezahlen müssen, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist.

Natürlich kann man die Sache auch positiv drehen. Ein Perspektivenwechsel. Neue Chancen. Und wer sich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (bGE) bereits beschäftigt hat, die Idee versteht, was dahinter steckt, der kann sich selbst und die Situation neu denken:

Der Mensch ist Unternehmer seines eigenen Lebens. Was liegt mir, was würde ich gerne machen? Natürlich wäre es besser, das Grundeinkommen wäre bereits eingeführt, dann könnte man vielleicht in Firmen und Institutionen ehrenamtlich arbeiten, um zu testen, ob einem eine Arbeit liegt. Heute ist so was Ähnliches nur in Grenzen möglich, z.B. über Zeitarbeit.

Aber die Idee, so zu leben und sich selbst so zu denken, als ob das bGE bereits vorhanden wäre, ist sehr hilfreich und man sollte es auf alle Fälle versuchen.

Arbeitslosigkeit – Schikanen bei der Wohnungssuche

Bei einem notwendigen Umzug und Vorstellung bei einer Wohnungsbaugesellschaft fragt der Vermieter, ob eine Arbeitsstelle vorhanden ist. Wenn nicht, bekommt der Wohnungssuchende keine Wohnung. Ob diese Regelungen mit den Menschenrechten vereinbar sind, wäre eine Untersuchung wert.

Statt eine Wohnung anzubieten, händigt der Vermieter eine Liste aus, mit weiteren Vermieter-Adressen, die auch ALG-Leuten eine Wohnung vermieten.
Schon bei der ersten dort genannten Vermieter-Adresse, eine Wohnungsbau-Gesellschaft, ist zu hören: Selbstverständlich vermieten sie auch an Arbeitslose, allerdings nur 40% des vorhandenen Wohnungsbestandes. Und ja, leider besteht bei diesen Wohnungen eine Wartezeit von momentan 4 Jahren. Außerdem, Wohnungen für Arbeitslose gibt es nur mit “Registrierungs-Nummer” und die gibt es beim Wohnungsamt.

Der Antrag “Wohnungsbewerbung” hat eine Bearbeitungszeit von 8 bis 10 Wochen sagt das Wohnungsamt.
Zusammenfassend kann man sagen, es gibt keine Soforthilfe bei Wohnungsnot und Geldmangel. Wieso eigentlich nicht? Möglich wäre es, wenn die Menschen nur wollten.

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Sklavenhandel, Arbeitsmarkt, Weiterbildungsmaßnahmen

Wer arbeitslos ist und sich auf die Arbeitsangebote der Agentur für Arbeit (AfA) bezieht, landet nicht selten in einem Billiglohn-Job. Bei einer Zeitarbeit oder bei Firmen, die gezielt mit den AfAs zusammenarbeiten, um kostenlos an Mitarbeiter ranzukommen, die wie Arbeitssklaven behandelt werden. Da die AfAs den Auftrag haben, möglichst schnell die Arbeitslosen wieder aus der Finanzierung durch den Staat herauszubekommen (das Arbeitslosengeld wird von der Politik so behandelt, als sei es nicht das Geld der Arbeitslosen, sondern Geld, dass dem Staat gehöre). Es geht auch nicht darum, den Arbeitslosen wieder in der »Freien Wirtschaft« unterzubringen, das interessiert die AfA überhaupt nicht. Es geht erstmal nur darum, dass nicht der Staat für den Lebensunterhalt des Bedürftigen aufkommt.

Die Firmen, die mit den Arbeitsagenturen kooperieren, profitieren auf mehrfache Weise von dieser Zusammenarbeit. Als erstes bieten sie den Arbeitslosen eine »Weiterbildungsmaßnahme« an, die von der Agentur bezahlt wird. Weigert sich der Arbeitslose an dieser Maßnahme teilzunehmen, kann er gesperrt werden. Die »Weiterbildung« bezieht sich zum Beispiel auf eine spezielle Form von Handarbeit. Schaut man sich die Personen an, die zur Weiterbildung erscheinen, fällt erstmal die Wahllosigkeit der Zusammenstellung der Teilnehmer auf. Es erscheinen Personen, die absolut kein Interesse an der Unterweisung haben und den Unterricht dann stören. Es erscheinen Personen, die nicht genügend Deutschkenntnisse haben und allein aus diesem Grund dem Unterricht kaum folgen können. Es erscheinen Personen, bei deren körperlichen Verfassung eigentlich ersichtlich sein müßte, dass sie nicht für die angestrebte Arbeit geeignet sind. Der Lehrgangszeitraum ist überdimensioniert. Hier sieht man um was es geht: Die Stunden werden von dem Anbieter mit den Arbeitsagenturen abgerechnet. Deswegen wird der Zeitraum für die Unterweisung künstlich aufgebläht. Statt z.B. 3 Wochen, wäre der Kurs auch in einer Woche abzuhalten gewesen. Da werden Steuergelder verpulvert, aber an den Arbeitslosen soll gespart werden.

Und als Ergebnis der Zusammenarbeit garantieren diese Firmen den AfAs eine Anstellung des Arbeitslosen. Würde sich der Arbeitslose einer Anstellung verweigern, wird er von der Arbeitsagentur gesperrt und bekommt kein Geld vom Staat. Aber auch die Anstellung verheißt dem Arbeitslosen nichts Gutes.
Die Arbeiten in die die Arbeitslosen vermittelt werden, sind unattraktiv und würden nur von wenigen Menschen freiwillig ergriffen. Die Arbeit selbst ist nicht selten zu 100% körperliche Arbeit (bezogen auf Männer), überwiegend schwer (15 bis über 20 kg heben, ziehen, schieben). Die Arbeitsbedingungen sind unattraktiv (3 bis 5 Schichten, Nachtarbeit, Wochendarbeit, keine geregelte Arbeitszeit, häufig Überstunden, auf Zeit arbeiten [Akkordlohn], »rauer«, unfreundlicher Umgangston, »Sklaven-Atmosphäre«). Die Bezahlung ist im Verhältnis zu den Belastungen und Bedingungen gesehen, schlecht. Niemand, oder nur sehr wenige, wären bereit, »freiwillig« diese Arbeit zu machen.

Da es aber auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend attraktive Arbeitsplätze gibt, werden die Arbeitslosen von den Arbeitsagenturen mit Unterstützung von auf dieses miese Prozedere spezialisierten Firmen, in Arbeitsbereiche gepresst, die man durchaus als neuzeitliche »Sklaven-Arbeitsplätze« bezeichnen kann. Und die Arbeitsvermittlung der AfAs gerät unversehens zu einem Sklavenmarkt.

Interessant auch, wer sich dieses Marktes bedient. Große Firmen wurden in den 90er Jahren zerschlagen, verkleinert, mit dem Argument, die Personalkosten dieser Firmen seien zu hoch. Die Verkleinerung geschah folgendermaßen: Das Arbeitsaufkommen wurde einfach aufgeteilt. Ein Teil verblieb bei dem Konzern, die Mitarbeiter dort behielten ihre großzügig bemessenen Einkommen und Vergünstigungen, der andere Teil wurde »ausgelagert«, was nichts anderes bedeutete, als die Arbeit zu machen bei geringerem Lohn, ohne Vergünstigungen. Genau dort ist nun der neue Sklavenmarkt angesiedelt. Ein Teil der Arbeit des Großkonzerns wird jetzt von Sklaven verrichtet, rekrutiert unter Mitwirkung der Agenturen für Arbeit.

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Warum sind die Arbeitsangebote so unattraktiv?

Die Stellen, die über die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, oder über die Online-Jobbörse angeboten werden, sind selten verlockend. Ja, es sieht fast so aus, als ob die Jobs bewusst uninteressant gehalten werden, weil die Anbieter wissen, den Arbeitssuchenden bleibt eh nichts anderes übrig, als in den »sauren Apfel« zu beißen, diese Stellen annehmen zu müssen.

Es sind immer Zeitarbeitsstellen. Warum eigentlich. Am Beispiel einer »Informationsveranstaltung« für Arbeitslose wird dies deutlich. Die Zeitarbeitsfirma, die über ihre Angebote informiert, stellt vor einer kleinen Gruppe von Interessierten ihr »Angebot« vor. (Die Agentur für Arbeit fordert den Arbeitslosen auf, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und droht im selben Atemzug mit Sanktionen, wenn der Arbeitslose diesen Termin nicht wahrnimmt.) Sie würde im Auftrag eines großen Arbeitgebers Mitarbeiter suchen, die aber ausdrücklich nicht über diesen Arbeitgeber eingestellt werden sollen. Welche Gründe mag der »große« Arbeitgeber haben, so zu verfahren?

Dazu muss man sich erinnern, dass in den 60er, 70er, 80er und bis zur Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, über »Arbeit« (Erwerbsarbeit) nicht nur Einkommen erzielt, sondern auch eine ganze Menge weiterer Vergünstigungen von den diversen Arbeitgebern den Beschäftigten gewährt wurden. Das heißt, es gab eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, verknüpft mit einer ausreichenden finanziellen und sonstigen Vergütung für Tätigkeiten. Hinzu kam, dass die Arbeitslosen in dieser Zeit weit weniger streng (vom Staat, von der Gemeinschaft) behandelt wurden als heute. Wer keine seiner Ausbildung angemessene Tätigkeit fand, war nicht gezwungen arbeiten zu gehen, wenn er von der Sozialhilfe leben wollte. Diverse Haushaltsgerätschaften konnten gesondert auf dem »Amt« beantragt werden. Die Situation war summa summarum sowohl für Berufstätige als auch für Arbeitslose akzeptabel.

All dies hat sich insbesondere durch die gesetzlichen Regelungen, die durch die Schröder/Fischer Regierung Anfang der 00er Jahre umgesetzt wurden, massiv für die Menschen verschlechtert. Gleichzeit, und bereits ab Mitte der 90er Jahre, trat ein gesellschaftlicher Stimmungsumschwung ein, der lautete: Die Arbeitsplätze seien zu üppig ausgestattet, man müsse den »Gürtel enger schnallen« und beim Einkommen und bei den Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten) Verschlechterungen hinnehmen, sonst sei die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im globalen Kontext nicht mehr gewährleistet. – In der Summe sank dadurch die Lebensqualität in Deutschland deutlich. Ein Wohlstandsverlust ist eingetreten.

Diese verschlechterten Bedingungen sind es, die zu wenig attraktiven Arbeitsangeboten führen. Natürlich nicht am regulären Arbeitsmarkt! Dieser wird überhaupt nicht durch die Arbeitsvermittler-Angebote zugänglich. Die Zeitarbeitsfirmen behaupten, es bestünde immer die Möglichkeit festangestellt zu werden. Aber es ist meiner Erfahrung nach nicht der Fall. Wie es übrigens auch die aktuellen Zahlen belegen. [1]

Wie sehen nun die »unattraktiven« Jobs konkret aus. Es werden zum Beispiel Stellen angeboten, mit einem 35-Stunden-Arbeitsvertrag. Man bekäme genau den Lohn ausgezahlt, für diesen Vertrag, also für 35 Stunden. Arbeiten solle man aber 40 Stunden, weil die Stammbelegschaft des »Kunden« der Zeitarbeitsfirma ebenfalls 40 Stunden arbeitet und es »blöd« aussehen würde, wenn die Zeitarbeit-Mitarbeiter nur 35 Stunden arbeiten würden. Als Nächstes bekommen die (unfreiwillig?) Interessierten erklärt, man bekäme aber nicht die Differenz zu den 40 Stunden dann ebenfalls ausgezahlt, sondern es heißt das Geld würde als Überstunden angesammelt bis zu einer Höhe von 150 Stunden. Erst danach bekommt man zusätzliche Arbeit (zu den 35 Stunden) auch ausbezahlt.

Das ist schon aberwitzig, was da passiert. Angenommen man bekäme einen 35-Stunden-Job angeboten. Dann würde das weniger Geld einbringen, aber dafür mehr Freizeit. Was heutzutage für immer mehr Menschen von Interesse ist. Oder aber, man hat einen zeitintensiven Job, also viele Arbeitsstunden, aber man bekäme dafür auch monatlich mehr Geld. In beiden Fällen könnten man von »relativ guten« Arbeitsplätzen sprechen. So wie es auch in den 70er, 80er Jahren des letzten Jahrhunderts war. Aber nein. Das ganze »Angebot« ist von vorne bis hinten unattraktiv. – Wie aber kann man dann die Menschen überhaupt dazu bringen, solche »schlechten Jobs« anzunehmen? Es geht eigentlich nur über Zwang.

Belehrungen

Man ist gezwungen diesen »Mülljobs« seine Aufmerksamkeit zu widmen. Denn sonst wird man von Staatswegen bestraft. Wenn man nun genau hinschaut, was bekommt denn der Arbeitslose, der sich für so einen Job entscheidet? (Ich gehe mal davon aus, dass nur die wenigsten sich freiwillig solche Arbeitsplätze suchen. Denn sonst würden die Zeitarbeitsfirmen nicht versuchen, über die staatlichen Arbeitsvermittler an »arbeitsfähiges Material« heranzukommen.)

Er bekommt wenig Geld (nämlich nur den Lohn für 35 Stunden), soll aber dafür mindestens (!) 40 Stunden arbeiten. (Es ist nicht ungewöhnlich, wenn in den Firmen, in denen man dann malochen darf, häufig Überstunden anfallen und die Festangestellten immer wieder krank sind, sodass dann der Zeitarbeit-Mitarbeiter umso mehr Arbeit hat. Das bedeutet, er muss innerhalb der Arbeitszeit (doppelt (!) soviel arbeiten und er muss auch schneller arbeiten, als bei Normalbesetzung. Und das dann auch noch bei schlechteren Bedingungen als für die Festangestellten.)

FAZIT:
Das System der Zwangsarbeit, wie es seit Mitte der 00er Jahre in Deutschland eingeführt wurde, führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Ein Teil der Bevölkerung, die Arbeitslosen, sollen mit Gewalt zu irgendwelchen, meist völlig unattraktiven Jobs gezwungen werden. Selbst wenn die Menschen guten Willens sind (gerade die jungen Arbeitslosen sind durchaus daran interessiert wieder in ein Arbeitsverhältnis zu kommen), werden sie aber spätestens dann opponieren, ja vielleicht sogar sabotieren, wenn sie begreifen dass sie ausgenutzt, benutzt, benachteiligt werden, sowohl von den Festangestellten in den Firmen, in denen sie ihre Arbeit machen, als auch von ihrem eigentlichen Arbeitgeber, der Zeitarbeitsfirma. – Wenn die Menschen Unrecht gegen sich selbst wahrnehmen, geht auch der letzte gute Willen verloren.

Das Hartz-Konzept bringt Unfrieden in die Gesellschaft und gehört umgehend abgeschafft. Dass die Justiz in Deutschland diese Gesetzgebung deckt, ist ein großer Schaden für die Demokratie. Hier zeigt sich, dass die Judikative eben nicht unabhängig ist. Das Bundesverfassungsgericht ist völlig überflüssig, weil es seine Aufgaben nicht macht. Aber da sieht man auch mal, auf welch‘ tönernen Füßen die ganze Gesellschaft angeblich »demokratisch« aufgestellt ist.

[1]
Ob der Sprung von der Zeitarbeit in ein festes Arbeitsverhältnis gelingt, ist sehr zweifelhaft: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Sozialforschung (IAB) beziffert die Chance, übernommen zu werden, auf nur sieben Prozent. Gewerkschaften kritisieren seit Jahren den Missbrauch von Zeitarbeit, da es keine Anreize für Unternehmen gibt, die Arbeitnehmer unbefristet einzustellen.

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Schöne neue Berufstätigenwelt

Tolles Video

Und wie sieht die Realität für viele Menschen aus? Heute war ich bei einer Firmenpräsentation für Arbeitslose, organisiert vom Arbeitsamt (beschönigend »Agentur für Arbeit« genannt). Teilnahmepflichtig.

Das »Angebot« sieht einen Stundenlohn von 9, 10 Euro vor. Am Wochenende wird immer gearbeitet. Natürlich auch an den Feiertagen, es sollen nicht selten 7 Tage am Stück gearbeitet werden, bevor man 3 Tage frei hat, Mehrarbeit, über die Standardarbeitszeit hinaus, ist die Regel (160, 170 Stunden im Monat, statt 153). Im Januar, Februar ist Flaute in der Firma. Dann kann man die Überstunden abbauen. Die Arbeit ist körperlich belastend und erschöpfend. Es wird im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet, also auch Nachtarbeit. Mit »flexiblen Arbeitszeiten«, das heißt, dass nicht selten die Einsatzpläne kurzfristig verändert werden. Unter all diesen Bedingungen ist ein »geordnetes« Privatleben, in dem es auch »feste Termine« gibt, nicht möglich. Es ist eine totale Unterwerfung unter die Notwendigkeiten in der Firma.

Die Arbeit ist zeitlich befristet. Es gibt keine Sicherheit, übernommen zu werden. Bei vielen, gerade älteren Arbeitslosen ist das auch gar nicht geplant. Es geht darum die Leute ein, zwei Jahre zu »verheizen« und dann den »Abfall« zu beseitigen. Mit anderen Worten, die Leute werden ausgebeutet und sind dann wieder arbeitslos. Womöglich durch die zwei Jahre ein Stück mehr gesundheitlich ruiniert.

Was bedeutet das? Es gibt heute eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die viel zu schlecht vergütet und bei schlechten Bedingungen angeboten werden, die aber niemand freiwillig besetzen würde. Nur die durch Sanktionsdrohungen gefügig gemachten Arbeitslosen kann man zu solcher Selbstausbeutung (und eindeutiger Schlechterstellung gegenüber den anderen Berufstätigen) bewegen.

Da kann natürlich die »schöne, neue Berufstätigenwelt« im Video nicht weiterhelfen, bei diesem real-politischen Elend.

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Großzügige Entlohnung?

Arbeitsplätze sollten mit guten Rahmenbedingungen und einer großzügigen Entlohnung ausgestattet sein. Warum ist dies in unseren Gesellschaften heute nicht mehr der Fall? (In den vergangenen Jahrzehnten gab es durchaus Phasen, in denen eine gute Ausstattung der Mitarbeiterschaft gewollt war.)

Heute wird mit der Konkurrenzsituation im globalen Wettbewerb argumentiert, wenn man die schlechte Behandlung von Arbeitnehmern begründet. Also es herrsche quasi eine »Notsituation« (von außen bewirkt!), der man sich nicht entziehen könne, die sozusagen unbeeinflussbar hingenommen werden müsse. Ist das aber wahr?

Über gigantische Exportüberschüsse und enorme Steuereinnahmen verfügt dieses Land immer noch. Dennoch wird ein Teil der Bevölkerung, die Arbeitslosen, in Armut gebracht oder als Zwangsarbeiter in den Sklavendienst geschickt. Es wird so getan, als ob wir wieder in archaischen Verhältnissen leben müssten, wegen der ausländischen Konkurrenz. Hinzu kommt, dass ein Teil der öffentlichkeitswirksamen Gruppierungen (Parteien, Medien), andere Gruppen in der Gesellschaft denunzieren und beschuldigen will (die Arbeitslosen), um damit dringend notwendige Veränderungen (zum Beispiel die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens) verhindern zu können.

Großzügige Entlohnung und gute Rahmenbedingungen würden anerkennen, dass die Menschen, deren Arbeit wichtig ist, gebraucht werden und ihr Wirken gern gesehen wird. Man möchte sie ermuntern, weiter zu wirken und man zeigt sich ihnen gegenüber dankbar. – Genau dies wird aber heute überhaupt nicht intendiert. Im Gegenteil! Den Leuten soll stattdessen gesagt werden, »pass dich an, füg‘ dich, sei froh, dass du überhaupt leben darfst, sonst ersetzen wir dich sofort durch einen anderen Arbeitssklaven!«

So ist es unser aller Aufgabe, die Wertigkeit von Arbeit neu zu definieren und uns für bessere Bedingungen einzusetzen.

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Hartz4 – Zehn Jahre Unrecht

Eine Betrachtung

In der Regierungserklärung von Gerhard Schröder im Jahre 2003 wird der Weg in eine andere Gesellschaft angekündigt. [1] 10 Jahre ist das jetzt her. Grund genug einmal genauer zu schauen, wie er das formuliert hatte und wie die Situation aus heutiger Perspektive ausschaut. – Weiterlesen hier.

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Tipps für die Arbeitswelt – heute

Mobbing. Mobbing bedeutet, das ein Arbeitnehmer von anderen Mitarbeitern bedroht wird, mit der Absicht, diesen aus der Firma zu ekeln, ihn zur Kündigung zu bewegen, oder Situationen zu schaffen, die dazu führen, dass diese Person gekündigt wird.

Wie kann sich ein Arbeitnehmer dagegen wehren. Erkennbar wird Mobbing, wenn womöglich berechtigte, sachliche Kritik an der Arbeit, am Verhalten, zu persönlichen Angriffen mutiert und die Bedrohung überwiegt. Oder, wenn gezielt nach Fehlern bei der Arbeit des Mitarbeiters gesucht wird, um ihm dann zu schaden und seinen Arbeitsplatz zu gefährden. Betroffene Mitarbeiter sollten frühzeitig beginnen, über solche Vorfälle Buch zu führen (Gedächtnisprotokolle), um bei späteren arbeitsgerichtlichen Verhandlungen Belegmaterial zu haben. (Grundsätzlich ist eine Beurteilung der Situation von außen wünschenswert, da sich natürlich auch Personen in semi-private Kleinkriege zurückziehen können. Deswegen sollten solche Vorgänge so weit wie möglich öffentlich gemacht werden. Und nicht erst, wenn die Sache bereits zwei Jahre am Köcheln ist.) – Außerdem sollte die Geschäftsleitung frühzeitig über einen solchen Verdacht des Mobbings informiert werden. Wichtig: Zu diesen Gesprächen mit der Geschäftsleitung ist ein Vermerk in den Personalakten anzulegen. Darauf kann der Betroffene bestehen, eventuell durch Beistand eines Rechtsanwaltes. Auch dies ist nämlich hilfreich, bei späteren Arbeitsgerichts-Verhandlungen.

Arbeitssuche. Wer sich bereits mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen beschäftigt hat, weiß, dass in einer Grundeinkommens-Gesellschaft die Menschen sich stärker daran orientieren, welche Interessen sie haben, in welchen Bereichen sie gerne arbeiten würden. Dieses Wissen sollten die Menschen aber bereits heute einsetzen, um genau so bei ihrer Suche zum Beispiel als Arbeitslose, zu verfahren. Also lieber einen Job machen, der zwar mit den Bezügen über das Jobcenter oder die AfA verrechnet wird, aber dafür den eigenen Vorstellungen entspricht, als ein Vollzeit-Job als Ersatz für die staatlichen Zuwendungen, aber dafür ausschließlich geldorientiert und ansonsten ohne persönliches Interesse für die Tätigkeit.

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Profiteure – »Arbeiten wie ein Tier«

Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter aus dem Heer der Arbeitslosen geschieht heute nach genau derselben Systematik, wie man früher Männer für den Kriegseinsatz herangezogen hat. Wer nicht in den Krieg ziehen oder nicht bei den Übungen zu denselben mitmachen wollte, wurde vom Staat (und von anderen Männern) bedroht, bestraft oder ermordet.

Heute überlegt sich der Staat, wie er mit Gewalt Menschen zur Arbeit zwingen kann. Die Gesetze dafür wurden hastig von Gerhard Schröder und den GRÜNEN zusammengeschustert. Fehlt nur noch, dass Arbeitsdeserteure standrechtlich erschossen werden.

Die Wisag KG arbeitet mit den Arbeitsämtern (Jobcenter und Agentur für Arbeit) zusammen, um Arbeitslose in Arbeitsplätze zu drücken. Hinter »Wisag« steht Claus Wisser, ein langjähriges SPD-Mitglied.

Nicht nur das die SPDler sich nicht zu schade waren, die Gesetze so zu ändern, dass Arbeitszwang für die Menschen entstand, sie sorgen auch noch dafür, dass ihre eigenen Leute von diesen menschenunwürdigen Zuständen profitieren. Schlechte Bezahlung, schlechte Arbeitsbedingungen, aber Hauptsache der Arbeitslose ist zur Arbeit gezwungen und der Unternehmer kann sich an ihm eine goldene Nase verdienen. – Die großzügigen Parteispenden können dann leichter finanziert werden.

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Arbeitsangebote für Arbeitslose

Der branchenübliche Tarif sei 7, 76€ brutto die Stunde. Aber der Arbeitgeber zahle 8,19€. Ein Lehrgang sei für die Arbeit notwendig. Diesen müsse man selbst bezahlen. Er kann aber von der Firma vorgestreckt, und in Raten vom Lohn abgezogen werden. Das wären 400€.

Es werden Vollzeit- und Teilzeit-Arbeitsangebote genannt.

Vollzeit 173 bis 240 Stunden
Teilzeit 100 bis 172 Stunden

Es handelt sich hierbei um Begriffe der Firma. Sie haben nichts damit zu tun, was der Arbeitnehmer in der Regel darunter versteht. Was heißt das? Man kann eben nicht in »Teilzeit« arbeiten und sagen, ich arbeite jeden Tag 4 Stunden, den ganzen Monat über. Oder zwischen 8 und 16 Uhr, aber nicht abends.

Das sogenannte »Teilzeit« Angebot der Firma meint in Wirklichkeit, der Arbeitnehmer muss sich werktags, samstags, sonntags und feiertags zwischen 6 und 20 Uhr zur Verfügung halten, und die Firma entscheidet und bestimmt, wie der Mitarbeiter beliebig eingesetzt wird. Den genauen Arbeitsplan bekommt der Arbeitnehmer jeweils am 25. des Vormonats von seinem Bereichsleiter mitgeteilt.

Die Konsequenz daraus ist, dass neben dieser Beschäftigung keine weiteren regelmäßigen Beschäftigungen möglich sind. Weder privat, in der Fortbildung, noch im Zweitjob ist eine zeitliche Festlegung möglich.

Dann fragt jemand, ob Urlaubsgeld gezahlt wird. Die Antwort ist typisch für die heutige Zeit. Der Angesprochene sagt nicht »ja« oder »nein«, sondern erklärt, natürlich brauche der Arbeitnehmer auch in der Zeit ein Einkommen, in der er in Urlaub ist. Deshalb würde geschaut, wie viele Stunden dieser vorher pro Tag gearbeitet habe und daraus ergibt sich der Betrag, der für die Urlaubstage gezahlt wird.

Was hat der Arbeitgeber-Vertreter jetzt gesagt? Die Zuhörer haben das wahrscheinlich erstmal gar nicht verstanden. Es sind viele Migranten anwesend, teils mit schlechten Deutschkenntnissen. Der Arbeitgeber-Vertreter hat mit seiner Antwort gesagt, dass es kein Urlaubsgeld gibt und das die angehenden Mitarbeiter froh sein können, wenn sie überhaupt ihre Abwesenheit in Form eines Lohnes bezahlt bekommen.

Szenenwechsel. Heute haben wir 2013. Ich kann mich noch erinnern, Ende der 80er Jahre, da fand man über Kleinanzeigen in den damals großen Tageszeitungen einen Job als Ungelernter, den man zu einer Festanstellung ausbauen konnte. Da war ganz selbstverständlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld dabei und man konnte als Single mehr als gut davon leben. Tja, das war vor bald 25 Jahren in Deutschland so. Daran sieht man, was die Parteien mit unserem Land angerichtet haben. Die Lebensqualität hat sich massiv verschlechtert. Von guten Lebensbedingungen für alle kann keine Rede sein. Besonders die Arbeitssituation (zum Beispiel für ehemals Arbeitslose) ist durch die unsäglichen Hartz-Gesetze und Agenda-2010 eine unverschämte und nicht menschenwürdige Zumutung geworden (das haben die Rot-Grün-Politiker zu verantworten).

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