Konzeptwerk-Neue-Ökonomie-Blog

Zusammenfassung

Die Bundesregierungen seit Schröder/Fischer Anfang der Nuller Jahre, wollen den Arbeitslosen in die Wirtschaft, in das Arbeitsleben zwingen, damit er dort ein Einkommen generiert, über das er seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Was wollen die Leute, die beim Konzeptwerk Neue Ökonomie Artikel schreiben?

Daniel Petzold schreibt, »wie kann man auf demokratische Weise darüber entscheiden, welche Produkte produziert werden, wer sie produziert und wer sie konsumieren darf?«

Wie soll man solche Fragen beantworten, wenn nicht so, dass man sich auf die bereits bestehenden Verfahren bezieht, sie auf ihre Wirksamkeit untersucht und dann Gegenvorschläge erarbeitet und benennt?

Warum soll irgendetwas eine Ware sein?

Nicht irgendetwas. Der Mensch zum Beispiel, darf keine »Ware« sein (auch wenn wir ihn in vielen Jahrhunderten so behandelt und »versklavt« haben). »Zwischenmenschliche Beziehungen« dürfen keine Ware sein (Sexualität).

All diesen Forderungen ist gemein, dass ihre Verlautbarer_innen anscheinend nicht wollen, dass manche Güter als Waren behandelt werden und damit deren Verteilung über Märkte geregelt wird.

Hier hätte sich der Autor doch einmal Mühe geben sollen, herauszufinden, warum »Wasser« nicht dem »Markt« überlassen werden soll, aber zum Beispiel »Cornflakes«. Warum soll etwas »Eigentum der Gemeinschaft« sein und etwas anderes »Eigentum des Individuums«. – Das kann man alles durchdenken und in einen Artikel über das Thema einfügen. 😐

»Welche Unternehmen gibt es in der Postwachstumsökonomie?«, schreibt brambleroots.

Denn auch in einer Postwachstumsökonomie werden Güter und Dienstleistungen hergestellt und konsumiert – und wenn man nicht von kompletter Selbstversorgung ausgeht, werden Unternehmen hierbei unabdingbar sein.

»Postwachstumsökonomie«, ein Universitätsbegriff? 🙂

Für den Blick auf die Wirtschaft scheint mir »Wachstum« nicht mehr zentral zu sein. Wachstum beschreibt einen Teilaspekt der Wirtschaft. Wenn bei einem Mangel an Gütern und (lebensnotwendiger) Produktion, diese »von Null auf Hundert« erstmal hochgefahren werden muss, kann man von »Wachstum« sprechen, aber sonst nicht. Sonst ist es »Erhaltungsproduktion«, zum Beispiel wenn bei einer gleichbleibenden Bevölkerungszahl deren Versorgung garantiert werden soll.

Solidarische Landwirtschaft – ……. Wer mehr zahlen kann, zahlt mehr, wer weniger Geld zur Verfügung hat, zahlt weniger.

Auch hier muss man fragen, in welcher Gesellschaft stellt sich der Autor das vor? In einer Grundeinkommens-Gesellschaft ist die Grundversorgung der Menschen »bezahlt«!

Ist also die »Solidarische Landwirtschaft« eine lebensnotwendige Produktion oder eine lebensbereichernde Produktion? Wird sie über Zusatzeinkommen finanziert oder ist sie »notwendig« und wird »verteilt« zugänglich gemacht?

Bei der Konferenz »New economic concepts in the current European Crisis« scheint nichts herausgekommen zu sein. Jedenfalls kann man diesbezüglich dem Beitrag nichts entnehmen.

Gleichzeitig diskutieren in Europa gerade alle, wie die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs gebracht werden kann.

Echt? Gibt es nichts Wichtigeres. Zum Beispiel wie man eine stabile, beständige, sichere Versorgung mit lebensnotwendiger Produktion in allen Ländern Europas erreichen kann?

Vielleicht sollte man das einmal thematisieren.

Umweltverträglichkeit – Versorgungssicherheit – Wirtschaftlichkeit (Viktor Hertz)

Ja, innerhalb der Umweltverträglichkeit sollte die Versorgungssicherheit anvisiert, und dabei die Wirtschaftlichkeit angestrebt werden, zum Beispiel durch Assoziationen bei den Wirtschaftsteilnehmern, so dass eine Mischung aus geplanter und vermarkteter Produktion entsteht.

»Premium Cola« – Dieser Beitrag ist einer der wenigen Highlights bei den Blogbeiträgen. Er vermittelt einen Eindruck, wie »Produktion« und damit Wirtschaft, überhaupt zustande kommt, und wie wir Verbraucher und Konsumenten auf diese Prozesse Einfluss nehmen können.

Denn der in den Wirtschaftswissenschaften oft genannte »Anreiz« überhaupt tätig zu werden, der »Gewinn« oder der Profit, spielt auf einmal nur noch eine untergeordnete Rolle, wenn nicht mehr der Unternehmer im Mittelpunkt steht, sondern a) das Produkt und b) die Konsumenten.

Und plötzlich geht es nur noch darum, wie die Konsumentenzufriedenheit erreicht wird und alles andere ist nebensächlich oder wird »aktiv« verhindert oder unterbunden (zum Beispiel umweltschädigende Aspekte).

Auch lassen sich die hier formulierten Überlegungen auf den »Öffentlichen Dienst« übertragen, und die Erpressung der Bevölkerung durch Machtapparate der Lobbygruppen (Gewerkschaften), lässt sich vermeiden.

Alle Beteiligten der Wertschöpfungskette sitzen an einem Tisch ……. und etablieren eine neue Form des Wirtschaftens …….. sozial, ökologisch, selbstbestimmt.
Alle, die einen Beitrag zum Produkt leisten oder es konsumieren, schließen sich zu einem Wirtschaftsnetzwerk zusammen.

Produktion, Logistik, Handel« werden ausgelagert und dezentral gehandhabt. »Organisation und Konditionen« werden (ebenfalls dezentral) von allen Beteiligten gleichberechtigt diskutiert.

Die Stichworte bei dieser Vorgehensweise sind: »kein Gewinn«, Konsensprinzip, moralisches Wirtschaften, Fairness, gemeinsame Preiskalkulation, kein Wachstum, Festpreise, kein Mengenrabatt, keine langen Transportwege (CO2 – Bilanz), keine Verträge.

Jedes einzelne Stichwort ließe sich noch ausführlicher behandeln. »Anständiges Wirtschaften« ist im Kapitalismus möglich. ….

Ein wirklich spannender Ansatz und absolut auf der Höhe der Diskussion. Toll. 🙂