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Begegnungen in Europa

Wer macht da mit?

Ich glaube gar nicht, dass diese Leute berechnend sind. Vielmehr unendlich naiv, »unschuldig«, bloß ein bisschen neugierig auf einen tollen Posten als Abgeordneter, vielleicht sogar mit »krass« viel Geld, im Monat.

Blauäugig, harmlos, eigentlich unscheinbar, aber ausgewählt von denen, die im Hintergrund die Fäden ziehen und das »Gesamttheater« steuern.

Deshalb getraut sich womöglich niemand, diese nette Person auf Hartz4 anzusprechen. So jung und mit einem umwerfenden Lächeln, wer will ihr da den sonnigen Nachmittag mit »schwerer Kost« verderben. – Der Jugend wird doch ein schönes Leben gegönnt.

Und was wäre passiert, wenn Jennifer Bartelt von dem Hartz4-Unrecht erfahren hätte, an ihrem GRÜNEN-Werbestand für die Europawahl? Wahrscheinlich wären ihre blendend weißen Zähne im Mund verschwunden und sie hätte die Augen verdreht, über das Pech, mit einem Querulanten im Gespräch zu sein. – Die Realität ist für die heutigen Politiker störend. Sie suchen die Harmonie mit Gleichgesinnten. Die Realität, die die Bürger erzählen kann aus ihrer Sicht nicht wahr sein, weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet. Für sie zählt der Durchmarsch an die Fleischtöpfe, die von den Bürgern mit ihren Steuergeldern bezahlt sind. – So aber entpuppt sich die Naivität mindestens als gefährliche Einfältigkeit.

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Gemeinschaft organisieren

Die Politik muss zuallererst der Allgemeinheit dienen.

Der Allgemeinheit muss es immer gut gehen. Das muss erstes Interesse einer Gemeinschaftsvertretung und -verwaltung sein. Welche Gemeinschaft? Nun, diejenige, die früher in einer nationalstaatlichen Verfasstheit benannt wurde. (Heute spielt das ja kaum noch eine Rolle.) »Die Gemeinschaft aller«, aller Erdenmenschen.

Hingegen Lobbyismus ist die Interessensvertretung von kleineren Gruppen, als es die »Allgemeinheit« ist. Existiert die Allgemeinheit überhaupt?

In der Politik ist es mittlerweile so, dass die Lobbyisten sich die vereinzelten Abgeordneten in den Parlamenten vorknöpfen und sie wahlweise beschenken oder bedrohen, so dass diese sich den Lobbyforderungen beugen. Die Allgemeinheit ist wiederum die Einrichtung, die ausgebeutet wird. Ihre Ressourcen, Humankapital, wird verwurstet, indem die Ideologien der Minderheiten zu »alternativlosen« und sich aus den »Sachzwängen« heraus ergebenden Forderungen verklärt werden. Wird die Allgemeinheit aber zerstört und es bleiben nur noch Lobbygruppen übrig, sieht das zumindest wie ein menschheitsgeschichtlicher Rückschritt aus. (Es kann sein, dass dieser notwendig ist, weil der vermeintliche Fortschritt noch gar nicht stattgefunden hat. Wir sind nur in Teilbereichen fortgeschritten, ohne das ganze Wesen des Menschen weiterentwickelt zu haben. Deshalb müssen wir zurückschreiten und diesen Schritt, diese Aufgabe nachholen, um als »vollständige« Menschen dann wieder weiterzuschreiten. – »Technische Entwicklung« ist nur ein Teilbereich der menschlichen Aspekte.)

Der Schaden, der mittlerweile der Allgemeinheit zugefügt wird, ist kaum noch zu überbieten. Deshalb die Frage, ob man sie nicht wieder aufgeben sollte. Wir werden uns dann (Religions-) Gemeinschaften anschließen und gegeneinander kämpfen (bei Bedarf uns verbünden) und nur die Personen in unserer eigenen Gruppe akzeptieren und ihnen trauen. Die anderen bedrohen und benachteiligen. Ressourcen nur für uns in Anspruch nehmen. Eine Dezimierung der »Feinde« ins Auge fassen. – Anknüpfungspunkte in der Vergangenheit der menschlichen Entwicklung gibt es genug. Wir werden die »Allgemeinheit« (vorerst) für erledigt erklären. Ist es das, was jetzt kommt?

Eine neue Partei gegen das Parteien-Einerlei?

anhalter.havelse.eu

Karl-Heinz Withus schreibt:

Aber wir brauchen kein Programm um Wähler zu gewinnen, Programme liest keiner! Wir brauchen unverwechselbare Alleinstellungsmerkmale! Wir brauchen einen Markenkern und wir haben diesen sogar! Bürgerrechte, Datenschutz, Transparente politische Abläufe, Einbezug von Bürgern in Entscheidungen! Wir haben diesen Markenkern sträflich vernachlässigt.

Er spricht eigentlich etwas an sich Richtiges an. Er nennt es »Markenkern«, den es zu pflegen und bewerben gilt.

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