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Ökonomie betrachten

Über die »Ökonomie« lässt sich Norbert Häring aus, aber zur Mitte seines Textes vermisse ich einen Hinweis darauf, was Wirtschaft überhaupt soll.

http://norberthaering.de/de/27-german/news/466-menschenfeindliche-oekonomik#weiterlesen

Ist sie nicht dazu da, uns mit den Gütern und Dienstleistungen zu versorgen, die wir Menschen brauchen?

Auf der Erde sind wir Menschen mit unserem Körper. – Ohne unseren Körper können wir Menschen hier auf der Erde gar nichts. Und unser Körper braucht bestimmte Dinge, damit er leben kann, damit er auf der Erde eine Zeit lang existieren kann. Denn zeitlos kann unser Körper auf der Erde eben nicht existieren. Aber er kann relativ lange, und über die Zeit, immer länger existieren.

Wir könnten auch sagen, es ist eine Nebensächlichkeit, was wir da brauchen, an Gütern und Dienstleistungen. Es ist eigentlich eine Kleinigkeit, die wir da brauchen. Aber unsere Körper brauchen nun mal diese Dinge.

Und dafür ist die Wirtschaft, die Ökonomie da, diese Dinge zu produzieren, sie bereitzustellen, damit wir sie uns nehmen können, damit sie unser Körper bekommt.


Aber alles, worüber die Ökonomen heute, worüber die Wirtschaftsjournalisten heute schreiben und reden, ist gar nicht nahe genug an dieser Erkenntnis.

Häring schreibt über »Egoismus, Konkurrenzdenken und Aggressivität« im Menschen und dem Menschenbild der klassischen Ökonomie (als Wissenschaft), das besagt, dass »… die Ungleichwertigkeit von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Menschen … integraler Bestandteil des aufgebauten Theoriegebäudes der Ökonomen« sei.

Seine Analyse und Beschreibung ist richtig, wobei er sehr viel Text verwendet, um die typischen Vertreter der Ellenbogengesellschaft zu beschreiben.

Er weist auf die »Chancen von kollektivem Handeln« hin und wie wichtig der Gleichheitsgedanke ist und wir nicht umhinkommen, diesen weiter im Auge zu behalten.


Ökonomie lässt sich vollständig aus der Sicht des menschlichen Körpers begreifen und verständlich machen. – Wenn jemand in der Nahrungsproduktion arbeitet, dann kann dieser abends eine Portion der Ware kostenlos mit nach Hause nehmen, wer in einem Imbiss arbeitet, kann von den Produkten, die er feilbietet, selbst etwas nehmen und essen, ohne dafür zu zahlen und in der Lebensmittelkette können abends die Mitarbeiter von der Ware, die sonst weggeworfen wird, einen Teil mit nach Hause nehmen, was noch gut und verwendbar ist.

Der größte Teil der Arbeit = Ware, die wir im Laufe des Tages herstellen und fertig für den Weitertransport machen, geht aber an andere Menschen, die wiederum die Produkte für ihren Körper brauchen.

So ist alles ein Geben und Nehmen. Ich produziere etwas, was ich auch selber brauche (das muss nicht immer der Fall sein) und du produzierst etwas, was ich brauche und was ich von dir bekomme. – Von all dem, was produziert wird, brauchen wir immer wieder etwas, vielleicht nicht immer dasselbe, aber im Laufe unseres Lebens immer wieder mal das Eine oder Andere.

Vielleicht sehen sie in meiner Erzählung, dass da die Worte »Lohn, Gehalt, Einkommen« fehlen. Auch die Worte »Geld, Bezahlen, kaufen«, sind nicht nötig. – Es geht nur darum, die Güter herzustellen, die Dienste anzubieten, und weiter, dass die Menschen sich die Dinge nehmen, die sie brauchen. – Somit kommt die ganze Wirtschaft ohne »Verkaufen, kaufen, Geld« aus.

Wenn ich einen Haarschnitt brauche, gehe ich zu einer Person, die diese Aufgabe erledigt. – Niemand müsste nachprüfen, ob das Ansinnen des Menschen »berechtigt« ist. Es ist zu sehen, am Kopf desjenigen. Ähnliches gilt für Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie. – Was ein Mensch braucht, können wir alle mitdenken und müssen uns nicht belehren lassen, von Kontrolleuren. – Nimmt sich ein Mensch zu viel, wenn er eine 5-Zimmer-Wohnung hat? – An was soll dies gemessen werden. – Und wenn der Maßstab berechtigt wäre, finden wir Wege, um eine Lösung herbeizuführen.

Wenn wir Abertausende von Flüchtlingen haben, dann ist dies eine Wanderbewegung und die Frage ist nur, haben wir genügend Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Energie. Und in unserer Überflussgesellschaft haben wir alles. – Hinzu kommt noch, dass immer wieder gesagt wird, der »Westen« sei mit Schuld an dem Elend in der Welt. – Wenn auch dies in dieser pauschalen Art oft nicht im Einzelnen zu klären ist, so sollten wir die berechtigten Interessen aller Menschen auf ein würdevolles Leben ernst nehmen und entsprechende Bedingungen herstellen, die dies ermöglichen.

Immer häufiger zeigt es sich, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen (bGE) der richtige Weg in eine bessere Welt darstellt. – Die Situation der Flüchtlinge macht deutlich, dass wir gute Lösungen brauchen und das bGE ist eine sehr gute Lösung in einer globalisierten Welt.

Norbert Häring schreibt: »Wem gemäß den Vorgaben des Grundgesetzes unabhängig vom eigenen Arbeitseinsatz ein menschenwürdiges Minimum an Einkünften garantiert ist, der muss seine Arbeitskraft nicht zu den vorherrschenden, vielleicht zum Überleben gar nicht ausreichenden Löhnen anbieten.«

Und dieses »Nicht-anbieten-müssen« ist der Verzicht auf die Hartz4-Zwangsarbeit, ist die Einhaltung der Menschenrechte in diesem Land, was aber heute nicht der Fall ist und wogegen sich Ralph Boes wendet, mit seinem »Sanktionshungern«. – Der heutige Staat in Deutschland ist totalitär, selbst wenn viele Menschen das nicht empfinden. Er ist mit seinen Gesetzen totalitär und wenn wir die Menschenrechte ernst nehmen, müssen wir Bürger uns gegen diesen Unrechtsstaat wenden und für menschenwürdige Verhältnisse eintreten.


Kristin Eberhard befindet in ihrem Artikel, dass wir Menschen schauen müssen, in welche Richtung sich die Gesellschaften bewegen, und ob das den Vorstellungen der Allgemeinheit entspricht.

https://medium.com/basic-income/can-we-create-a-world-that-works-for-all-if-the-elites-in-charge-don-t-want-us-to-5eed5994c6be

Sie meint, es könnten heute die falschen Leute »am Ruder« sein und uns nicht in eine Welt der »Gleichheit« führen, sondern ihren eigenen egoistischen Interessen nur folgen, während sie uns im Ungewissen belassen. – Die »falschen Leute am Ruder« sind heute die Politiker oder die Eliten, die uns weißmachen wollen, was richtig ist, während sie in Wirklichkeit nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben.

What are the rest of us rowers — those of us who believe that a world that works for all is not only possible, but the only acceptable destination for humanity — to do? We must take the tiller back from those who are leading us astray.

Was bedeutet es, wenn die Eliten »kein Problem« damit haben, dass ein Großteil der Bevölkerung Vollzeit arbeitet und dennoch arm ist. Es bedeutet, dass wir uns nicht auf diese Leute verlassen können und selbst dafür sorgen müssen, dass die Gesellschaften menschenwürdiger werden.

Kristin Eberhard:

In a world with few jobs for humans, a minimum wage will not keep all Americans out of poverty. A basic income will.

Der Einsatz für Bedingungsloses Grundeinkommen (bGE) ist unerlässlich, um wieder weltweit für menschenwürdige Verhältnisse zu sorgen. – Es wird möglich mit unserer Beteiligung. – Es ist unser aller Aufgabe und jede einzelne Person und ihr Engagement zählt.

Zusammenhang zwischen Ausbeutung und Arbeitszwang

Kids deal with vomiting, burning eyes working on tobacco farms

http://edition.cnn.com/2014/05/17/health/hrw-children-tobacco-workers-report/index.html

Fakten

Warum müssen Kinder und Jugendliche auf Tabakfarmen arbeiten?

Warum werden Kinder und Jugendliche durch Arbeit ausgebeutet?

Warum wird die Gesundheit dieser Kinder und Jugendlichen ruiniert?

Gründe

Weil es unsere Arbeitsideologie zulässt!

Weil wir den Arbeitswahn höher bewerten, als den Schutz und die Sorge um die Menschen.

Weil viele Leute an Zwangsarbeit und Ausbeutung nichts Schlechtes sehen.

Lösung

Diese Kinder und Jugendlichen können nur ausgebeutet werden, weil die Ideologie sagt, »wer ein Einkommen haben will, muss arbeiten«. Und dieser Arbeitszwang ist Grundlage für alle Ausbeutung, die den Menschen wiederfährt.

Die Ausbeutung beenden und verhindern wir, wenn wir auch Einkommen ohne Arbeitszwang gewähren und gutheißen. – Und diese Umstellung in der Einstellung wird von uns verlangt. – Wann sind wir so weit.

Arbeitswelt und Grundeinkommen

Die Ereignisse rund um den Flugzeugabsturz gaben den Bürgern Anlass, über eine Vielzahl von Themen zu diskutieren. Und alles, was wir wissen, was wir an Daten zugänglich haben, dient uns, sich Gedanken zu machen zu den Sachverhalten.

Welche Berufsgruppen gibt es noch, die mit Menschen arbeiten, die bei ihrer Arbeit Verantwortung für andere Personen haben? – Neben den Piloten in einem Flugzeug, sind es die Busfahrer, die Ärzte, die Betreuer von Gruppen von Menschen, Pfleger, Erzieher, Lehrpersonal, Polizisten, Justizbeamte, Richter und natürlich Politiker. – Bestimmt habe ich noch welche vergessen.

Götz Werner sagt über die Wirtschaft, es ist ein »Füreinanderleisten«, wir arbeiten also immer »für andere« und nie für uns selbst. Und dennoch ist es so, dass wir empfinden, wir würden »für uns selbst« arbeiten. Wir meinen das deshalb, weil wir einen Geldbetrag überwiesen bekommen. Und der ist ja »uns«. – Herr Werner weist darauf hin, dass es eigentlich etwas Selbstverständliches ist, für andere zu arbeiten. Eine andere Form von »Arbeit«, ist kaum zu finden. – Wenn es aber etwas Selbstverständliches ist, brauchen wir es auch nicht an »die große Glocke zu hängen« und uns damit brüsten, dass wir diese Arbeit machen.

Aber genau dieses Denken und Verhalten hatte sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten entwickelt. Belohnt werden sollte der Beste. Das ist die Idee einer Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft. Wer die Eingangstests und Prüfungen bestanden hatte, den entsprechenden Schulabschluss nachweisen konnte, der durfte und konnte, und letztlich »wollte« auch viel Geld verdienen. Es war kein freiwilliger Akt des Arbeitgebers, der »Sieger« im gesellschaftlichen Wettkampf sagte sich, ich »muss« jetzt auch viel Geld verdienen, sonst hat sich das Ganze nicht gelohnt.

So kommt es, dass in einer durchaus aggressiven Art von manchen Berufsgruppenvertretern ein bestimmtes Einkommen und Rahmenbedingungen eingefordert werden, eine Art, die als Erpressung beschrieben werden kann. – Und genau an dieser Stelle zeigt sich der Zeitenwandel. Die einen sind noch in der Vergangenheit, in ihrem Denken, und glauben, dass sie »für sich« alles rausholen können, wenn sie sich nur durchkämpfen und die besten Noten in der Schule haben, den besten Abschluss in der Ausbildung und dann haben sie auch ein »Anrecht« auf hohe Bezahlung, und die anderen sehen, dass dieses Denken keine Zukunft mehr hat, weil die Veränderungen der Arbeitswelt ein solches Denken nicht mehr sinnvoll erscheinen lässt, weil durch Rationalisieren, Automatisieren, Computerisieren und Algorithmisieren jegliches Anspruchsdenken im alten Sinne hinfällig wird. – Warum?

Der Arbeitnehmer ist nur noch ein Durchgangsposten. Wir wollen die Ergebnisse des Handelns und nicht den Handelnden vergöttern. Wir sagen, dass die Leistung, die geleistete Arbeit wichtig ist, im Ergebnis, aber wir wollen uns nicht lange aufhalten, bei denen, die die Arbeit machen und sie nicht auf einen Thron, auf einen Sockel heben und verehren, weil sie die Arbeit machen. – Der Arbeitnehmer im alten Sinne meint, er sei etwas Besonderes und müsse dementsprechend behandelt werden. – Die Flugkapitäne, die alle Hebel korrekt bedienen können, waren doch vorbildhafte und imposante Persönlichkeiten, oder wenn wir an die »Götter in Weiß« denken. – Die großen Menschenmassen wollen es aber nicht, dass sich die Herrschaften in den Weg stellen und sagen, »Hallo, respektiert gefälligst unsere Besonderheit, so wie ihr es vor Jahrzehnten auch getan habt«.

Das erinnert mich an die Arbeit in Vereinen.

Vieles dort an Arbeit, oder sogar alles, wird deshalb gemacht, damit »das Ganze«, damit die Organisation funktioniert und ihrer nach außen gerichteten Aufgabe gerecht wird. – Das heißt, die Organisation hat ein bestimmtes anvisiertes Ziel, und deshalb haben sich viele Menschen entschlossen, sich dieser Gruppierung anzuschließen. – Damit diese Aufgabe zum Tragen kommt, müssen unterschiedlichste Arbeiten erledigt werden. Gemeinhin werden die Leute, die diese Arbeiten in einer Organisation erledigen, »Funktionäre« genannt. Sie sorgen dafür, dass die Institution funktioniert. – Und unter diesen gibt es viele, die sagen dann den anderen Teilnehmern im Verein, ICH, IIIIICH, mache diese und jene Einzelaufgabe und habe GANZ VIEL GEARBEITET, ganz VIIIEL gearbeitet für EUUCH, womit sie andeuten wollen, dass wir alle anderen (diejenigen, die ebenfalls Funktionäre sind und diejenigen, die nur die eigentliche Funktion des Vereins in Anspruch nehmen) ganz »klein mit Hut« sein sollten, und dankbar für so viel Großzügigkeit, dass andere für mich schuften und das respektieren und entsprechend entlohnen, oder zumindest anerkennen sollten, wie wichtig diese Personen sind und diese Leute dann entsprechend wertschätzen und in den Himmel heben sollten. – Bekommen diese »wichtigen Persönlichkeiten« in der Gruppe aber dann nicht, was sie fordern, dann werden sie ganz schnell unleidlich und unverschämt und pöbeln und drohen, ihre ach so wertvolle Arbeit nicht mehr machen zu wollen und dann würden wir anderen ohne sie dastehen und sehen, was wir davon haben.

Und im Gegensatz zu dieser Sorte von Menschen gibt es andere, die sehr wohl einsehen, dass für das Funktionieren der gesamten Organisation zusätzliche Arbeiten vonnöten sind, aber sie machen diese Arbeiten einfach, ohne sich dafür bezahlen zu lassen, freiwillig und unentgeltlich, »ehrenamtlich«, weil sie begreifen, dass das Wichtige an der ganzen Organisation, die Erfüllung der Aufgabe ist, zu der die Organisation überhaupt gegründet wurde. – Kurzum, sie lehnen den »Personenkult« ab, der scheinbar von manchen Menschen erwartet wird, damit sie »in die Gänge« kommen.

Es ist somit eine bestimmte Haltung bei den Arbeitnehmern, die eine aggressive Atmosphäre im Arbeitsumfeld erzeugt, die besagt, IHR, für die wir arbeiten, MÜSST euch uns gegenüber so und so verhalten, sonst verweigern wir unsere Arbeit (Streik), oder wir attackieren euch, machen die Arbeit schlecht, und ihr werdet darunter leiden (Drohung).

In den Berufsfeldern, die ich oben genannt habe, gibt es immer wieder Beispiele, Vorfälle, wo die Menschen, für die die Arbeit gemacht wird, zu Schaden kommen.

Die leistungs-, kampf-, und erfolgsorientierten Berufstätigen sehen nicht so sehr, dass sie im Großen und Ganzen der gesellschaftlichen Abläufe, einen (kleinen?) Bereich mit ihrem Tun abdecken, und das sie selbst vom Ergebnis allen Tuns letztendlich genauso profitieren, wie alle anderen auch, nein, ihnen geht es darum, dass alle anderen »aufblicken« zu diesen großen Meistern ihres Fachs und sie besonders wertschätzen. – Dieses Denken ist aber nicht mehr zeitgemäß.

Alle Streiks sind auch ein »in den Weg stellen« gegen die Tendenz, dass diese alten Vorstellungen von Arbeit obsolet sein könnten und das nicht mehr der Arbeitnehmer, sondern die Arbeitsergebnisse hochgeschätzt werden. Denn das ist ja der Weg, den wir momentan gehen. Wir sehen, wir brauchen die Arbeitsergebnisse, sie sind das eigentlich Wichtige, und der Arbeitsprozess ist nur ein Durchlaufposten.

Was aber bedeutet das für das Individuum, das sich nicht mehr so, wie in alten Zeiten orientieren kann, bei seinen tagtäglichen Verrichtungen? – Im leistungs- und wettkampforientierten Tun ist die Gruppe Medium für die Selbstbestätigung, allerdings in einer eher feindseligen und niederträchtigen Weise. Denn der Sieger braucht, um Sieger sein zu können, solche Menschen, die er besiegt hat. Des einen Vorteil wird in der alten Welt immer zum »Nachteil« für die anderen. Da es ja viel mehr Besiegte als Sieger gibt, wird diesen dieses »Spiel« irgendwann nicht mehr schmecken und sie werden »aussteigen«. – Eine bessere Gesellschaft kommt ohne diese Spielereien aus (ich will nicht verhehlen, dass in früheren Zeiten dieser Wettkampfgedanke vielleicht seine Berechtigung hatte) und die Selbstbestätigung wird nicht dadurch erreicht, andere Menschen zu düpieren und schlecht aussehen zu lassen, sondern auf andere, mehr humanere Weise.

Die Voraussetzung dafür ist aber eine andere Gesellschaft. – So wie die Kämpferseelen verzweifelt versuchen, die alte Welt zu erhalten, indem sie ihrer »Arbeitsideologie« nachhängen, von der »Wertschätzung« der Arbeit reden, dass sich Arbeit »wieder lohnen« müsse, und mittels Streiks versuchen, Entwicklungen aufzuhalten, so werden die neuen Orientierungen sich aus veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen ergeben. – Es ist wirklich kein Zufall, dass alle Gewerkschaften sich gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen streuben, eben weil diese notwendigen Veränderungen der Arbeitswelt, sich über ein solchen Grundeinkommen ergeben wird.

Sicherlich ist es auch noch in einer Grundeinkommens-Gesellschaft möglich, sich einen Leistungswettbewerb vorzustellen, aber der Punkt ist, dass niemand mehr bei diesem »Spiel« mitmachen müsste und sich alle die wollten, sich dieser Ideologie entziehen könnten. -. Das ist so, als gäbe es bei der Olympiade einen Hundertmeterlauf und mangels Interesse bei den Menschen hätten sich nur 4 Leute für den Lauf gemeldet und 3 Personen dann qualifiziert und bei den millionenfachen Angeboten im Internet, sich unterhalten zu lassen, wäre die Übertragung der Olympiade ein »Nischenthema«, für das sich nur die Wenigsten interessieren.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde den Zwang bei Leistungswettbewerben mitzumachen, aufheben. – Das würde auch in der Schule eine andere Atmosphäre schaffen und überhaupt das Lernen viel mehr individualisieren, gemäß der Frage, was ist überhaupt für mich in diesem Leben wichtig und nicht »welcher Arbeitsideologie welches Politikers muss ich mich fügen, weil dieser dementsprechende Gesetze erlassen hat, die mich in die von ihm präferierte Richtung lenken sollen«.

Und wäre es dem Menschen, der Ausgangspunkt dieses Beitrags war, möglich gewesen, seine persönliche Situation in den Vordergrund zu stellen und sich nur dieser zu widmen, wenn er gespürt hätte, dass das notwendig ist, dann wären die Dinge vielleicht anders ausgegangen.

Quergelesen

Teil 1

Das Anliegen der Zeitschrift »Humane Wirtschaft« wird eigentlich von vielen dort schreibenden Autoren ganz unverblümt genannt.

Die freiwirtschaftliche Systemkritik zielt im Kern auf Machtverhältnisse, die zu leistungslosen Einkommen auf Kosten der produktiv tätigen Menschen (also zu Ausbeutung) führen, vor allem auf die private Aneignung von Allmende und die Etablierung nicht umlaufgesicherter und daher zinstragender Geldsysteme.

So schreibt es zum Beispiel der Psychologe Peter Berner in seinem Artikel »Der spaltende Geist und das Geldsystem« in der Ausgabe 02/2014.

Und wer sich dieser »Wahrheit« noch nicht genügend geöffnet hat, wird zum Naivling erklärt, wie Raphael Fellmer von der Autorin »Pat Christ« in derselben Ausgabe.

Die Visionen der Geldlosen sind sympathisch und gleichzeitig oberflächlich. Sie sind bestrickend in ihrer Einfachheit und gleichzeitig naiv. Es genügt nun einmal nicht, Tatbestände zu konstatieren. Nehmen wir den Hunger in der Welt. Der lässt sich keinesfalls ausschließlich als Verteilungsproblem fassen.

Und weiter:

Immerhin gehört Fellmer nicht zu jenen, für welche die da oben an allem schuld sind. Jeder einzelne ist verantwortlich für alles, sagt er gegenüber unserer Zeitschrift. Für quälerische Tiertransporte und Legehennenbatterien, für Klimawandel und Umweltverschmutzung, für den Hunger in der Welt und alle anderen Übel. Uff. Ganz schön viel Verantwortung – sagen wir für eine alleinerziehende Frau, die nicht weiß, wie sie ihre zwei Kinder mit Hartz IV über die Runden bringen soll. Zwar ist es auch für Humanwirtschaftlerlnnen zu billig, einfach mit dem Finger auf „die da oben“ zu zeigen. Aber Fakt ist: Reiche können die Spielregeln diktieren. Und sie tun es.

Und die Ikone der Freiwirtschaft, Helmut Creutz stößt natürlich in dasselbe Horn, wenn er konstatiert:

Die wesentlich größeren Veränderungen resultieren jedoch aus den mit allen unseren Geldausgaben zu zahlenden Zinsanteilen, die in allen Preisen (und damit den Haushaltsausgaben) ohne spezielle Angaben als Kapitalkosten genau so enthalten sind, wie die Personal und Materialkosten, während sich die diesen Kosten gegenüberstehenden Zinseinnahmen immer mehr bei den bereits reichen Minderheiten konzentrieren. Die Folgen dieser verdeckten Umschichtungen schlagen sich in jenen ständig zunehmenden ArmutReichtums-Diskrepanzen nieder, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr durch Leistungssteigerungen und Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden können.

Humane Wirtschaft 01/2014

Es ist diese eine »Wahrheit«, auf die sich die Human-Wirtschaftler scheinbar gegenseitig eingeschworen haben. Die »ArmutReichtums-Diskrepanzen« sind das gesellschaftliche Problem überhaupt und es geht darum, die Leserschaft immer wieder mit dieser Wahrheit zu konfrontieren.

Aber eigentlich ist dieses Denken gar nicht so weit weg von der SPD-Propaganda. Denn auch in der Ideologie dieser Partei und nicht unähnlich bei den LINKEN, ist das Problem der Armut bei den Reichen verortet. – Schuld sind die Reichen.

Aus dieser »Erkenntnis« heraus lassen sich dann bestens Feindbilder pflegen oder neu auflegen, wie es Peter Berner in seinem schon anfangs erwähnten hoch interessanten Artikel tut, in dem er von einem Disput in einer Mailingliste erzählt, weil einer einen Artikel aus dem Kopp-Verlag gepostet hatte und andere Leser der Liste dies für unangemessen hielten, weil in diesem Verlag auch »rechtes Zeug« veröffentlicht wird.

Berner vermittelt, dass in dem Verlag eine Vielzahl von Artikeln erscheinen, und eben auch interessante. Und die weniger erfreulichen Artikel müssten hingenommen werden, um an die besseren Beiträge gelangen zu können.

Aber was sind das nun für Beiträge, die »interessant« sind, beziehungsweise über was hatten sich die Kritiker empört. Berner selbst zitiert einen Abschnitt im dem steht:

„Doch den genauen Zeitpunkt kennt keiner von uns. Den bestimmen die heimlichen Herrscher über die westliche Welt – jene Familien, denen alle großen Banken und Investmentfirmen gehören und die dennoch in keiner Forbes-Top-Ten-Liste auftauchen.“

Im Grunde geht es auch hier wieder um die »wahren Schuldigen« an unser aller Elend, so zumindest in der Lesart der »Wahrheitsfinder« bei der Humanen Wirtschaft.

So passiert es, dass durchaus lesenswerte und vom Ansatz inspirierende Artikel teilweise abrupt, so wirkt es manchmal, in die Bahnen der Denkschienen der Freiwirtschaftler gelenkt werden (müssen?).

Der Autor Siegfried Wendt etwa, verfasst einen Text, der die Frage nach dem Sinn von Wirtschaft aufwirft, »Wisst Ihr denn, wohin Ihr wollt?«, 01/2014, findet sich aber dann doch wieder in der »Einkommensspreizung«, die, wen wundert es, auf die Arm-und-Reich Diskussion zurückführt, ohne die es scheinbar gar nicht geht, in dieser Zeitschrift.

Fazit:

Trotz dieser Einschränkungen lohnt es sich immer wieder in diese Zeitschrift zu schauen, auch wenn der Schluss, die Quintessenz der meisten Artikel vorhersehbar ist. – So gab es einen wichtigen Artikel eines Arztes zum Gesundheitssystem, das in Wirklichkeit ein Gesundheitsmarkt ist. – Humane Wirtschaft 05/2013

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Teil 2

Zu Peter Berners Artikel »Der spaltende Geist und das Geldsystem.« möchte ich noch einmal gesondert eingehen, da sich Berner doch sehr ehrlich mit den unterschiedlichen Denkrichtungen beschäftigt, und die Frage stellt, wie wir überhaupt »gemeinsam« irgendeinen Weg gehen können, wenn wir so unterschiedlich in unserem Denken sind.

Er sagt, dass wir Menschen ein »Teilwissen« von der Wirklichkeit haben und nur in dem wir diese Teile verbinden, ermöglichen wir es uns allen, das Ganze zu begreifen und zu erkennen.

Allerdings macht er dabei das Individuum kleiner als es eigentlich sein müsste.

In einem solchen Fall kann jede(r) der Beteiligten in der Regel nur einen Teil der Wirklichkeit, die gerade zu untersuchen oder zu gestalten ist, erkennen und verstehen – was ebenfalls so lange unproblematisch ist, wie ich als Betroffene(r) mir dessen bewusst bin, wo die Grenzen meines Wissens liegen. …………………

Daraus entsteht ein Habitus, den ich als „Hochmut der Halbwahrheit“ bezeichnen möchte. Dieser kann auf unterschiedliche Weise gelebt werden, sei es ganz offen als missionarische Haltung, welche die anderen überzeugen und „bekehren“ will ………….

Unterhalb der »ganzen Wahrheit« scheint es nichts Akzeptables zu geben. Aber ist das so? Auch die Summe der individuellen Wahrheiten ergibt die menschheitsgeschichtliche »ganze Wahrheit«. Es geht daher nicht um »Grenzen des Wissens« die uns Einzelne auszeichnen, sondern um die »Fülle der Erfahrungen, Erkenntnisse und Eindrücke« die die Einzelmenschen im Laufe ihres Daseins erwerben. Die macht die individuelle Welt so bedeutsam. – Berner betont die Beschränktheit der individuellen Wahrheiten. Aber genau das Gegenteil ist richtig. Es gilt, die individuelle Wahrheit vollumfänglich anzuerkennen. Nicht das Kleinmachen des Einzelnen sollten wir einüben, sondern erkennen, wie wichtig die Beiträge aller Einzelmenschen sind.

Da sich bei Berner aber alles darum dreht, die »Wahrheit« zu finden, kommen wir wieder unweigerlich auf den »falsch-und-richtig« Weg. Die persönliche Wirklichkeit ist für ihn nur eine »Halbwahrheit«.

Andererseits sagt er auch:

Wer eine profilierte Position bezieht, die mir befremdlich erscheint, löst nicht mehr – wie bisher üblich – den Reflex aus, ihn in die richtige Schublade einzuordnen und mir damit gegebenenfalls vom Leib zu halten, sondern wird innerlich willkommen geheißen als eine Person, die – über die Stimme ihres Gewissens, welche jede(n) Einzelne(n) an das universelle Bewusstsein zurückbindet – die Wahrheitsfindung der Gemeinschaft vervollständigt.

Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen. – Und wo ist der Haken? Wer bestimmt darüber, was die »ganze Wahrheit« ist, und was »nur« Wirklichkeit, wenn doch alle Einzelnen nur einen Teil des Ganzen überschauen können.

Die thematische Auseinandersetzung, die Berner hier führt, ist sehr wichtig und zu befürworten. Er ordnet aber das Individuum wieder der »ganzen Wahrheit« unter, der es angeblich nicht gewachsen ist. Wenn aber kein Individuum die ganze Wahrheit überschauen kann, wie entstehen dann solche Leitlinien, wie sie zum Beispiel in der Zeitschrift »Humane Wirtschaft« in jeder neuen Ausgabe wiederzufinden sind? – In Wirklichkeit sind es wieder Einzelpersonen und Machtsituationen, die zu solchen Entwicklungen beitragen.

Statt also allen eine »ganze Wahrheit« nahelegen zu wollen, könnten wir die individuellen Wahrheiten und Urteile akzeptieren, und schauen, wie wir über das gemeinsame Gespräch die Wirklichkeit so gestalten, dass möglichst viel von dem sich realisiert, was wir uns vorstellen. – Und natürlich wäre es naiv zu denken, dass wir alles tolerieren, was gedacht und gewollt wird. – Gedacht und gewollt wird ja auch das Böse in der Welt.

Begegnungen in Europa

Wer macht da mit?

Ich glaube gar nicht, dass diese Leute berechnend sind. Vielmehr unendlich naiv, »unschuldig«, bloß ein bisschen neugierig auf einen tollen Posten als Abgeordneter, vielleicht sogar mit »krass« viel Geld, im Monat.

Blauäugig, harmlos, eigentlich unscheinbar, aber ausgewählt von denen, die im Hintergrund die Fäden ziehen und das »Gesamttheater« steuern.

Deshalb getraut sich womöglich niemand, diese nette Person auf Hartz4 anzusprechen. So jung und mit einem umwerfenden Lächeln, wer will ihr da den sonnigen Nachmittag mit »schwerer Kost« verderben. – Der Jugend wird doch ein schönes Leben gegönnt.

Und was wäre passiert, wenn Jennifer Bartelt von dem Hartz4-Unrecht erfahren hätte, an ihrem GRÜNEN-Werbestand für die Europawahl? Wahrscheinlich wären ihre blendend weißen Zähne im Mund verschwunden und sie hätte die Augen verdreht, über das Pech, mit einem Querulanten im Gespräch zu sein. – Die Realität ist für die heutigen Politiker störend. Sie suchen die Harmonie mit Gleichgesinnten. Die Realität, die die Bürger erzählen kann aus ihrer Sicht nicht wahr sein, weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet. Für sie zählt der Durchmarsch an die Fleischtöpfe, die von den Bürgern mit ihren Steuergeldern bezahlt sind. – So aber entpuppt sich die Naivität mindestens als gefährliche Einfältigkeit.

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Streiks in der Wirtschaft

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Es gibt seit Jahren und Jahrzehnten Themen, die die Menschen sehr schnell in die eine oder andere Richtung wütend und aggressiv werden lassen. Dazu gehören der Nahost-Konflikt und Streiks.

Streiks behindern die Menschen in ihren täglichen Verrichtungen, um höhere Einkommen, teils auch bessere Arbeitsbedingungen und finanzielle Absicherungen zu erzwingen. Sowohl bei Streikgegnern als auch bei Streikbefürwortern liegen schnell die Nerven blank und über wüste Drohungen und Gewaltbereitschaft ist der Schritt nicht weit zu handgreiflichen Auseinandersetzungen.

Amazon hatte am vergangenen Mittwoch erneut deutlich gemacht, dass es keine Verhandlungen geben wird. »Wir sind fundamental davon überzeugt, dass ein dritter Partner im Unternehmen immer nur die zweitbeste Lösung ist«, sagte der Regionalmanager Nordost, Armin Cossmann, bei einem Werksbesuch in Leipzig. Die Bezahlung der Mitarbeiter sei mit einem Einstiegsgehalt von 9,55 Euro sowie 10,99 Euro nach zwei Jahren am oberen Ende dessen, was in der Logistik üblich sei.

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Auch wenn die Unzufriedenheit über die Streiks mehr als verständlich ist, wäre es doch angebracht, von Seiten der Firmenleitungen, ein anderes Verhalten an den Tag zu legen.

Sich lange und ausführlich über die gewerkschaftlichen Machtstrukturen auszulassen ist gar nicht nötig, denn die Arbeitnehmer würden sich diesen Organisationen nicht anschließen, wenn sie ihren Lebensumständen entsprechend, am Arbeitsmarkt Angebote vorfänden und ihnen ein existenzsicherndes Einkommen unabhängig von den Wechselfällen in der Wirtschaft, garantiert wäre.

Zu diesen Sachverhalten aber müssen Arbeitgeber ein glaubwürdiges Verhalten entwickeln, was heute noch nicht erkennbar ist.

Eine Vielzahl von Fragen stehen im Raum, für die es nicht sofort eine Antwort gibt. Wer verfügt über den Gewinn, der über die Arbeit erzielt wird. Nur der Eigentümer? Warum haben die Beschäftigten nicht wenigstens einen Überblick darüber, wie viel Gewinn erzielt wird, und was aktuell mit diesem geschieht?

Wie viel vom Gewinn muss reinvestiert werden. Wer entscheidet das? Wie viel vom Gewinn kann verkonsumiert werden. Von wem. Sind die Mitarbeiter dabei ausreichend beteiligt?

Fragen über Fragen. Dass die Firmenleitungen diese in einem akzeptablem Ausmaß mit ihren Projektbeteiligten (altdeutsch: Mitarbeitern) diskutieren und reflektieren, ist zu bezweifeln.

Streiks gibt es dann deshalb, weil für viele Mitarbeiter nicht klar ist, was die Firmenleitungen mit dem Gewinn machen und ob das so in Ordnung ist. Und natürlich werden die Gewerkschaften für interessierte Mitglieder genau diese Diskussion führen und anbieten. – Da ist die Schwäche der Firmenleitungen zu sehen.

Wie sehen zukunftsweisende, moderne Firmenleitungen in einer Wirtschaft aus? Sie müssen den Gewinn »zur Diskussion stellen« und die Gewinnsituation transparent darlegen. Sie sollten die Wichtigkeit der Unternehmensaktivitäten herausstellen, wenn in der Bevölkerung eine große Zustimmung für das Angebot besteht. Sie sollten sich gegenüber den Mitarbeitern verständnisvoll und solidarisch verhalten, dann können sie auch Solidarität gegenüber der Firma verlangen. Der Firmenleitung muss bewusst sein, dass die Menschen dauerhaft in existenzieller Sicherheit leben wollen. Den Firmen muss dazu eine Erklärung einfallen, in welcher Weise sie dem Rechnung tragen können. Und wenn sie es nicht können, müssen sie sich für eine gesellschaftliche Ordnung einsetzen, in der dies möglich ist. – Geschieht dies nicht, fällt es der Gegenseite leicht, die »Bonzen« zu denunzieren oder gar zu Recht anzuklagen.

Wirtschaft muss als ein »gemeinsames Projekt« verstanden sein, bei dem alle Beteiligten wichtige Aufgaben übernehmen. Nicht nur die Gründer von Firmen, die Erfinder von Produkten, die Schöpfer von Software, sind wichtig. Alle, die in einem Projekt, Unternehmen, in einer Firma Aufgaben übernehmen, sind notwendig (sonst hätte niemand sie gerufen) und müssen auch wahr- und ernstgenommen werden, mit ihren Anliegen.

Deshalb kann die erstbeste Lösung nur eine sein, die von den Beschäftigten mitgetragen wird.

Sportlich?

Uli Hoeneß sagt, er sei kein »Sozialschmarotzer«.

Das ist verwirrend. – Als »Sozialschmarotzer« werden manchmal die Armen, Arbeitslosen und Hartz4-Empfänger bezeichnet, von böswilligen Menschen. Weil sie Geld vom Staat bekommen. Aber Uli Hoeneß hat 18 Millionen Euro an Steuern hinterzogen, und noch mehr an Einkommen erzielt. Das ist etwas ganz anderes.

Aber warum sagt er dann, dass er kein »Sozialschmarotzer« ist?

Weil er darauf hinweisen möchte, dass die wirklich moralisch verwerflichen Menschen diejenigen sind, die die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen. Und er unterstellt mit der Bezeichnung »Schmarotzer«, dass dies zu unrecht geschieht. Die Armen und Hilfsbedürftigen sind die eigentlich schlechten Menschen im Land, will er sagen. Weil sie es zu nichts gebracht haben. Im Gegensatz zu ihm.

Hoeneß hat mit seinen Geschäften und Unternehmungen viel Geld verdient. Hoeneß sagt, er ist kein Sozialschmarotzer und will damit sagen, ich habe etwas geleistet und dafür Anerkennung bekommen, in Form von Geld. Während andere nichts leisten und auch noch als dreiste Bittsteller beim Staat vorstellig werden, um sich den Lebensunterhalt finanzieren zu lassen. So ein, in seinen Augen, mieses Verhalten zeigt der Uli nicht.

Aber wie kann das jetzt eingeschätzt werden? Uli Hoeneß war einmal Fußballer und er kennt bestimmt »Fair Play«. Ist denn das »fair« was er da macht, was er da sagt? Na klar spielt der Uli in einer ganz anderen Liga, wenn er Einkommen hat, in der Höhe von mehreren Millionen Euro. Wieso aber nimmt er ausgerechnet die Ärmsten im Lande als Schutzschild, hinter denen er sich verstecken will? Ist das nicht hässlich und fürchterlich kleinkariert. Feige und hinterhältig? Da versteckt sich der Millionär Hoeneß hinter den Armen im Land, und behauptet indirekt, die eigentlich Bösen und Verwerflichen seien jene, und nicht er. – Pfui Teufel, kann das wahr sein?

Darauf jetzt inhaltlich einzugehen, und diesem infamen Angriff gegen eine bemitleidenswerte Gruppe innerhalb der Gesellschaft zum Zwecke der eigenen Verteidigung, zu widersprechen, ist nicht nötig. So ungeheuerlich und unverschämt ist dieses Manöver. – Mit solchen Faulspielen zum Erfolg zu kommen, kann ich keinem Verein wünschen.

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Steuerhinterziehung

Es wird interessant sein, zu sehen, wie die Justiz mit dem Fall Uli Hoeneß umgeht und wie die Presse das Thema handhabt.

Die Selbstanzeige ist womöglich erfolgt, nachdem er erfahren hatte, dass gegen ihn ermittelt wird. Über 3 Millionen Euro soll er an Steuern hinterzogen haben. Da es sich um eine »angesehene« Persönlichkeit handelt, wird sich niemand die Finger schmutzig machen wollen und ihn hart anpacken. Und wer es tut, ist schnell der Buhmann in der Öffentlichkeit.

Was ist eigentlich passiert? Fans, Zuschauer zahlen Geld, um die Spieler des Vereins FC Bayern München in Aktion sehen zu können, um an dem Erfolg der Fußballer mit teilhaben zu können, die Mannschaft verdient Geld mit ihren gewonnenen Spielen, alle profitieren und natürlich auch Uli Hoeneß.

Abgemacht ist, dass jeder seinen Anteil an Steuern zahlt. Menschen, die als »abhängig Beschäftigte« arbeiten, kennen das gar nicht anders, weil ihnen in bevormundender Art und Weise einfach ihr Steueranteil von ihrem Bruttolohn abgezogen wird. Das heißt, dem Normalarbeitnehmer wird der Steueranteil weggenommen, während Selbständige aktiv, von sich aus, ihre Steuern zahlen sollen. Dies geschieht, in dem sie ihre Einnahmen dem Finanzamt mitteilen und die Behörde legt fest, wie viel an Steuern von den Selbständigen zu zahlen ist. – Mithin ist das also eine ganz andere Situation als bei den abhängig Beschäftigten.

Dass gerade diejenigen, die sehr viel verdienen, geneigt sind zu meinen, der Batzen Geld gehöre ihnen und das Finanzamt solle lieber die Finger davon lassen, ist schon seltsam. In der Öffentlichkeit wird ständig und seit Jahren darüber geklagt, dass zu wenig Geld vorhanden sei, um alle notwendigen Aufgaben, die der Allgemeinheit zugutekämen, zu erledigen. Nun erfahren wir immer wieder, dass (scheinbar?) ehrenwerte Herrschaften ihre Steuern nicht zahlen. – Was ist das für eine Moral?

Neben Uli Hoeneß ist da noch Frau Schwarzer zu nennen, die sich in der Sache so äußert, als solle die Allgemeinheit sie gefälligst in Ruhe lassen. Eher mag sie noch Verständnis von den Bürgern verlangen, statt von diesen verurteilt zu werden.

Insgesamt aber scheint ein verstärktes Interesse aufzukommen, die Reichen mehr mit »ins Boot« zu holen. Der andere große Fall ist Apple. In Australien hat man sich damit beschäftigt, wie viel Geld dieses amerikanische Unternehmen über die Jahre unversteuert außer Landes geschafft hat, und die Forscher stellen fest, dass es riesige Summen sind, die der IT-Konzern der australischen Gesellschaft »klaut«. »Klaut« deshalb in Anführungsstrichen, weil natürlich die Unternehmen sich solch‘ günstige Arbeits- und Gewinnbedingungen gesetzlich genehmigen ließen, von vergangenen Regierungen oder weil bestehende Gesetze eiskalt zu Lasten der Allgemeinheit ausgenutzt wurden.

Wenn Apple seine Gewinne außer Landes schafft, zum Beispiel nach Irland, und dort auch keine oder minimale Steuern zahlt, wer bekommt das Geld denn letztlich? Es sind die Anteilseigner, Shareholder. Es sind die Eigentümer der Firmen, die sich das Geld auszahlen lassen (inklusive Steueranteil).

Dabei ist doch die Abmachung eigentlich so: Ein Teil des Gewinns kann der Unternehmer, der Selbständige behalten und einen anderen Teil, der von der Gemeinschaft festgelegt wird, muss an Steuern gezahlt werden.

Die Gesellschaften müssen gegenüber ihrer Bevölkerung klarmachen, dass alle Mitbürger die Regeln einzuhalten haben. Wer es nicht tut, schadet der Allgemeinheit. – Und das ist nicht lustig. 😐

faz–prozess-wegen-steuerhinterziehung-muss-uli-hoeness-ins-gefaengnis

thestar–Apple-moved-billions-offshore-to-avoid-Australia-tax-report

todayonline–apple-moved-s113b-profits-australia-ireland-report

tagesspiegel–steuerhinterziehung-alice-schwarzer-wittert-eine-kampagne-gegen-sich

Welche Informationen sind wichtig

Im Radio ist ein Bericht über Ägypten zu hören. Was hat sich in dem Land getan, wie ist die Entwicklung? Es werden die Umstrukturierungen im Regierungskabinett dargelegt und das die alten Seilschaften rund um Mubarak sich wieder in der politischen Führung festsetzen. Interessant.

Interessant? Sender, wie etwa der Deutschlandfunk wollen über die wichtigen Ereignisse in der Welt informieren und mit Hintergrundberichten dem Hörer ein fundiertes Wissen zu den Sachverhalten vermitteln. Dennoch kann diese Sammlung an Worten als »Datenmüll« empfunden werden, nämlich dann, wenn gesellschaftliche Prozesse in ihrem zeitlichen Ablauf nicht als beliebige Vorgänge wahrgenommen werden, sondern eine gewisse Stringenz aufweisen und einen Sinn haben müssen.

Um was geht es also in Ägypten, was ist wichtig. Es ist wichtig wie es den Bürgerinnen und Bürgern im Land geht, wurde die Armut beendet, wie geht es den Minderheiten, werden sie toleriert oder gar geachtet? Ist ein allgemeiner Wohlstand zu verzeichnen. Versorgt die Wirtschaft alle Menschen im Land in ausreichendem Maße. Haben alle Menschen Zugang zu den existenzsichernden Gütern? Ist Bildung und Ausbildung für alle garantiert.

Würden sich die Medien diesen Fragen immerzu widmen, jeden Tag, dann könnte deutlich werden, dass nicht die Politiker, die Parteien, die Staatsoberhäupter wichtig sind, sondern ausschließlich die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, um faire, angemessene, menschenwürdige und gerechte Lebensumstände für alle Menschen in den betreffenden Gebieten zu erreichen.

Wie die aktuellen Verwalter namentlich heißen, welche politische Gruppierung gerade den gemeinschaftlichen Verwaltungsapparat dominiert, wäre völlig unwichtig, es ginge nur darum, dass sie ihre Arbeit ordentlich machen, von der wir alle wüssten, welche das ist und was da konkret als Aufgabe ansteht.

Somit ergibt sich eine unbedingte Notwendigkeit, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr Gemeinwesen zu »ihrer Sache« machen, dass sie erkennen, welche Aufgaben, das Gemeinwesen zu erledigen hat und von denjenigen, egal wer sich gemeldet hat [1], die Ausführung der Arbeiten einfordert.

Wenn wir den Fernseher einschalten oder das Radio, werden wir also nicht über die für uns Bürger wichtigen Dinge informiert. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass wir selber wissen, was ist eigentlich wichtig in einer Gesellschaft, was müssen wir im Auge behalten.

Wenn Ludwig Erhard in den 50er Jahren »Wohlstand für alle» verkündete, dann müssen die Bürger selbst wissen, was ist für sie überhaupt Wohlstand.

amazon–Ludwig Erhard-Wohlstand für alle

Es ist heute garantiert kein »Wohlstand«, wenn die Bürger in die Zwangsarbeit getrieben werden, wie es durch die Hartz4-Gesetze geschieht. Aber es wäre Wohlstand, wenn wir dafür sorgen, dass alle Menschen im Land, mindestens in »bescheidenen, aber menschenwürdigen Verhältnissen« leben und dies dadurch garantiert ist, dass die Wirtschaft uns alle mit den notwendigen Gütern ausstattet (Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie). Diese »Grundausstattung« der menschlichen Erdenexistenz darf an keine Bedingungen geknüpft sein, die die Menschen erst erfüllen müssten. Unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hat sich in den letzten Jahrhunderten dermaßen entwickelt, dass eine Versorgung der Weltbevölkerung mit diesen notwendigen Gütern problemlos möglich ist.

Damit wäre der erste Schritt zu »Wohlstand« getan. Das Absurde an der deutschen Industrie der 60er und 70er Jahre bestand ja darin, die ganze Welt mit deutschen Produkten versorgen zu wollen, was überhaupt nichts mit der Versorgung der deutschen Bevölkerung zu tun hatte. Diese war ja Ende der 60er Jahre längst gesichert. Nein, es ging darum einen wahnwitzigen Eroberungsfeldzug durchzuführen, diesmal nicht mit Waffen, sondern mit Gütern. »Made in Germany« sollte in jedem Haushalt dieser Erde vorzufinden sein. Mit »Wohlstand« der bundesdeutschen Bevölkerung hatte das schon lange nichts mehr zu tun. Deshalb mussten auch weitere Arbeitskräfte ins Land geholt werden. Die deutsche Wirtschaft hat sich sozusagen »abgelöst« von der ursprünglichen Aufgabe, nämlich die Bewohner zu versorgen. Gegenüber der Bevölkerung wurde es aber argumentativ anders verkauft. Nämlich statt den Versorgungsgrad der Menschen und die Sicherheit dieser Versorgung in den Vordergrund zu stellen, wurde ihnen suggeriert, es ginge ihnen nur gut, wenn die Firmen alle »wachsen«.

Neben der beständigen, sicheren Versorgung der Menschen mit den notwendigen Gütern, besteht »Wohlstand« in der Achtung der Menschenrechte und Grundrechte. Grundrechte, aber auch Verfassungen, Präambeln, Verträge, Erklärungen sind nichts wert, wenn sie nicht von lebenden Menschen ständig lebendig gehalten werden. Ein in völkerrechtlichen Verträgen anerkannter Passus des »Verbots von Zwangsarbeit« ist nichts wert, wenn niemand in den Ländern, in den Organisationen, wenn niemand in der Bevölkerung darauf drängt und darauf achtet, dass dieses Recht auch eingehalten wird und Alarm schlägt, wenn dies nicht der Fall ist. – »Wohlstand« ist die permanente Anerkenntnis und Durchsetzung der Menschenrechte in einem Land.

Freiheit in den geistigen Dingen. Kunst und Kultur. Bildung, Ausbildung. Wissenschaft. Der Mensch muss sich mit demjenigen, was ihm wichtig ist, in Freiheit auseinandersetzen können. (Einschränkungen ergeben sich womöglich aus den Menschenrechten.)

[1]
»Wahlsieger«, sind Freiwillige, die sich gemeldet haben, um für die Gemeinschaft Arbeiten und somit auch Verantwortung zu übernehmen. Dies ist umso interessanter, da sich mittlerweile die Beispiele häufen, dass Politiker sich weigern, Verantwortung zu übernehmen, obwohl sie doch gerade dafür gewählt wurden. – Jüngste Beispiele sind in Berlin zu verzeichnen. Für das Flüchtlingscamp will niemand zuständig sein und niemand aus der politischen Verwaltung will die Fanmeile zur Fußballweltmeisterschaft genehmigen.

tagesspiegel–fluechtlingscamp-auf-dem-oranienplatz-wenn-politik-ein-fall-fuer-die-justiz-wird

tagesspiegel–fussball-wm-fanmeile-niemand-fuehlt-sich-zustaendig

Sichtweisen

fuw–die-schweiz-stellt-sich-ins-abseits

Warum tut sich die Schweiz das an? In den vergangenen Abstimmungen haben wohl etliche Stimmbürger der Denkzettelpolitik gehuldigt: einen Protest zu markieren und im Inneren zu hoffen, dass die Vorlage dann schon abgelehnt wird. Wie der sehr knappe Ausgang der Abstimmung zur Masseneinwanderung zeigt, ist das gefährlich – manch einer wünscht sich in der Zwischenzeit wohl, er hätte doch eher Nein gestimmt. Die Denkzettelpolitik ist eine Missinterpretation der direkten Demokratie und führt in die organisierte Verantwortungslosigkeit. In einer Demokratie sollen nicht Denkzettel verteilt, sondern verantwortungsvolle Entscheide gefällt werden.

Die Gründe, warum die Bürger bei konkreten Fragestellungen, die eine oder die andere Entscheidung präferieren, kann niemand im Einzelfall herausarbeiten wollen. Wozu? Das geht niemanden etwas an, warum ein Staatsbürger sich für oder gegen etwas ausspricht. – Vielmehr muss bei diesem Unterfangen die Absicht angenommen werden, die Motive der Bürger zu diskreditieren. Vielleicht um einmal vom Volk getroffene Entscheidungen wieder zurücknehmen oder sie als »wertlos« erklären zu können. – Interessant ist ja, dass die Gegner der Volksentscheide hier am »Suchen und Wühlen« sind, um Verwertbares gegen die Bevölkerung zusammentragen zu können. – Es geht ihnen darum, die Autonomie und Selbstkompetenz (»Ich habe entschieden.«) relativieren zu wollen.

Dabei sind sich die Sprücheklopfer in aller Regel nicht bewusst, dass nicht Beamte, Bauern oder Gewerkschafter Arbeitsplätze, Einkommen und Wohlstand schaffen, sondern die Wirtschaft. Sie ist es auch, die Steuern generiert – bezahlt von den Unternehmen selbst und ihren Lohnbezügern. Die Wirtschaft trägt den Staat.

Das ist ein schönes Beispiel, wie die Bedeutung der Wirtschaft »verdreht« wird, falsch dargestellt wird, zu Lasten von uns allen. Es geht ja eben nicht darum, dass die Wirtschaft Arbeitsplätze, Einkommen und [somit] Wohlstand erzeugt. Dass die Wirtschaft Arbeitsplätze schafft, ist ein Nebeneffekt der eigentlichen Aufgabe, nämlich uns alle mit den benötigten Gütern und Dienstleistungen zu versorgen. Nur darum geht es. Und dieses Versorgen geschieht über »Arbeit«. Wenn aber die Versorgung in weiten Teilen auch »ohne Menschenarbeit« möglich ist, dann genügt das auch. (Zum Beispiel mit überwiegend roboterisierten Produktionsstraßen, automatisierten Arbeitsabläufen und computerisierten Verwaltungen.)

Weder brauchen wir Arbeitsplätze, noch brauchen wir Einkommen zwingend, um »Wohlstand« zu haben. Denn wir brauchen allein die Produkte und Dienste (je weniger Menschen dafür »arbeiten« müssen, um so besser für uns alle, weil wir die sich daraus ergebende freie Zeit anderweitig verwenden können) und freien Zugriff darauf (Geld ist doch nur eine Beschränkung dieses Zugriffs. Denn nicht jeder hat Geld, oder viele haben zu wenig Geld).

Auch trägt nicht »die Wirtschaft den Staat«, sondern die Bürger sind verantwortlich für ihr Gemeinwesen. Und etwas, das ihren Vorstellungen nicht entspricht, werden sie nicht unterstützen wollen. Die Wirtschaft hat zwar eine wichtige, aber dann doch untergeordnete (vielleicht auch gleichwertige) Bedeutung. Es ist alleinige Aufgabe der Wirtschaft, die zuverlässige, sichere und langfristige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Alle übrigen Fragen, die bedeutsam für ein Gemeinwesen sind, müssen die Bürgerinnen und Bürger selbst beantworten. Übrigens nützt es auch nicht wenn, nach Meinung des Autors, die Wirtschaft den Staat »trägt«, aber die Menschen kein Geld haben, um sich die Wirtschaftsprodukte zu leisten und dadurch die Unternehmen in Konkurs gehen.

Deshalb muss vom Staat per Gesetz geregelt werden, wer alles Zugriff auf die Wertschöpfung der Wirtschaft hat. Und das müssen immer alle Menschen in der Gemeinschaft sein. Deshalb müssen diese Menschen mit Rechten [1] ausgestattet werden, sich die existenzsichernden Güter nehmen zu dürfen.

[1]
Dieses »Recht« ist gemäß unserer gesellschaftlichen Absprachen, Geld.

gesell-arkl