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Selbstbestimmung und Zusammenleben

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In der Bundesregierung wird zur Zeit eine Bestrafung der Freier von Zwangsprostituierten diskutiert. Schwester Lea Ackermann von der Hilfsorganisation »Solwodi« begrüßt die Idee im Deutschlandfunk: »Es wäre ein kleiner Anfang, ein Signal.« Aber sie formulierte auch noch drastischere Forderungen.

Ackermann, die für Solwodi (»Solidarity with Women in Distress«, zu deutsch: »Solidarität mit Frauen in Not«) arbeitet, nannte die Bestrafung »das Mindeste, was man tun kann«. Sie will noch schärfere Gesetze. »Wir gehen weiter, wie in Schweden soll jeder Kauf von Sex verboten werden.«

Das ist eine interessante Überlegung.

Wie ist es denn heute mit der Sexualität. Da sie im eigenen Körper entsteht, ist derjenige Mensch vor die Aufgabe gestellt, eine Lösung dafür zu finden. – Natürlich haben die jeweiligen Kulturen über die Jahre und Jahrhunderte eigene Regeln entwickelt, wie die Personen in der Gruppe, die Männer und die Frauen, entlang dieses sexuellen Impulses sich verhalten sollen.

Heute sind diese Regeln mehr denn je in Frage gestellt. Einmal, weil diese klare Abgrenzung zu anderen Gruppen, Ethnien immer schwieriger wird, zum Anderen, weil die einzelnen Menschen sich nicht mehr diesen Kategorisierungs- und Einordnungsversuchen der Gemeinschaft sich fügen wollen. Die Genderdiskussion ist hier zu nennen, der Unisex. – Heute haben wir eine nie gekannte Freiheit mit diesem Thema umzugehen, mit der eigenen Sexualität zu hantieren.

Dies ist auch deshalb bemerkenswert, wenn wir hautnah erleben, wie in Kulturen, die noch festgefügt zu sein scheinen, in archaischen Lebensweisen, die jungen Menschen festgelegt sind in Rollen und in ganz jungen Jahren bereits Mutter und Vater werden und eine Familie gründen, wie es eben die Religion, der Familienclan, die eigene Kultur, die Politik des »Vaterstaates« verlangt.

Wenn also nicht der Staat, die eigene Kultur, die Religion festlegt, wie wir mit unserer eigenen Sexualität umgehen sollen, dann sind wir vor uns selbst gestellt, darüber zu entscheiden. – Sicher sind wir auch dann noch beeinflusst worden, bevor wir mit unserer eigenen Sexualität konfrontiert sind, durch unsere Bezugspersonen, die wir bis dahin hatten, durch unsere konkreten Lebensumstände, die wir bis dahin durchlebten. Dass heißt, wir Menschen kommen sehr wohl »präpariert« in die Pubertät.

Neben den subjektiven Erfahrungen, die uns in dieser Hinsicht beeinflussen, sind es die gesellschaftlichen Prozesse. – In den 70er Jahren gab es die Pornographiefreigabe, in den 80er Jahren waren es die Spielarten des Sex und in den 90er Jahren trat die große Ernüchterung ein, beim Anblick des vielen Leides, das durch einen grenzenlosen Sexwahn eintrat.

Ackermann: Es gibt doch auch Mord, den man gesetzlich verbietet, und man schafft damit nicht alle Morde aus der Welt. Ich meine, man muss Gesetze machen, um den Menschen zu sagen, das geht nicht. Es muss natürlich auch begleitend was geschehen. Es muss natürlich die Polizei aufgestockt werden. Man muss sich auch überlegen, wie sollen diese Bordelle kontrolliert werden. Deshalb wäre es wesentlich einfacher, den Kauf von Sex unter Strafe zu stellen, und dann wären so große Bordelle und all das gar nicht mehr möglich. Heute kann sich nicht mal eine Stadt dagegen wehren, wenn ein Großbordell in ihr errichtet wird. Die Stadträte haben nicht das Sagen. Das ist doch unglaublich. Die Bürger können auf die Barrikaden gehen, das Großbordell wird gebaut. In Saarbrücken haben sie es erlebt und jetzt sind andere Städte dran.

Heuer: Sie sind und haben das jetzt auch zweimal in unserem Gespräch gesagt dafür, die Prostitution ganz zu verbieten. Als Beispiel gilt da immer Norwegen. Dort ist die Prostitution grundsätzlich verboten. Aber ist sie verschwunden?

Ackermann: Es ist der Kauf von Sex verboten. Es ist ein ganz neues Bild der Frau und des Mädchens. Die sind nicht käufliche Ware. Das ist schon mal sehr, sehr gut. Wir können alle Probleme, die die Menschheit hat, ja doch nicht auslöschen. Wir können doch die Krankheiten nicht abschaffen. Und trotzdem haben wir doch nie aufgehört, dagegen zu kämpfen!

Schwester Lea Ackermann (sie scheint also einer Religion stark verbunden zu sein) will dasjenige, das nicht gut ist, »bekämpfen« und verbieten. Neue Gesetze, Polizei aufstocken, mehr Kontrollen. Jetzt frage ich mich, wie eigentlich ein Polizeistaat aussieht. – Vielleicht so? – Und welche Menschen sind es, die letzten Endes einen totalitären Staat installieren, mit ihren Vorstellungen von »Ordnung«. Ist es möglich, sie sich vorzustellen?

Ackermann: »Es ist der Kauf von Sex verboten. Es ist ein ganz neues Bild der Frau und des Mädchens. Die sind nicht käufliche Ware.«

Ich bin mir nicht sicher, ob durch ein Verbot von etwas ein »ganz neues Bild« entsteht. – Was Frau Ackermann hier »lösen« will, sollte in einen anderen Kontext gestellt und dort weiter behandelt und diskutiert werden. Und wenn sich doch auf die Umstände bezogen wird, die die Dame hier anspricht, dann ist eine seriöse Auseinandersetzung nur möglich, wenn bis in die Einzelheiten Informationen zur Verfügung stehen würden, sonst verläuft sich alles in Spekulationen und Vermutungen, da wir nichts Genaues wissen.

Kein Mensch sollte zu etwas gezwungen werden können. Weder Kinder noch Erwachsene. Wer zu Sex gezwungen wird, sollte aus dieser Situation befreit werden, wenn die Person sich nicht selbst befreien kann. [1]

Wie ist das aber vorzustellen, das zum Beispiel in einem Bordell »Zwangsprostitution« stattfindet. – Sind dort die Frauen in Ketten gelegt und gefesselt vorzufinden, weil sie sonst weglaufen würden? – Oder ist es nicht eher so, dass der »Zwang« zur Prostitution darin besteht, dass die Frauen über kein sonstiges Einkommen verfügen und wenn sie aus dem Bordell »fliehen« würden, dann mittellos wären. – Warum unterstützt Schwester Lea Ackermann nicht das Bedingungslose Grundeinkommen? Dann hätten auch die Prostituierten ein existenzsicherndes Einkommen unabhängig von dem Gewerbe, dem sie (unfreiwillig) nachgehen. – Auch Alice Schwarzer scheint sich nicht für das Bedingungslose Grundeinkommen einzusetzen. Warum nicht?

Alles Unrecht, das Menschen zugefügt wird, gehört beendet. – Wenn wir von solchem Unrecht wissen, müssen wir uns dafür einsetzen, dass wieder die Würde zum Vorschein kommt, und das die Menschenrechte überall geachtet werden.

Die Prostitution ist dabei eine durchaus seltsame Angelegenheit. – Zurecht wird dabei auf den Umstand hingewiesen, dass da etwas »mit Geld« geschieht: Es wird »bezahlt«. – Dafür soll eine Person der anderen »helfen« mit der Sexualität fertig zu werden. Das kann zum Beispiel mit »Spielen« verknüpft sein. – Dass diese Art des Umgangs mit Sexualität den Vorstellungen mancher Menschen nicht entspricht, ist verständlich. Aber haben sie das Recht den anderen zu verbieten, wie sie es handhaben? – Womöglich finden es manche Frauen unerträglich, sich vorzustellen, Frauen könnten diese Art von Sexualität »freiwillig« machen. Da passt die Idee, alles ist »Zwangsprostitution« schon besser ins Bild. Außerdem könnte, wenn jegliche Form käuflichen Sex verboten wird, auch der dort stattfindende freiwillige Sex »zum Verschwinden« gebracht werden. So wahrscheinlich die Hoffnung der Befürworter. [2]

Wird das Thema »Sexualität« aber aus dem Zusammenhang von »Verbot und Strafe« einmal herausgenommen, dann wäre ein Gespräch möglich aus anderer Sicht. – Sexualität ist etwas, das »in uns« auftaucht. Warum helfen wir einander nicht, mit dieser »großen Energie« fertig zu werden, statt uns gegenseitig mit Strafen zu bedrohen? – Diese Diskussion müsste viel stärker geführt werden. – Mit Zuversicht und Wohlwollen sollten die Menschen einander begegnen und bei der Lösung von Problemen den positiven Kräften den Vorrang lassen.



[1]


Allerdings ist gerade in Deutschland der »zwangsweise« Umgang mit Menschen weit verbreitet.

So werden hier Menschen durch staatliche Organisationen zur Arbeit gezwungen. Obwohl es rechtliche Regelungen gibt, die dies eindeutig untersagen, wird es dennoch praktiziert, weil das Bundesverfassungsgericht diese Vorgänge nicht verbietet. – Die »Anleitung« zur Zwangsarbeit geschieht über die Hartz4-Sanktionen. – Außerdem haben wir »Zwangsrundfunkgebühren«, was bedeutet, dass wir gegen unseren Willen die Arbeitsplätze der Medienmitarbeiter in den öffentlichen Anstalten finanzieren müssen. – Und jüngst hat sich ein Politiker über die Wahlbeteiligung geäußert und vorgeschlagen, dass die Bürgerinnen und Bürger zur Wahlbeteiligung gezwungen werden sollten.

Damit ist eine gewisse Atmosphäre in diesem Land beschrieben, die womöglich in alle Lebensbereiche hineinwirkt.

[2]


Das Verhältnis von Männern und Frauen in Gesellschaften kann von Umbrüchen begleitet sein. – Es gibt eine gesellschaftliche »Stimmung«, die den öffentlichen Umgang miteinander beeinflusst.

In der Zwangsprostitutionsdebatte kann zuweilen ein Unterton von Ressentiment gegenüber den Männern wahrgenommen werden, wenn sich manche Frauen zu dieser Sache äußern.

Haben nicht »wir« Männer über die Frauen viel Unglück gebracht, in den letzten Jahren und Jahrzehnten? – Sind es nicht die Männer gewesen, die mit zwei Weltkriegen ungeheures Leid über die Menschen, die Frauen gebracht haben. Sind es nicht die Männer, die mit ihrer Gewalttätigkeit, Brutalität, Gefühlskälte sich selbst ein negatives Image verpasst haben? Welche positiven Aussagen über eine schöne Welt, ein gut gestaltetes Zusammenleben hören die Frauen von den Männern? Wie haben die Männer in den letzten Jahrzehnten die Gesellschaft gestaltet, dass sie für alle, für Frauen und Kinder, für Alte und Kranke eine lebenswerte eine gute Gesellschaft ist? Haben sie nicht mit ihrem Tun alles verschlimmert und verschlechtert?

Und ist andererseits nicht gerade unsere heutige, schrecklich elende, arme, am Dahinsiechen befindliche Gesellschaft maßgeblich von Frauen mitgestaltet? – Nehmen wir die ganzen Politikerinnen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten den Verfall der Gesellschaft aktiv mitgestaltet haben, in den Parteien, in der heutigen Regierung. Aber auch in den Firmen, als Führungskräfte, in der Medienlandschaft, in der Kulturwelt, überall sind heute Frauen deutlich stärker vertreten und somit mitverantwortlich für den Zustand unserer Gemeinschaft. – Ein Großteil der Beschäftigten, die die Zwangsarbeit verwalten, in der Agentur für Arbeit und Jobcenter sind Frauen. – Interessant ist dabei die irrige Annahme, durch die Frauenbewegung würde eine »bessere Gesellschaft« entstehen. Was tatsächlich passiert, ist die »Übernahme« der männlichen Verhaltensweisen, sofern sie von Frauen bisher nicht gelebt war. – Mehr nicht.

»Die Lösung« ist auf der Ebene der Verständigung und Versöhnung zu suchen und nicht durch ein Gegeneinander die Differenzen zu vergrößern.

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Ja nun

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Ein sehr guter Beitrag, der eine wichtige Diskussion hoffentlich anschiebt, die mir auch am Herzen liegt.

Worum es mir geht? Ich möchte verhindern, dass unsere Söhne wie Zombies vor ihren Computermonitoren hängen, um dort ihre tägliche Dosis (sexueller) Gewalt zu verarbeiten.

Na ja, das sehe ich nicht so als Problem. Immerhin »verarbeiten« sie ja. 🙂

Im Islam kann der Mann noch Krieger sein, ist der Mann noch Mann und die Frau noch Frau, auf der Grundlage uralter Rollenbilder, …

Aber was soll das heißen? Rollenbilder können überkommen sein. Und es lohnt sich, andere Wege zu gehen. Das ist sicher eine Aufgabe. Die alten Rollenbilder haben auch noch ihren Anteil an dem Neuen. In abgewandelter Form. Was den »Krieger« angeht, da sollte jeder genau hinschauen. Sind es nicht überwiegend »Selbstmordattentäter« die da von sich reden machen? Und feige Mörder, die Wehrlose massakrieren? Was soll da zu lernen sein und ist übernehmenswert. Nichts! Die westlichen Krieger stehen da nicht viel besser. Wenn der General eine taktische und strategische Niete ist, muss sich der einfache Soldat trotzdem damit abfinden, dass er »verheizt« wird. – Was soll das? Menschen sind großgezogen worden, haben Zuwendung erhalten und den Eltern wird im Nachhinein erklärt, sorry, der Einsatz ist irgendwie schiefgelaufen, euer Sohn ist gefallen. Nein, das geht nicht mehr. Die Nieten im Militär sind das Problem und es sollte sich jeder (männliche) Staatsbürger dagegen wehren, nur als Rädchen im Getriebe zu fungieren.

In modernen, befriedeten Gesellschaften werden junge Männer ständig darauf hingewiesen, dass ihre Triebe nicht toleriert werden und Ideen von Ehre und Heldentum keine Wertschätzung genießen.

Stimmt nicht! Gescheitert sind sicherlich die Männer überhaupt. Definieren sie eine Welt, in der es sich lohnt zu leben? Eben nicht. Da fängt es schon an. Das Interesse der Männer müsste sein, lebenswerte Welten zu beschreiben, für die es sich lohnt aktiv zu sein, und im Bedarfsfall auch zu sterben. Diese werden nicht benannt. Gerade in den Computerspiel-Welten wird das Elend zelebriert, dass doch schon lange in den Köpfen vieler Menschen vorhanden ist. – »Das Gute« gilt es zu benennen, da müssen die Männer endlich wieder den Mund aufmachen und zeigen, dass sie etwas Schönes wollen.

So aber sieht es aus, als ob die Männer nur das Hässliche, das Böse, das Schlechte anstreben. Denn ständig beschäftigen sie sich nur mit dem. Nimmt man mal die Hollywood-Sparten als Grundlage von Lebenswelten der Männer, dann löst sich das auf in Kategorien wie Action, Horror, Komödie. Und quasi im »Off«, kommt dann noch Porno hinzu.

Verdächtig ist, dass von den männlichen Protagonisten so getan wird, als ob das Böse »ewig« vorhanden sei. Klar, denn dann braucht man auch nicht seine inneren Zustände anpassen und kann die »ollen Kamellen« weiterlutschen. 😐

Die Triebe sollten nicht negiert, sondern kanalisiert werden. Sie sollten in gesellschaftlich sinnvolles Verhalten münden, in Gefühle von Stolz und Ehre, in den Wunsch, kompetitiv zu sein und Verantwortung zu tragen.

Nehmen wir den Herrn Breivik. Aber auch die anderen Amokläufer speziell in den USA, und solche hier in Deutschland. Der Breivik soll ja auch so ein Fan der Computer-Ego-Shooter gewesen sein. Warum soll der Kampf gegen das Böse schlecht sein? Überhaupt nicht. Aber der Täter wählt die Rolle des Bösen. Das muss schon mal zu denken geben. – Wir müssen darüber nachdenken, warum die Männer »wie Zombies« aus der Wohnung kommen (nachdem sie ihre »tägliche Dosis Gewalt« an den Computermonitoren verabreicht bekamen), um Schlechtes zu tun.

Warum ermorden diese Computerspiele-beeindruckten jungen Männer wehrlose Menschen, Kinder? Genauso gut könnten sie auf die Idee kommen, dass die Diktatoren dieser Welt durch eine private Eingreiftruppe eliminiert gehören. Oder durch einen Selbstmordattentäter! Das wäre wenigstens etwas Sinnvolles. Stattdessen greifen sie aber ihre eigene Peergroup an, Menschen in ihrem gesellschaftlichen Zuhause und töten dort Gleichaltrige, Kinder. Warum? – Weil es Rache ist.

Es sind junge Männer, die sich rächen. Im Grunde genommen sagen sie, die Gesellschaft die ihr geschaffen habt, hasse ich. Es sind Söhne, die sich von ihren Vätern im Stich gelassen fühlen und sich eine kaum hilfreiche Ersatzwelt mit den Computerspielen schaffen. Die westlichen Gesellschaften haben in den letzten hundert Jahren sich immer mehr technisiert, aber dafür ist das Gespräch, das Zusammensein der Menschen in immer stärkerem Maße zu kurz gekommen. Junge Männer stehen mit 20 alleine da, weil der Vater nicht vorhanden war, nichts mitzuteilen hatte oder gar als Gegner empfunden wurde. – Unsere heutigen westlichen Gesellschaften sind inhuman.

Gendereien

Eines der Klischees, die sich besonders lange hielten, ist jenes, dass Frauen empfindsamer und sensibler seien, für soziale und emotionale Belange. Sozusagen ihre Antennen und Fühler ausstrecken würden, um geradezu das Unheil zu wittern, um ihm zu widerstehen oder davon zu berichten.

Nein, so ist es doch gar nicht. Schauen wir uns einmal die vielen Frauen an, die bei den GRÜNEN nicht zuletzt in »verantwortlicher Position« mitwirken, bei der Partei, die die Schande »Hartz4« mitgeboren hat. Kein Wort da von diesen Frauen, über das Unrecht, dass sie in die Welt gebracht haben.

Und dann die vielen Frauen, fast überwiegend Frauen, die als willfährige Täterinnen (da brauche ich noch nicht mal das Binnen-I) in den Arbeitsämtern (Jobcenter und Agentur für Arbeit) tätig sind, und brav ihre Unrechtsarbeit verrichten und sich keinen Deut‘ schämen, dass sie als Frauen das nicht »spüren« welches Unrecht sie da begehen. Ganz abgestumpft gehen sie ihrem Trott nach.

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Männerwelten

Akif Pirinccis Artikel über den Vorfall in »Kirchweyhe« hatte ich schon mal überflogen, aber wegen der sehr derben Sprache dann doch nicht weiter gelesen. Jetzt ein weiterer Artikel von ihm, dass er auf Facebook gesperrt wurde (und dann wieder freigeschaltet). [1] Dann die Vorfälle in Boston. – Ist was los mit den Männern?

Männer sind ganz tolle Kerle, wenn sie sich anerkannt fühlen, in einer Gruppe von Männern sich wohl fühlen, wenn sie der Gemeinschaft geben können, von ihren Fähigkeiten, ihrer Solidarität, ihrer Zuneigung. Sie sind stark, und bis in den Tod bereit sich für etwas einzusetzen, wenn sie den Wert anerkennen und der Meinung sind, es ist eine gute Sache. Sie sind warmherzig und liebevoll, können aber auch dort, wo sie es für angebracht halten, gnadenlos hart und unnachgiebig sein. – Habe ich da jetzt die guten Männer beschrieben?

Was ist denn heute los? Fange ich mal bei den Deutschen an. 1933 haben wir es Männern erlaubt, ein ganzes Volk zu »führen« und sind mit diesen Männern und ihrem Denken untergegangen, verbunden mit unsäglichem Leid, dass diese Männer ihrem eigenen Volk und Menschen in anderen Ländern angetan haben. – Heute ist es aus, mit der deutschen Männerherrlichkeit! Weltordnungen der Männer sind gewaltbasierend. Gewalt überall und allenthalben. Aber jetzt ist es nicht mehr die militärische Gewalt, die uns so beschäftigt, im Inneren, sondern die Gewalt, die durch mannigfaltigen Missbrauch in verschiedensten Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Arbeitsplatz) und über den öffentlichen Raum zustande kommt.
Migranten. Sie bringen ihre Kultur, ihre Beziehungskultur mit. Die Gruppe spielt noch eine viel größere Rolle als bei den deutschen Männern im Westen. In der Zeit, in der im Westen die Single-Haushalte überhandnahmen, war es noch selbstverständlich für die Migranten, dass sie im Familienverband sich orientierten und ihre Vorteile suchten. Sprich, man geht zu zweit, zu dritt, zu viert abends aus dem Haus, und wenn einer von den Single-Deutschen einem quer kommt, gibt’s halt eine auf die Mütze. Richtig ist schon, dass das ganz normal von der Polizei verfolgt gehört, bloß ist das, was der Akif Pirincci da sagt, durchaus bedenkenswert. Natürlich kann ein Migrant erkennen, wer zu seiner Kulturgruppe gehört und wer nicht. In der Berichterstattung, auch unter dem Aspekt des Pressekodex, entsteht dabei ein durcheinander und durchaus auch Benachteiligungen von »Bio-Deutschen«. Für die einen ist das »kein Problem«, aber andere bemerken das und ärgern sich dann darüber.
Wer sich daraufhin beklagt, wird schnell als Nazi tituliert, insbesondere von denen, die sich selbst als »Links« bezeichnen. Und ruckzuck findet ein Schlagabtausch statt, der in der Sprache gewalttätig wird, oder wie jetzt bei Herrn Pirincci wird flux angezeigt und verklagt, und gedroht und so weiter. – Ja die Gruppenorientierung bei den Migranten ist durchaus vorhanden, gilt es doch auch, sich in dem Einwanderungsland mit den eigenen Interessen zu behaupten.

Wenn man aber nur mal diesen Beitrag von Herrn Pirincci als Anregung nimmt, einmal darüber nachzudenken, so kann man durchaus sagen, dass die Männer allgemein, in einer Dauerkrise sich befinden, was sich an den Symptomen bemerkbar macht, die wir alle sehen. Auch die Migranten-Männer müssen sich langfristig umorientieren, vielleicht kommt man doch nicht so voran, als Subjekt, als Individuum, wenn man sich immer nur im Clan bewegt. Vielleicht muss doch das Verhältnis zu den Frauen überdacht werden.
In der westlichen Zivilisation nimmt das nun schon ganz andere Formen an. Der Gendergedanke (die Lichtgestalt ist hier wohl Judith Butler) verknüpft mit der Idee, das Geschlecht nicht mehr erkennbar zu machen, führt in neue Dimensionen menschlichen Seins. Vielleicht weiß man in Zukunft gar nicht mehr, oder hat es vergessen, wer nochmal die Kinder bekommt. Oder irgendwelche Gerätschaften übernehmen die Angelegenheit. 😕

Junge Männer, die selbst gerade die Schule hinter sich haben, kehren in diese zurück, mit halb-automatischen Waffen und töten Kinder und Lehrer, oder entwickeln ein komplett eigenes Weltbild, auf dessen Grundlage sie zu einer Insel fahren und die dort anwesenden Jugendlichen ermorden. – Es gibt keine Vorbilder mehr, für Männer. Höchstens im Negativen. Das ist schon seltsam. Immer wieder wird im Zusammenhang von Amokläufen sich darüber beklagt, dass die Computerspiele eine negative Wirkung haben. Aber ist das wirklich so? In den Computerspielen, wie in den Filmen, gibt es doch meist die Unterscheidung zwischen den Guten und den Bösen. Also eine Auswahl. Warum aber, entscheiden sich die jungen Männer im realen Leben dann die Bösen zu verkörpern? Wieso töten die Ego-Shooter Unbewaffnete, Frauen und Kinder. Warum setzen sie sich nicht gegen bekannte Diktatoren in Bewegung, oder kämpfen gegen Terroristen?
Mir kommt es eher wie eine Verwirrung vor. Die Männer wissen nicht mehr, wie sie ihren Platz in der Gesellschaft finden sollen, Werte, die sie für richtig halten und womöglich idealisieren, sind im alltäglichen Leben bedeutungslos, wofür sie dann die Gesellschaft hassen. Und unsere totale Unterwerfung unter die »Arbeitsgesellschaft« könnte ein Grund sein. Eltern (Frau und Mann!?) haben keine Zeit mehr, mit den Kindern zu leben, mit ihnen gemeinsam, während sie aufwachsen, die Welt zu erkunden, Gefühle und Haltungen zu vermitteln. – Die Personen werden älter und sind innerlich leer und können mit der Welt nichts anfangen.

[1]
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Google-News Suche „Akif Pirincci“

Gegen das Selbstbestimmungsrecht anderer

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Es drückt – ich muss mal !?

Die Berichte aus Indien erscheinen einem schon seltsam. Ein ganzes Volk, von Männern, unfähig mit ihren Trieben umzugehen? Sollten nicht doch mal »die Triebe« der Männer zum Thema gemacht werden. Weltweit? Welche Lösungen gibt es. Ein Beruhigungsmittel dem Trinkwasser beifügen. Hhmm. Von den (Jung) Männern muss ein Verhalten verlangt werden, dass die Belästigung anderer Menschen ausschließt. Hilfestellungen anbieten!? Anfang der 80er Jahre gab es die Peep-Shows. Gar nicht so schlecht .Zumindest besser, als das was man von den Männerhorden in Indien hört. (Mal davon abgesehen, dass es in fast allen Ländern Probleme gibt, wie Männer mit Sexualität umgehen.) Im Schulunterricht, wie geht Mann mit sexuellen Bedürfnissen um. In Kunst und Kultur das Thema aufgreifen. In der Wissenschaft, im sozialen Bereich. – Am Schlechtesten ist, nur auf das Problem zu glotzen und die Dinge weiterlaufen lassen.

Siehe auch hier.

Ein Beziehungsdesaster – Männer und Frauen bei Lassahn

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Der Artikel verrät mehr über ihre Lust an der Denunziation als über das Verhalten von Herrn Brüderle.

So kann man das tatsächlich sehen.

Ich bin auch nicht primär gegen den Feminismus, nehme ihm aber die Anmaßung übel, für „alle“ Frauen zu sprechen, und ich fürchte, dass dieser leidige Zwang zur Verallgemeinerung ein Geburtsfehler des Feminismus ist.

Ja, die Verallgemeinerung beim Feminismus hat mich von Anfang an sehr gestört. Es war aber etwas anderes, dass Herr Lassahn nicht zusammenbekommt. Es ist die Frage, ob wir Männer überhaupt noch ein klassisches Männer-Frauen, Familienleben leben können wollen. Wir Männer!

Wollen wir das. Will Lassahn das? Lebt er ein solches Leben. Hat er ein solches Leben gelebt. Hat er Frau und Kinder.

Es geht doch offensichtlich nicht mehr. Darüber sind wir alle traurig und geben uns gegenseitig die Schuld. Daher dieses viele Jammern, Bezichtigen, der Unmut übereinander. Weil wir uns gegenseitig verantwortlich dafür sehen, diese Welt, nach der wir uns vielleicht auch sehnen, nicht mehr zu leben.

Sind es nicht vielmehr Frauen, die uns hier eine „Beschuldigungs-Unkultur“ präsentieren, was schon damit anfängt, dass sie Kultur nicht von Kulturlosigkeit unterscheiden? Wer ist denn hier die Kulturbanausin? Warum gibt es keinen Aufschrei gegen den Missbrauch des Wortes „Kultur“? Warum schreien jetzt nicht alle Künstler, alle „Kulturschaffenden“ und alle, die „Kulturwissenschaft“ studiert haben?

Ich vermute, es liegt daran, dass es einfach zu vieles gibt, das nicht beachtenswert ist. Man sieht halt auch an Herrn Lassahn, welche Anstrengung es erfordert, sich über jeden Kram aufzuregen.

Es wurde aber der Mythos des gewalttätigen Mannes geschaffen – ein konstruiertes Bild, das nicht aus der Wirklichkeit abgeleitet, sondern aus selektiver Wahrnehmung entstanden ist.

Hhmm. Jetzt weiß ich aber nicht. Das Gewalttätige ergibt sich aus der physischen Möglichkeit. Roger Moores Frau hatte diese Möglichkeit nicht. Nur wenn sich Roger bewegungslos verhält, kann sie ihn mit der Gitarre (auf den Kopf?) hauen. Roger hätte seine Frau womöglich verdreschen können, wenn er denn gewollt hätte.

Der Alltag in den 60er, 70er, 80er, 90er Jahren bei uns und anderswo war doch aber anders. In der Regel ist der Mann physisch überlegen und in der Regel sind Gewalttaten überhaupt immer Handlungen der Männer. Eben weil sie physisch eher dazu in der Lage sind (und in ihrem Wesen dieser Affekt stärker angelegt ist?). Heute wird von Alice Schwarzer der im Islam innewohnende Gewaltaspekt gegen Frauen thematisiert. Ich denke, da hat sie recht. Ihr Verhalten bezüglich Kachelmann fand ich hingegen überzogen.

Feminismus im Mantel der Zeit

Antje Schrupps Beitrag „Kampf gegen Windmühlen: Carearbeit und Grundeinkommen“ ist aus feministischer Perspektive gedacht.

Es geht um Ideologie(1) und die Frage, ob sie noch salonfähig ist. Und egal, mit welchem Buchstaben ein Thema anfängt, Inhalt ist immer die Prämisse, die Frauen sind die Guten, die Männer sind die Bösen.

Dann wird ein Thema lanciert, in der diese Falschaussage mit eingepackt ist und um Bestätigung gebeten. Und die Feministinnen werden sich freuen, dass immer wieder welche (natürlich auch Männer!) diesem Weltbild ihr Placet geben.

(1)
Feindbild-Orientierung kann ein Merkmal von Ideologie sein. Zum Beispiel die Männer, die Reichen, die Juden.