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Soziale Netzwerke – politische Arbeit – Medien

Fritz Lloyd Wetzel ist auch bei Facebook. „Ich hätte dort gern mehr Politisches und weniger Urlaubsbilder“, sagt er. Genau das ist die Strategie des Unternehmens. Mit neuen Angeboten für klassische Medien will Facebook diese Entwicklung verstärken, zum Beispiel mit Instant Articles, einer Möglichkeit, Medienbeiträge direkt bei Facebook zu veröffentlichen und nicht nur zu verlinken.

Ein neues Lesen – 29.04.2016 – Markus Hesselmann

Interessant an dem ganzen Beitrag ist der Hinweis auf die zunehmende Bedeutung der Sozialen Netzwerke.

Im krassen Gegensatz dazu ist das Verhalten vieler »Normalbürger« zu sehen, die sich vom Internet fernhalten, mit teils leicht zu hinterfragenden Behauptungen über den »Datenschutz«.

Natürlich ist das Internet »Öffentlichkeit«. – Wer dort aktiv ist, gibt »Daten« preis, statt sie zu »schützen«. Wer irgendetwas, oder sich selbst geheimhalten will, wählt diesen »Öffentlichen Raum« erst gar nicht aus, oder mag sich zurückziehen in die »Foren«, mit ihren überwiegend anonymen Teilnehmern.

Das Internet ist somit ideal für Menschen, die sich den Interessen der Allgemeinheit verpflichtet fühlen. – Die »Allgemeinheit« hat das natürliche Verhalten an sich, ihre Anliegen öffentlich zu machen. Während diejenigen, die zum Schaden der Allgemeinheit sich verhalten (Korruption, Steuerhinterziehung, Bestechung, Lobby-Interessen), sich gerne im Verborgenen bewegen.

Das Internet bedeutet, den »physischen öffentlichen Raum« durch einen virtuellen zu ergänzen, und in vielen Einzelfällen sogar abzulösen. – Zentraler Bestandteil des Internet ist der Umstand, »sichtbar« zu sein. Wer sich im Internet bewegen will, ohne sichtbar zu sein, »schwingt nicht mit«, mit der Wahrheit, die in dieser neuen Welt enthalten ist.

Im »virtuellen öffentlichen Raum« erledigen wir unsere Geschäfte nicht mehr »zu Fuß«. Wir können unsere Angelegenheiten schneller umsetzen, als noch vor Jahren. Wir können mittels des Internet schneller und einfacher mit anderen Menschen bei bestimmten Arbeiten »kooperieren«.

Gerade »politische Arbeit«, also gesellschaftliche Gestaltung, wird mittels des Internet und der vorhandenen Software enorm vereinfacht. – Das Problem hierbei ist heutzutage nicht mehr die fehlende Software, sondern das Fehlen der Menschen, die einsehen, welches Potential im Internet liegt, um gesellschaftspolitisch zu gestalten.

Nicht nur Medienfirmen, auch freie Journalisten können mitmachen und sich unter dem Facebook-Dach unter Umgehung von Redaktionen selbst zur Marke entwickeln. Aus dem post-industriellen wird ein neu-industrieller Journalismus, mit Facebook als multinationalem Medienkonzern.

Was der Autor nicht erwähnt, ist der Umstand, dass alle »Bezahlmedien« Eigentümer im Hintergrund haben. – Welche Interessen verfolgen diese? – Wenn er selbst für eine Zeitung arbeitet, hat er einen Chef, und den Eigentümer vor sich, der ihn bezahlt und ganz bestimmte, »tendenziöse« Artikel will. – Das muss er ja noch nicht mal direkt gesagt bekommen. Lob und Tadel bringen ihn in eine bestimmte Richtung, oder er wird entlassen. – Insofern wirkt die Kritik an den großen Internet-Medienkonzernen scheinheilig.

Die einzige Nachricht, die wirklich wertvoll ist, ist die des unabhängigen Schreibers, Bloggers, wenn sie denn seine persönliche Meinung, seine persönliche Erfahrung wiedergibt. – Alles andere sind »beauftragte« Texte.

Exklusive journalistische Expertise darf auch darauf hoffen, sich digital besser als Bezahlinhalt verkaufen oder hochpreisiger bewerben zu lassen.

Was soll »exklusive journalistische Expertise« sein, wenn die Bürger Nachrichten und Informationen nach ganz anderen Kriterien beurteilen, als der »Journalist«?

Für die Bürger ist es wichtig, zu sehen, ob sich eine Nachrichte der »Lügenpresse« zuordnen lässt. »Lügen« bedeutet, aktiv wissentlich die Unwahrheit sagen. – Selbst wenn wir annehmen, dass viele Reporter und Medienmitarbeiter »keine Ahnung« haben, was sie da eigentlich für Nachrichten verbreiten, also nicht aktiv »lügen«, so können wir doch davon ausgehen, dass in vielen Medienanstalten, die Unwahrheit gesagt und verbreitet wird. – Also haben wir »Unwahrheitsmedien«.

2% der Bevölkerung hat Aktien. Dennoch werden jeden Tag auf allen Kanälen die Aktienkurse verbreitet. So, als ob das für alle wichtig wäre, darüber Bescheid zu wissen. Oder geht es eher darum, Propaganda zu machen, für ein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, dass gegenüber der Bevölkerung durchgedrückt werden soll? – Jeden Tage bekommen wir erzählt, dass wir »Wirtschaftswachstum« brauchen und »Investitionen«, um »mehr Arbeitsplätze« zu schaffen, damit die Leute ein Einkommen haben.

Ist das die Wahrheit?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen brauchen, damit jeder »unabhängig von den Wechselfällen in der Wirtschaft«, ein sicheres Einkommen hat?

Wer sagt die Wahrheit, wer lügt, oder sagt zumindest die »Unwahrheit«?

Warum sollten die Leute etwas »bezahlen« wollen, das »inhaltlich« den Ansprüchen nicht genügt, die die Bürgerinnen und Bürger haben?

Der nicht unberechtigte Verdacht steht im Raum, dass ein Großteil der Printmedien und die öffentlich-rechtlichen Medien sowieso, im Windschatten der Regierenden ihre Nachrichten verbreiten und den Staatsverwaltern mit ihren Beiträgen »zuarbeiten«, also »gegen die Bevölkerung« ihre Texte schreiben. – Warum sollten die Bürger auf die Idee kommen, so etwas auch noch zu bezahlen.

Ich selbst, fern solcher Prominenz, mache eine ähnliche Erfahrung, wenn ich auf einer meiner Social-Media-Seiten mal wieder richtigstelle, dass ein Lob für einen besonders gelungenen, von mir empfohlenen Beitrag nicht mir gebührt („Toller Text von Markus Hesselmann, danke!“), sondern dem Kollegen, der ihn tatsächlich geschrieben hat. Und stelle fest, dass ich für einige Freunde und Follower inzwischen als eine Art Medium wahrgenommen werde, auf dessen Auswahlkriterien man vertrauen kann, eine neue Art beruflicher Genugtuung.

Das ist ähnlich der paternalistischen Einstellung, die auch die Bundesregierung hat, wenn sie uns alle »integrieren« und »fördern« will. – Auch in der Medienauswahl sollen wir an die Hand genommen werden, um zu den »Qualitätsprodukten« hingeleitet zu werden. – Das passt nun wirklich nicht mehr in die heutige Zeit der »selbständigen Menschen«. 😀

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Soziale Netzwerke – Zwischenbericht

Soziale Netzwerke sind noch nicht ausgereift. – Vielleicht sollte gefragt werden, was können die Menschen gebrauchen? Eine Plattform für Tausch- oder Verkaufsgeschäfte. Ein Forum für Informationsvermittlung und Meinungsvergleich. Eine Basis für Vernetzung von (lokalen) Aktivitäten zu einem gemeinsamen Thema.

Und was passiert tatsächlich im Sozialen Netzwerk Google+.

Die einen veröffentlichen (posten) immerzu Naturfotografien. Die anderen posten immerzu Zeichnungen, Bilder von Kunstwerken. Die Dritte immerzu Innenarchitekturabbildungen. – Vielleicht bedienen diese Aktivitäten ein emotionales Bedürfnis. – Der Nächste facht immerzu tagespolitische Diskussionen an. Die anderen veröffentlichen immerzu ihre Position zu ganz bestimmten Themen. Nach einem Jahr ist dann die Position bekannt und die Haltung wird nicht geteilt oder halt doch. Aber es wiederholt sich eben. – Das ist dann ratlosmachend, wenn sich nichts ändern lässt und alles so bleibt, wie es ist, oder noch schlimmer wird. Oder es ist nervig, wenn die Meinung nicht geteilt wird.

Schwierig wird es, wenn im Netzwerk mit den, über die Zeit, guten Bekannten zu einem Thema eine Übereinstimmung besteht, darüber häufig gesprochen (geschrieben) wird, die Akteure sich gegenseitig (symbolisch) auf die Schulter klopfen und plötzlich gibt es ein weiteres Thema und es stellen sich unterschiedliche Meinungen zu dem Sachverhalt heraus. – Dann ist Schluss mit lustig. – Die ursprünglich doch vorhandenen Gemeinsamkeiten unter den guten Bekannten sind in Frage gestellt, die Menschen gehen wieder auf Distanz zueinander.

Auch hier gilt, sich der Aufgabe zu stellen, welche Kriterien nehme ich zur Hand, um mich in der Welt zu orientieren. Kann es akzeptabel sein, sich zum Beispiel nationalistischen Sichtweisen zu öffnen und die Forderung nach Beachtung der Menschenrechte aufzugeben? Ich denke, nein. – Wer die Menschenrechte nicht achtet, steht immer in der Kritik.

Eher abwegig ist es, ein Soziales Netzwerk als Treffpunkt für »Freunde« anzusehen. Niemand hat »tausend Freunde«, und auch nicht hundert. Dazu reicht die Tageszeit nicht, um sich mit dermaßen vielen Menschen so zu beschäftigen, dass sie Freunde genannt werden können.

Ein weiterer Aspekt ist das Eigentum an den Netzwerken. Wem gehört das Netzwerk. Den Guten oder den Bösen? Wer soll es bereitstellen. Eine Firma oder eine gemeinschaftliche Initiative.

Aber eines steht auch fest: Sozialen Netzwerken gehört in irgendeiner Form die Zukunft und sie sind wichtig. – Auch wenn ihre Nutzung noch nicht den optimalen Umfang und die zufriedenstellende Ausgestaltung erreicht hat, so spüren doch viele Menschen, dass es in die richtige Richtung geht.

Soziales Netzwerk – was ist das?

Google macht Vorschläge, wie der Bürger das Soziale Netzwerk nutzen kann. Der Teilnehmer an dem Netzwerk soll »Kreise« anlegen, in die er die Menschen einordnet, mit denen er ein Netzwerk bildet.

Ein Kreis, für Angehörige, Verwandte. Ein Kreis für Arbeitskollegen. Ein Kreis für die Sportkameraden. Ein Kreis für die Menschen, mit denen man ein Hobby teilt. Und so weiter. Alle Beiträge dieser Menschen werden im Beitragsstrom (Stream) angezeigt. »Strom« deshalb, weil das Fenster, in dem die Beiträge zu sehen sind, ein Zeitfenster ist. Die zeitlich neuesten Beiträge sind oben zuerst zu sehen, die bereits älteren Beiträge von vor 12 Stunden zum Beispiel, sind »nach unten gerutscht«, sind bereits aus dem Blickfeld und der Teilnehmer muss nach unten scrollen mit der Maus, am Computerbildschirm, damit die älteren Beiträge zu sehen sind.

Damit ist das Soziale Netzwerk »Google+« eigentlich erklärt.

Ich bin mir nicht sicher, aber kann es sein, dass Google keine Ahnung hat, wie Menschen zueinander in Beziehung treten und miteinander kommunizieren?

Ich weiß nicht, wer mit »Angehörigen und Verwandten« einen Kreis macht. Und welche Arbeitskollegen treffen sich bei Google+? Wahrscheinlich Google-Mitarbeiter. 🙂
Einen Kreis für die Sportkameraden … Womöglich langt da die Email.

So wie Google+ tatsächlich genutzt wird, ist es aber von der Hersteller-Firma gar nicht konzipiert?

Interessant im Sozialen Netzwerk sind »gemeinsame Ansichten und Urteile«, ähnliche Bewertungen und Entscheidungen, zu einer Vielzahl unterschiedlichster Themen.

Hat Google für diese Wahrheit sein Netzwerk ausgerichtet? Jetzt passiert Folgendes. Ein Teilnehmer ist einmal ins Blickfeld geraten, weil er mehrfach +1 bei Beiträgen geklickt hat, und vielleicht auch ein, zwei Meinungsäußerungen tätigte, die wahrgenommen wurden. Deshalb wurde die Person in den Kreis »Neue Personen« eingefügt. Lange Zeit ist diese Person »verschwunden«, aber plötzlich erscheinen häufige Beiträge, die allesamt wenig ansprechend erscheinen, ja vielleicht sogar eher abgelehnte Meinungen vertreten. Die Person wird wieder aus dem Kreis entfernt. – So verschwinden Personen aus den eigenen Kreisen.

Gleichzeitig »verdünnt« sich insgesamt der Beitrags-Hauptstrom. Anfangs ist nicht recht erklärlich, warum im Laufe der Zeit (drei Viertel, bis ein Jahr) weniger Beiträge angezeigt werden, aber dann erscheint eine Möglichkeit zu sein, dass auch Personen, die in den eigenen Kreisen sind, Teilnehmer aus ihren Kreisen entfernen und sich so der Beitragsstrom leert.

Google berücksichtigt nämlich einen ganz bestimmten Umstand nicht: es findet eine permanente gegenseitige Bewertung statt. – Google hingegen tut so, als ob die Menschen aufgrund vergangener oder aktueller Bezogenheit eine »auf ewig« anlegbare zueinander ausgerichtete Aufmerksamkeit aufbauen würden. Aber das ist nicht wahr. – Wir Menschen bewerten uns permanent, und wenn wir keine Übereinstimmung mehr feststellen können, »kündigen« wir diese Aufmerksamkeit auf. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmefälle, bei denen diese Regel nicht gilt, zum Beispiel bei den Eltern oder Geschwistern. Aber selbst da ist nicht sicher, ob wir nicht doch uns zu Bewertungen hinreißen lassen, und dies die eigentlich »unkündbaren« Bande belastet.

Wenn Google diese »Wahrheit« in sein Netzwerk-Konzept miteinbeziehen würde, dann müssten weitere Aspekte stärker in den Vordergrund gerückt werden: Es geht nicht um die Leute, die in den Kreisen »hocken« und deshalb, weil sie in den Kreisen sind, redet man mit ihnen, sondern der Beitrags-Hauptstrom »aller Beiträge« müsste geöffnet und feinjustiert durchsuchbar gestaltet werden. – Der Beitrags-Hauptstrom wäre dann zum Beispiel »alle deutschsprachigen Beiträge«, die »öffentlich« ins Netzwerk gestellt werden. Dieser müsste feinjustiert durchsuchbar sein und aus den Suchergebnissen müssten »Favoriten« erstellt und abgespeichert werden. Diese Favoriten würden die Kreise komplett ersetzen. Denn es ginge nicht mehr um die »gleichen Menschen«, sondern um die »gleichen Meinungen, Urteile und Entscheidungen«. – Der Beitrags-Hauptstrom müsste viele hunderte, tausende; je nach sprachlichen Möglichkeiten, die wir haben; Millionen Beiträge umfassen. Dieser komplette, nicht gefilterte Hauptstrom müsste am Bildschirm wirklich sichtbar sein.

Das heißt, mit den Menschen, mit denen vor 2 Jahren eine Übereinstimmung in der Einschätzung von Sachverhalten bestand, gibt es womöglich aktuell überhaupt keinen Kontakt mehr, weil sich alle Beteiligten »auseinandergelebt« haben und eben nicht mehr die gleichen Ansichten vertreten. – Aber genau diese Wahrheit berücksichtigt Google mit seinem Konzept heute nicht, so dass sich das Verhalten der Teilnehmer und die Vorstellungen der Netzwerkmacher nicht decken und das Netzwerk ausgebremst wird und der Frust die Leute zum Aussteigen bringt.

Wozu brauchen wir soziale Netzwerke

Und ja, wir brauchen das alles hier nicht wirklich, die Meinung habe ich nach wie vor. Einzig der Job als Moderator und die traurige Tatsache, dass ich beruflich mit Facebook und Co beschäftigen muss, halten mich derzeit noch hier. Aber auch das wird sich ändern, ich spalte es einfach ab und sei es nur, um zu beweisen, dass die Welt nicht untergeht, wenn man nicht den ganzen Tag in einem »sozialen« Nerzwerk hängt und die Existenz der Menschheit davon abhängig macht. Wir sind schon so sehr in diesem System verstrickt, dass wir immer digitaler werden.

Dies ist ein Zitat aus einem Beitrag eines Google+ Nutzers.

Darüber zu diskutieren, ob sich Google+ im Laufe der Zeit verbessert oder verschlechtert hat, ist bestimmt sinnvoll. Aber es geht auch um etwas anderes, meiner Meinung nach sehr Zentrales.

Der Autor schreibt: »Und ja, wir brauchen das alles hier nicht wirklich, die Meinung habe ich nach wie vor.« Was ist denn dieses »alles hier«? Was ist ein wichtiges Produkt und was ist ein Feature. – In einem Stream werden Beiträge anderer Menschen angezeigt, man kann selbst Beiträge schreiben. Die Beiträge können gezielt bestimmten Menschen »zugesandt« werden, andere sehen diese Beiträge dann nicht. Man kann Einzelpersonen einen Beitrag zukommen lassen, was eigentlich einer »Email« gleicht, man kann andere Nutzer »blockieren«, sodass sie nicht mehr meine Beiträge lesen können, und nicht kommentieren können. Und vieles mehr.

Wenn man nun diese Möglichkeiten bloß aufaddiert und schaut, ob sie »gut« umgesetzt sind, und bei neuen prüft, wie sie sich in die bestehenden Abläufe einfügen, dann ist Google+ ein Feature. Ich habe mehrere Computerspiele, ein Officeprogramm, und jetzt sogar ein soziales Netzwerk. »Wow«, wenn das nichts ist!

Etwas ganz anderes ist es, wenn Google+ ein Programm ist. Für was brauche ich es denn?

Wenn Google+ ein Programm ist, mit dem ich gezielt und mit Absicht mit Menschen in Kontakt trete, und es gab vorher ein solches Programm noch nicht, mit diesen Möglichkeiten, und wenn ich mit diesem Programm die Chance habe, mehr zu erreichen, als ich es vorher je konnte, dann ist dieses Programm »unersetzlich« und ein echter Mehrwert, und steht insofern auch außerhalb jeglicher Kritik. Denn sonst wäre das so, als würde man die ersten Entwickler und Programmierer eines Betriebssystems kritisieren, obwohl es doch vorher »überhaupt keines« gab.

Wenn man soziale Netzwerke nicht wirklich braucht, dann hat man kein Programm zur Verfügung, sondern ein Spielzeug in Händen. – Ist es nicht ähnlich mit einem Musikinstrument? Der eine zerrt und zieht an den Bauteilen des »Gerätes« auf der Suche nach irgendetwas Sinnhaftem, doch bleibt ihm das ganze ein Rätsel. Und der andere entlockt diesem Kunstwerk die schönsten Töne, weil er weiß, wozu und wie es zu gebrauchen ist.

Ohne Soziale Netzwerke geht es nicht

achgut–liebes-facebook

Nun könnte man das Ganze als die Entzugserscheinungen eines armseligen Facebooksüchtigen abtun. Doch so einfach ist die Sache inzwischen leider nicht mehr, liebes Facebook. Gerade solche Plattformen wie du haben es inzwischen geschafft, daß die Meinungsfreiheit und die “Kritik der reinen Vernunft” sich von den herkömmlichen, den Mainstream hofierenden Medien abgekoppelt und ins Internet verlagert hat. Waschechte Revolutionen werden heutzutage vermittels dir gestartet. Insofern ist dir nachgerade eine Verantwortung gewachsen, zu der dich auch stellen mußt.

Die Verantwortung der Sozialen Netzwerke: Sie müssen den Menschen die Teilnahme ermöglichen.

Wer hätte das gedacht, wie schnell wir erkennen, welche Möglichkeiten die Sozialen Netzwerke uns bieten. In jedem Kleckerverein wäre es heute machbar, die Mitgliederversammlungen online abzuhalten und jedes Mitglied könnte abstimmen, ohne sich die Schuhe schmutzig machen zu müssen, wenn man zu den Versammlungsorten latscht. Ganz zu schweigen, von der verplemperten Zeit. Das Absurde aber ist, es sind auch noch die jungen Leute, die sich dieser Entwicklung verweigern. So sehr haben sie Angst davor (zumindest einige), dass alle Menschen mitentscheiden können.

Auch die Sozialen Netzwerke dienen der »Abstimmung und Organisation von Ideen und Überlegungen und der Umsetzung derselben«. Je mehr Machthaber, aber auch ganz normale Bürgerinnen und Bürger das merken, um so stärker entwickelt sich ein Wettrennen um die Nutzung oder Verhinderung der Nutzung dieser Möglichkeiten.

marco-mass

Das Internet nutzen

http://wolkenstich–communities-bei-google-plus

York Werres weist in seinem Beitrag daraufhin, dass letztlich die (längeren) Mitteilungen der Menschen von Belang sind, und nicht das schnelllebige Posting eines Google+-Users im Stream. Hier zeigt es sich auch, das sinnvolle Plattformen bereits vorhanden sind, aber die Menschen sich erstmal durch den Wust an Internet-Angeboten durcharbeiten müssen, um herauszufinden, welche Programme und Angebote für eine optimale Vernetzung und Mitteilungsdarbietung sinnvoll und brauchbar sind.

Denn obwohl ein Blog besser geeignet ist, differenzierte Stellungnahmen relativ »bleibend« ins Netz zu stellen, kann man es nicht verhindern, dass Personen ihre guten Überlegungen auch mal schnell als Streambeitrag in Google+ bereitstellen oder gar diese »Perlen« nur als Kommentar verfasst in einen Diskussionsstrang verschenken.

Meine Vermutung ist, dass wir auf die Dauer uns gegenseitig helfen, die optimalsten Wege zu wählen, die eine zielgerichtete und effektive Vernetzung ausmacht.