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Inhalte, Gesprächskultur und Absprachen

Bei den Inhalten, die zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Thema »Bedingungsloses Grundeinkommen« produziert werden (Texte, Videos, Podcasts, etc.), geht es nicht nur um die »Qualität« der Produktionen, sondern auch darum, dass es öffentlich wird, wie viele Menschen sich für ein Grundeinkommen engagieren.

Die Anzahl der Menschen, die sich für ein bGE aussprechen und die Qualität von Einzelbeiträgen zum Grundeinkommen, sind beides wesentliche Faktoren bei der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens.

Alle, die ein Grundeinkommen befürworten, sollten mit ihren Beiträgen in der Öffentlichkeit »sichtbar sein«. Das ist ganz wesentlich, für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. – So, wie heute jeden Tag die Merkelstaat-Anhänger und Hartz4-Gesetze-Befürworter ununterbrochen »Werbung« machen, für ihre Gesellschafts-Vorstellungen, so müssen die Menschen, die sich für einen anderen Staat aussprechen, ihre Sicht der Dinge öffentlich bemerkbar machen. Dauernd, jeden Tag.

Das ist notwendig, damit in der Öffentlichkeit sichtbar ist, wie die Menschen denken.

Bei der »Gesprächskultur« wiederum, geht es darum, eine Form zu finden, die allen Menschen und ihrer Unterschiedlichkeit gerecht wird. Als Grundlage dient die Vorstellung, dass wir Menschen nicht einer Meinung sind. Und das es eher die Ausnahme ist, wenn wir in dieselbe Richtung denken.

Wenn das so ist, dann müssen Gespräche dies berücksichtigen. – Abhängig von der Größe der Gruppe, sollten alle Gesprächsteilnehmer »gleich viel« Zeit erhalten, um sich mitteilen zu können. Keine Äußerung sollte bewertet werden, unterbrochen werden, kritisiert werden. Niemand sollte in Aussagen angegriffen und beschuldigt werden. Stattdessen sollte jeder »von sich« und den eigenen Eindrücken sprechen, von der Wahrnehmung der eigenen Lebenswelt. Und dies den anderen mitteilen.

Wenn es um Entscheidungen geht, steht am Schluss dieses Gesprächs, oder am Schluss von mehreren Gesprächsrunden die Abstimmung. So sehr sich Einzelne auch echauffieren konnten, während der Gespräche, Tatsache ist doch auch, dass bei den Abstimmungen jeder Mensch eben »nur eine Stimme« hat, um die Richtung zu beeinflussen, in die die Gemeinschaft geht.

Gab es mehrere Handlungsmöglichkeiten abzustimmen, so wird sich zeigen, welches Angebot »eine Mehrheit« an Stimmen erhält. Das ist Demokratie. Direkte Demokratie.

Das bedeutet nicht, dass diejenigen, die mit ihren Ansichten nicht die Mehrheit erzielten, auf weiteres Engagement für ihre Anliegen verzichten müssen, wenn sie davon überzeugt sind, dass ihre Ansichten eine Umsetzung verdienen.

Wie ergibt sich Macht? Macht ergibt sich!

Aber Macht gezielt erlangen zu wollen, zum Beispiel durch manipulierte Wahlen, indem mit Absicht Leute in Institutionen geschickt werden, um dort Mehrheiten zu erreichen, um diese Institutionen »umzupolen«, muss verhindert und unterbunden werden, zum Beispiel dadurch, dass wir solche Strukturen in Institutionen, dass wir solche Organisationen nicht unterstützen.

Entwicklungen ergeben sich. Und sie können gezielt angestrebt werden. Aber »Macht« sollte nicht gezielt angestrebt werden. Macht ist sinnlos und wertlos.

Sollte gemeinsames Handeln »gewählt« werden?

Organisationen sind wie ein Gerüst. Sie sollen einer gemeinschaftlichen Interessenvertretung dienen. Organisation funktionieren nach bestimmten Regeln. Es ist eigentlich ganz einfach, Organisationen auszutricksen.

Angenommen die Organisation ist angetreten, um die Farbe »Rot« zu bewerben. Anhänger der Farbe »Grün« passt das nicht und sie sorgen dafür, dass viele anonyme Grüne bei den Roten eintreten. Dann schauen sie, dass sie »Schlüsselpositionen« in der roten Organisation ergattern. In dem sie »eigene Leute« bei Abstimmungen lancieren und zum »Wahlsieg« verhelfen. – Anschließend sorgen sie dafür, dass die Öffentlichkeitsarbeit für die Farbe »Rot« unprofessionell, stümperhaft und wenig erfolgreich verläuft. – All das ist möglich zu erreichen, in »Institutionen und Organisationen«.

Statt sich also zu einem »Marsch durch die Institutionen« aufzumachen, der womöglich in einen Irrgarten oder eine Sackgasse mündet und unsere Lebenskräfte verplempert, und statt uns durch »Wahlen« auseinander dividieren zu lassen, sollten wir lieber gezielt Ausschau halten, nach den Menschen, mit denen wir uns vorstellen könnten, eine Bürgerbewegung aufzubauen oder Projekte und Kampagnen durchzuführen. – Das wäre jetzt in Angriff zu nehmen.

Mit den Leuten Kontakt aufnehmen, sich persönlich absprechen und wenn möglich, nach und nach den Kreis der vertrauenswürdigen Personen vergrößern und bei dieser Form der Zusammenarbeit, weitestgehend auf »Wahlen« zu verzichten.

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Informationen – und dann ….

Die Bevölkerung ist immer informierter. – Sich zu bestimmten Themen die Daten zu beschaffen, wird immer leichter oder Menschen, wie Herr Snowden helfen uns dabei.

Wenn sich nun aufgrund einer Erkenntnislage die Notwendigkeit ergibt, die »Lebenswelt« anzupassen, wie kann dies geschehen. – An dieser Stelle stehen die Menschen. – Sie sehen, dass sich eine Menge in ihrer Lebenswelt zum Besseren ändern müsste, aber es passiert nichts.

Die Menschen müssen ihre Interessen organisieren. – Die »alten Wege« sind verknüpft mit dem »alten System«, Parteien gründen, in solche eintreten, die Organisationsregeln beachten (oder wissen und lernen, sie zu umgehen) und in diesen Strukturen erfolgreich sein.

Diese Form der Interessensorganisation ist nicht mehr zeitgemäß. – Ich sehe aber, dass sich noch keine voll funktionsfähigen neuen Konzepte entwickelt haben. Stattdessen fallen die Menschen zurück in das, was sie bereits erreicht haben: sie informieren die Informierten.

Was folgt auf das Ende des Informationszeitalters

Wenn die Interessensorganisation nicht mehr über die alten Konzepte erfolgt, die da sind: als Individuum sich etablierten Organisationen und Institutionen anschließen (die Teil des überfälligen und obsoleten Machtapparates sind), in diesen »aufgehen« und diesen Moloch dann entscheiden zu lassen, wie er mit meinen Anliegen umgeht (das heißt, diese Anliegen notfalls auch verwirft und sie als »nicht realisierbar« darstellt), dann stehen die Menschen vor einer noch nicht bewältigten Aufgabe. Der Versuch diese Situation dadurch zu meistern, dass »neue Organisationen« gegründet werden, scheitert immer wieder kläglich (siehe Piratenpartei), weil die Individuen »in die Organisation« reingesteckt sein sollen, und wir haben abermals das alte Spiel.

Für einen neuen Lösungsweg gibt es sicherlich schon eine ganze Menge Ansätze. Aber sie harren noch ihrer vollumfänglichen Umsetzung.

Die Generation der Aktivisten

Aber hier noch einmal Beispiele, wie schwierig die Situation ist. – Wenn neue Initiativen sich nur »ein Thema« vornehmen, an dem sie arbeiten, dann ist das schon ein guter Ansatz. Das Problem der Parteien ist ja, dass sie zu allen erdenklichen Lebensbereichen eine Meinung haben müssen, das verlangt der Wähler von ihnen. – Was aber, wenn der Wähler die Positionen der Partei zu Thema A unterstützt, aber bei Thema B entgegengesetzter Meinung ist? Das sind echte Zerreißproben für die Menschen.

Geschickter ist es auf alle Fälle, sich als Initiative einem Thema zuzuwenden (zum Beispiel Hartz4). – Dieser an sich richtige Ansatz wird aber postwendend ins Absurde verkehrt, wenn diese Organisation auf einmal anfängt, sich in Zusammenarbeit mit der abc-Partei darzustellen. – War vorher noch die Idee vorhanden, wir schauen, wie wir das Problem Hartz4 bewältigen, und alle Optionen wurden vorurteilsfrei untersucht und betrachtet, so ist nach der »Bindung« an eine Partei, plötzlich eine ideologische Ausrichtung der ganzen Initiative festzustellen und viele, die bisher die Initiative unterstützten, werden sich von dieser abwenden, weil sie zum Beispiel die Ideologie der abc-Partei nicht gutheißen.

Anderes Beispiel sind die Rundfunkgebühren. – Dieses Thema lässt eine Menge Interpretationsspielraum. Wer der Meinung ist, dass sich hier Bürger in Kungelei mit der Politik an den Finanzen der Bevölkerung bereichern, der sollte unbedingt aktiv werden. – Aber auch da ist wieder die Frage, mit welchen Mitstreitern will sich die Gruppierung »schmücken«. – Am einfachsten wäre es natürlich, sie würden ihre Unterstützer und die eigenen Aktiven als »legitime Informationsquellen« zitieren, aber die Verlockung scheint groß, andere Player im öffentlichen Raum zu benennen.

Und prompt passiert das gleiche Missgeschick, das ich eben schon erwähnte: Aus Propaganda, Ideologien und fragwürdigen Parteien wird zitiert, was der Initiative mehr schadet als nützt, weil sie sich selbst mit diesen schrägen Quellen in Verbindung bringt, und dies sofort als »ein Sumpf« gedeutet wird.

Wer also in solchen Initiativen mitwirkt, muss ständig darauf achten, dass nicht irgendwer in der Gruppierung einen »Link« zwischen der Gruppe und seinen »weiteren Interessen« herstellt.

Hier wird aber schon deutlich, wie der bessere Weg aussieht: ausschließlich Einzelpersonen kommen zu Wort, ausschließlich »ein-Thema« bezogen wird argumentiert.

Sicherlich sind Gründe benennbar, größere Zusammenhänge darstellen zu wollen. Und tatsächlich gibt es diese Verknüpfungen ja auch. – Aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir dann schon wieder auf dem Weg »auseinander« sind, wenn wir uns nicht vorher ganz sicher waren, dass wir die großen Zusammenhänge tatsächlich so alle gleich (oder ähnlich) denken.

Ich selbst stelle fest, dass es heute immer noch viel zu wenige Menschen sind, die sich »als Individuum« zu Einzelfragen ihrer Lebenswelt äußern und in dieser Weise in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten und einen (festen) Standpunkt haben. – Müssen wir warten, bis es mehr Menschen werden.

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Zusammenarbeit

Wie ist eine gemeinsame Gestaltung der Gesellschaft möglich, wenn wir in fast allen Einzelfragen unterschiedlicher Meinung sind? – Es geht nur, entweder über einen Machtapparat, der die Menschen zu ihrem »Glück« zwingt, oder durch Abstimmungen, deren Ergebnisse die Unterlegenen akzeptieren.

Wie können wir Menschen aber überhaupt zusammenleben, wenn wir so unterschiedlich sind, in unserem Denken, Fühlen, Wollen, Empfinden? Anpassung meint wohl auch, auf die Durchsetzung jeder eigenen Meinung zu verzichten und das Wirken der Anderen (Mächtigeren) zu ertragen und zu dulden.

Wie können zukünftig gemeinsam Entscheidungen auf den Weg gebracht werden, wenn wir das bisherige System der Parlamentarischen Demokratie nicht mehr wollen und Direkte Demokratie für sinnvoller erachten?

Wenn wir uns nur zu Einzelfragen miteinander verbünden, so erscheint dies erstmal sinnvoll und praktikabel. Schauen wir jetzt aber genauer hin: Wir machen eine Gruppe, die sich für kostenlosen ÖPNV einsetzt. Da sich das Thema ÖPNV aber nicht ablösen lässt von einer allgemeinen Diskussion über die gesellschaftlichen Verhältnisse, wird ebenfalls über andere Themen des täglichen Lebens gesprochen. Nun haben wir Menschen, die sich für eine Neugestaltung des ÖPNV einsetzen, die aber in Fragen der Zuwanderung völlig anderer Meinung sind, die in einem Fall eher nationalistische Tendenzen unterstützen, die andererseits mehr libertäre Ansichten und universelles Recht sich vorstellen können. – Wie geht das in der Zusammenarbeit zusammen?

Grundsätzlich ist einmal festzustellen, dass alle Menschen Teil der Bevölkerung sind. Wer nicht im Gefängnis sitzt, hat wie jeder andere Mensch auch, uneingeschränkte Bürgerrechte und die Mitwirkungschance. Ob wir im Einzelfall mit diesen Personen zusammenarbeiten, sollten wir individuell klären. Für den einen ist die Grenze überschritten, für den anderen nicht, wenn der »Nationale« sich konkret zu Themen äußert. Es gibt keinen Königsweg. Wer unterstellt, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen im eigenen Interesse und zum Schaden der Mitmenschen sich bereichern, vertritt eine Tendenz. Wer behauptet, dass im Land sich Geheimarmeen befinden, von denen die Öffentlichkeit nichts weiß, skizziert eine weitere. – Mit welchen Menschen wollen wir uns gemein tun, um zu einer konkreten Sache Erfolg zu haben?

Hier ist zu sehen, dass alles gar nicht so einfach ist. Wir Menschen sind babylonische Wesen, die sich nur mit Mühe in gemeinsame Bahnen bringen lassen. Aber wenn es gelingt, können wir in unserem Wirken sehr erfolgreich sein. 😕

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Akzeptiert und unbedrängt leben, in Raum und Zeit.

Immer mehr Single-Haushalte, war lange Zeit eine immer wiederkehrende Nachrichten-Überschrift in den Medien. – Als Single leben zu können, ist ein großes Stück Freiheit. – In unseren Gesellschaften muss niemand mehr heiraten, Kinder zeugen oder einer bestimmten Sexualität verpflichtet sein.

Ganz anders ist es, wenn der Mensch einer archaischen Lebensgemeinschaft angehört, in der dem Einzelnen Schritt auf Tritt alles vorgeschrieben wird. Wer spätestens mit siebzehn, achtzehn Jahren nahegelegt bekommt, doch endlich zu heiraten, doch endlich den »ersehnten« Nachwuchs zu liefern, der hat nicht viel Auswahl. Weigert er oder sie sich, werden sie geschnitten, bedrängt oder aus der Gemeinschaft verstoßen oder gar getötet. Weitere Regeln und Vorschriften, wie sich Männer, Frauen und Kinder zu verhalten haben, »komplettieren« die Welt, in der die Menschen leben müssen.

Andererseits bietet die archaische Gruppe dem angepassten und sich unterwerfenden Einzelnen viel Sicherheit. Menschen, die gemeinsam durch die Gegend laufen, werden eher nicht von anderen, Fremden angegriffen, bedroht. Umgekehrt können diejenigen, die in Gruppen auftreten, leichter jemanden angreifen, der nur alleine durch die Straßen zieht.

So zeigt das Singleleben einerseits den Fortschritt, der möglich ist, für das Individuum, sein eigenes Leben zu leben, aber es werden auch die Unterschiede deutlich zu den anderen, früheren Formen des Lebens. – Ob das Singleleben gefahrlos möglich ist, ob es von hoher Qualität ist, für die Menschen, ob es als gleichberechtigte, stark vertretene Lebensform in den Gesellschaften vorhanden bleibt, das wird sich über die Jahre und Jahrzehnte erst erweisen.

Was ist Machtausübung: Die Durchsetzung privater Interessen. – Geht das überhaupt. – Jemand will Gesetze brechen, um dadurch einen privaten Vorteil zu erreichen. Das geht nicht so ohne weiteres. Aber der Bruder arbeitet bei der Polizei. Mhmm. Und der Onkel ist Anwalt. Aha. – Auch das wird vielleicht nicht reichen. – Wenn eine größere Anzahl von Menschen und deren Interessen vertreten werden sollen, und es handelt sich dabei darum, sich zu bereichern, Grundbesitz an sich zu reißen, teuer bezahlte Einkommensstellen zu ergattern, etwa im Öffentlichen Dienst, dann lohnt es sich in allen relevanten Parteien vertreten zu sein, in denen dann dafür gesorgt wird, das dort die Interessen zum Beispiel dieser Leute sich durchsetzen. Aber auch in allen anderen gesellschaftlich relevanten Institutionen und Organisationen werden sich diese Menschen einfinden, um immer klarzumachen, dass sie etwas wollen. Da wird Druck angewandt. – Das ist Machtausübung. Sie meinen, so etwas gibt es nicht. Mhmmm.

Im Waldgebiet, am See im Naturschutzgebiet sind immer eine Reihe von Menschen unterwegs. Sie wandern, machen einen Spaziergang, radeln oder joggen. Von den Spaziergängern haben etwa 80% Hunde dabei. Mehr als die Hälfte dieser Hunde läuft unangeleint im Wald. Mehr als die Hälfte der Hundebesitzer, die hier mit ihren Hunden unterwegs sind, haben mehr als einen Hund dabei. Sie führen 2, 3 oder vier Hunde mit sich. Diese Leute sind überwiegend Hausbesitzer aus der näheren Umgebung, die ihre Schutz- und Wachhunde mitnehmen, wenn sie selber einen Spaziergang in öffentlichem Gelände unternehmen. Zuhause, am Haus, hat der Hund sein Revier. Da passt er auf, dass niemand Fremdes das Haus und das Gelände seines Herrchens betritt, der nicht dazu berechtigt ist.

Aber was macht der Hund, wenn er in öffentlichem Gelände läuft. – Nun, er behandelt das Gebiet ebenfalls wie sein Revier. Geht das. – Die übrigen 20% Spaziergänger (…. so wenige, wegen der Hundebesitzer?), die am See spazieren gehen wollen, werden je nach Verfasstheit der Hunde als Eindringlinge, Fremde von diesen behandelt, eingeschränkt durch die Hinweise des Herrchens. Dadurch sind diese Spaziergänger immer einer potentiellen Bedrohung ausgeliefert, während sich das »Herrchen« dieser Tiere ganz klar in der besseren Position befindet. – Dieses Machtgefälle im Öffentlichen Raum könnte dazu führen, dass kaum noch andere Personen am See spazieren gehen, es sei denn, sie ignorieren diese Umstände, sind selbst »Hundefreunde«, sind in Gruppen unterwegs oder auf dem Fahrrad.

Der freilaufende Hund ist in seinen Bewegungen sehr schnell. Er läuft drei bis zehn Meter vorne weg und hat zuerst »Kontakt« zu Fremden. Wenn das Herrchen nicht aufpasst (der Hund dreht sich noch einmal kurz um, bevor er selber entscheidet, wie er mit dem Fremden »verfahren« will), dann ist der Hund schon zum »Angriff« übergegangen, bevor Herrchen ihn zurückpfeifen kann. Die »fremden« Spaziergänger tragen bei solchen Situationen das Risiko, was passiert. – Die Hunde sind oftmals »Brocken«, die selbst an der Leine kaum von den Frauchen oder Herrchen gehalten werden können. Solche »Viecher« haben vielleicht als Wachhunde am eigenen Haus ihren Sinn, aber in öffentlichem Gelände, dass auch von anderen Menschen genutzt wird, ist das Mitführen dieser Tiere nur noch eine Provokation und Machtdemonstration.

Die Regelungen im Naturschutzgebiet, im Wald, sind ganz klar: Hunde dürfen nur an der Leine spazieren geführt werden. – Aber niemand überwacht diese Regel. Es ist einfach niemand da, der die Hundebesitzer zurechtweist, sie ermahnt und nach mehrmaligem Fehlverhalten bestraft. – Die Einhaltung des Leinenzwanges müsste überwacht werden. – Da dies niemand macht, entscheiden sich immer mehr Hundebesitzer dafür, ihre Hunde trotz der gesetzlichen Vorgaben unangeleint spazieren zu führen. – Und welcher Spaziergänger, der alleine unterwegs ist, wird es wagen, einen von diesen Leuten zurechtzuweisen, wenn dieser seinen »Waldi« auf ihn hetzen kann.

»Raum« brauchen alle Menschen. Um zu atmen, um sich entfalten zu können. – Raum muss fair unter den Menschen aufgeteilt sein. Es darf nicht sein, dass sich Gruppen von Leuten sich »Raum« unter den Nagel reißen und andere Menschen von dessen Nutzung ausschließen können.

Raum ist Lebensraum. – Wenn er so wichtig ist, müssen wir schauen, wer ihn kontrolliert, welche Gesetze gelten und wen sie bevorteilen. Raum, das sind Grundstücke, das sind öffentliche Flächen, wie Parks, Freizeitanlagen, Spiel- und Sportplätze, das ist aber auch Luft, die verpestet oder durch Lärm »vergiftet« wird. – Raum ist aber mittlerweile auch »Platz« im Internet, Speicherkapazität, Geschwindigkeit, Mitteilungsmöglichkeiten, etc.

»Macht« will sich im Raum zugunsten der Machthaber entfalten und andere Menschen im Raum zurückdrängen und ganz ausschließen, ihnen die Luft abdrehen, sie aus dem Raum werfen. – Deshalb muss es unser aller Interesse sein, erkennbares Unrecht zu reklamieren, »soziale Kontrolle« zu installieren und eine faire Verteilung der Ressourcen einzufordern.

Die Frau trug »alternative Kleidung«. Buntes Tuch, bunte, weite Hose. Erinnerungen wurden wach. Wohngemeinschaften. Alternative Szene. Freies Leben. – War es nicht so, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer die Hoffnung bestand, dass die »Alternativen« es schaffen, eine bessere Welt zu kreieren, gerechter, menschlicher, besser als die »Kohl-Regierung« uns sie bereits eingerichtet hatte? – Und dann das Unfassbare, was Schröder und die Schmiere stehenden GRÜNEN uns allen angetan haben. – Damit war alles »Alternative« mit einem Schlag entwertet und in seiner Bedeutung zerstört. – Was in diesem Moment deutlich wurde, war, dass alle Gruppierungen, Organisationen und Institutionen, die vorgaben für eine »bessere Welt« sich einzusetzen, in erster Linie ihren Mitgliedern Vorteile verschafften. – Diese Leute waren doch schon zufrieden, wenn sie mittels ihrer Organisationskraft »für sich selbst« wirkten und innerhalb ihrer Peergroup sich einrichten, einen persönlichen Vorteil generieren und für sich ein Auskommen bewirken konnten. – Das, was als Parole für die Allgemeinheit auf dem Werbeplakat vor sich hergetragen wurde, entpuppte sich als nicht haltbares Versprechen, das sie sofort in die Ecke stellten, wenn das eigene Leben »gerettet« war. – Die »soziale Ader« reichte gerade mal so weit, dass das eigene Leben »in trockene Tücher« gebracht werden konnte. – Die Leute ließen einfach die Bevölkerung im Stich, um sich selbst zu retten.

Deshalb ist die Aura weg, wenn diese Menschen in ihren botschaftsvollen Aufmachungen und ausstaffiert mit diversen anderen Symbolen für eine bessere Welt, auftauchen. – Sie lösen ihre Versprechen nicht für ihre Mitwelt ein. Sie wollen nicht die Rettung aller. Sie begnügen sich mit dem eigenen Davonkommen.

Ausgestaltung der Direkten Demokratie

Wichtig ist die Einzelperson, das Individuum. – Alle Meinungen, Urteile und Entscheidungen des Individuums gilt es zu achten. Andererseits ist zu bedenken, dass ein Mensch eben auch nur eine Stimme hat, wenn es darum geht, etwas für die Allgemeinheit zu entscheiden. – Das heißt, die Meinung des Einzelnen ist bedeutend und sollte zur Kenntnis genommen werden, sie ist aber nicht »das letzte Wort«. Auch andere haben eine Meinung. – Werden verschiedene Vorschläge zu einer Sache eingebracht, wird eine Vorauswahl durch Abstimmung getroffen, die dann in die »Endrunde« kommen. Der Vorschlag, der die meisten Stimmen bekommt, wird umgesetzt. Das heißt, auch wenn es nur eine Stimme mehr wäre. – Dabei wird davon ausgegangen, dass die Vorschläge eher ähnlich, vergleichbar und nicht in krassem Gegensatz sind. – Und die Menschenrechte begleiten immer alle direkt-demokratischen Entscheidungen.

Damit der Einzelne genügend umfänglich gewürdigt werden kann, mit seinen Überlegungen, ist eine Präsentation seiner Gedanken und Ideen unumgänglich. Und natürlich können auch Personen vollständig im Verborgenen leben, ohne Handy, Telefon, Internet und sie können behaupten, dennoch bei der Gestaltung der Allgemeinheit und des Gemeinwohls mitzuwirken, aber wenn die Direkte Demokratie eine »große Sache« werden soll und werden wird, dann präsentieren wir uns genauso, wie heute die Politiker es tun, über eigene Internetseiten, über Blogs, über soziale Netzwerke.

Um ein Beispiel zu nennen. Immer wieder werden neue Initiativen, Gruppen gegründet, die sich bestimmten Zielen, Aufgaben widmen wollen. Hier ist es sehr wichtig, sich schnell einen Überblick zu verschaffen, wer denn da sich gemeldet hat, aufgetaucht ist, um bei diesen Unternehmungen dabei zu sein. – Wer wenig von sich erzählt, hat womöglich nicht die Zeit dazu. Aber die realen Begegnungen können dies sowieso nicht leisten, da hier die Zeit immer zu knapp ist. Zeit im Überfluss gibt es dagegen im Internet. [1] Die schriftliche Darstellung einer Person ist schneller zu überschauen, als sich durch die vielen kurzen mündlichen Mitteilungen hindurchzuarbeiten, die »live« von einer Person zu erleben sind. – Frühzeitig und über Jahre einen Eindruck über die eigene Denkweise zu vermitteln (die sich durchaus über die Zeit auch ändern kann), bietet eine gute Gelegenheit für andere, die Gedankenwelt desjenigen zu erkunden. – Klar können solche Seiten manipuliert sein. So, wie es auch bei den Wikipediaseiten versucht wird, die über Personen informieren. Aber wenn etwas gesagt wurde, geschrieben ist, dann gilt das erstmal. Und es hat eine andere Wirkung, als wenn jemand als völliger »Nobody«, ohne Hintergrund in Erscheinung tritt.

Würde dies nun als Aufgabe verstanden werden, so bedeutet es, dass Personen, die in der Öffentlichkeit für die Allgemeinheit und das Gemeinwohl aktiv werden wollen (wer Lobbyist sein will, hat sowieso ein ganz anderes Wertesystem), sich darauf einrichten, in der Öffentlichkeit in gewisser Weise »zu leben«. Den eigenen Vorteil haben sie dadurch, dass sie selbst Teil der Allgemeinheit sind, für die sich eingesetzt wird. – Wer in einer Initiative sich einbringen will, sollte parallel dazu einen Blog betreiben, auf dem die eigenen Positionen in gewissem Umfang sich in der Entwicklung zeigen und verfestigt und verfeinert werden. – Es geht nicht darum, »mitzuschwimmen«, sondern wie alle anderen auch, »zentraler Baustein« der Unternehmung zu werden. – Alle sind unabdingbar und in vollem Umfang präsent. – Das geht aber nur, wenn der Einzelne eine eigene Meinung hat. Und die muss er konkretisieren.

[1]
Empfundene Wirklichkeit. – Das ist ein interessanter Aspekt. – Im Internet haben wir »Zeit im Überfluss«. In der realen Welt ist die Zeit extrem knapp. – Es sei denn, es wird die »reale Welt« ins Internet verfrachtet. Alberner geht es nicht. – Als Beispiel sind die »Sprachkonferenzen« bei den PIRATEN zu nennen. Mumble. Da werden alle Vorteile des Internets ausgehebelt. – Das ist so, als ob vor die Lokomotive ein Pferdegespann gesetzt wird, um die Lok samt Waggons zu ziehen.

Gruppe und Individuum

Basic Income UK – Towards an emancipatory welfare

We have different political and social backgrounds and do not represent any one political party. Except when explicitly mentioned, the views expressed on this website do not represent any official position as a group. The articles and opinions are rather intended as a discussion amongst a plurality of viewpoints and a way of raising awareness and debate around this issue.

Beyond our differences, we are working together to actively promote the idea of an unconditional and universal basic income as an unimpeachable right of every citizen of the world.

Warum soll auch eine Gruppe nur deshalb existieren, weil sich die beteiligten Individuen zu einer Meinung zu einem Thema bekennen. Ein Unfug ohnegleichen. Denn es ist doch wahr, dass wir Menschen in der Regel nicht einer Meinung sind und trotzdem in »eine bestimmte Richtung« gemeinsam gehen können. Diese Richtung ist eine »in etwa« Linie, die wir teilen, aber ausgestalten tun wir sie mit unseren individuellen Perspektiven und Schwerpunktsetzungen und die kommen zu Wort und sind unsere individuelle Anwesenheit bei der ganzen Unternehmung.

Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn in vielen Vereinen, Organisationen und Institutionen gibt es das ungeschriebene Gesetz, dass die individuelle Sicht der Dinge sich unterzuordnen hat, der »offiziellen Marschrichtung« der jeweiligen Einrichtung. Diese Einschränkung und Unterwerfung, ja Brechung der Individualität zugunsten einer ominösen Gruppenmeinung, ist das Grundübel der heutigen Gesellschaftsgestaltung. – Es sind nicht zuletzt die Parteien, die nach dieser desaströsen Konzeption ihr übles Werk vollbringen.

Schlimm daran ist in erster Linie, dass es natürlich Einzelpersonen und Lobbyinteressen sind, die ganz bestimmte Gesetze und Entscheidungen »im Namen der Allgemeinheit« und aller in der Partei Aktiven auf den Weg bringen, dieser Umstand ab vertuscht wird, in dem man so tut, als ob »alle« das genau so wollen, wie es dann in die Umsetzung kommt. – Selbst wenn es so ist, dass alle letztlich zu bestimmten Gesetzen »ja« sagen, dann ist das im Laufe der Mitgliedschaft in diesen Organisation den Politikern und Mitgliedern antrainiert und beigebracht worden. – Es kann auch von »Zurichtung« des Menschen gesprochen werden, um ihm seine individuelle Sicht auszutreiben, um ihn auf »Parteilinie« zu bringen. Und wer nicht spurt, wird bekämpft.

Die Grundeinkommens-Idee braucht aber ganz andere Menschen. Es ist der aufmerksame Bürger gefragt, der eben nicht seine Einsichten an der Organisationstheke abgibt, bevor er die Mitgliedsbescheinigung in Händen hält. Im Gegenteil. Der Kulturimpuls, der durch die Grundeinkommens-Idee ausgeht, regt das Subjekt an, die eigene Perspektive als das eigentlich Wichtige zu erkennen und beizubehalten, statt sich einer Gruppenmeinung unterzuordnen. Gerade die eigene Wahrnehmung wird als das besondere Element erlebt, dass durch den Impuls angeregt wurde. Es geht darum, die subjektive Sicht zu stärken und die Gruppe ergibt sich dadurch, dass die Engagierten gemeinsam dieser Ansicht sind.

Die Sorge, dass eine solche Gruppe nicht durchsetzungsfähig sein könnte, weil eine zu starke Ausrichtung auf die individuellen Sichtweisen eine klare Ausformulierung von Schritten, die zu gehen sind, verunmöglicht, ist nicht berechtigt. Nach den Methoden der Direkten Demokratie kommen Ergebnisse zustande, die alle Menschen akzeptieren können.

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Männerwelten

Akif Pirinccis Artikel über den Vorfall in »Kirchweyhe« hatte ich schon mal überflogen, aber wegen der sehr derben Sprache dann doch nicht weiter gelesen. Jetzt ein weiterer Artikel von ihm, dass er auf Facebook gesperrt wurde (und dann wieder freigeschaltet). [1] Dann die Vorfälle in Boston. – Ist was los mit den Männern?

Männer sind ganz tolle Kerle, wenn sie sich anerkannt fühlen, in einer Gruppe von Männern sich wohl fühlen, wenn sie der Gemeinschaft geben können, von ihren Fähigkeiten, ihrer Solidarität, ihrer Zuneigung. Sie sind stark, und bis in den Tod bereit sich für etwas einzusetzen, wenn sie den Wert anerkennen und der Meinung sind, es ist eine gute Sache. Sie sind warmherzig und liebevoll, können aber auch dort, wo sie es für angebracht halten, gnadenlos hart und unnachgiebig sein. – Habe ich da jetzt die guten Männer beschrieben?

Was ist denn heute los? Fange ich mal bei den Deutschen an. 1933 haben wir es Männern erlaubt, ein ganzes Volk zu »führen« und sind mit diesen Männern und ihrem Denken untergegangen, verbunden mit unsäglichem Leid, dass diese Männer ihrem eigenen Volk und Menschen in anderen Ländern angetan haben. – Heute ist es aus, mit der deutschen Männerherrlichkeit! Weltordnungen der Männer sind gewaltbasierend. Gewalt überall und allenthalben. Aber jetzt ist es nicht mehr die militärische Gewalt, die uns so beschäftigt, im Inneren, sondern die Gewalt, die durch mannigfaltigen Missbrauch in verschiedensten Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Arbeitsplatz) und über den öffentlichen Raum zustande kommt.
Migranten. Sie bringen ihre Kultur, ihre Beziehungskultur mit. Die Gruppe spielt noch eine viel größere Rolle als bei den deutschen Männern im Westen. In der Zeit, in der im Westen die Single-Haushalte überhandnahmen, war es noch selbstverständlich für die Migranten, dass sie im Familienverband sich orientierten und ihre Vorteile suchten. Sprich, man geht zu zweit, zu dritt, zu viert abends aus dem Haus, und wenn einer von den Single-Deutschen einem quer kommt, gibt’s halt eine auf die Mütze. Richtig ist schon, dass das ganz normal von der Polizei verfolgt gehört, bloß ist das, was der Akif Pirincci da sagt, durchaus bedenkenswert. Natürlich kann ein Migrant erkennen, wer zu seiner Kulturgruppe gehört und wer nicht. In der Berichterstattung, auch unter dem Aspekt des Pressekodex, entsteht dabei ein durcheinander und durchaus auch Benachteiligungen von »Bio-Deutschen«. Für die einen ist das »kein Problem«, aber andere bemerken das und ärgern sich dann darüber.
Wer sich daraufhin beklagt, wird schnell als Nazi tituliert, insbesondere von denen, die sich selbst als »Links« bezeichnen. Und ruckzuck findet ein Schlagabtausch statt, der in der Sprache gewalttätig wird, oder wie jetzt bei Herrn Pirincci wird flux angezeigt und verklagt, und gedroht und so weiter. – Ja die Gruppenorientierung bei den Migranten ist durchaus vorhanden, gilt es doch auch, sich in dem Einwanderungsland mit den eigenen Interessen zu behaupten.

Wenn man aber nur mal diesen Beitrag von Herrn Pirincci als Anregung nimmt, einmal darüber nachzudenken, so kann man durchaus sagen, dass die Männer allgemein, in einer Dauerkrise sich befinden, was sich an den Symptomen bemerkbar macht, die wir alle sehen. Auch die Migranten-Männer müssen sich langfristig umorientieren, vielleicht kommt man doch nicht so voran, als Subjekt, als Individuum, wenn man sich immer nur im Clan bewegt. Vielleicht muss doch das Verhältnis zu den Frauen überdacht werden.
In der westlichen Zivilisation nimmt das nun schon ganz andere Formen an. Der Gendergedanke (die Lichtgestalt ist hier wohl Judith Butler) verknüpft mit der Idee, das Geschlecht nicht mehr erkennbar zu machen, führt in neue Dimensionen menschlichen Seins. Vielleicht weiß man in Zukunft gar nicht mehr, oder hat es vergessen, wer nochmal die Kinder bekommt. Oder irgendwelche Gerätschaften übernehmen die Angelegenheit. 😕

Junge Männer, die selbst gerade die Schule hinter sich haben, kehren in diese zurück, mit halb-automatischen Waffen und töten Kinder und Lehrer, oder entwickeln ein komplett eigenes Weltbild, auf dessen Grundlage sie zu einer Insel fahren und die dort anwesenden Jugendlichen ermorden. – Es gibt keine Vorbilder mehr, für Männer. Höchstens im Negativen. Das ist schon seltsam. Immer wieder wird im Zusammenhang von Amokläufen sich darüber beklagt, dass die Computerspiele eine negative Wirkung haben. Aber ist das wirklich so? In den Computerspielen, wie in den Filmen, gibt es doch meist die Unterscheidung zwischen den Guten und den Bösen. Also eine Auswahl. Warum aber, entscheiden sich die jungen Männer im realen Leben dann die Bösen zu verkörpern? Wieso töten die Ego-Shooter Unbewaffnete, Frauen und Kinder. Warum setzen sie sich nicht gegen bekannte Diktatoren in Bewegung, oder kämpfen gegen Terroristen?
Mir kommt es eher wie eine Verwirrung vor. Die Männer wissen nicht mehr, wie sie ihren Platz in der Gesellschaft finden sollen, Werte, die sie für richtig halten und womöglich idealisieren, sind im alltäglichen Leben bedeutungslos, wofür sie dann die Gesellschaft hassen. Und unsere totale Unterwerfung unter die »Arbeitsgesellschaft« könnte ein Grund sein. Eltern (Frau und Mann!?) haben keine Zeit mehr, mit den Kindern zu leben, mit ihnen gemeinsam, während sie aufwachsen, die Welt zu erkunden, Gefühle und Haltungen zu vermitteln. – Die Personen werden älter und sind innerlich leer und können mit der Welt nichts anfangen.

[1]
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Google-News Suche „Akif Pirincci“

Broders Seite

Das Zusammenleben vieler Menschen muss erst recht in geregelte Bahnen gebracht werden, wenn diese unterschiedliche Lebensweisen pflegen, wenn ihre Lebensvorstellungen aus verschiedenen Quellen gespeist sind und ein Miteinander sich nicht sofort einstellen will.

Henryk Broder hat zu einem Zeitpunkt auf diesen Umstand hingewiesen, als das »Fair Play« nicht von allen akzeptiert war. Dafür wurde er der Islamophobie gescholten, was sicherlich nicht zutreffend ist. Sein Wirken zu diesem Thema kann durchaus als für die Gesellschaft hilfreich angesehen werden. – Bei den »Fair Play« Themen ging es um Mord und Totschlag, zum Beispiel im Namen des eigenen Gottes und gewalttätige Einschüchterung der Andersgläubigen; Straßenraub und Körperverletzung durch Mehrfach- und Intensivtäter. Dagegen ist die Beschneidungsdiskussion geradezu harmlos. Das Beschneidungsritual kann kritisch diskutiert werden, wegen der Menschenrechtsproblematik. – Aber das soll jeder selbst entscheiden, wie tolerant oder wie nachdrücklich an den Menschenrechten orientiert die eigene Position ist.

Auf seiner Internetseite haben sich über die Zeit eine ganze Reihe weiterer Autoren versammelt, die »Farbe bekennen«. Die Meinungen sind nicht immer interessant, einige versuchen sich zum Beispiel mit Umweltschutz-Bashing und wollen das Energiesparen diskreditieren. Dies wirkt dann irgendwie deplatziert. – In der Beschneidungsdiskussion schreiben seine Kollegen wie folgt:

Antje Sievers schreibt zur Beschneidung:
Was tut man also angesichts der mangelhaften Beweislage?

Und weiter:
Machen wir kein großes Ding draus…

Wollte sie überhaupt etwas zum »Thema« sagen? Das Thema sind Menschenrechtsverletzungen durch Religionsgruppen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/machen_wir_kein_grosses_ding_draus/

Ein weiterer, Berhard Lassahn:
Bisher habe ich auf Quellen verwiesen, die seriös, anspruchsvoll und womöglich etwas langweilig sind.

Zum Thema selbst sagt er nichts.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_jungfrau_und_die_maskulisten/