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Wer überlebt

Wir müssen besser sein als die anderen, höher, schneller, weiter war das Motto. Doch Spezialisierung ist nur eine Form der Problembewältigung in der Natur.

http://foehrkommunikation.blogspot.de/2017/04/es-gibt-zwei-grundhaltungen-in.html

Aber was war das für ein »Problem«? – Das der Eine leben will, egal, ob die anderen auch geeignete Lebensumstände haben? Oder war es das Problem, dass alle Menschen leben wollen und in den Köpfen vieler ist das nicht vorgesehen, weil sie nur an sich denken?

Wo früher Kontrolle herrschte, baue ich jetzt Vertrauensverhältnisse auf. .. Der Sinn der Arbeit wird für die vielen Wissensarbeiter wichtiger, als das reine Geld verdienen.

Aber wie kann so eine Gesellschaft proklamiert werden, ohne die Rahmenbedingungen? Dasjenige, das Frau Föhr kritisiert (Kontrolle, zentrale starre klare vorgaben-orientierte Hierarchie, in einer Misstrauens-Umgebung) ist doch immer noch da, in Form einer dermaßen gestalteten politischen Macht und Gesetzeslage, Jobcenter und Arbeitsagenturen.

Alle, die heute die Erfahrung der Arbeitslosigkeit durchmachen, werden der »Heile-Welt-Beschreibung« der Autorin misstrauen. Auch wenn sie jetzt in einen Job vermittelt wurden, oder noch nie die staatlichen Arbeitsbehörden von innen gesehen haben. Die Drohungen des Staates gegen die »Arbeitstiere« liegen in der Luft. Jeder spürt, was ihm blüht, wenn er keinen Job hat.

Es kann nicht auf der einen Seite einen unterdrückerischen Staat geben, der seine Bürger mit Gesetzen zu bestimmten Verhalten zwingen will, und im Gegensatz dazu, eine »Pseudo-Freiheit« in Unternehmen, die von Unternehmensberatern mit den Mitarbeitern antrainiert wird: so tun, als ob wir gute Lebensverhältnisse hätten.

Die zwei Grundhaltungen, die ein Unternehmen haben kann, resultieren nach meiner Ansicht aus einer alten Denke (Angst und Mangel) und aus einer neuen Denke (Vertrauen und Fülle).

Oder ist es hartnäckiges Ignorieren der Realität.

Wo ist heute in dieser Gesellschaft »Fülle«? – Ich sehe überall Menschen an den Mülltonnen, um darin zu wühlen nach Verwertbarem, Flaschensammler, ständig neue Essens-Tafeln für Bedürftige, ständig weitere Bettler, die vor den Banken und Supermärkten sitzen, für ein paar Cent. – Die Zahl der Armuts-Gefährdeten steigt von Jahr zu Jahr, vermelden die Nachrichten. Aber wir sollen uns »der neuen Denke« zuwenden? – Das ist wohl kaum vorstellbar.

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Ausbeutung in Deutschland

Ausbeutung geschieht in Situationen, in denen sich der Mensch nicht gegen ungerechte Behandlung wehren kann und sich dann ausnutzen lässt. Ausbeutung, Ausbeuter sind klassische Begriffe aus der Arbeitswelt. Aber die Möglichkeit Menschen auszubeuten hat sich durch die Hartz4-Gesetze der GRÜNEN und der SPD noch vergrößert. Wer sich den unangemessenen und benachteiligenden Forderungen seines Arbeitgebers entziehen will, bekommt sofort die Drohung der Entlassung zu hören. Wer nicht spurt, wird vom Chef und seinen »Anhängern« in der Belegschaft sofort bedroht und ermahnt, sich zu fügen. Wer sich dennoch verweigert, wird in der Firmenhierarchie schlechtergestellt und von den Kollegen, unter Mitwisserschaft der Firmenleitung, gemobbt. Natürlich gibt es auch »Edeljobs«, die von solchen Vorgängen nicht betroffen sind. Aber das ist eher die Ausnahme. Ein großer Teil der Tätigkeiten ist heute im Niedriglohnsektor angesiedelt und dort ist »Hire and Fire« die Regel. Wer »mutwillig« seinen Arbeitsplatz verliert, wird von den Jobcentern und Arbeitsagenturen »gesperrt«. So wird der Arbeitsmensch zwischen seinen »Feinden« Arbeitgeber und Arbeitsamt zerrieben und ausgebeutet, benutzt und benachteiligt. Wie ein Ping-Pong-Ball wird er von den mächtigen Gruppen hin und her geworfen, da er ja ständig verpflichtet ist, sich an beide Seiten zu wenden, um »Geld zu bekommen« für seine Existenzsicherung. Das ist ein Leben auf Sklavenebene.

Missbrauch

Ausbeutung und Missbrauch liegen nah beieinander. Wer es gewohnt ist, in der Arbeitswelt und von den staatlichen Stellen benutzt zu werden, der internalisiert diese Muster und wendet im privaten Umfeld selbst diese Methoden an. – Eine Missbrauchsgesellschaft ist somit auch von unseren Parteien, Politikern und Regierungen mitverschuldet und fällt nicht vom Himmel.

Eine bizarre Variante der Ausbeutung findet in der Umkehrung der Verhältnisse statt. Nicht der Arbeitnehmer wird ausgebeutet, sondern der Arbeitgeber. Dies bietet sich dann an, wenn der »Arbeitgeber« der Steuerzahler ist und man diesem vermeintlich »knausrigen Gesellen« möglichst viel aus dem Portmonee kitzeln will und gleichzeitig möglichst wenig an Arbeitsleistung dafür hergeben möchte. Ob das in jedem Fall gelingt, ist eine andere Sache.

So ist auf allen Ebenen und in allen Bereichen bei einem Teil der Bevölkerung eine lobbyistische Haltung anzutreffen, die besagt, »ich hole mir was ich brauche, haben will, und das auch dann, wenn ich dabei andere benachteiligen muss.«

Ausweg

Von dieser Ideologie wegkommen kann man nur, wenn der eigene Vorteil nicht mehr in der egoistischen Handlung »Für-sich-raffen«, gesehen wird, sondern erkannt wird, dass das »Gemeinwohl«, also das Wohl aller, auch immer das eigene Wohl mit einschließt. Und das man sich alsdann eben für dieses Gemeinwohl einsetzt.

Ein Umdenken in diese Richtung findet über die Schiene »Internet« bereits statt. Hier sieht man sehr gut, dass das Bestehen auf Vergütung für jeden Pups den man arbeitet, die Entwicklungs- und Neuerungsgeschwindigkeit bremst und Vorteile, die für alle Menschen möglich wären, zugunsten von Urheberrechten, Patenten, Copyrights zunichte gemacht werden. Und das hingegen, wenn jemand für »Creative Commons« arbeitet, eventuell kostenlos seine Arbeit zur Verfügung stellt, zwar nichts dafür bekommt, aber in der Summe alle Menschen von den Produkten und Leistungen »kostenlos« profitieren und dieser Umstand viel mehr Wert ist, als die kleinkarierte Vergütungsmetalität, die bei manchen noch zu finden ist. Der Knackpunkt ist dann immer die Frage: »Wovon soll ich denn leben, wenn ich kostenlos meine Arbeit zur Verfügung stelle?« – ja, dafür wäre dann das Bedingungslose Grundeinkommen da!

PS: Auch die Rundfunkgebühren fallen in die Kategorie Ausbeutung und Missbrauch, denn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wollen diese überteuerte TV- und Radioberieselung nicht, trotzdem »klaut« man den Leuten das Geld aus der Tasche. – Wer nicht glaubt, dass es die Mehrheit ist, der kann ja eine Volksabstimmung zu dieser Sache durchführen.

Vergleichbar

Ralphs Sammeln für den Lebensunterhalt ähnelt doch dem Versuch Johannes Ponaders, eine Finanzierung seines Lebensunterhaltes über Spenden zu realisieren. Dann aber hatten vermeintliche »Piraten« und scheinbare Fürsprecher der Arbeitslosen ihn über die Maßen angegriffen. Ja, da ging es darum, Ponader aus dem Rennen zu schmeißen. Und seine Gegner hatten Erfolg mit ihrer Heimtücke.

Denn natürlich hatte Ponader Recht mit seiner Idee. Es ging nämlich nicht darum, wie seine Gegner ihm unterstellten, er wolle sich in seiner »privilegierten Position« etwas ermöglichen, was der normale Arbeitslose sich nicht leisten kann, sonder darum, dass wir gemeinsam »das notwendige Zugriffsrecht auf Wertschöpfung« einander gewähren. Das wir Menschen die Möglichkeit haben uns gegenseitig die Existenz zu sichern. Darum ging es! Dies zu erkennen.

Natürlich muss auch nicht der »normale Arbeitslose« im Dreck und im Elend der Hartz4-Gesetze dahinvegetieren. Aber genau das wollen die Ponader-Gegner suggerieren. Deshalb musste einer, der aus der Reihe tanzen wollte, gestoppt werden. Denn sonst hätte man sehen können, es ist doch machbar. Und die Frage wäre aufgetaucht, warum also nicht für alle! Die Antwort darauf: »Na klar geht es für alle. Mit einem bGE.« Aber hier wurde auch die Neidschiene gefahren, und so getan, als ob alle neidisch sind. So wurde eine wichtige Aktion verhindert.

Wäre es dem Johannes möglich gewesen, über Spenden seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, dann hätte er mit einem Einkommen im Rücken seine Arbeit bei den Piraten gemacht und er wäre ein »lebendiges Beispiel« dafür gewesen, wie das Bedingungslose Grundeinkommen funktioniert und welchen Sinn es hat. Denn über die Spenden ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu haben und am Beispiel seiner selbst die Funktion, Wirkung und Bedeutung eines solchen Grundeinkommens vorzuleben, wäre einfach genial gewesen!

So aber setzten sich Saboteure und Gegner einer Direkten Demokratie und besseren Gesellschaft durch, die in den Reihen der Mochtengern-Politiker ihr Unwesen trieben. – Zu diesem Komplott gehören sicherlich auch Zeitungen und Medien.

wir-sind-boes.de

welt–Pirat-Ponader-lenkt-ein-und-stoppt-Spendenaktion

spiegel–johannes-ponader-geschaeftsfuehrer-der-piraten-bereut-spendenaufruf

Gendereien

Eines der Klischees, die sich besonders lange hielten, ist jenes, dass Frauen empfindsamer und sensibler seien, für soziale und emotionale Belange. Sozusagen ihre Antennen und Fühler ausstrecken würden, um geradezu das Unheil zu wittern, um ihm zu widerstehen oder davon zu berichten.

Nein, so ist es doch gar nicht. Schauen wir uns einmal die vielen Frauen an, die bei den GRÜNEN nicht zuletzt in »verantwortlicher Position« mitwirken, bei der Partei, die die Schande »Hartz4« mitgeboren hat. Kein Wort da von diesen Frauen, über das Unrecht, dass sie in die Welt gebracht haben.

Und dann die vielen Frauen, fast überwiegend Frauen, die als willfährige Täterinnen (da brauche ich noch nicht mal das Binnen-I) in den Arbeitsämtern (Jobcenter und Agentur für Arbeit) tätig sind, und brav ihre Unrechtsarbeit verrichten und sich keinen Deut‘ schämen, dass sie als Frauen das nicht »spüren« welches Unrecht sie da begehen. Ganz abgestumpft gehen sie ihrem Trott nach.

swr–landesschau-aktuell-diewahlbeiuns