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Auf dem Weg von einer Informations- zu einer Aktionsgesellschaft

Was können wir als Individuen tun. – Die Erkenntnisse, die wir gesammelt haben, für uns selbst, in unserem Leben anwenden, in unserer Lebenswelt mitteilen.

Das Internet nutzen. – Eine eigene Internetseite (mehrere) erstellen, dort die eigene Meinung veröffentlichen. Urteil – Entscheidung – Standpunkt.

Leben im offenen Raum

Neben dem Privatleben, Ausbildung, Beruf, Familie, ein »öffentliches« Leben leben. – In Sozialen Netzwerken aktiv sein, anderen Menschen dort Zustimmung signalisieren, mit Likes, +1 und so weiter.

Bei öffentlichen Veranstaltungen mitwirken, die eigene Lebenswelt als eine gestaltbare wahrnehmen, diese selbst gestalten wollen und sich aktiv einbringen, dort wo es möglich ist.

Meiner Erfahrung nach, sind »Parteien« Sackgassen. – Wer in diese Richtung aber gehen will, soll es tun. – Ich halte Parteien (und Wahlen) für das Übel, das uns in die heutigen schlechten Verhältnisse gebracht hat. Es sind Fortschrittsverhinderer und jegliche individuelle Kreativität wird erstickt.

Wertekanon

Welche Werte halten wir für achtenswert, für was sind wir bereit zu »kämpfen«. – Das muss unter uns Menschen deutlich werden.

An erster Stelle die Menschenrechte (Grundrechte, Grundgesetz hier in Deutschland).

Noch vor »Wahlen und Parteien« ist ein Ausgleich in der Bevölkerung zu suchen, indem die Interessen und Sorgen der Menschen zu Wort kommen und als erstes eine Wirtschaft ermöglicht wird, die die Versorgung ALLER Bürgerinnen und Bürger gewährleistet. – DANN kann überlegt werden, wie die weitere Gestaltung der Gesellschaft im Sinne eines »Öffentlichen Raums« vorgenommen wird.

Wer Hartz4 bekommt, wird integriert.

Warum? Von wem?

»Hinz und Kunz« kann Politiker werden. Diese Leute, oder solche die als Arbeitnehmer in die Verwaltung gegangen sind, tanzen der übrigen Bevölkerung auf der Nase herum. – Indem sie Gesetze erlassen und »Verordnungen«, mit denen sie andere Menschen benachteiligen und bedrohen.

In der »Eingliederungsvereinbarung«, einer Verordnung, die die Politiker und Verwalter der (Sprach-) Gemeinschaft sich ausgedacht und gegen die Menschen in Anwendung gebracht haben, steht:

Die Eingliederungsvereinbarung hat das Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt. – Mit welchem Recht können »Hinz und Kunz« über andere Menschen und deren Leben verfügen, nur weil diese auf Hilfe zur Existenzsicherung angewiesen sind?

Warum ist es möglich, dass erwachsene Menschen von diesen Politikern und Verwaltern in dieser niederträchtigen Weise vorgeführt werden?

Die Eingliederungsvereinbarung, die der Arbeitslose unterschreiben muss, enthält »Pflichten«, die der Bürger erfüllen muss, sonst wird er bestraft durch »Geldentzug«.

Wie ist es möglich, dass solche archaischen, mittelalterlichen Regelungen in einer modernen Gesellschaft im Jahre 2015 für die Bürgerinnen und Bürger eines Gemeinwesens in Anwendung kommen können?

Das ist eine Infamie gegen Freiheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit. – Das sind Regelungen, die typisch sind für totalitäres Denken in Unrechtsstaaten.

Diesem Unrecht Einhalt zu gebieten, ist notwendig und alle Menschen sind dazu aufgefordert.

Plakativv-e1

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Batman regelt alles

In Gotham City gibt es Armut. – Was ist daran schuld?

Nach Meinung der Hollywood-Leute ist das »Verbrechen« daran schuld. – Gottseidank hat dieses Land die Waffenindustrie und es ist für jeden Waffenliebhaber und kampforientierten Menschen ein Leckerbissen zu sehen, wie Batman aus der Vielfalt der Waffen und sonstiger Technik das Beste heraussucht, um in seinem Kampf gegen die Übeltäter voranzukommen.

Was ist das für eine Welt, in der die Amerikaner leben? Die Menschen dort sind genauso technikbesessen, wie es einmal die Deutschen waren. Alle Probleme werden mit dieser Art Wissenschaft gelöst. Sie sind allerdings nicht in der Lage, die Perspektive zu wechseln und der »Pool an Ideen« aus dem sie ein Weltbild schöpfen, ist arg begrenzt.

Schauen wir uns doch einmal die Armut in den USA an. Ist es wirklich so, dass es die viele Armut dort gibt, weil das Verbrechen daran schuld ist? Oder ist es nicht eher so, dass in den Vorstellungen der Menschen dort, in den Vorstellungen der Menschen, die das Geld haben, Hollywoodfilme zu produzieren, nichts anderes vorkommt, als Erklärungen, die die Verwendung von Waffen sinnvoll erscheinen lassen.

Warum gibt es keinen »Gutman«, der auf die Verwendung von Waffen ganz verzichtet, der die Waffengesetze in den USA für fragwürdig hält? Warum gibt es nicht Filme für »kleine Jungs«, in denen ein Mann (eine Frau) Vorbild ist, der sich in Bürgerinitiativen für die Veränderung bestehender Gesetze einsetzt, die von korrupten, manipulativen, der Bevölkerung gegenüber feindseligen Lobbyisten-Politiker erlassen wurden? – Warum schreibt niemand Comics über so eine Vorbild-Person?

Hollywood ist spannend, solange »im Film« eine in sich schlüssige Dynamik aufgebaut wird, Hollywood ist aber immer mehr langweilig, weil diese »Industrie« schon lange nicht mehr einen Bezug zur Realität hat, sondern nur einen kleinen Rest an Erinnerung in ermüdender Weise repetiert. – Eine Erinnerung an »alte Werte«, die sicherlich in irgendeiner Weise immer noch ihre Berechtigung haben, aber schon längst abgelöst sein müssten, von den zeitgemäßen Tools, und es ist zu spüren, dass die Amerikaner nur marginal dabei helfen können, diese zu entwickeln. – Sie können sich eben keinen »Gutman« vorstellen und damit sind sie raus aus dem Rennen. Die Geschicke der Menschheit werden von anderen entschieden werden, weil in »Gotham City« die Leute einfach nicht fähig sind, die Problemstellungen zu erkennen und sie genauso tatkräftig mit neuen Werkzeugen anzupacken, wie es Batman in seiner kleinen Welt immer wieder tut.

Elinor Ostrom war eine US-amerikanische Wissenschaftlerin, die sich mit Commons, Gemeingütern und ihren Variationen beschäftigte. Ihre Erkenntnisse wurden in erster Linie aus Feldforschungen abgeleitet. – Vor Ort wurden in vielen Ländern die Bedingungen überprüft, wie mit Gemeingütern umgegangen wird, und welche Verbesserungen für eine optimale Nutzung von Gemeingütern sinnvoll erscheinen könnten.

Die USA haben in allen Ländern dieser Erde immer ihr Lebensmodel als das Beste verkaufen (und durchsetzen) wollen. Verknüpft mit der Vorstellung, dass die anderen Lebenskonzepte und Gesellschaftsmodelle nicht bloß die schlechteren sind, der eigenen Einschätzung gemäß, sondern, verbunden mit dem Urteil, dass es nicht zu erlauben sei, dass in anderen Ländern die Menschen in freier Entscheidung sich Konzepten zuwenden, die von den Amerikanern (und der übrigen westlichen Welt?) als »gefährlich« eingeschätzt wurden, dass sie bekämpft gehören.

Wenn Ostrom also in andere Länder reiste und Bedingungen »vorfand«, denen gemäß Gemeingüter behandelt werden, dann muss natürlich die Frage gestellt werden, ob nicht bereits »vorher« ihr Heimatplanet dort die großen Rahmenbedingungen abgesteckt hat und damit ihr, als Abkömmling aus genau dieser Welt und Vertreterin derselben dann in einer bestimmten Weise begegnet wird. – In vielen Fällen sind die »Bedingungen« von Anbeginn an verfälscht, weil politische Verhältnisse nicht geduldet wurden, die nicht den scheinbar richtigen (demokratisch genannten) entsprachen.

In allen Ländern, in denen »demokratische Verhältnisse« erzwungen wurden, sind die Gesellschaften vergiftet, durch die zerstörerisch wirkenden Kräfte, die aus den Parametern der Demokratie sich ableiten:

  • »Wettbewerb« um Stimmen, um die Mehrheit zu erreichen. – Allein dieser Gedanke ist verwerflich, weil er die Idee befördert, der »Sieger« im Wettbewerb hätte das recht, über andere zu herrschen. Warum also nicht in betrügerischer Absicht den eigenen Sieg herbeiführen, um dann über die Unterlegenen zu gebieten? – Die Unterlegen müssen ja gehorchen, es gelten doch die Spielregeln der »Demokratie« und das muss gut sein. Wehren gegen dieses Unrecht könnten sie sich nur, in dem sie nicht mehr mitspielen, die Wahlen und das Spiel »Demokratie« boykottieren und eine andere gesellschaftliche Organisation durchsetzen, die nicht »demokratisch«, sondern fair, gerecht, menschenwürdig gegenüber allen Menschen sich zeigt.
  • Herrschaft »des Siegers« (in Form von Parteien) über die Besiegten. – In dieser Sicht ist schon der Gedanke eingebaut, dass die »Verlierer« gar kein Recht haben können, gleichberechtigt neben den Siegern zu leben. – Sie haben sich gefälligst zu unterwerfen. – Die Sieger können (wie es teilweise heute der Fall ist) allein die Politiker sein, und die Verlierer sind die ganze übrige Bevölkerung (Parteiendiktatur).
  • Zerstörung und Verhinderung anderer gesellschaftlicher Organisationsformen, mit dem Argument, dass die Demokratie die beste Lösung sei. – Indem bestehende Formen gesellschaftlichen Desasters (Kommunismus) vorgeführt werden, wird der Schluss gezogen, dass überhaupt keine andere Organisationsform zu dulden sei, die nicht der »demokratischen« entspricht, denn diese sei die beste.
  • »Demokratie« ist Exportprodukt des Westens, wie damals vor langer Zeit, das Christentum »Exportprodukt« war.
  • Die Verbreiter des Exportschlagers »Demokratie« sind blind gegenüber den dramatischen Fehlern und Schwächen des Demokratiekonzepts. Sie können diese nicht sehen, weil sie selbst Profiteure dieses Modells sind. – Demokratie ist unrecht, weil es keine Gestaltung der Gesellschaft »im Interesse aller« vorsieht, sondern »das Recht des Stärkeren« nur in neue Kleider packt. Der Stärkere ist der »Wahlsieger«.

In einer gerechten Gesellschaft aber, sind alle Menschen gleichberechtigt, bezogen auf einen Katalog von Menschenrechten. Allen muss ein würdevolles Leben ermöglicht sein. – Schauen wir aber die Länder heute an, so sehen wir die unwürdigen Verhältnisse (die Armut, die Zwangsarbeit, der Waffenwahn in der Bevölkerung) und Mitschuld daran ist die vorherrschende Gesellschaftsorganisation »Demokratie«.

Ostroms ganze Forschungen sind dann nur Laborversuche »ohne Weltkontakt«, wenn die umgebende, insbesondere politische Welt, die aufoktroyierte ihres Heimatsterns (USA) ist. In diesem Labor kommen die Menschen zu nichts, weil es keine Freiheit gibt, weil die angeblichen Entscheider in den aufgesuchten Ländern in Wirklichkeit Unfreie sind.

So haben wir schon längst überall »Gotham City«, zumindest diese Wahrnehmung von Wirklichkeit, oder, das ist einzuräumen, noch schlechtere Verhältnisse.

Ach ja. – Es ist wahr, neben dieser Welt haben wir noch keine bessere. Wenn es nur Gotham City oder »schlechtere Verhältnisse« gibt, und keine Länder, in denen vorbildhaft die neuen Menschheitskulturen sich entwickeln, und es kommt wieder mal zu einem Krieg, dann ist Gotham City die attraktivere Stadt, mit deren Bewohnern (zu einem Teil) es sich lohnt sich zu verbünden. :-/

Batman Begins

Was mehr wird, wenn wir teilen: Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter;
Elinor Ostrom

Ausgestaltung der Direkten Demokratie

Wichtig ist die Einzelperson, das Individuum. – Alle Meinungen, Urteile und Entscheidungen des Individuums gilt es zu achten. Andererseits ist zu bedenken, dass ein Mensch eben auch nur eine Stimme hat, wenn es darum geht, etwas für die Allgemeinheit zu entscheiden. – Das heißt, die Meinung des Einzelnen ist bedeutend und sollte zur Kenntnis genommen werden, sie ist aber nicht »das letzte Wort«. Auch andere haben eine Meinung. – Werden verschiedene Vorschläge zu einer Sache eingebracht, wird eine Vorauswahl durch Abstimmung getroffen, die dann in die »Endrunde« kommen. Der Vorschlag, der die meisten Stimmen bekommt, wird umgesetzt. Das heißt, auch wenn es nur eine Stimme mehr wäre. – Dabei wird davon ausgegangen, dass die Vorschläge eher ähnlich, vergleichbar und nicht in krassem Gegensatz sind. – Und die Menschenrechte begleiten immer alle direkt-demokratischen Entscheidungen.

Damit der Einzelne genügend umfänglich gewürdigt werden kann, mit seinen Überlegungen, ist eine Präsentation seiner Gedanken und Ideen unumgänglich. Und natürlich können auch Personen vollständig im Verborgenen leben, ohne Handy, Telefon, Internet und sie können behaupten, dennoch bei der Gestaltung der Allgemeinheit und des Gemeinwohls mitzuwirken, aber wenn die Direkte Demokratie eine »große Sache« werden soll und werden wird, dann präsentieren wir uns genauso, wie heute die Politiker es tun, über eigene Internetseiten, über Blogs, über soziale Netzwerke.

Um ein Beispiel zu nennen. Immer wieder werden neue Initiativen, Gruppen gegründet, die sich bestimmten Zielen, Aufgaben widmen wollen. Hier ist es sehr wichtig, sich schnell einen Überblick zu verschaffen, wer denn da sich gemeldet hat, aufgetaucht ist, um bei diesen Unternehmungen dabei zu sein. – Wer wenig von sich erzählt, hat womöglich nicht die Zeit dazu. Aber die realen Begegnungen können dies sowieso nicht leisten, da hier die Zeit immer zu knapp ist. Zeit im Überfluss gibt es dagegen im Internet. [1] Die schriftliche Darstellung einer Person ist schneller zu überschauen, als sich durch die vielen kurzen mündlichen Mitteilungen hindurchzuarbeiten, die »live« von einer Person zu erleben sind. – Frühzeitig und über Jahre einen Eindruck über die eigene Denkweise zu vermitteln (die sich durchaus über die Zeit auch ändern kann), bietet eine gute Gelegenheit für andere, die Gedankenwelt desjenigen zu erkunden. – Klar können solche Seiten manipuliert sein. So, wie es auch bei den Wikipediaseiten versucht wird, die über Personen informieren. Aber wenn etwas gesagt wurde, geschrieben ist, dann gilt das erstmal. Und es hat eine andere Wirkung, als wenn jemand als völliger »Nobody«, ohne Hintergrund in Erscheinung tritt.

Würde dies nun als Aufgabe verstanden werden, so bedeutet es, dass Personen, die in der Öffentlichkeit für die Allgemeinheit und das Gemeinwohl aktiv werden wollen (wer Lobbyist sein will, hat sowieso ein ganz anderes Wertesystem), sich darauf einrichten, in der Öffentlichkeit in gewisser Weise »zu leben«. Den eigenen Vorteil haben sie dadurch, dass sie selbst Teil der Allgemeinheit sind, für die sich eingesetzt wird. – Wer in einer Initiative sich einbringen will, sollte parallel dazu einen Blog betreiben, auf dem die eigenen Positionen in gewissem Umfang sich in der Entwicklung zeigen und verfestigt und verfeinert werden. – Es geht nicht darum, »mitzuschwimmen«, sondern wie alle anderen auch, »zentraler Baustein« der Unternehmung zu werden. – Alle sind unabdingbar und in vollem Umfang präsent. – Das geht aber nur, wenn der Einzelne eine eigene Meinung hat. Und die muss er konkretisieren.

[1]
Empfundene Wirklichkeit. – Das ist ein interessanter Aspekt. – Im Internet haben wir »Zeit im Überfluss«. In der realen Welt ist die Zeit extrem knapp. – Es sei denn, es wird die »reale Welt« ins Internet verfrachtet. Alberner geht es nicht. – Als Beispiel sind die »Sprachkonferenzen« bei den PIRATEN zu nennen. Mumble. Da werden alle Vorteile des Internets ausgehebelt. – Das ist so, als ob vor die Lokomotive ein Pferdegespann gesetzt wird, um die Lok samt Waggons zu ziehen.

Begegnungen in Europa

Wer macht da mit?

Ich glaube gar nicht, dass diese Leute berechnend sind. Vielmehr unendlich naiv, »unschuldig«, bloß ein bisschen neugierig auf einen tollen Posten als Abgeordneter, vielleicht sogar mit »krass« viel Geld, im Monat.

Blauäugig, harmlos, eigentlich unscheinbar, aber ausgewählt von denen, die im Hintergrund die Fäden ziehen und das »Gesamttheater« steuern.

Deshalb getraut sich womöglich niemand, diese nette Person auf Hartz4 anzusprechen. So jung und mit einem umwerfenden Lächeln, wer will ihr da den sonnigen Nachmittag mit »schwerer Kost« verderben. – Der Jugend wird doch ein schönes Leben gegönnt.

Und was wäre passiert, wenn Jennifer Bartelt von dem Hartz4-Unrecht erfahren hätte, an ihrem GRÜNEN-Werbestand für die Europawahl? Wahrscheinlich wären ihre blendend weißen Zähne im Mund verschwunden und sie hätte die Augen verdreht, über das Pech, mit einem Querulanten im Gespräch zu sein. – Die Realität ist für die heutigen Politiker störend. Sie suchen die Harmonie mit Gleichgesinnten. Die Realität, die die Bürger erzählen kann aus ihrer Sicht nicht wahr sein, weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet. Für sie zählt der Durchmarsch an die Fleischtöpfe, die von den Bürgern mit ihren Steuergeldern bezahlt sind. – So aber entpuppt sich die Naivität mindestens als gefährliche Einfältigkeit.

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Politikergeschichten

Am Wochenende hatte sich der Politiker aus dem Bundestag verabschiedet, aus gesundheitlichen Gründen. Am darauffolgenden Wochenbeginn wird seine Wohnung durchsucht. Jetzt wäre die Möglichkeit, zu fragen, ob die Gründe der Durchsuchung der Ausdruck von »ungesunder Befindlichkeit« sind.

Jedenfalls ist festzustellen, dass eine Diskussion darüber eher tabuisiert ist, bei uns. Aber wir sollten es versuchen. Ist es normal, wenn Mann solche Bedürfnisse hat, sollte Mann sich dann besser behandeln lassen? Momentan läuft eine Anzeigenkampagne, bei der die Männer angesprochen werden, sie sollten sich beraten lassen, wenn es sie sexuell zu Kindern hinzieht.

Und was sollte in den Sexualkundekoffer, wenn es darum geht, über »sexuelle Vielfalt« aufzuklären. Gehört dann auch dazu, darüber zu berichten, dass das ein Problem ist, wenn Mann »auf Kinder steht«?

Wenig hilfreich ist es jedenfalls, über »Grenzbereiche« zu sprechen, bei der Nutzung von stimulierenden Medien, so als ob derjenige der sich »Posing« Filme kauft und herunterlädt, unproblematisch handeln würde. Denn die Missbrauchsindustrie hat für jeden Interessenten ein Angebot, und es bleibt dennoch ein Missbrauch, der dahintersteht. Und erst durch das Interesse der »Konsumenten« kann eine solche Branche überhaupt entstehen.

Seit mindestens 10 Jahren wird darauf hingewiesen, dass es bedenklich ist, sich solchen Bedürfnissen zu öffnen. Immer wieder kommen Missbrauchsfälle ans Tageslicht, in Schulen, Internaten, kirchlichen und sonstigen (Betreuungs-) Einrichtungen, die alle von diesem gewissen Interesse und Bedürfnis befeuert sind, sich mit der eigenen Sexualität auf Kinder auszurichten.

Dann wurde ein Minister informiert, über diese Vorgänge, und statt das er die Justiz an dem Fall arbeiten lässt, gibt er erstmal die Nachrichten weiter an jene Partei, die durch die Sache einen Nachteil haben könnte. Ein klarer, eklatanter Rechtsbruch, wegen dem er nun auch zurückgetreten ist.

Über die Einflussnahme auf die Justiz wurde jetzt erst vor kurzem ausgiebig berichtet, im Falle der Türkei. Dort agiert die regierende Partei selbstherrlich in den Bereich der Justiz hinein. Und es konnte der Eindruck entstehen, oh Gott, was für eine Bananenrepublik. Jetzt ist zu sehen, dass es in Deutschland keinen deut‘ besser verläuft. – Und im öffentlichen Rundfunk, im Bericht eines lokalen Radiosenders war eine Bürgerin zu hören, im Wahlkreis des betroffenen Politikers, die meinte, er sei ein guter Politiker und hätte viel geleistet. – Mit anderen Worten, das Fehlverhalten ist doch egal, wir übersehen das und tun so, als sei nichts gewesen. 😐