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Batman regelt alles

In Gotham City gibt es Armut. – Was ist daran schuld?

Nach Meinung der Hollywood-Leute ist das »Verbrechen« daran schuld. – Gottseidank hat dieses Land die Waffenindustrie und es ist für jeden Waffenliebhaber und kampforientierten Menschen ein Leckerbissen zu sehen, wie Batman aus der Vielfalt der Waffen und sonstiger Technik das Beste heraussucht, um in seinem Kampf gegen die Übeltäter voranzukommen.

Was ist das für eine Welt, in der die Amerikaner leben? Die Menschen dort sind genauso technikbesessen, wie es einmal die Deutschen waren. Alle Probleme werden mit dieser Art Wissenschaft gelöst. Sie sind allerdings nicht in der Lage, die Perspektive zu wechseln und der »Pool an Ideen« aus dem sie ein Weltbild schöpfen, ist arg begrenzt.

Schauen wir uns doch einmal die Armut in den USA an. Ist es wirklich so, dass es die viele Armut dort gibt, weil das Verbrechen daran schuld ist? Oder ist es nicht eher so, dass in den Vorstellungen der Menschen dort, in den Vorstellungen der Menschen, die das Geld haben, Hollywoodfilme zu produzieren, nichts anderes vorkommt, als Erklärungen, die die Verwendung von Waffen sinnvoll erscheinen lassen.

Warum gibt es keinen »Gutman«, der auf die Verwendung von Waffen ganz verzichtet, der die Waffengesetze in den USA für fragwürdig hält? Warum gibt es nicht Filme für »kleine Jungs«, in denen ein Mann (eine Frau) Vorbild ist, der sich in Bürgerinitiativen für die Veränderung bestehender Gesetze einsetzt, die von korrupten, manipulativen, der Bevölkerung gegenüber feindseligen Lobbyisten-Politiker erlassen wurden? – Warum schreibt niemand Comics über so eine Vorbild-Person?

Hollywood ist spannend, solange »im Film« eine in sich schlüssige Dynamik aufgebaut wird, Hollywood ist aber immer mehr langweilig, weil diese »Industrie« schon lange nicht mehr einen Bezug zur Realität hat, sondern nur einen kleinen Rest an Erinnerung in ermüdender Weise repetiert. – Eine Erinnerung an »alte Werte«, die sicherlich in irgendeiner Weise immer noch ihre Berechtigung haben, aber schon längst abgelöst sein müssten, von den zeitgemäßen Tools, und es ist zu spüren, dass die Amerikaner nur marginal dabei helfen können, diese zu entwickeln. – Sie können sich eben keinen »Gutman« vorstellen und damit sind sie raus aus dem Rennen. Die Geschicke der Menschheit werden von anderen entschieden werden, weil in »Gotham City« die Leute einfach nicht fähig sind, die Problemstellungen zu erkennen und sie genauso tatkräftig mit neuen Werkzeugen anzupacken, wie es Batman in seiner kleinen Welt immer wieder tut.

Elinor Ostrom war eine US-amerikanische Wissenschaftlerin, die sich mit Commons, Gemeingütern und ihren Variationen beschäftigte. Ihre Erkenntnisse wurden in erster Linie aus Feldforschungen abgeleitet. – Vor Ort wurden in vielen Ländern die Bedingungen überprüft, wie mit Gemeingütern umgegangen wird, und welche Verbesserungen für eine optimale Nutzung von Gemeingütern sinnvoll erscheinen könnten.

Die USA haben in allen Ländern dieser Erde immer ihr Lebensmodel als das Beste verkaufen (und durchsetzen) wollen. Verknüpft mit der Vorstellung, dass die anderen Lebenskonzepte und Gesellschaftsmodelle nicht bloß die schlechteren sind, der eigenen Einschätzung gemäß, sondern, verbunden mit dem Urteil, dass es nicht zu erlauben sei, dass in anderen Ländern die Menschen in freier Entscheidung sich Konzepten zuwenden, die von den Amerikanern (und der übrigen westlichen Welt?) als »gefährlich« eingeschätzt wurden, dass sie bekämpft gehören.

Wenn Ostrom also in andere Länder reiste und Bedingungen »vorfand«, denen gemäß Gemeingüter behandelt werden, dann muss natürlich die Frage gestellt werden, ob nicht bereits »vorher« ihr Heimatplanet dort die großen Rahmenbedingungen abgesteckt hat und damit ihr, als Abkömmling aus genau dieser Welt und Vertreterin derselben dann in einer bestimmten Weise begegnet wird. – In vielen Fällen sind die »Bedingungen« von Anbeginn an verfälscht, weil politische Verhältnisse nicht geduldet wurden, die nicht den scheinbar richtigen (demokratisch genannten) entsprachen.

In allen Ländern, in denen »demokratische Verhältnisse« erzwungen wurden, sind die Gesellschaften vergiftet, durch die zerstörerisch wirkenden Kräfte, die aus den Parametern der Demokratie sich ableiten:

  • »Wettbewerb« um Stimmen, um die Mehrheit zu erreichen. – Allein dieser Gedanke ist verwerflich, weil er die Idee befördert, der »Sieger« im Wettbewerb hätte das recht, über andere zu herrschen. Warum also nicht in betrügerischer Absicht den eigenen Sieg herbeiführen, um dann über die Unterlegenen zu gebieten? – Die Unterlegen müssen ja gehorchen, es gelten doch die Spielregeln der »Demokratie« und das muss gut sein. Wehren gegen dieses Unrecht könnten sie sich nur, in dem sie nicht mehr mitspielen, die Wahlen und das Spiel »Demokratie« boykottieren und eine andere gesellschaftliche Organisation durchsetzen, die nicht »demokratisch«, sondern fair, gerecht, menschenwürdig gegenüber allen Menschen sich zeigt.
  • Herrschaft »des Siegers« (in Form von Parteien) über die Besiegten. – In dieser Sicht ist schon der Gedanke eingebaut, dass die »Verlierer« gar kein Recht haben können, gleichberechtigt neben den Siegern zu leben. – Sie haben sich gefälligst zu unterwerfen. – Die Sieger können (wie es teilweise heute der Fall ist) allein die Politiker sein, und die Verlierer sind die ganze übrige Bevölkerung (Parteiendiktatur).
  • Zerstörung und Verhinderung anderer gesellschaftlicher Organisationsformen, mit dem Argument, dass die Demokratie die beste Lösung sei. – Indem bestehende Formen gesellschaftlichen Desasters (Kommunismus) vorgeführt werden, wird der Schluss gezogen, dass überhaupt keine andere Organisationsform zu dulden sei, die nicht der »demokratischen« entspricht, denn diese sei die beste.
  • »Demokratie« ist Exportprodukt des Westens, wie damals vor langer Zeit, das Christentum »Exportprodukt« war.
  • Die Verbreiter des Exportschlagers »Demokratie« sind blind gegenüber den dramatischen Fehlern und Schwächen des Demokratiekonzepts. Sie können diese nicht sehen, weil sie selbst Profiteure dieses Modells sind. – Demokratie ist unrecht, weil es keine Gestaltung der Gesellschaft »im Interesse aller« vorsieht, sondern »das Recht des Stärkeren« nur in neue Kleider packt. Der Stärkere ist der »Wahlsieger«.

In einer gerechten Gesellschaft aber, sind alle Menschen gleichberechtigt, bezogen auf einen Katalog von Menschenrechten. Allen muss ein würdevolles Leben ermöglicht sein. – Schauen wir aber die Länder heute an, so sehen wir die unwürdigen Verhältnisse (die Armut, die Zwangsarbeit, der Waffenwahn in der Bevölkerung) und Mitschuld daran ist die vorherrschende Gesellschaftsorganisation »Demokratie«.

Ostroms ganze Forschungen sind dann nur Laborversuche »ohne Weltkontakt«, wenn die umgebende, insbesondere politische Welt, die aufoktroyierte ihres Heimatsterns (USA) ist. In diesem Labor kommen die Menschen zu nichts, weil es keine Freiheit gibt, weil die angeblichen Entscheider in den aufgesuchten Ländern in Wirklichkeit Unfreie sind.

So haben wir schon längst überall »Gotham City«, zumindest diese Wahrnehmung von Wirklichkeit, oder, das ist einzuräumen, noch schlechtere Verhältnisse.

Ach ja. – Es ist wahr, neben dieser Welt haben wir noch keine bessere. Wenn es nur Gotham City oder »schlechtere Verhältnisse« gibt, und keine Länder, in denen vorbildhaft die neuen Menschheitskulturen sich entwickeln, und es kommt wieder mal zu einem Krieg, dann ist Gotham City die attraktivere Stadt, mit deren Bewohnern (zu einem Teil) es sich lohnt sich zu verbünden. :-/

Batman Begins

Was mehr wird, wenn wir teilen: Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter;
Elinor Ostrom

Alles Bio

Beim Biohändler kommt schon immer ein Teil der Äpfel aus Argentinien. Das Gleiche gilt für die Birnen. Wie kommt diese Frischware nach Deutschland? Na mit dem Flugzeug natürlich. Mit dem Auto, Zug oder dem Schiff würde es viel zu lange dauern. Wenn aber diese Standard-Lebensmittel mit dem Flugzeug transportiert werden, dann muss der Flug relativ preiswert sein, sonst lohnt sich doch der Transport überhaupt nicht. – Warum sind Flüge so preiswert, wenn doch angeblich das Öl immer knapper wird?

Dann kommen wir zum Frankfurter Flughafen. Zwei Dinge sprechen vehement gegen diesen Umschlagplatz für Waren:

  • Hier wird ein Großteil der Arbeit von Zwangsarbeitern verrichtet. [1]
  • Der Flughafen ist einer der größten Gesundheitsschädiger im Rhein-Main-Gebiet. Durch ständig mehr Flugzeuge wird der Lärm, den die Bürgerinnen und Bürger zu ertragen haben, zu einer permanenten Erscheinung. – Der Lärm ist fürchterlich und durch nichts zu rechtfertigen.

Und genau über diesen Flughafen werden die »Bio-Äpfel« herangekarrt. – Wie aber kann da noch das Äpfelangebot »ökologisch« sein? – Dieses Angebot ist außerdem moralisch verwerflich, weil es die Zwangsarbeitsverhältnisse außer Acht lässt und das Angebot an »Niedriglohnjobs« befördert.

Dieses »unmoralische Äpfelangebot« gibt es aber von Anbeginn bei dem Biohändler. Scheinbar hat sich niemand genügend darüber mokiert. 😯

[1]
Ich gehe davon aus, dass bekannt ist, wie die Definition von Zwangsarbeit lautet und das weiterhin bekannt ist, wie die Hartz4-Sanktionspraxis gegen Arbeitslose ausgestaltet ist.

Ein Großteil der 1000 Zeitarbeitsfirmen im Rhein-Main-Gebiet vermittelt »Billiglohnjobs« am Frankfurter Flughafen. Mindestens ein Drittel der angebotenen Hilfsarbeiter- und Lagerjobs, die in der Jobbörse der Agentur für Arbeit angeboten werden, sind Tätigkeiten, die mit dem Flughafen zusammenhängen.

Stellenbesetzung

Seltsame Verflechtungen zwischen den Hartz4-Verursachern (hier: die GRÜNEN) und gesellschaftlichen Wächter-Institutionen, die die Aufgabe haben, in den Ländern die Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten und Menschenrechtsverletzungen zu benennen und deren Beendigung zu fordern.

So ist Barbara Lochbihler »Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Europäischen Parlaments« und war »Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International«. – Und sie war den GRÜNEN verbunden und ist seit geraumer Zeit dort sogar Parteimitglied.

wikipedia–Barbara_Lochbihler

Mir ist jedenfalls nicht bekannt, das Amnesty oder der Menschenrechtsausschuss sich gegen die Zwangsarbeit in Deutschland wendet und lautstark protestiert. – Aber bei solchen Querverbindungen ist das dann auch kein Wunder.

Alle Institutionen in Deutschland tun sich schwer damit, die Hartz4-Gesetze zu verurteilen und klipp und klar vor den Schuldigen zu warnen. – Stattdessen wird ein Eiertanz zelebriert. Mal wird über die Folgen von Hartz4 gejammert, so als ob die Mitarbeiter und Parteimitglieder von SPD und GRÜNE selbst nicht wüssten, wo diese Gesetze herkommen, mal wird schlichtweg geleugnet, dass es Menschenrechtsverletzungen durch Hartz4 gibt, oder es wird behauptet, dass die Zwangsarbeit berechtigt und angemessen und im Rahmen der Gesetze sei.

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte sind in allen Institutionen und Organisationen in Deutschland auch Parteimitglieder Mitarbeiter geworden (oder Mitarbeiter wurden Parteimitglieder) und die werden sich lautstark einmischen, wenn ihre Einrichtungen es wagen würden, gegen die eigene Partei zu stänkern. Und haben nicht immer mal wieder darbende Kultur-, Sozial- und Gesundheits-Träger eine »Geldspritze« erhalten, wenn eine wohlwollende Partei gerade an der Macht war? – Man steht sozusagen in der Schuld und wer wird da schon Ärger riskieren.

Insofern existiert ein Netz an Querverbindungen durch alle gesellschaftlichen Organe, die mit Parteigängern besetzt sind, und die sicherlich nur ungern wollen, dass ein Protest gegen die Politik ihrer politischen Organisation losgetreten wird.

Gendereien

Eines der Klischees, die sich besonders lange hielten, ist jenes, dass Frauen empfindsamer und sensibler seien, für soziale und emotionale Belange. Sozusagen ihre Antennen und Fühler ausstrecken würden, um geradezu das Unheil zu wittern, um ihm zu widerstehen oder davon zu berichten.

Nein, so ist es doch gar nicht. Schauen wir uns einmal die vielen Frauen an, die bei den GRÜNEN nicht zuletzt in »verantwortlicher Position« mitwirken, bei der Partei, die die Schande »Hartz4« mitgeboren hat. Kein Wort da von diesen Frauen, über das Unrecht, dass sie in die Welt gebracht haben.

Und dann die vielen Frauen, fast überwiegend Frauen, die als willfährige Täterinnen (da brauche ich noch nicht mal das Binnen-I) in den Arbeitsämtern (Jobcenter und Agentur für Arbeit) tätig sind, und brav ihre Unrechtsarbeit verrichten und sich keinen Deut‘ schämen, dass sie als Frauen das nicht »spüren« welches Unrecht sie da begehen. Ganz abgestumpft gehen sie ihrem Trott nach.

swr–landesschau-aktuell-diewahlbeiuns

Zirkus wegen Hartz

Statt zusammenzuarbeiten gehen sie aufeinander los. Wie schade.

Brigitte-Vallenthin-offener-Brief-an-Ralph-Boes.pdf
buergerinitiative-grundeinkommen–brandbrief-Brigitte-Vallenthin-meine-Antwort.pdf

Offenbar kannst Du es Dir erlauben, jede Arbeit abzulehnen, Leistungskürzung zu kassieren und dennoch uneingeschränkt beispielsweise zu Vortragsorten in der ganzen Republik zu reisen, ohne durch die Reisekosten eingeschränkt zu sein – während andere noch nicht einmal mehr davon träumen können, sich weiter als die Füße tragen von ihrer Wohnung entfernen zu können, weil sie kein Geld für Benzin haben oder kein Auto mehr besitzen, schon gar nicht das Fahrgeld für Bus oder Bahn zusammen bekommen.

Brigitte Vallenthin von der Rolle.

Vielleicht ist sie auch nur ungehalten, weil der Ralph durch seine vielfältigen Aktionen so viel Aufmerksamkeit hat. Dabei schätze ich die Frau Vallenthin sehr. Ich habe ihr Buch gelesen und fühlte mich gut informiert über die Sachlage. Außerdem ist sie besonders aktiv gegen die Hartz-Zustände.

Statt ihn anzugreifen, hätte sie die Gelegenheit nutzen können, den Ralph auf noch stärkere Vernetzung hin anzusprechen, aber das war ihr nicht möglich.

Sie zählt Ralphs Hungerstreik-Aktion zu den »kriegerischen Auseinandersetzungen«. Wahnsinn.

Dann ist Frau Vallenthin gegen die »Tafeln« in der jetzigen Form, weil die Tafelorganisatoren von den Projekten »profitieren« und sie lieber die Tafeln in Eigenregie der Armen und Hartz4-Empfängern sehen würde.

Sie weist zurecht darauf hin, dass die Wohlfahrtsverbände von den Verwaltungsvorgängen rund um Hartz4 profitieren. Versucht aber dabei den Ralph Boes mit ins Zwielicht zu bringen.

Ralph hat auf diesen offenen Brief geantwortet. Unter anderem:

Du hilfst den Menschen, im Dschungel der Paragraphen zu ihrem Recht zu kommen – ich versuche das System zu stürzen – Dass ich da anders agiere als Du, kannst Du mir nicht zum Vorwurf machen.

Und dann noch dies:

Davon habe ich nichts mitbekommen. Man hat aber immer ein Recht, sich seine Bündnispartner auszusuchen. Sei freundlich mit Ihnen, wenn Du sie gewinnen willst.

Ja, da hat er recht. Frau Vallenthin hat einen manchmal zu ruppigen Umgangsstil. Das ist mir bei der »Tafeln«-Geschichte auch schon aufgefallen. Da hat man es doch schwerer, Verbündete zu finden.

Hartz4-Plattform stellt kritische Fragen
„Polemik von Frau Vallenthin“