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Amok in Seattle und anderswo

Übersicht über Vorfälle mit legal gekauften »weapons«, Jagd- und Sportschützenwaffen:

http://www.sportmordwaffen.de/Sportwaffen-Opferkarte.pdf

Weitere Vorkommnisse:

.. ein 43 Jahre alter Sportschütze seine 45 Jahre alte frühere Lebensgefährtin und deren 17-jährigen Sohn erschossen.

Familiendrama mit drei Toten

Wieder einer aus dem »Schützenverein«. – Aber angeblich ist das ja alles nur »Sport«, was die machen. – Tötliche Waffen, Handfeuerwaffen, Gewehre sollten für den Privatbesitz verboten werden und »Sportlern« nicht mehr zugänglich sein.

Bei einer Razzia im bayerischen Georgensgmünd hat ein 49-Jähriger vier Polizisten verletzt, zwei von ihnen schwer.

Reichsbürger im Schützenverein

Im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen, weist die Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ darauf hin:

„Das Lebensrecht der unbewaffneten Mehrheit in Deutschland überwiegt bei menschenrechtsfreundlicher Auslegung der Gesetze selbstverständlich die Freiheitsrechte von Sportschützen, die in kollektivem Egoismus auf ihr tödliches Privileg privater Mordwaffen pochen, statt endlich darauf zu verzichten.“

Ein bewaffneter Mann drang in einen Schwulenclub ein und schoss wild um sich. 20 Menschen wurden getötet, unter ihnen der Schütze.

Vorbereitete Handlung

Der Mann habe einen Waffenschein besessen und gedroht, im Falle seiner Einweisung die Situation eskalieren zu lassen, erklärten die Ermittler.

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei stirbt der Rentner.

Gelegenheit macht Mörder?!

Kurz nach Mitternacht wurde die Jägerin, die Lang- und Kurzwaffen besitzt, durch Spezialeinsatzkräfte in ihrer Wohnung festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung der darüber liegenden Wohnung fanden die Beamten dann die beiden Leichen.

Jägerin soll Nachbarn erschossen haben – Zwei Tote

Die Bedingungen sind günstig für solche Vorfälle. – Leider. – Aber wenn wir Menschen die Gesetze ändern, wird es keine Waffen mehr zu kaufen geben.

When police found his body, he was surrounded by three semi-automatic handguns and nearly 400 rounds of ammunition, which had all been purchased legally.

dailymail–Virgin-killer-planned-murder-stepmother-six-year-old-brother-feared-hed-grow-popular-girls-meticulously-planned-rampage

Winnenden. 5 Jahre danach. Die Forderung der Hinterbliebenen und Mütter war: Großkaliberwaffen sollten für Privatpersonen verboten werden und Sportschützen sollten nicht mehr ihre Munition zu Hause lagern dürfen. – Beides wurde nicht durchgesetzt.

Die Waffenlobby sind nur 2% der ganzen Bevölkerung, aber sie können scheinbar ihre Vorstellungen in der Politik durchsetzen.

Audio-Archiv »Winnenden«

Der zerbrochene Ring – Reportage von Svenja Pelzel

Wieder ein Sportschützenmord? — Schützenvereine – Warum wird diesem Alibizugang zu scharfen Waffen nicht endlich ein Riegel vorgeschoben. Auch hierüber wäre eine Volksabstimmung nötig. — Was als »Sport« daherkommt, dient der Bewaffnung gewaltbereiter Bevölkerungskreise.

Und von seinem geladenen Revolver, den er als langjähriger Sportschütze trotz der strengen Vorschriften aus dem Blick verloren haben will, war die Rede.

tagesspiegel–angeblich-waren-sie-noch-ein-paar-sportschuetze-bestreitet-mord-an-ex-freundin

Der mutmaßliche Wilderer hat in Niederösterreich drei Polizisten und einen Sanitäter erschossen ….. Der 55-jährige ist Mitglied eines Schützenvereins …

Alois H. besitzt Langfeuerwaffen

Nach Medienberichten gilt der Täter als Waffennarr, der auch Handgranaten besitzen soll.

salzburg–wilderer-alois-h-nach-blutbad-verschanzt-polizei-stuermt-hof

kurier–wilderer-erschiesst-vier-menschen-drei-polizisten-und-ein-sanitaeter-tot

Waffenbesitzer tötet 2 Kinder, eine schwangere Frau, einen Mann, eine Frau und verletzt ein 6-jähriges Mädchen schwer.

The gunman who killed five family members, including a pregnant woman and two small children, in downstate Manchester was armed with a hunting rifle with a scope, a carbine rifle, a 20-gauge pump-action shotgun and an 18-inch machete, according to the state police.

chicagotribune–manchester-illlinois-shootings

„Legaler“ Waffenbesitz ist eine Gefahr für andere Menschen.

Der Mann habe mit seiner Waffe, die er legal besessen habe, in dem Dorf Velika Ivanca rund 50 Kilometer südlich von Belgrad sechs Männer und sechs Frauen sowie einen zweijährigen Jungen erschossen.

tagesspiegel–serbe-erschiesst-13-menschen-polizei-raetselt-weiter-ueber-motiv

Ja, die Sportschützen. Hauptsache sie können ihrem Hobby nachgehen. Da muss die Gesamtbevölkerung schon mal ein bisschen flexibel sein, gell. 😦

Die Ermittler fanden aber unter anderem heraus, dass auf den 34-Jährigen mehrere Waffen zugelassen waren. Nachbarn berichteten, dass der 34-Jährige Sportschütze gewesen sei.

mz–tangermuende-hintergrund-der-toedlichen-schiesserei-unklar

Nach ersten Informationen der Polizei hatte der Mann eine Waffenbesitzkarte. Ob diese auf die Tatwaffe ausgestellt war, konnten die Ermittler zunächst ebenfalls nicht sagen.

tagesspiegel–familiendrama-freundin-des-taeters-stirbt-nach-toedlichen-schuessen

colorado-usa-polizei-14-tote-und-50-verletzte-nach-schiesserei-in-kino

Wie viele Tote muss es noch geben, damit endlich die Gesetze geändert werden?

Geiselnehmer-hortete-weitere-Waffen-im-Keller

Die Motive für die Taten lagen zunächst noch im Dunkeln. Der Bruder des Schützen sagte allerdings der Zeitung „Seattle Times“, dass der 40-Jährige geistig gestört gewesen sei. „Es überrascht mich nicht, dass so etwas passiert ist. Man konnte es kommen sehen. Es kommt einfach nichts Gutes heraus, wenn jemand soviel Zorn in sich hat“, sagte der Bruder.

Ja, geistig gestört. Aber Waffen kaufen konnte er. 😦

seattle-raubueberfall-und-amoklauf-sechs-menschen-sterben

Und weiter geht es:

tagesspiegel–der-horror-von-newtown-mitmenschen-beschreiben-den-taeter-als-einzelgaenger

Ich will ja nicht gerade sagen, dass die Amerikaner wahnsinnig sind. Aber mit ihrem Waffentick sind sie schon mittlerweile eine weltweite Gefahr. Der Waffenkram gehört nicht nur in die Schränke gesperrt, es sollte eine neue Philosophie des Umgangs mit Gewalt eingeführt werden. Der Waffenwahn kommt auch durch die »Weltpolizei-Funktion« die die Amerikaner haben. Man sollte den Menschen dort helfen, in dem wir die Aufgabe auf unser aller Schultern nehmen.

Gegenwart als Fortsetzung der Vergangenheit – oder »Wo ist das Neue.«

Der Autor schreibt über die DDR-Jahre in den 60ern. – Die beginnende Bespitzelung, die Feststellung, dass manche Bürger nicht zu dem Staat passen, der da existiert. Die Frage nach einer angemessenen und richtigen Beteiligung in der Gesellschaft steht da zur Debatte.

Das ganze Szenario wirkt bedrückend. Die Unterwerfung gemäß einer Staatsideologie, einer Vorstellung von Gesellschaft, die von interessierten (mächtigen?) Kreisen den anderen Menschen nahe gelegt wird. Bestimmte Organe im Staatsapparat haben die Aufgabe für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Menschen, die die Gesellschaft in ihren Grundfesten bedrohen, werden ihrerseits bedroht und zur Not »kaltgestellt«. – Menschen, die mit ihren Äußerungen, Verlautbarungen, Handlungen die Mitbürger in Unruhe versetzen, werden in ihrem Fortkommen behindert, auspioniert, ausgebootet.

Und in welcher Gesellschaft leben wir heute. – Ist es denn jetzt anders?

Wenn wir öffentliche Diskussionen veranstalten, geraten die Menschen aneinander. Wir können die Meinung der jeweils anderen nicht ertragen und werden unruhig, laut, zuweilen auch aggressiv. – Und sind es Überlegungen und Ansichten, die wir überhaupt nicht hören, aushalten und akzeptieren können, dann kann es sein, wir greifen zur Gewalt.

Haben wir häufiger solche öffentlichen Diskussionen, in denen Aufruhr entsteht, wird die Staatsgewalt einschreiten und diese Diskussionen verbieten. – Meinungsfreiheit hin oder her.

Oder nehmen wir Beispiele aus dem Ausland, aber keine aus dem Osten, weil da die Zustände von damals, die hier als Ausgangspunkt der Betrachtung dienten, fortbestehen. – Länder, die sich selbst mit Demokratie und Freiheit identifizieren, können mit der düsteren DDR-Zeit verglichen werden. USA. – Wer nicht die Ideologie des Staates vertritt, sollte wenigstens schweigen. – Wer sich aktiv für eine Gesellschaft einsetzt, die nicht von den Offiziellen gutgeheißen wird, der wird bedroht und verfolgt, zum Schweigen gebracht oder abgedrängt. – Und selbst wer in der einzigen Demokratie des Nahen Ostens lebt, wird von Spitzeln umgeben sein, wenn sein Verhalten für Unruhe in der Bevölkerung sorgt und die Person vom Staatsapparat als »gefährlich« eingestuft wird.

Mit anderen Worten, die DDR hat damals etwas getan, was in allen Staaten auf irgendeine Weise bis heute überall auf der Welt geschieht.

Aber natürlich gibt es Unterschiede zwischen all diesen Staaten. – Und trotz dieser von mir herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten bis in die heutige Zeit, sind diese Staaten für die Menschen unterschiedlich attraktiv oder bedrohlich. – Es fängt schon damit an, dass die Bürger der DDR eingesperrt waren. Wer fliehen wollte, wurde erschossen. Das macht dieses Land bis zum Gehtnichtmehr unattraktiv. – Und vielleicht bietet ein Land wie die USA so viele Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen, dass die Idee, den Staat zu bedrohen und zu bekämpfen, nur für die Wenigsten in Frage kommt.

Der Staat, das sind die Verwalter. – Schnell mischen sich unter die Verwalter Besserwisser und Kontrolleure. – Und ursprünglich waren die Verwalter vom Souverän, dem Bürger beauftragt und dann verkehrt sich die Situation und die Bürger sind von den Verwaltern unterjocht, indem diese »Staatsbediensteten« ihren Auftrag missbrauchen, um die Auftraggeber zu unterwerfen.

Was bringt die Zukunft. – Im Zuge der technischen Entwicklung (Rationalisieren, Automatisieren, Computerisieren und Algorithmisieren) werden Gestaltungsaufgaben immer häufiger den Verwaltern entzogen, sodass die Bürger entsprechende Tätigkeiten selbst übernehmen. – Wenn wir bedenken, dass heute ein Großteil der Arbeit von Verwaltern in der Kontrolle der Bürger besteht und diese Kontrolle überflüssig wird, ist absehbar, wohin die Reise geht.

Das Verschwinden der Apparatschiks ist die Folge einer natürlichen Entwicklung.

In der Kirche ist ein Bild zu sehen, auf dem »oben im Himmel« jemand ist und »unten auf der Erde« sind die Menschen. Aber der im Himmel sieht aus wie ein Mensch. – Materiell auf der Erde sein, ist ein Zustand. In ihn sind wir hineingeraten, es ist eine Aufgabe. Aus ihm heraus kommen wir wieder. – Nicht-materiell sein, ist unsere Ewigkeit. – Aus Fleisch und Blut sind wir eine Zeitlang.

Die Kirche hat bis auf die Touristen keine Besucher. – Wie auch das »Haus der Begegnung« menschenleer ist. – Bei den Arbeiter-Samaritern hingegen, ist die Bude propenvoll. Die Parteikultur macht den Mangel in der Gesellschaft wett.

Gegenwarts-Literatur. Welche Autoren kommen da spontan in den Sinn. – In der Bücherei gibt es keine solche Kategorie. Es gibt »Persönliche Erfahrungen«, Romane der Zeitgeschichte. Ich finde »Houellebecq«, Gauck-Biographie. – Ich suche Pirinçci, Akif. Den gibt es aber nicht in der Bücherei. – Sein Buch »Deutschland von Sinnen« kostet bei Amazon 15 Euro als eBook. – Das ist mir zu teuer. Für 10 Euro hätte ich es gekauft. – Unter dem Buch steht, dass dieser Preis vom Verlag festgelegt wurde. Der Autor war nicht selbst in der Lage zu sagen, welchen Preis sein Buch haben soll? – Warum 15 Euro, wenn alles an Kosten rund um das Drucken eines Buches wegfällt.

Wenn das Buch in der Bücherei gewesen wäre, hätte ich es mir ausgeliehen. Aber so fehlt mir ein Beispiel für Gegenwarts-Literatur in Deutschland. – Sicher, es werden jedes Jahr Dutzende von Büchern veröffentlicht. Es dürfte doch nicht so schwer sein, ein Buch aus dieser Kategorie zu besorgen. Dennoch. Es soll nicht irgendeinen Roman sein, in dem die Welt ganz, ganz persönlich dargestellt wird, sondern ein Werk, in dem Bezug genommen wird, auf die heutigen Verhältnisse. – Und ja, es stimmt. Ganz entscheidend ist für mich, wie ein solcher Autor zu Hartz4 steht, zum Bedingungslosen Grundeinkommen und zu den Menschenrechten. – Pirincci beschreibt ja mehr das, was schlecht ist, an unseren Gesellschaften. Aber ich hätte einmal hineingeschaut, in welcher Weise dies Gegenwarts-Literatur ist.

Himmel

Wege

welt–Venezuelas-Demokratie-stirbt-einen-langsamen-Tod

Trotz eines offiziellen Dialogs mit Teilen der Opposition hat sich die Maduro-Regierung offenbar für den kubanischen Weg entschieden: Die Zukunft für Venezuelas Opposition ist düster. Es sieht danach aus, dass, wenn in ein paar Tagen in Brasilien die Fußball-WM beginnt, in Caracas die Handschellen klicken und die Gefängnistüren zugeschlossen werden. Venezuelas Opposition droht eine Zukunft im Kerker.

Weil wir ein weltweit gültiges Wertesystem brauchen. – Es nützt nichts, die anderen Regierungen zu kritisieren, wenn wir in der westlichen Welt keine vorbildhaften Gesellschaftsordnungen haben.

Mit was will die USA in der Welt Anerkennung finden. Mit ihrem Waffenrecht, das jedem Durchgeknallten erlaubt die Mitwelt zu zerschießen? Ihrer fragwürdigen Medienkultur, in der in den Genres Horror, Komödie, Action, Drama, Sex alles abgesteckt zu sein scheint, was das Leben ausmacht. Oder sind es die überfüllten Gefängnisse und die gnadenlose Todestrafen-Ordnung? – Armut darf es in keinem Land geben, in dem alle zum Leben notwendigen Güter im Überfluss vorhanden sind. Und dennoch gibt es sie in den USA.

Nicht viel besser sieht es in Deutschland aus. Das Zwangsarbeitersystem der hiesigen Arbeits-Ideologen desavouiert jeglichen Ansatz einer menschenwürdigen Gesellschaft. Die Unterschiede zu den links-doktrinären Regierungen im Osten werden immer marginaler. Das Diktatorische in den Staatsführungen ist heute mehr denn je zu spüren. – Und wo soll das Beispielhafte sein, dass heute die Menschen ermutigt, ausgerechnet diese Welt verteidigen zu wollen?

In Venezuela ist es dieselbe Ratlosigkeit und Unzufriedenheit, die auch die Bürger in den westlichen Ländern umtreibt, die dazu führt, dass sich niemand für eine gesellschaftliche Gestaltung, für eine Wirtschaft, für eine Lebensgestaltung einsetzt, die die Menschen aus ihrer Lethargie reißen könnte und Hoffnung versprüht.

Ob in Europa, in den USA, ob in Latein-Amerika, in Nord-Afrika, Asien, oder im Osten, wir alle brauchen ähnliche Veränderungen in den gesellschaftlichen Verfassungen. Wir brauchen eine neue Definition von Gemeinschaft, die sowohl die individuellen Rechte der Bürger respektiert, wie auch den Gruppeninteressen, sofern dafür Verständnis aufgebracht werden kann, eine Chance bietet. – Ein Ausgleich muss her, der sich orientiert an den Notwendigkeiten des menschlichen Daseins, denen in einem neuen rechtlichen Rahmen Geltung verschafft werden muss.

Die Versorgung aller Menschen, in allen Lebensräumen, als gemeinsame Aufgabe, als ein oberes Ziel für uns alle, muss erstrebt werden. Der Auftrag an die Wirtschaft-Treibenden muss von uns allen erteilt sein, sich diesem Feld zu widmen und eine sichere, dauerhafte Versorgung der Menschen mit den notwendigen Dingen des Lebens zu garantieren. Die Herausnahme dieser »Basics« aus dem Marktgeschehen wäre die logische Konsequenz, was in allen Bereichen des menschlichen Lebens »die Armut« ein für alle Mal beendet. Den Grundbedarf decken die Menschen, in dem sie sich die deklarierten Produkte in den Supermärkten nehmen und dafür nicht bezahlen müssen. Basis-Wohnraum, ein Energie-Quantum und ausreichend Wärme pro Person stehen allen Menschen ohne »Bezahlvorgang« zur Verfügung.

Damit wäre Vieles, was heute Grundlage für Missmut über gesellschaftliche Zustände ausmacht, sinnvoll erledigt. – Die Respektierung der Menschenrechte wäre selbstverständlich. – Eine Grundversorgung in Gesundheitsbelangen wäre ebenso die Regel, wie freier Zugang zu den Medien ohne Zwangsalimentierung von Medienschaffenden.

Der Rest an Bedarf kann weiterhin über »den Markt« zugänglich gemacht werden, ohne das darauf verzichtet wird, auch zukünftig zu überlegen, welcher Bedarf noch als »Basic« aus dem Markt als »Grundbedarf« kostengünstig oder kostenlos allen Menschen zugänglich gemacht werden könnte. – Zum Beispiel Internet und Datenvolumen.

Halbe Sachen

Herr Rügemer sagt in dem Beitrag, in den USA würden Arbeitnehmerrechte nicht so gelten, wie in den meisten europäischen Ländern, oder zum Beispiel in der Bundesrepublik.

freie-radios

Die »International Labour Organisation« (ILO) hätte einige Kernprinzipien [Normen] hinsichtlich der Arbeitsrechte, die die USA »bis heute« nicht anerkennen.

Dann zählt Herr Rügemer die einzelnen Kernprinzipien auf. Als einen Punkt nennt er »die Abschaffung der Zwangs- und Pflichtarbeit«.

Interessant hier auch, er sagt nicht »Verbot von Zwangsarbeit«.

Damit stehen die USA »ganz allein« an der Spitze, erläutert Herr Rügemer, es gäbe kein anderes Land, das so wenige der Prinzipien ratifiziert hat.

Daraufhin sagt, der Interviewer »Deutschland hat ja diese wichtigsten Kernnormen der ILO ratifiziert.« und dann sprechen beide munter weiter über die USA.

Kein Wort darüber von beiden, dass in Deutschland durch die Hartz4-Sanktionen faktisch Zwangsarbeit herrscht. Beide haben es scheinbar noch nicht gemerkt. Wer sagte es ihnen? 🙂

Unsere Medienlandschaft, ein Trauerspiel. 😦

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Why?

oprah–Susan-Klebolds-O-Magazine-Essay-I-Will-Never-Know-Why

In the weeks and months that followed the killings, I was nearly insane with sorrow for the suffering my son had caused, and with grief for the child I had lost. Much of the time, I felt that I could not breathe, and I often wished that I would die. I got lost while driving. When I returned to work part-time in late May, I’d sit through meetings without the slightest idea of what was being said. Entire conversations slipped from memory. I cried at inappropriate times, embarrassing those around me. Once, I saw a dead pigeon in a parking lot and nearly became hysterical. I mistrusted everything—especially my own judgment.

Vielleicht liegt es auch an der Gesellschaft, dem Staat, seiner Verfasstheit. Vielleicht gibt es eine »öffentliche Ordnung«, eine (Movie) Kultur, ein Selbstverständnis von Leben, dass keine Perspektiven mehr lässt, für »Andersartigsein«.

Was ist, wenn es kein Bewusstsein gibt, von anderen Möglichkeiten zu leben, und nur der einzige Ausweg im »Ganzweggehen« besteht?

Und die Eltern, die genau das tun, was andere Eltern auch tun. Womöglich passieren an den Schulen Dinge, von denen sie nie etwas erfahren haben. Vielleicht gab es keine erklärenden Gespräche zwischen Vater und Sohn, keine Verständigungsgespräche zwischen den Eltern und dem Jungen. – Komisch ist, dass so etwas »gerne« in den USA passiert.

Und nein, die frei zugänglichen Waffen (eine Freundin hatte die Waffen für die Jungs gekauft, weil diese erst 17, aber sie schon 18 war) sind nicht schuld an den Massakern. Niemals sind diese frei zugänglichen Waffen Mitschuld, sagen die Waffenlobby und die Waffenbefürworter. – Aber es liegt halt doch an den frei zugänglichen Waffen.

criminalminds–Eric-Harris-and-Dylan-Klebold

acolumbinesite–dylan

Sportwaffen-Opferkarte-13_01

Beschaffenheit von Lebenswelt

achgut–talk-rezension-folge-6-guenther-jauch-am-27.10.2013

Apropos Freund: John Kornblum stellte auch gleich von Anfang an klar, als Günther Jauch vorwurfsvoll fragte, ob enge Freunde so etwas machen dürfen: „Ich bin kein Freund, ich bin ein Partner.“

Wenn es denn so ist, dass wir keine Freunde sind, sondern »nur« Partner (heute morgen in den Nachrichten hieß es wieder, wir seien »befreundet«), dann gilt auch da »Fairplay«. Warum sollen sich Partner gegenseitig die Handys abhören? Das passt doch gar nicht. Da kann man eher vermuten, es sind noch nicht mal Partner, sondern Zweckbündnisse. Und wenn sicherlich fragwürdige Staaten, wenn es um Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit geht, ebenfalls versuchen oder es schaffen, Merkels Handy abzuhören, wo ist da noch der Unterschied?

„Right or wrong – My country“ – dieser Maßstab gilt sicher für die Geheimdienstler der USA, aber auch für die Briten und auf französisch, für die Franzosen. Das mag vielen in der Bundesrepublik nicht gefallen, aber diese Nationen haben keine gebrochene Biographie, wie Deutschland …..

Vielleicht ist »Nationalismus« ja ein Auslaufmodell und die nationalistischen Tendenzen in Ländern sind eine Gefahr für die Entwicklung der Weltgemeinschaft und des Weltfriedens? Ganz unabhängig von den Geschehnissen, die in Deutschland stattfanden.

Es war der Verdienst von Günther Jauch und seiner Runde, dass diese Probleme mehr in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt wurden, als die peinliche Dummheit der NSA, die deutsche Kanzlerin abzuhören.

Die war aber Ausgangspunkt für diese Diskussion, nicht wahr? Wenn man Amerika weder vorbehaltlos zustimmt, noch in totale Ablehnung verfällt, besteht die Möglichkeit, zu erkennen, dass alle Menschen, egal in welchen Ecken dieser Welt sie leben, sich überlegen müssen, welche Rahmenbedingungen sie für ihre Existenz für wichtig halten. Man sollte sich eine Universalgesellschaft denken, wie muss sie beschaffen sein. Da gibt es dann eine ganze Menge aufzulisten und Amerika hat sicher Positives beizusteuern, an Erfahrung und Lebenswelt, und die negativen Entwicklungen dieses Landes wären wegzulassen.

Zweifel

Um den Milchbubi und seinen Bruder, der mal Boxer werden wollte, zu stellen, werden tausende von Polizisten verwand, und bei einem Schusswechsel wird der eine mit Kugeln durchsiebt (ganz amerikanisch, wie es schon im »Wilden Westen« war).
Ein Nachbar sieht eine Blutspur zu einem Boot und findet in dem Boot eine Person am Boden kauern. Wenn der 19-Jährige noch wehrfähig gewesen wäre, hätte er den Nachbarn angeschossen und/oder wäre geflüchtet. So aber kommt ein Großaufgebot an Polizei, ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera entdeckt (wie der Nachbar!) den Gesuchten im Boot, der Gesuchte wird aufgefordert das Boot zu verlassen, ein Roboter wird vorgeschickt, dann wird der Schwerverletzte festgenommen.

Bewohner von Boston durften eine Zeitlang nicht das Haus oder die Wohnung verlassen. Die Bomben waren »gebastelt«, ein Schnellkochtopf wurde verwendet, die Schusswaffen gibt es »frei Haus« in jedem amerikanischen Waffensupermarkt. [1]

Den Erfolg, den die Polizei von Boston vorweisen kann, will womöglich jede Bevölkerung, aber wie sieht so eine Gesellschaft aus. Welche Dominanz hat das gewalttätige Leben. – Will man in einem solchen Kontext wohnen und existieren?

[1]
In der Woche hatte Obama eine Verschärfung der Waffengesetze nicht durchsetzen können.

Wie erwartet schmetterte der Senat am Mittwoch auch ein Verbot von Sturmgewehren und anderen halbautomatischen Waffen ab.

Sogar ein Kompromiss für eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern verfehlte am Mittwoch im Senat die erforderliche Mehrheit von 60 Stimmen. Obama sprach von einem „Tag der Schande für Washington“ und kündigte an, weiter für eine Reform des Waffenrechts zu kämpfen.

focus–trotz-des-newtown-massakers-us-senat-blockiert-obamas-schaerfere-waffengesetze