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Gegenwart als Fortsetzung der Vergangenheit – oder »Wo ist das Neue.«

Der Autor schreibt über die DDR-Jahre in den 60ern. – Die beginnende Bespitzelung, die Feststellung, dass manche Bürger nicht zu dem Staat passen, der da existiert. Die Frage nach einer angemessenen und richtigen Beteiligung in der Gesellschaft steht da zur Debatte.

Das ganze Szenario wirkt bedrückend. Die Unterwerfung gemäß einer Staatsideologie, einer Vorstellung von Gesellschaft, die von interessierten (mächtigen?) Kreisen den anderen Menschen nahe gelegt wird. Bestimmte Organe im Staatsapparat haben die Aufgabe für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Menschen, die die Gesellschaft in ihren Grundfesten bedrohen, werden ihrerseits bedroht und zur Not »kaltgestellt«. – Menschen, die mit ihren Äußerungen, Verlautbarungen, Handlungen die Mitbürger in Unruhe versetzen, werden in ihrem Fortkommen behindert, auspioniert, ausgebootet.

Und in welcher Gesellschaft leben wir heute. – Ist es denn jetzt anders?

Wenn wir öffentliche Diskussionen veranstalten, geraten die Menschen aneinander. Wir können die Meinung der jeweils anderen nicht ertragen und werden unruhig, laut, zuweilen auch aggressiv. – Und sind es Überlegungen und Ansichten, die wir überhaupt nicht hören, aushalten und akzeptieren können, dann kann es sein, wir greifen zur Gewalt.

Haben wir häufiger solche öffentlichen Diskussionen, in denen Aufruhr entsteht, wird die Staatsgewalt einschreiten und diese Diskussionen verbieten. – Meinungsfreiheit hin oder her.

Oder nehmen wir Beispiele aus dem Ausland, aber keine aus dem Osten, weil da die Zustände von damals, die hier als Ausgangspunkt der Betrachtung dienten, fortbestehen. – Länder, die sich selbst mit Demokratie und Freiheit identifizieren, können mit der düsteren DDR-Zeit verglichen werden. USA. – Wer nicht die Ideologie des Staates vertritt, sollte wenigstens schweigen. – Wer sich aktiv für eine Gesellschaft einsetzt, die nicht von den Offiziellen gutgeheißen wird, der wird bedroht und verfolgt, zum Schweigen gebracht oder abgedrängt. – Und selbst wer in der einzigen Demokratie des Nahen Ostens lebt, wird von Spitzeln umgeben sein, wenn sein Verhalten für Unruhe in der Bevölkerung sorgt und die Person vom Staatsapparat als »gefährlich« eingestuft wird.

Mit anderen Worten, die DDR hat damals etwas getan, was in allen Staaten auf irgendeine Weise bis heute überall auf der Welt geschieht.

Aber natürlich gibt es Unterschiede zwischen all diesen Staaten. – Und trotz dieser von mir herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten bis in die heutige Zeit, sind diese Staaten für die Menschen unterschiedlich attraktiv oder bedrohlich. – Es fängt schon damit an, dass die Bürger der DDR eingesperrt waren. Wer fliehen wollte, wurde erschossen. Das macht dieses Land bis zum Gehtnichtmehr unattraktiv. – Und vielleicht bietet ein Land wie die USA so viele Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen, dass die Idee, den Staat zu bedrohen und zu bekämpfen, nur für die Wenigsten in Frage kommt.

Der Staat, das sind die Verwalter. – Schnell mischen sich unter die Verwalter Besserwisser und Kontrolleure. – Und ursprünglich waren die Verwalter vom Souverän, dem Bürger beauftragt und dann verkehrt sich die Situation und die Bürger sind von den Verwaltern unterjocht, indem diese »Staatsbediensteten« ihren Auftrag missbrauchen, um die Auftraggeber zu unterwerfen.

Was bringt die Zukunft. – Im Zuge der technischen Entwicklung (Rationalisieren, Automatisieren, Computerisieren und Algorithmisieren) werden Gestaltungsaufgaben immer häufiger den Verwaltern entzogen, sodass die Bürger entsprechende Tätigkeiten selbst übernehmen. – Wenn wir bedenken, dass heute ein Großteil der Arbeit von Verwaltern in der Kontrolle der Bürger besteht und diese Kontrolle überflüssig wird, ist absehbar, wohin die Reise geht.

Das Verschwinden der Apparatschiks ist die Folge einer natürlichen Entwicklung.

In der Kirche ist ein Bild zu sehen, auf dem »oben im Himmel« jemand ist und »unten auf der Erde« sind die Menschen. Aber der im Himmel sieht aus wie ein Mensch. – Materiell auf der Erde sein, ist ein Zustand. In ihn sind wir hineingeraten, es ist eine Aufgabe. Aus ihm heraus kommen wir wieder. – Nicht-materiell sein, ist unsere Ewigkeit. – Aus Fleisch und Blut sind wir eine Zeitlang.

Die Kirche hat bis auf die Touristen keine Besucher. – Wie auch das »Haus der Begegnung« menschenleer ist. – Bei den Arbeiter-Samaritern hingegen, ist die Bude propenvoll. Die Parteikultur macht den Mangel in der Gesellschaft wett.

Gegenwarts-Literatur. Welche Autoren kommen da spontan in den Sinn. – In der Bücherei gibt es keine solche Kategorie. Es gibt »Persönliche Erfahrungen«, Romane der Zeitgeschichte. Ich finde »Houellebecq«, Gauck-Biographie. – Ich suche Pirinçci, Akif. Den gibt es aber nicht in der Bücherei. – Sein Buch »Deutschland von Sinnen« kostet bei Amazon 15 Euro als eBook. – Das ist mir zu teuer. Für 10 Euro hätte ich es gekauft. – Unter dem Buch steht, dass dieser Preis vom Verlag festgelegt wurde. Der Autor war nicht selbst in der Lage zu sagen, welchen Preis sein Buch haben soll? – Warum 15 Euro, wenn alles an Kosten rund um das Drucken eines Buches wegfällt.

Wenn das Buch in der Bücherei gewesen wäre, hätte ich es mir ausgeliehen. Aber so fehlt mir ein Beispiel für Gegenwarts-Literatur in Deutschland. – Sicher, es werden jedes Jahr Dutzende von Büchern veröffentlicht. Es dürfte doch nicht so schwer sein, ein Buch aus dieser Kategorie zu besorgen. Dennoch. Es soll nicht irgendeinen Roman sein, in dem die Welt ganz, ganz persönlich dargestellt wird, sondern ein Werk, in dem Bezug genommen wird, auf die heutigen Verhältnisse. – Und ja, es stimmt. Ganz entscheidend ist für mich, wie ein solcher Autor zu Hartz4 steht, zum Bedingungslosen Grundeinkommen und zu den Menschenrechten. – Pirincci beschreibt ja mehr das, was schlecht ist, an unseren Gesellschaften. Aber ich hätte einmal hineingeschaut, in welcher Weise dies Gegenwarts-Literatur ist.

Himmel

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Auf dem Weg von einer Informations- zu einer Aktionsgesellschaft

Was können wir als Individuen tun. – Die Erkenntnisse, die wir gesammelt haben, für uns selbst, in unserem Leben anwenden, in unserer Lebenswelt mitteilen.

Das Internet nutzen. – Eine eigene Internetseite (mehrere) erstellen, dort die eigene Meinung veröffentlichen. Urteil – Entscheidung – Standpunkt.

Leben im offenen Raum

Neben dem Privatleben, Ausbildung, Beruf, Familie, ein »öffentliches« Leben leben. – In Sozialen Netzwerken aktiv sein, anderen Menschen dort Zustimmung signalisieren, mit Likes, +1 und so weiter.

Bei öffentlichen Veranstaltungen mitwirken, die eigene Lebenswelt als eine gestaltbare wahrnehmen, diese selbst gestalten wollen und sich aktiv einbringen, dort wo es möglich ist.

Meiner Erfahrung nach, sind »Parteien« Sackgassen. – Wer in diese Richtung aber gehen will, soll es tun. – Ich halte Parteien (und Wahlen) für das Übel, das uns in die heutigen schlechten Verhältnisse gebracht hat. Es sind Fortschrittsverhinderer und jegliche individuelle Kreativität wird erstickt.

Wertekanon

Welche Werte halten wir für achtenswert, für was sind wir bereit zu »kämpfen«. – Das muss unter uns Menschen deutlich werden.

An erster Stelle die Menschenrechte (Grundrechte, Grundgesetz hier in Deutschland).

Noch vor »Wahlen und Parteien« ist ein Ausgleich in der Bevölkerung zu suchen, indem die Interessen und Sorgen der Menschen zu Wort kommen und als erstes eine Wirtschaft ermöglicht wird, die die Versorgung ALLER Bürgerinnen und Bürger gewährleistet. – DANN kann überlegt werden, wie die weitere Gestaltung der Gesellschaft im Sinne eines »Öffentlichen Raums« vorgenommen wird.

Wer Hartz4 bekommt, wird integriert.

Warum? Von wem?

»Hinz und Kunz« kann Politiker werden. Diese Leute, oder solche die als Arbeitnehmer in die Verwaltung gegangen sind, tanzen der übrigen Bevölkerung auf der Nase herum. – Indem sie Gesetze erlassen und »Verordnungen«, mit denen sie andere Menschen benachteiligen und bedrohen.

In der »Eingliederungsvereinbarung«, einer Verordnung, die die Politiker und Verwalter der (Sprach-) Gemeinschaft sich ausgedacht und gegen die Menschen in Anwendung gebracht haben, steht:

Die Eingliederungsvereinbarung hat das Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt. – Mit welchem Recht können »Hinz und Kunz« über andere Menschen und deren Leben verfügen, nur weil diese auf Hilfe zur Existenzsicherung angewiesen sind?

Warum ist es möglich, dass erwachsene Menschen von diesen Politikern und Verwaltern in dieser niederträchtigen Weise vorgeführt werden?

Die Eingliederungsvereinbarung, die der Arbeitslose unterschreiben muss, enthält »Pflichten«, die der Bürger erfüllen muss, sonst wird er bestraft durch »Geldentzug«.

Wie ist es möglich, dass solche archaischen, mittelalterlichen Regelungen in einer modernen Gesellschaft im Jahre 2015 für die Bürgerinnen und Bürger eines Gemeinwesens in Anwendung kommen können?

Das ist eine Infamie gegen Freiheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit. – Das sind Regelungen, die typisch sind für totalitäres Denken in Unrechtsstaaten.

Diesem Unrecht Einhalt zu gebieten, ist notwendig und alle Menschen sind dazu aufgefordert.

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